Zentrale Bergische Arena für Spitzensport

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach sind sich einig: „Der BHC braucht jetzt endlich Klarheit und Verlässlichkeit, was eine erstligataugliche Spielstätte im Bergischen Land angeht. Wir wollen eine gemeinsame Bergische Lösung für den BHC.“

Denn ein Handball-Erstligist mit einer dem Profisport entsprechenden Spielstätte stärkt ebenso die gesamte Bergische Region wie etwa der „Brückensteig“, das Circular Valley und der Gaskessel oder Nordbahn- und Korkenziehertrasse.  

Entwicklung auf Wuppertaler Seite

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind erläutert den aktuellen Stand zu einer  BHC-Arena aus Wuppertaler Sicht: „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv Gestaltungs- und Finanzierungsoptionen für einen BHC-Hallenstandort auf dem Gelände des Wicküler Parkes  geprüft. Daran waren neben mehreren städtischen Ressorts die Geschäftsführung der Stadthallen GmbH sowie die Unternehmensgruppe Clees als Eigentümer des Areals beteiligt. Im Rahmen der Prüfungen hat es sowohl mehrere Gutachten zu einem möglichen Betreiberkonzept als auch den Austausch mit Experten für den Betrieb großer Veranstaltungshallen gegeben.

Die Gutachten und die Beratungen dazu haben ergeben, dass der reine Betrieb einer Multifunktionsarena am Standort – wenn auch mit verbleibenden finanziellen Risiken – so möglich erscheint, dass der Aufwand des laufenden Betriebes bei enger Kooperation aller Beteiligten gedeckt werden könnte.

Es wurde aber auch klar, dass eine Refinanzierung der Investitionskosten für eine solche Halle in der Höhe von bis zu 40 Mio. Euro nicht darstellbar ist. Eine Finanzierung der Investitionskosten zu einem großen Teil durch die Stadt Wuppertal ist in zweifacher Hinsicht hoch problematisch: 1. Das Gelände befindet sich im privaten Eigentum (der Unternehmensgruppe Clees). Der Transfer eines öffentlichen Investitionszuschusses an einen privaten Investor stellt sich hier als besonders herausfordernd dar. 2. Eine zusätzliche städtische Wuppertaler Investition angesichts des aktuell schon hohen Investitionsprogrammes ist nicht mehr leistbar.“ 

Städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf in Solingen

Andere Voraussetzungen gelten für die Stadt Solingen, betont Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Klingenstadt. Bei der Klingenhalle handele es sich um eine städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf, für die ohnehin eine Sanierung oder Neuplanung anstehe. Auch wenn in Solingen für das Hallenprojekt die Verfahren auf Grundlage eines aktuellen Gutachtens jetzt anliefen, scheine es im Sinne eines berechenbaren Vorgehens sinnvoll, sich jetzt mit ganzer Kraft auf die abschließende Prüfung der Solinger Option zu konzentrieren.

Die neue Halle, in der bis zu 5.000 Zuschauer einen Sitzplatz finden würden, könnte die Klingenhalle aus dem Jahr 1973 ersetzen. Ziele: Schul- und Vereinssport am Weyersberg sollen weiterhin möglich sein, vor allem aber dem Bundesligisten Bergischer Handball-Club eine Perspektive gegeben werden, im Bergischen Städtedreieck dauerhaft spielen zu können.

Die 48 Jahre alte Halle mit rund 2.500 Sitzplätzen entspricht den Forderungen der Handballliga an Kapazität, Fernsehtauglichkeit und Bewirtungsmöglichkeiten immer weniger. Dazu wäre die neue Arena zusätzlich Spielstätte für größere Konzerte und Events ab 5.000 Zuschauer, für die es in der näheren Region bisher kein Angebot gibt.

Einnahmen würde die Arenagesellschaft aus der Vermietung erzielen: 18 Heimspiele des BHC und größere Shows wären in der modernen Arena am Weyersberg zu Beginn möglich. Und auch nötig, um die Kosten wieder hereinzuspielen.

Klarheit in Dezember-Ratssitzung

Denn, das stellt das Gutachten klar: Bei günstigem Betriebsverlauf könnte die Arena in einer Jahresbetrachtung günstiger als der Weiterbetrieb der bestehenden und zu sanierenden Klingenhalle sein. Das Geschäft rechnet sich für Solingen dennoch, da auch der Weiterbetrieb der alten Klingenhalle für die Stadt ein Verlustgeschäft ist. Aber eines, mit dem langfristig keine Einnahmen erzielt werden können, die die Last mindern würden. Für die Klingenhalle wird mit einem Sanierungsbedarf in hoher Millionenhöhe gerechnet. Und die Möglichkeit, Handballspitzensport live zu erleben, gäbe es dann wohl mittelfristig nur noch in Düsseldorf.

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Tim Kurzbach wird der Ältestenrat jetzt eine Arbeitsgruppe bilden, die die politische Debatte in den Fachausschüssen und im Rat vorbereitet. Dazu wird ein Tagesworkshop mit dem Beratungsunternehmen SEM gehören, auf der die gesamte Analyse auf der Tagesordnung steht und die Gutachter sich den Fragen der Solinger Kommunalpolitik stellen. Bis zur Dezember-Ratssitzung wollen die Ratsfraktionen sich Klarheit über die Marschrichtung – Arenaneubau oder Weiterbetrieb der alten Halle – verschafft haben.

„Zentral ist, dass der BHC zeitnah eine belastbare Hallenoption erhält. Dies ist ein gemeinsames bergisches Anliegen. Deswegen ist uns wichtig, dass wir zwischen den Bergischen Städten mit offenen Karten spielen und nicht in einen unproduktiven Wettbewerb um die Standortfrage treten. Wer jetzt in eine verbindliche – politische und finanzielle – Klärung eines Bundesliga-tauglichen Standortes eintritt, muss sicher sein können, dass es dann auch wirklich zur Realisierung des Hallenprojektes kommt“, sind sich die beiden Stadtspitzen einig. 

Neue Qualität der bergischen Zusammenarbeit

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind betonte, die enge Abstimmung mit Solingen biete auch die Chance, der Zusammenarbeit der bergischen Städte eine neue Qualität zu geben und diese weiter zu intensivieren. Auf Wuppertal bezogen machte der Oberbürgermeister deutlich, dass der aktuell für eine Arena geprüfte, aber für ungeeignet gefundene Standort ehemaliger Wicküler Park für die Stadt weiter ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt sei. Die Stadt werde gemeinsam mit dem Eigner weiter nach tragfähigen Lösungen für diesen in der Talachse wichtigen Standort suchen.

Konzert: Baby Kreuzberg live im Löf

Am Dienstag, 12. Oktober, steht der Berliner Singer-Songwriter Baby Kreuzberg ab 19 Uhr im Löf auf der Bühne. 

Baby Kreuzberg spielt einen Genremix aus Americana, Folk und Rock. Er ist bereits zum dritten Mal im Löf.

Einlass ist um 18:30, der Eintritt ist frei, der Künstler lässt den Hut kreisen. Die Gäste müssen Geimpft, Genesen oder getestet sein, wobei der Coronatest nicht älter als sechs Stunden sein darf.

Video: Down by the Lake

Location

Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid

Antrag: Fahrradstraße von der Engelsburg Richtung Kräwinklerbrücke

Antrag der Fraktionen von SPD, GRÜNEN und FDP zur Sitzung der BV3 am 24.11.2021 sowie zur Sitzung des Rates am 09.12.2021:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,
sehr geehrter Bezirksbürgermeister Haumann,

die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP stellen für die o. a. Sitzungen nachfolgenden Antrag zur Abstimmung

Die Stadt Remscheid richtet eine Fahrradstraße von der Engelsburg durchs Feldbachtal Richtung Kräwinklerbrücke ein. Dazu sollen die Zuwegung und die Überquerung der L 412 (Engelsburg) in Absprache mit Straßen.NRW für Radfahrer sicher gestaltet werden.

Begründung

Gerade im Naturschutzgebiet Feldbachtal ist ein geringeres Lärmaufkommen und eine geringere Durchfahrtsgeschwindigkeit des motorisierten Verkehrs sinnvoll und wohltuend.

Eine Fahrradstraße ist eine ausdrücklich für Radfahrende vorgesehene Straße. Hier haben sie Vorrang und dürfen nebeneinander fahren, auch in Gruppen. Andere Fahrzeuge dürfen die Straße benutzen, wenn sie per Zusatzschild zugelassen sind. Sie müssen sich dem Tempo des Radverkehrs anpassen. Als Höchstgeschwindigkeit gilt Tempo 30. Radfahrende dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen Autofahrende die Geschwindigkeit weiter verringern.

Fahrradstraßen motivieren zum Radfahren, da die Radfahrenden sich hier als Verkehrsteilnehmer*innen mindestens gleichberechtigt zum motorisierten Verkehr wahrnehmen und wahrgenommen werden. Insofern führt eine Fahrradstraße zu höherem Fahrradaufkommen und macht den Radverkehr zugleich sicherer.

Am 21.4.2021 hat das Bundeskabinett den neuen Nationalen Radverkehrsplan beschlossen. Er setzt, z.B. aus Sicht des ADAC, richtige und wichtige Zielmarken. Wenn es gelingt, mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, kann dies die Städte von Stau und Parksuchverkehr entlasten. Mehr Radverkehr ist ein bedeutsamer Beitrag zum Klimaschutz und schont die Umwelt, was gerade in einem Naturschutzgebiet nicht zu unterschätzen ist.

Das Feldbachtal wird immer häufiger von Radfahrer*innen genutzt, um das Angebot rund um die Kräwinklerbrücke zu nutzen, aber auch um hier weitere ausgeschilderte Radverbindungen wahrzunehmen. Da die Straße schmal ist und ein gewisses Gefälle aufweist, sind Radfahrende durchaus einer erhöhten Gefährdung durch die anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen ausgesetzt.

Zur Finanzierung der Maßnahme regen wir an, eine Förderung über die Verwaltungsvereinbarung Sonderprogramm „Stadt und Land“ – (VV SP „S&L“) vom 05.11./22.12.2020, ein Förderprogramm des BAG – anzustreben.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Jürgen Kucharczyk
Fraktionsvorsitzender BV 3

Petra Kuhlendahl
Fraktionsvorsitzende BV 3

Torben Clever
Ratsmitglied

Hackenberg: Kunstrasen aber kein Stadion

„Nach den Beschlüssen vom Donnerstag im Sport- und Hauptausschuss ist klar, dass der Fußballplatz der SG Hackenberg mit Kunstrasen ausgestattet wird. Das ist erfreulich und für den Verein überlebenswichtig.

Ebenso klar ist aber auch, dass das dem Remscheider Sport versprochene Stadion auf dem Hackenberg niemals realisiert werden wird. Hiervon werden den Bürgerinnen und Bürgern nur die horrenden Planungskosten bleiben. 

Für die Lenneper Leichtathletik soll im Falle eines Abrisses des traditionsreichen Röntgenstadions als Ersatz ein 200 Meter Rundlauf auf dem Hackenberg eingerichtet. Dies ist für uns gerade noch akzeptabel, auch wenn es keine optimale Lösung ist.  Die Fraktion DIE LINKE im Rat sieht im Erhalt und der Modernisierung des Röntgenstadions die einzig angemessene Lösung für den Lenneper und Remscheider Sport und wird sich deshalb auch weiter intensiv für den Erhalt der Traditionsstätte einsetzen. Schon mit einem Teil der vorab bereits für die Luftnummer „Outlet Center“ ausgegebenen Millionen hätte man aus dem Röntgenstadion längst ein Schmuckkästchen machen können. Nicht nur im Interesse des Sports, sondern auch für die gesamte Stadtentwicklung Lenneps würde der Abschied vom DOC Projekt und der damit verbundenen Blockade mittlerweile wie eine Befreiung wirken.“

Gez. Peter Lange, Sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Schüler*innen schwimmen in den Ferien kostenlos im H2O

„Es ist geschafft! Der von DIE LINKE und CDU eingebrachte Antrag zum kostenlosen Eintritt ins H2O für Kinder und Jugendliche in den Herbst- und Weihnachtsferien floss „vollumfänglich“ in eine Beschlussvorlage der Verwaltung ein. Noch ergänzt durch ein pädagogisches Konzept – es soll an manchen Tagen ein offenes Angebot an Wasserspielen und Aktivitäten geben, möglicherweise auch einen Crashkurs zum Schwimmen lernen – bietet die Sportverwaltung tatsächlich ein attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche. Darüber freuen wir uns sehr! endlich richtet sich der Fokus einmal auf diejenigen, die am meisten unter den Corona Maßnahmen gelitten haben. So können wir die jungen Leute wenigstens etwas entschädigen für alle Entbehrungen, die ihnen abverlangt wurden.

Die Beschlussvorlage wurde in allen Gremien – Jugendhilfeausschuss, Sportausschuss und Hauptausschuss – einstimmig beschlossen. Angesichts der Tatsache, dass die „Gestaltungsmehrheit“ den Antrag vor den Sommerferien noch ablehnte, ist das sehr erfreulich. Offensichtlich sind einige Fraktionen doch noch lernfähig!“

gez. Brigitte Neff-Wetzel

Superhirn – Vokabeln lernen im Sekundentakt (Webinar)

Presseinformation der Stadt Remscheid: Aktuelle Veranstaltungstipps der VHS Remscheid

Wer möchte nicht im Sekundentakt Vokabel lernen können? Und dabei noch Spaß haben? Die Schlüsselwortmethode hilft Ihnen dabei Vokabeln nicht nur schneller zu erfassen, sondern auch länger im Kopf zu behalten. Das zig-fache Wiederholen wird auf ein Minimum reduziert. Der Bestsellerautor und Dipl. Pädagoge Helmut Lange hat zum Thema „Vokabel lernen“ mehrere Bücher geschrieben und zeigt Ihnen anhand von weiterentwickelten Lernstrategien den Weg zu verblüffenden Lernerfolgen – schon während des Webinars.

Bitte beachten Sie:

Nach Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink zum Webinar von der VHS Remscheid per E-Mail.

Voraussetzungen: Sie benötigen eine gültige Mailadresse, eine stabile Internetverbindung sowie funktionierende Kamera und Mikrofon an Ihrem Endgerät (Laptop, PC, Tablet oder Smartphone).

Kursleitung: Helmut Lange, Buchautor und Androgoge

Termin: Donnerstag, 14.10.2021 von 19:00 bis 21:15 Uhr

Ort: Webinar

Entgelt: 18,90 EUR

Komm klar: Hilfe für Jugendliche aus suchtbelasteten Familien

Mit der neuen Gruppe „Komm klar“ will das Netzwerk „Kleine Helden“ Remscheider Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus psychisch oder suchtbelasteten Familien, wirksam helfen.

Das Remscheider Netzwerk Kleine Helden engagiert sich seit seiner Gründung in 2010 für eine Verbesserung der Situation von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern in Remscheid.

Im Rahmen dieses Engagements hat eine Arbeitsgruppe, in der sich trägerübergreifend sechs verschiedene Netzwerkpartner:innen (Caritasverband Remscheid, Diakonie im Kirchenkreis Lennep, Die Welle gGmbH, Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land, Profam Praxis für Familienberatung, Psychologische Beratungsstelle Remscheid) zusammen getan haben, ein neues Konzept für die Arbeit mit Jugendlichen entwickelt. Es heißt „Komm Klar“ und ist ein Gruppenangebot für Jugendliche aus psychisch oder suchtbelasteten Familien im Alter von 12 bis 17 Jahren als geschützter Raum für Gespräche über Stress, Ängste, Sorgen, die Erkrankungen der Eltern, und andere relevante Themen. Außerdem soll die Gruppe Zeit für gemeinsamen Spaß und das Entdecken von Stärken, Ressourcen und Stabilität bieten.

„Hast Du häufig Stress, fühlst Du Dich manchmal schuldig, wütend, überfordert und allein?“

Diese Fragen und viele Infos stehen in dem Flyer, mit dem auf das neue Angebot aufmerksam gemacht wird. Damit soll es den betroffenen Jugendlichen leichter gemacht werden, dieses Angebot anzunehmen. Das erste der Treffen der „Komm klar“-Gruppe ist am 26. Oktober um 16 Uhr im Kultshock, Stockder Straße 142-148.

Friedrich-Ebert-Platz: Bussteige wegen Abrissarbeiten verlegt

Am Montag, 11. Oktober 2021, beginnen die Abrissarbeiten des Betriebsgebäudes der Stadtwerke Remscheid am Friedrich-Ebert-Platz. Die für den Abriss benötigte Fläche umfasst neben dem Betriebsgebäude selbst auch die Bussteige B1 und B2.

Daraus ergibt sich, dass der Bussteig B komplett gesperrt werden muss. Die Bussteige B1 und B2 werden daher auf die Bussteige A1 und A2 verlegt, der Bussteig B3 wird zum Bussteig A5 verlegt.

Die Bussteige auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Grafik: Stadtwerke Remscheid
Die Bussteige auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Grafik: Stadtwerke Remscheid

Woche der älteren Generation: Abschlussveranstaltung am 9. Oktober

Die diesjährige Woche der älteren Generation neigt sich dem Ende zu. Mit einer Abschlussveranstaltung am kommenden Samstag, 9. Oktober, von 10 bis 14 Uhr in den neben dem Seniorenbüro gelegenen Räumen Markt 13 verabschieden sich die Macherinnen und Macher der beliebten Aktionswoche bis ins nächste Jahr.

Den geselligen Abschluss der Aktionswoche, zu welcher der Remscheider Seniorenbeirat seit vielen Jahrzehnten einlädt, bildet ein geselliges Zusammensein mit kleinem Imbiss und Musik aus den 50er und 60er Jahren, die von Bianca Klever präsentiert wird. Zu sehen ist außerdem eine Ausstellung über gelungene Geschichten von Migrantinnen und Migranten.

Teilnahmevoraussetzung

Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Entsprechende Nachweise sind mitzubringen und vorzulegen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Link-Tipp

Ein Organist, dem man die Freude ansieht

Jens-Peter Enk spielte ein Konzert in Lüttringhausen.

Der Wuppertaler Organist und Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk ist und bleibt ein gerne gesehener Gast auch in Remscheid. Der Musiker ist immer voll Begeisterung und großer Lust dabei, wenn es gilt Musik zu machen, und das kann man ihm jederzeit ansehen. Er versprüht Lebens- und Musizierlust, erfreut sich an gelungenen Kompositionen, wobei ihm das Genre egal ist, er mag Bach, aber auch moderne Töne. Seine Konzerte bestechen immerzu durch eine geschmackvolle Auswahl der Musik.

Es geht um die Musik und den Willen des Komponisten

So auch am Nachmittag des 3. Oktober, als der Kantor aus Wuppertal-Unterbarmen in der evangelischen Kirche in Lüttringhausen ein Konzert spielte, dessen Erlös für den Erhalt der Orgel gedacht war. Ja, auch Johann Sebastian Bach stand auf dem Programm, sogar zweimal. „Nun danket alle Gott“ aus der Kantate BWV 79 kam vergleichsweise kurz und unspektakulär daher, während die Fantasie C-Dur (BWV 571) alleine durch die Dreiteilung Allegro / Adagio / Allegro über eine gewisse Länge verfügt. Eine Komposition des Bach-Zeitgenossen Johann Gottfried Walther schloss sich an.

Neben dem Tryptichon zu „Lobet den Herren“ der beiden spätromantischen Komponisten Uso Seifert und Max Drischner erklang auch die Musik noch lebender Komponisten. So die Toccata des Amerikaners Matthew H. Corl (geb. 1965), und eine Prelude von David Blackwell, der 1961 geboren wurde. Eine weitere Toccata des usbekischen Komponisten Georgi Mushel (1909 – 1989) rundete das knapp einstündige Programm ab.

Jens-Peter Enk ist nicht daran gelegen, seine zweifelsfrei vorhandene Virtuosität zur Schau zu stellen. Ihm geht es ausschließlich um die Musik und die musikalische Darstellung des vom Komponisten Gewollten. Dabei liegt er immer richtig, hat ein untrügliches Gefühl für geschmackvolle Kompositionen und nimmt sich und seine Fähigkeiten oft zurück. Er ist und bleibt hoffentlich noch lange eine Ausnahmeerscheinung im weltweiten Orgelland.

Epochales Propagandamaterial in den Briefkästen

In Lüttringhausen werden Ausgaben einer Propaganda-Zeitung verteilt: Die Epoch Times. Diese Schmähschrift, die besonders durch ausländerfeindliche Ressentiments auffällt und nun ihren Hang zum Antiwissenschaftlichen auslebt, indem Querdenkenden und deren haltlosen Falschaussagen, etwa zum Thema Impfung, Platz eingeräumt wird.

Wer mit beiden Beinen in unserer demokratischen Grundordnung und einem empirischen Weltbild lebt, sollte dieses gedruckte Pamphlet schnellstmöglich und ungelesen dem Papiermüll zuführen. Auch die dazugehörige Webseite sollte nicht aufgesucht werden.

Verfassungsfeindliche und wissenschaftsfeindliche Pamphlete gehören in den Papiermüll.
Verfassungsfeindliche und wissenschaftsfeindliche Pamphlete gehören in den Papiermüll.

Medien wie diese sind gefährlich, da sie auf den ersten Blick seriös ausschauen. Wem es an Medienkompetenz mangelt, könnte den Eindruck bekommen, dass die dort wiedergegebenen Inhalte stimmen. Jedoch handelt es sich um verfassungsfeindliche Propaganda und Fakenews oder um tendenziöse oder xenophobe Berichterstattung. Verfassungsfeindliche Vereinigungen, wie etwa die AfD oder Die Basis, bedienen sich gerne solcher Pamphlete, um gezielt Desinformation zu verbreiten um ihre Wählenden bei antiwissenschaftlicher Laune zu halten.

Bergische IHK: Aufschwung gewinnt an Breite und erfasst auch den Dienstleistungssektor

Die konjunkturelle Lage der bergischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2021 weiter verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge heute (6. Oktober) vorstellten.

An der Umfrage hatten sich 513 Unternehmen mit 24.900 Beschäftigten beteiligt. Mittlerweile beurteilen 36 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und nur noch 16 Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Lageeinschätzungen wiedergibt, verbessert sich deshalb um 12 auf plus 20 Punkte. „Die Stimmung ist damit besser als unmittelbar vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich ist, dass nach dem Lockern der Corona-Schutzmaßnahmen der Aufschwung auch weite Teile des Dienstleistungssektors erreicht hat“, so Pasch und Wenge wörtlich.

Noch besser sei die Lage derzeit bei vielen Industriebetrieben, insbesondere den Herstellern von Metallerzeugnissen. Zunehmend problematisch seien aber die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und andere Vorprodukte sowie die häufig auftretenden Lieferengpässe. Unternehmensnahe Dienstleister wie die Speditionen profitieren vom industriellen Aufschwung. Dagegen dämpfen die genannten Lieferschwierigkeiten den Aufschwung im Großhandel. Die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen können dank der Öffnungsschritte etwas aufatmen. Sie sind aber noch relativ weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. „Aber nur noch fünf Prozent der Dienstleistungs­unternehmen fürchten ihre Insolvenz – im Frühjahr waren es noch doppelt so viele“, so die IHK-Vertreter.

Wirtschaftliche Lage in Remscheid am besten

Im Vergleich der drei bergischen Großstädte ist die wirtschaftliche Lage in Remscheid derzeit am besten. Das liege nicht zuletzt daran, dass in Remscheid 42 Prozent der Wertschöpfung auf das Produzierende Gewerbe entfallen – wesentlich mehr als in den beiden Nachbarstädten.

Die Unternehmen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zugleich machen sich viele Betriebe Sorgen, dass die Preise für Vorleistungen weiter steigen und die Versorgungsengpässe zunehmen könnten. „In der Industrie sehen vier von fünf Unternehmen die stark steigenden Rohstoffpreise als ein gravierendes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an. Auch befürchten viele, dass in der neuen Legislaturperiode die Steuern erhöht werden“, machten Pasch und Wenge deutlich. Trotz der Risiken wollen drei von zehn Unternehmen mehr investieren. Auch der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Über 20 Prozent der Unternehmen möchten Mitarbeiter einstellen, was aber aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird. Besonders davon betroffen sind die Gastronomie, das Verkehrsgewerbe und die Industrie. Mehr als jedes fünfte Unternehmen möchte deshalb die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.