Glasscheiben an Bushaltestellen zerstört

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen die Glasscheiben von zwei Bushaltestellen in Reichshof zerstört.

Im Tatzeitraum zwischen Freitag 20 Uhr und Montag (25. Juli) 8 Uhr beschädigten Vandalen die Bushaltestelle in Reichshof-Mittelagger (Eckenhagener Straße, Fahrtrichtung Pochwerk). Im gleichen Zeitraum beschädigten Unbekannte die Bushaltestelle an der Schemmerhausener Straße, Fahrtrichtung Heischeid.

Hinweise

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Waldbröl unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Führerschein nach Alkoholunfall sichergestellt

Den Zaun eines Vorgartens hat am Sonntagnachmittag (24. Juli) der alkoholisierte Fahrer eines Kleintransporters in viele Einzelteile zerlegt.

Der 31-Jährige war gegen 16.15 Uhr auf der Hahner Straße in Engelskirchen-Remerscheid unterwegs, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam. Der Kleintransporter überfuhr dabei etwa 20 Meter eines Gartenzauns, der dabei völlig zerstört wurde. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer stark alkoholisiert war; bei einem Atemalkoholvortest zeigte das Gerät einen Wert von über 2,4 Promille an. Die Polizei stellte den Führerschein des Mannes sicher und veranlasste eine Blutprobenentnahme.

Hautkrebs: Nicht einmal jede*r Dritte geht zur Früherkennung

Allein im Corona-Jahr 2020 sind aus diesem Grund rund sieben Erkrankungen je 100.000 Versicherte unerkannt geblieben. Die Zahlen stammen aus dem Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg. Daten auch für einzelne Städte und Kreise.

Düsseldorf/Hamburg, 18.07.2022

Die Haut ist in der Sommer- und Urlaubszeit einer starken Belastung ausgesetzt. Mit den intensiven Sonnenstrahlen steigt das Hautkrebsrisiko. Wird eine Erkrankung früh erkannt, stehen die Heilungschancen oft gut. Doch Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zeigen, dass viele Menschen gar nicht oder nicht regelmäßig zum Hautkrebs-Screening gehen. Noch nicht einmal jeder und jede dritte Versicherte nimmt das Früherkennungs-Angebot wahr.

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Die AOK Rheinland/Hamburg bietet ihren Versicherten bereits ab Vollendung des 18. Lebensjahres solche Checks kostenlos an. In den Jahren 2018/19 haben aber nur knapp 30 Prozent der Versicherten (29,8 Prozent) diese Möglichkeit genutzt. Und die Motivation hat in der Corona-Zeit weiter nachgelassen: Im Jahr 2020 ist die Teilnahme an der Früherkennung im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Jahre 2017 bis 2019 um 20 Prozent zurückgegangen. Aufgrund dieser Zurückhaltung blieben allein im Jahr 2020 rechnerisch 6,9 Hautkrebs-Erkrankungen je 100.000 Versicherte unerkannt, wie der Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg zeigt.

„Die Pandemie hat die onkologische Versorgung vor große Herausforderungen gestellt. Die Zahl der Arztkontakte insgesamt war deutlich geringer als in den Vorjahren. Deshalb sind im Jahr 2020 auch Screening-Angebote seltener angenommen worden. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Heilungschancen steigen, wenn Krebs früh erkannt wird“, sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Nach den Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg ist der Rückgang beim Hautkrebs-Check mit einem durchschnittlichen Minus von 20 Prozent im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen Krebs-Früherkennungsprogrammen am deutlichsten ausgefallen. Besonders in den ersten beiden Quartalen des Jahres sind die Zahlen eingebrochen. Das war bei anderen Früherkennungsprogrammen ähnlich, doch hier ist im dritten und vierten Quartal 2020 ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten. Offensichtlich haben viele Versicherte ihre verschobene Früherkennung nun nachgeholt, so beispielsweise beim Mammographie-Screening und bei der Krebsfrüherkennung der Frau. Beim Hautkrebs-Screening ist das Minus dagegen auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 geblieben.

Regionale Unterschiede beim Hautkrebs-Screening: Aachen liegt vorn, Essen im Durchschnitt, Oberbergischer Kreis hinten

In den Städten und Kreisen an Rhein und Ruhr sowie in Hamburg ist die Bereitschaft zu einer Teilnahme an der Hautkrebs-Früherkennung unterschiedlich stark ausgeprägt. Für den regionalen Vergleich hat die AOK Rheinland/Hamburg die Jahre 2018/19 betrachtet. Hier lag die Teilnahmequote in Aachen am höchsten (37,2 Prozent), am geringsten war sie im Oberbergischen Kreis (20,5 Prozent). Essen befindet sich im Durchschnitt (29,8 Prozent), Remscheid (34,4 Prozent), Wuppertal (34 Prozent), Düsseldorf (33,7 Prozent), Köln (30,2 Prozent) und Hamburg (30,5 Prozent) liegen darüber.

Dabei wäre eine konsequente Nutzung der Früherkennung sehr wichtig, denn seit Jahren werden immer mehr Hautkrebserkrankungen diagnostiziert. Allein zwischen 2006 und 2019 ist die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) um 36 Prozent gestiegen, von 16,9 auf 20,1 pro 100.000 Versicherte jährlich. Außerdem hat die AOK Rheinland/Hamburg ermittelt, dass sich zwischen 2003 und 2019 die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt hat.

Sozioökonomisch benachteiligte Rentnerinnen und Rentner erkranken früher an Hautkrebs

Der Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg geht auch den individuellen Gesundheitschancen nach, die maßgeblichen Einfluss auf den Zeitpunkt der Krebsentstehung haben: Menschen im Rentenalter mit einem niedrigen sozioökonomischen Status erkranken früher als solche mit einem höheren Status. Dieser Unterschied zeigt sich bei allen Krebsarten. Von Hautkrebs sind Männer im Rentenalter mit einem niedrigen Einkommen durchschnittlich rund sieben Jahre früher betroffen, nämlich mit 71 Jahren, als Männer mit einer hohen Rente. Diese erhalten durchschnittlich mit 78 Jahren ihre erste Hautkrebs-Diagnose. Bei den Frauen ist der Unterschied nicht ganz so groß: Hier erkranken die niedrigen Einkommensklassen durchschnittlich mit 74 Jahren und damit fünf Jahre früher als Frauen, die über eine hohe Rente verfügen.

Als Ursache für diese Entwicklung gelten unter anderem Unterschiede im Gesundheitsverhalten. Die Lebens- und Gesundheitschancen des Einzelnen sind in Deutschland eng mit dem sozioökonomischen Status verknüpft. „Durch die gezielte Stärkung der Gesundheitskompetenz ließe sich in einigen Fällen die Entstehung von Krebs hinauszögern. Wir möchten für alle Menschen optimale Gesundheitschancen schaffen, unabhängig von ihrem sozialen Status“, sagt AOK-Vorstand Matthias Mohrmann. Angebote wie die Gesundheitskioske (in Essen, Hamburg, Aachen und Köln) bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungen und leisten somit einen wichtigen Beitrag.

INFO: Weißer und schwarzer Hautkrebs

Man unterscheidet zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs. Wird der aggressive schwarze Hautkrebs (malignes Melanom der Haut) bereits im Frühstadium entdeckt, ist die Chance auf eine Heilung besonders hoch. Zuletzt erkrankten in Deutschland laut Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 23.000 Menschen pro Jahr an schwarzem Hautkrebs. Wesentlich häufiger als das gefährlichere Melanom tritt der weiße Hautkrebs auf – mehr als 200.000 Menschen bekommen jedes Jahr diese Diagnose.

18-Jährige überschlägt sich mit Auto

Schwere Verletzungen hat eine 18-Jährige aus Reichshof am Donnerstagabend (21. Juli) bei einem Unfall auf der Landstraße 145 erlitten.

Gegen 19 Uhr war die junge Frau auf der L 145 von Wiehl-Alferzhagen in Richtung Gummersbach-Dieringhausen gefahren, als ihr in einer Rechtskurve ein Auto entgegenkam.

Obwohl genügend Abstand zwischen den Fahrzeugen war, erschrak die 18-Jährige und lenkte sie ihren VW so weit nach rechts, dass sie gegen den ansteigenden Böschungsbereich geriet. In der Folge verlor sie die Kontrolle über ihren Wagen, der ins Schleudern geriet und sich überschlug.

Die verletzte Reichshoferin konnte sich selbst aus dem auf dem Dach liegenden Auto befreien, musste aber nach einer notärztlichen Behandlung vor Ort in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Wolf: „Respekt für die professionelle Arbeit in meinen Praktikumsbetrieben“

Zwei Betriebspraktika machte der Landtagsabgeordnete Sven Wolf Ende April: bei der Lebenshilfe im Café Achtsam durfte er Torten mit herstellen und im Pizzastudio von Andrea Sacco Pizzen belegen und servieren. Wertvolle Erfahrungen für den Abgeordneten.

„Auf Augenhöhe mit den Beschäftigten lernt man am meisten über Betriebe, über Arbeitsabläufe und über ein gutes Miteinander im Team“, betont der Abgeordnete.

„Deshalb sind mir die Praktika in Betrieben in meinem Wahlkreis so wichtig.“

Ein besonderen Einblick gewährte dem Abgeordneten die Lebenshilfe – in der Backstube und im Café Achtsam.

„Auf Augenhöhe mit den Beschäftigten lernt man am meisten über Betriebe, über Arbeitsabläufe und über ein gutes Miteinander im Team.“

Sven Wolf, NRW-Landtagsabgeordneter (SPD)

„Am Mittwoch begann mein Tag bereits früher als sonst, denn die leckeren Kuchen und das Kaffeegebäck mussten vorbereitet werden. In der Küche durfte ich mit anpacken. Wer mich kennt, weiß: Das ist für mich nichts neues. Aber mit echten Profis zu backen ist noch einmal was anderes. Meine Schicht im Café Achtsam begann dann am Vormittag am Alter Markt in Lennep. Eine super freundliches und engagiertes Team im Kaffeewerk versorgt die vielen Kundinnen und Kunden bereits seit September mit Kaffee, Tee, Kuchen oder herzhaften Quiche. Das Team sah mir auch meine Anfängerfehler nach und nahm mich sehr herzlich auf.“

Auch bei Sacco durfte der Abgeordnete nicht nur dem Chef über die Schulter schauen, sondern selbst Hand anlegen.

Nach dem Backen auch Schneiden: Sven Wolf beim Praktikum in der Pizzeria Sacco. Foto: Thomas E. Wunsch
Nach dem Backen auch Schneiden: Sven Wolf beim Praktikum in der Pizzeria Sacco. Foto: Thomas E. Wunsch

„Das Schwierigste ist der Pizzateig. Hier kommen nur traditionelle Zutaten in den Teig, aber das Familiengeheimnis wurde auch mir nicht verraten. Soviel darf ich aber verraten: Tradition und Passion werden hier groß geschrieben“, erzählt Wolf. „Ein toller Arbeitstag in einem Super-Team in wunderbar familiärer Atmosphäre.“ „Die typische Arbeitsbelastung in einem Beruf im laufenden Betrieb einmal selbst zu erleben, ist wichtig. Dann entwickelt man deinen gesunden Respekt für die Schwere einer Arbeit, für die erforderliche Schnelligkeit und Umsicht und die spezifischen Fähigkeiten, die Mitarbeitende über Jahre entwickelt haben. Ich habe tolle Kolleginnen und Kollegen erlebt und eine Arbeitsatmosphäre, wo man sich gegenseitig unterstützt und mit Humor über schwierige Phasen gut hinwegkommt“, so Wolf.

Töttern: Die Landtagskandidaten in Lüttringhausen

Die Landtagswahl am 15. Mai wirft ihre Schatten voraus. Traditionsgemäß lädt der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen vor einer Wahl die Kandidaten zu einer Gesprächsrunde ein, die gemeinhin unter der beliebten Rubrik „Töttern“ stattfindet. So auch diesmal.

Am Mittwochabend trafen sich fünf Politiker im CVJM-Heim an der Gertenbachstraße, um ihre Sicht der Dinge den Besuchern nahe zu bringen. Von der CDU war Jens Nettekoven dabei, Sven Wolf vertrat die Auffassungen der SPD, David Schichel vertrat die Grünen, Torben Clever kandidiert für die FDP und Peter Lange für die Linke. Thorsten Greuling moderierte die zweistündige Veranstaltung.

Corona in Pflege und Bildung

Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs
Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs

Wie bei vielen ähnlichen Formaten zeigten sich recht schnell die verschiedenen Politikansätze der Parteien – und deren Gemeinsamkeiten. Zum Thema „Sind wir gut durch die Coronakrise gekommen?“ fragte Sven Wolf nach dem Grund, warum die Landesregierung kleinere Krankenhäuser in Frage stelle. Was Torben Clever entschieden konterte. „Ich halte diese Diskussion für falsch“, sagte er. „Ein Krankenhaus ist nicht schlechter, wenn es privat geführt wird.“ Jens Nettekoven war sich sicher, dass am Remscheider Sana-Klinikum „nicht gerüttelt wird. Und genauso wenig am Klinikum in Radevormwald.“

Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs
Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs

Alle Politiker äußerten im weiteren Verlauf des Gesprächs ihre Sorgen, wie sich die Lage der heimischen Industrie angesichts des Krieges in der Ukraine darstellt. Peter Lange äußerte ein ehrliches: „Die Menschen in diesen problematischen Zeiten zu beruhigen, ist schwierig.“ Einig waren sich die Politiker, dass man die ukrainischen Kinder in das deutsche Bildungssystem eingliedern müsse. Und als Sven Wolf die Meinung vertrat, dass viele Schulprobleme Kommunikationsprobleme der Landesregierung seien, wurde das Töttern auf einmal doch recht heftig. „Wenn das die Meinung der SPD ist“, widersprach Torben Clever von der FDP, „dann hat die Partei seit ihrer Abwahl vor fünf Jahren nichts gelernt.“

Alle waren sich einig, dass die Kinder die großen Verlierer der Pandemie sind. „Jetzt alles auf die Schulministerin Yvonne Gebauer zu schieben, ist sicher zu kurz gegriffen“, äußerte David Schichel und erntete Zustimmung. „Wir brauchen mehr Lehrer“, äußerte Sven Wolf. „Und mehr Lohn. A 13 für alle. Und das Projekt ‚Schule 2020‘ weiterzuführen, kann nicht falsch sein.“ Alles richtig, sagte Schichel. Trotzdem müsse die Kommunikation besser werden. Clever, der jetzt nicht mehr widersprach, wies auf den Grund für die zum Teil verspätete Kommunikation hin. „Die Ministerpräsidentenrunde tagt so spät.“ Ein Anflug von Humor ergab sich zu Thorsten Greulings Frage, wie denn das Bildungskonzept der Linken aussehe und aus dem Publikum ein „Steintafeln!“ deutlich zu hören war. Peter Lange lächelte milde und ging auf den Zwischenruf nicht ein.

Schulden der Stadt

Weitere Gesprächspunkte waren die mit 600 Millionen Euro extrem hohen Schulden der Stadt Remscheid („Der Bund muss sich an der Entschuldung der Kommunen beteiligen“ – Sven Wolf) und die innere Sicherheit, zu der Jens Nettekoven eine einfache Meinung hat: „Unser Innenminister ist Herbert Reul, und deshalb mache ich mir zu diesem Thema überhaupt keine Sorgen.“

David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs
David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs

Auch die Hochwasser-Katastrophe des vergangenen Jahres wurde angesprochen. „Wir wären heute sicher besser in der Früherkennung“, zeigte sich David Schichel überzeugt. Während Sven Wolf sicher war, dass der Katastrophenschutz in NRW völlig neu organisiert werden müsse, wollte der FDP-Vertreter das Ehrenamt stärken. „Wenn keiner mehr hilft, kann das Krisenmanagement nicht wirksam werden.“ In der das Gespräch abschließenden Fragerunde, wie sich das Land in den nächsten fünf Jahren darstelle, zeigten sich die fünf Politiker einig: Man müsse die Industrieregion Bergisches Land mit ihren vielen Mittelständlern erhalten und trotzdem gerne hier wohnen bleiben. Das zu bewerkstelligen und den Klimaschutz einzubeziehen, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Stadtentwicklung nach Vorne bringen, sei eine anstrengende, aber eine lohnende Vision.

Abschied vom Kulturkreis

Ulla Wilberg hat die Leitung vom Kulturkreis.jetzt nach der Veranstaltung wie vorher angekündigt niedergelegt. Lesen Sie dazu: Danke, Ulla Wilberg!

Keine Entlastung: Schwarz-Gelb hält an Straßenausbaubeiträgen fest

Am gestrigen Donnerstag hat der Landtag NRW auf Initiative der SPD-Fraktion über das Ende von Straßenausbaubeiträgen abgestimmt. CDU und FDP haben dabei gegen die Abschaffung votiert. „Damit ist klar, dass es Schwarz-Gelb mit der Entlastung der Bürgerinnen und Bürger nicht ernst meint“, sagt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald.

Sven Wolf, Landtagsabgeordneter der SPD-Fraktion für Remscheid und Radevormwald hat am heutigen Donnerstag für eine Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in Nordrhein-Westfalen gestimmt. Der Landtag hat in seiner Sitzung einen entsprechenden Gesetzentwurf der SPD-Fraktion beraten. In namentlicher Abstimmung wurde dieser Gesetzentwurf mit Stimmen der regierungstragenden Fraktionen von CDU und FDP abgelehnt.

Schwarz-Gelb hat stattdessen eine Änderung der Förderrichtlinien bei Straßenausbaubeiträgen beschlossen. „Den Bürgerinnen und Bürgern, die vier- bis fünfstellige Straßenausbaubeiträge zahlen müssen, gibt das keine langfristige Sicherheit“, erklärt Wolf. „Denn nach schwarz-gelben Plänen bleiben Straßenausbaubeiträge weiter bestehen.“

„Das zeigt: CDU und FDP liefern nicht mehr als einen unausgereiften Schnellschuss“, so Wolf. Er befürchtet ein „Bürokratiemonster ohne einen Effekt.“ Das bisherige Fördersystem soll schließlich einfach mit angepasster Förderquote fortgesetzt werden. Unter enormem Verwaltungsaufwand seien Kommunen nach geltendem Gesetz weiter gezwungen, fällige Straßenausbaubeiträge zu ermitteln und zu erheben, um dann festzustellen, dass keine Zahlung notwendig sei. „Das zeigt, wie unausgereift die Ankündigung von Schwarz-Gelb ist“, sagt Wolf.

„Die Menschen in NRW brauchen eine zuverlässige Entlastung statt eines undurchsichtigen Fördersystems. Denn was passiert, wenn Fördermittel aufgebraucht sind? Schwarz-Gelb kann nicht ausschließen, dass die Bürgerinnen und Bürger dann wieder zur Kasse gebeten werden“, so Wolf.

Trotz der Ablehnung des Gesetzentwurfs will sich Wolf weiter für die komplette Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einsetzen.

„Diese finanzielle Last bei der Sanierung von Straßen ist für viele Haushalte kaum oder gar nicht zu stemmen“, meint Wolf. „Und die anhaltende Kritik von Bürgerinitiativen zeigt, dass Schwarz-Gelb die Menschen weiter in Unsicherheit lässt. Wir stehen an der Seite der Betroffenen in NRW.“ In der kommenden Legislaturperiode solle der Landtag daher eine endgültige und dauerhafte Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf den Weg bringen. „Wenn es um die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge geht, wissen die Betroffenen, wem sie in dieser Frage vertrauen können. Alle wissen: Nur durch die SPD-Fraktion wird die Abschaffung auch wirklich Realität.“

Sturm: Schule fällt aus

Anordnung gilt für ganz NRW.

Weil morgen verbreitet Sturm mit schweren Böen, in Hochlagen auch Orkanböen, angekündigt ist, fällt der Schulunterricht am Donnerstag, 16. Februar 2022, in ganz NRW aus. Das hat das nordrhein-westfälische Schulministerium heute angeordnet und per Schulmail allen Schulleitungen mitgeteilt. Das gilt auch für Einrichtungen der OGS in den Schulen.

Grundlage ist der Erlass „Regelungen zum Unterrichtsausfall und anderen schulischen Maßnahmen bei Unwettern und anderen extremen Wetter-Ereignissen“ vom 13. März 2021. Unabhängig von dieser Regelung müssen Lehrkräfte ihren Dienst antreten, soweit es die Witterungsverhältnisse zulassen. Für Schülerinnen und Schüler, die die Information über den Unterrichtsausfall nicht mehr rechtzeitig erreicht hat und die deshalb in der Schule eintreffen, muss eine angemessene Beaufsichtigung gewährleistet werden.

Blaues Fahrzeug nach Unfallflucht gesucht

Nach einem Verkehrsunfall an einer Einmündung in Radevormwald-Önkfeld sucht die Polizei nach dem Unfallverursacher, von dessen Fahrzeug ein blaulackiertes Teil am Unfallort zurückgeblieben ist.

Gegen 17.20 Uhr hatte ein Zeuge am Freitagnachmittag (11. Februar) der Polizei eine umgefahrene Wegweisertafel gemeldet. An der Einmündung der Kreisstraße 6 mit der Straße „Unterm Busch“ war ein unbekanntes Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und hatte den Wegweiser nach Ümminghausen und Oberönkfeld überfahren. An der Unfallstelle blieb ein blaulackiertes Fahrzeugteil zurück, welches vom Unfallverursacher stammen dürfte.

Hinweise

Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat Wipperfürth unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Teurer Fehlkauf: VW-Bus mit gefälschten Papieren

Beim Autokauf ist in der vergangenen Woche ein 40-Jähriger aus Marienheide Betrügern zum Opfer gefallen.

Der Mann war auf einem Autoverkaufsportal auf einen VW-Bus vom Typ T6 gestoßen, der dort zu einem günstigen Preis angeboten wurde. Der Standort des Wagens, an dem sich ein Siegburger Kennzeichen befand, befand sich allerdings in Belgien – angeblich, weil der Verkäufer dort beruflich engagiert sei.

Der 40-Jährige machte sich daraufhin auf nach Belgien und kaufte das Fahrzeug nach einer erfolgreichen Probefahrt. Bei der Anmeldung des Autos am Straßenverkehrsamt in Gummersbach fiel er jedoch aus allen Wolken – dort musste er nämlich erfahren, dass sowohl die Zulassungsbescheinigungen als auch die Kennzeichen gefälscht waren. Der VW-Bus gehört einer belgischen Verleihfirma, die zwischenzeitlich eine Anzeige wegen Unterschlagung erstattet hat. Der 40-Jährige steht nun mit leeren Händen da; sein zum Autokauf angespartes Geld ist weg und den VW-Bus stellte die Polizei sicher, um ihn dem eigentlichen Eigentümer zurückzugeben. Nach ersten Ermittlungen war auch der vom Verkäufer vorgelegte Ausweis eine Totalfälschung.

Zigarettenautomat aufgebrochen

Mit einer Flex haben Unbekannte am Wochenende einen Zigarettenautomat in Nümbrecht-Elsenroth aufgebrochen. Am Sonntagmorgen (13. Februar) hatte ein Spaziergänger den aufgebrochenen Automaten in der Straße „Alte Ziegelei“ entdeckt. Offenbar hatten die Täter zunächst versucht, den Automaten im Bereich der Verriegelung zu durchtrennen. Davon nahmen sie dann aber Abstand und flexten stattdessen die Verkleidung des Automaten an der Vorderseite auf, so dass sie an Teile der Ware gelangen konnten.

Hinweise

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Waldbröl unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Sven Wolf: „Der Ärger ist gerade an den Grundschulen unbeschreiblich groß“

Zur seit Wochen angespannten Corona-Situation an den Schulen in Remscheid erklärt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für die Städte Radevormwald und Remscheid:

„Seit Monaten fordert die SPD-Landtagsfraktion von der schwarz-gelben Landesregierung einen Plan B, damit die Schulen sich auf die steigenden Infektionszahlen einstellen und ihren Schulbetrieb hierauf abstimmen können. Mit großer Sorge haben wir zuletzt in der Aktuellen Stunde vom 24.01.2022 die Landesregierung befragt, wie es bezüglich der Priorisierung bei den PCR-Tests an den Schulen in NRW weitergeht.

Die Befürchtung, dass Schulministerin Yvonne Gebauer zunehmend überfordert ist, hat sich nun bestätigt. Trotzdem wird weiterhin auf Sicht gefahren. Und das auf Kosten der Schülerinnen und Schüler sowie der engagierten Lehrkräfte und Eltern.

Auch vor Ort bei uns in Remscheid wurden von Vielen Sorgen und Bedenken an mich herangetragen, zuletzt in guten und ausführlichen Gesprächen mit der Stadtschülervertretung und der Stadtelternvertretung. Dabei wurde deutlich, dass gerade an den Grundschulen der Ärger unbeschreiblich groß ist. Herr Neldner von der Stadtelternvertretung berichtete mir, dass manche Eltern fragten, warum das Verfahren für die Einzeltests wie an den weiterführenden Schulen nicht auch auf die Grundschulen ausgeweitet werde.

Eltern und Schüler fühlen sich ohnmächtig. Auch an den Remscheider Grundschulen sah man an verschiedenen Standorten weiße Fahnen aus den Fenstern hängen. Die Schulleitungen kapitulieren vor der derzeitigen Situation. Nicht weil es an Einsatz mangelt, sondern an Unterstützung und rechtzeitiger Information seitens des Ministeriums. Das Chaos ist perfekt. Ende letzter Woche erreichte mich auch ein offener Brief der GEW in Remscheid. Darin wurde nochmal eindrücklich der erhebliche Zeitaufwand und die Belastung für das Lehrpersonal und die Schülerschaft beschrieben, die aus der derzeitigen Testsituation entstehen. Ich appelliere an die Schulministerin, dass schnell und klug auf die berechtigten Sorgen von Schülern, Eltern und Lehrern eingegangen wird. Eine pragmatische Lösung vor Ort könnte es beispielsweise sein, mobile Teststationen auf den Schulhöfen einzusetzen, wie es die GEW in ihrem Schreiben fordert.“