Frühlingskonzert vom Posaunenchor Lüttringhausen

Konzert im geistlichen Sinne in der evangelischen Kirche Lüttringhausen.

Wie so viele musikalische Vereine hat auch der Lüttringhauser Posaunenchor in den vergangenen drei Jahren nicht öffentlich musizieren können. Am Samstagabend beendete der Posaunenchor das musikalische Schweigen in der evangelischen Kirche im Dorf mit einem Frühlingskonzert. Gerne hätte man – wie es normal gewesen wäre – die musikalische Saison mit einem großen weltlichen Konzert begonnen. Aber wie der Vorsitzende des Posaunenchores Sebastian Brüninghaus sagte: „Die Zeiten sind nicht normal“, weshalb man sich zu einem geistlichen Konzert entschlossen habe. Der Innenraum der Kirche war sehr gut besucht, auch auf der Empore hatten Musikfreunde Platz genommen.

Jan Heynen solierte brillant

Gemälde von Marc Chagall boten auf der Leinwand den Rahmen für spannende Musik. Foto: Peter Klohs
Gemälde von Marc Chagall boten auf der Leinwand den Rahmen für spannende Musik. Foto: Peter Klohs

Das gut siebzig minütige Konzert begann stilvoll mit Mendelssohns „Jauchzet dem Herren, alle Welt“, einer in vier kurzen Sätzen aufgeteilten Komposition mit melancholischem Charakter, die auch ohne die Worte des Textes aus Psalm 100, auch bekannt als „Jubilate deo“, funktioniert. Der 12-jährige Nachwuchsposaunist Jan Heynen legte mit seiner Premiere die Basis für eine vielversprechende Karriere und solierte brillant in „Peace like a river“, bevor zwei dunkeltönige Kompositionen von Anton Bruckner (Locus iste und Sanctus) die Stimmung etwas verschattete. Sehr interessant klangen die drei Fantasien über Bilder von Marc Chagall, die der zeitgenössische Komponist Jens Uhlenhoff (geboren 1987 im baden-württembergischen Emmendingen) geschrieben hatte. Dias zeigten die Gemälde, zu denen der Posaunenchor adäquat die Töne und Melodien zur Farbe Blau oder in einem Fall zu Rot und Gelb spielte. So wurden die „Lieblingsfarben“ des Malers sozuschreiben in Musik verwandelt.

Philipp Jeßberger dirigierte den Posaunenchor gewohnt unaufgeregt. Foto: Peter Klohs

Drei Jubilare des Posaunenchores waren vor dem Konzert gebeten worden, ihren Lieblingschoral zu benennen, den der Chor im Konzert spielen würde. Karl Müller, seit 80 Jahren (!) Mitglied im Lüttringhauser Posaunenchor und noch immer aktiv, hatte sich „In dir ist Freude“ ausgesucht, Karl-Ernst Rau, seit 70 Jahren im Chor, hatte „O Gott du frommer Gott“ genannt und der seit 60 Jahren den Posaunenchor treu begleitende Hans-Herbert Brüninghaus wurde mit „Bleib bei mir Herr“ geehrt, alle drei Stücke von getragener Atmosphäre und moderater Dynamik geprägt. Eine deutliche Aufhellung war nur bei „Jesus Christ Superstar“ zu hören, immer noch eines der bekanntesten Musical-Songs von Andrew Lloyd Webber. Mit John Rutters „Look at the world“ schloss das Konzert sehr harmonisch. Dirigent Philipp Jeßberger leitete den Posaunenchor gewohnt unaufgeregt und souverän.

Mit Kinderchor: 3. Remscheider Friedensdemo am 30.3.

Dritte Remscheider Friedensdemo am Mittwoch, 30. März von 17.30 bis 19.30 Uhr, vor dem Remscheider Rathaus geplant.

Das Aktionsbündnis Remscheid Tolerant plant bereits seit mehr als zehn Tagen die nächste Kundgebung für Frieden auf dem Remscheider Rathausplatz. Putins völkerrechtswidriger Krieg in der Ukraine dauert fort und Geflüchtete, die für Menschen mit rassistischer Einstellung nicht europäisch aussehen, werden an der polnischen Grenze ins Kriegsgebiet zurückgeschickt oder gar illegal verhaftet. Menschen mit russischen Wurzeln sind zunehmend Diskriminierungen und Anfeindungen ausgesetzt. „Für uns ist es Grund genug, gemeinsam mit den Menschen Remscheids Haltung zu zeigen, gegen Putins Faschismen, gegen Rassismus und gegen Krieg“, sagt Anne Marie Faßbender, Vorsitzende vom Verein Remscheid Tolerant, mit Nachdruck. Eingeladen und aufgerufen ist die gesamte Stadtgesellschaft, die nicht nur Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung zeigen will, sondern auch für Gleichbehandlung aller Menschen aufstehen möchte.

Remscheid sagte am 28. Februar schon deutlich Nein zum Krieg. Foto: Thomas E. Wunsch
Remscheid sagte am 28. Februar schon deutlich Nein zum Krieg. Foto: Thomas E. Wunsch

Das Programm für die rund zweistündige Kundgebung, die am Mittwoch, 30. März um 17.30 Uhr startet, steht noch nicht vollständig. Der Kinder- und Jugendchor Voices wird unter Leitung von Astrid Ruckebier an der Friedenskundgebung teilnehmen und live vom Frieden singen. Neben Vertretenden von Remscheid Tolerant stehen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz als Stadtvater und Vincent Amtmann als Sprecher des Aktionsbündnisses Seebrücke Remscheid bereits als Redner fest. Remscheids Kultururgestein Stephanie Hoffmann rezitiert einen fast einhundert Jahre alten literarischen Text, der wieder erschreckend aktuell erscheint. Geplant und organisiert wird per Videokonferenz, und das bei bis zu 30 Teilnehmenden sogar recht schnell und konkret. Ein gemeinsames Zoom-Treffen steht noch an, um auch die letzten offenen Punkte noch abzuhaken.

Remscheid sagte am 28. Februar schon deutlich Nein zum Krieg. Foto: Thomas E. Wunsch
Remscheid sagte am 28. Februar schon deutlich Nein zum Krieg. Foto: Thomas E. Wunsch

Wer keine selbstgemalten Schilder zur Kundgebung mitbringen kann, wird vor Ort versorgt, es stehen Papp-Plakate mit der ukrainischen Flagge und einer Friedenstaube kostenlos zum Mitnehmen bereit. Auf die Rückseite hat man in den ukrainischen Nationalfarben ‚Leben ist kein weißes Privileg‘ aufdrucken lassen, um auf die Ungleichbehandlung von Geflüchteten hinzuweisen. „Das kam nicht bei allen Menschen gut an – also haben wir wohl was richtig gemacht“, kommentiert Sascha von Gerishem süffisant und ergänzt: „Rassismus ist keine Meinung!“

Mit „Haltung zeigen“ möchte Remscheid Tolerant auch auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus hinweisen, doch ist der Slogan auch ein Appell an den Teil der russischen Bevölkerung, der nicht hinter Putins Propaganda steht. An der Planung und Durchführung der Kundgebung sind wieder Vertretende aller demokratischen Parteien und deren Jugendorganisationen, der Kirchen, des Jugendrates, der Gewerkschaften, verschiedener Vereine und Aktionsbündnisse beteiligt. Kurzfristige Änderungen kommuniziert Remscheid Tolerant über die eigene Webseite und über die sozialen Medien. Ein rechtzeitiger Blick auf www.remscheid-tolerant.de lohnt sich, wenn etwa wie bei der ersten Friedensdemo die Startzeit kurzfristig vorverlegt werden müsste. Bei der Friedensdemo gilt weiterhin eine Maskenpflicht.

Keine Entlastung: Schwarz-Gelb hält an Straßenausbaubeiträgen fest

Am gestrigen Donnerstag hat der Landtag NRW auf Initiative der SPD-Fraktion über das Ende von Straßenausbaubeiträgen abgestimmt. CDU und FDP haben dabei gegen die Abschaffung votiert. „Damit ist klar, dass es Schwarz-Gelb mit der Entlastung der Bürgerinnen und Bürger nicht ernst meint“, sagt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald.

Sven Wolf, Landtagsabgeordneter der SPD-Fraktion für Remscheid und Radevormwald hat am heutigen Donnerstag für eine Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in Nordrhein-Westfalen gestimmt. Der Landtag hat in seiner Sitzung einen entsprechenden Gesetzentwurf der SPD-Fraktion beraten. In namentlicher Abstimmung wurde dieser Gesetzentwurf mit Stimmen der regierungstragenden Fraktionen von CDU und FDP abgelehnt.

Schwarz-Gelb hat stattdessen eine Änderung der Förderrichtlinien bei Straßenausbaubeiträgen beschlossen. „Den Bürgerinnen und Bürgern, die vier- bis fünfstellige Straßenausbaubeiträge zahlen müssen, gibt das keine langfristige Sicherheit“, erklärt Wolf. „Denn nach schwarz-gelben Plänen bleiben Straßenausbaubeiträge weiter bestehen.“

„Das zeigt: CDU und FDP liefern nicht mehr als einen unausgereiften Schnellschuss“, so Wolf. Er befürchtet ein „Bürokratiemonster ohne einen Effekt.“ Das bisherige Fördersystem soll schließlich einfach mit angepasster Förderquote fortgesetzt werden. Unter enormem Verwaltungsaufwand seien Kommunen nach geltendem Gesetz weiter gezwungen, fällige Straßenausbaubeiträge zu ermitteln und zu erheben, um dann festzustellen, dass keine Zahlung notwendig sei. „Das zeigt, wie unausgereift die Ankündigung von Schwarz-Gelb ist“, sagt Wolf.

„Die Menschen in NRW brauchen eine zuverlässige Entlastung statt eines undurchsichtigen Fördersystems. Denn was passiert, wenn Fördermittel aufgebraucht sind? Schwarz-Gelb kann nicht ausschließen, dass die Bürgerinnen und Bürger dann wieder zur Kasse gebeten werden“, so Wolf.

Trotz der Ablehnung des Gesetzentwurfs will sich Wolf weiter für die komplette Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einsetzen.

„Diese finanzielle Last bei der Sanierung von Straßen ist für viele Haushalte kaum oder gar nicht zu stemmen“, meint Wolf. „Und die anhaltende Kritik von Bürgerinitiativen zeigt, dass Schwarz-Gelb die Menschen weiter in Unsicherheit lässt. Wir stehen an der Seite der Betroffenen in NRW.“ In der kommenden Legislaturperiode solle der Landtag daher eine endgültige und dauerhafte Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf den Weg bringen. „Wenn es um die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge geht, wissen die Betroffenen, wem sie in dieser Frage vertrauen können. Alle wissen: Nur durch die SPD-Fraktion wird die Abschaffung auch wirklich Realität.“

Volksbank stockt Spendentopf für Vereinsprojekte auf

Mit der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ unterstützt die Volksbank im Bergischen Land Vereine in der Region beim Spendensammeln und dabei, Herzensprojekte zu verwirklichen und steckt weitere 10.000 Euro in den Spendentopf.

Der Wunsch nach mehr Normalität treibt auch viele Vereine in der Region um. Die Volksbank im Bergischen Land möchte sie auf dem Weg begleiten und mit ihrem Crowdfunding dabei unterstützen, lange ersehnte Projekte nun anzugehen. Dazu hat sie noch einmal 10.000 Euro zusätzlich in ihren Spendentopf gesteckt.

Viele schaffen mehr

Mit der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ bietet die Volksbank Vereinen und gemeinnützigen Initiativen einen Weg, Spendengelder einzusammeln und bis zum Projekteende zu verwalten – und gibt mit einem Startbonus von bis zu 1.000 Euro und weiteren fünf Euro je Spender noch ordentlich etwas dazu. Der Name der Plattform ist Programm: Wenn viele Menschen mit einer kleinen Spende von mindestens fünf Euro helfen – Eltern, Freunde, Großeltern, Nachbarn –, dann rückt ein gemeinsames Ziel nicht nur schnell in greifbare Nähe, sondern wird oft auch noch übertroffen.

Seit dem Start der Plattform im Jahr 2016 wurden darüber mehr als 210.000 Euro für 55 Projekte gesammelt. Gerade hat der bekannte Chor „Wuppertaler Kurrende“ dort Spenden für eine Konzertreise nach Dresden gesammelt, der Verein „Wülfrather Ideen Räume“ findet Unterstützer für die Gestaltung eines neuen Veranstaltungsraums. Zuletzt hatte der Förderverein des evangelischen Kindergartens in Remscheid-Hasten mit Hilfe des Volksbank-Crowdfundings die Anschaffung eines neuen Klettergerüsts für den Turnraum ermöglicht. Im Moment warten Kinder und Erzieherinnen sehnsüchtig darauf, dass die Herausforderung für Klettermaxe endlich geliefert.

„Ob kleine oder große Wünsche – es braucht immer Menschen, die die Initiative ergreifen und sie umsetzen“, sagt Volksbank-Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. „Und je mehr Menschen sich nach ihren Möglichkeiten daran beteiligen, desto größer sind die Freude und das Gefühl, etwas gemeinsam geschafft zu haben. Auch dieses Gemeinschaftsgefühl unterstützen wir mit unserem Crowdfunding.“

Nächste Termine im Löf

Das Löf Eventlokal hat bis Mitte April 2022 folgende Termine im Angebot:

Location

Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid

echt.Remscheid: Umzug in die Gertenbachstraße

Neues Bürgerbüro von echt.Remscheid in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen.

Die Wählergruppe echt.Remscheid bezieht ein neues Büro und zieht von Lennep nach Lüttringhausen. In den Räumlichkeiten wird eine Dauerausstellung mit Bildern des spanischen Malers Jose de Martin Simon und Holzskulpturen des Wuppertaler Künstlers Johannes Küßner gezeigt.

„Wir freuen uns auf viele Besuche!“

Bettina Stamm

Die Eröffnung des Bürgerbüros findet am Sonntag, 20. März um 11 Uhr in der Gertenbachstraße 35 im Hochzeitshaus in Lüttringhausen statt.

Solidarität und Menschenrechte müssen für alle gelten

Pressemitteilung von der Seebrücke Remscheid.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine, zeigt sich unsere Stadt unser Land und die EU schier grenzenlos solidarisch mit den Menschen in Not. Und das ist auch gut und richtig so. Die Unversehrtheit des eigenen Lebens ist ein Menschenrecht, jedoch gibt es auch eine andere, grausame, unmenschliche Seite dieser Solidaritäts-Medaille. Während für die Ukrainer*innen alle denkbaren Hilfen in die Wege geleitet werden wie z.b. unbürokratisches Aufenthaltsrecht für mindestens 12 Monate in allen EU Ländern, Einreise ohne biometrische Pässe, kostenloser Transfer nach Deutschland usw, werden diese Hilfen kategorisch für andere Flüchtende ausgeschlossen. Es ist knapp sieben Wochen her, da begann Polen mit dem Bau einer Mauer nach Belarus, um Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Irak von der Rettung in die EU abzuhalten. Die Festung Europa, illegale Pushbacks und das Sterben im Mittelmeer an den EU-Außengrenzen gehen währenddessen unvermindert weiter.

Wir als Bündnis Seebrücke und Seebrücke Remscheid werden diesen Doppel-Standards, Menschen rassistisch in Kategorien einzuteilen, niemals akzeptieren. Menschenrechte gelten für alle Menschen. Aufnahme und Hilfe für alle. Aus diesem Grund setzen wir am Samstag den 19. März 2022 von 10 Uhr bis 13 Uhr am Brunnen vor dem Allee-Center in Remscheid mit einer Plakataktion ein Zeichen, dass es endlich zu einem Paradigmenwechsel in der Flüchtlingspolitik kommt, hin zu Menschenrechten und sicheren Häfen für alle.

Gewählt: Der 10. Remscheider Jugendrat steht

Die 15 Kandidat*innen des 10. Remscheider Jugendrates stehen fest. Bei einer Feierstunde in der Gelben Villa wurden die 15 gewählten Mitglieder bekanntgegeben.

Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz begrüßte die Anwesenden und freute sich über ihren Mut sich zur Wahl zu stellen. Er freut sich auf die künftige Zusammenarbeit. Die ersten drei Plätze des neuen Jugendrates belegen Alimaga Kurtishov, Aurora Piperato und Sofia Rodriguez Eckwert.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In der Woche vom 14. bis zum 18. März wurde der 10. Jugendrat gewählt. Wahlberechtigt waren 4.349 Remscheiderinnen und Remscheider im Alter von 14 bis 17 Jahren. Für die 22 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, wurden 2.339 Stimmen abgegeben. Davon waren 2.307 gültig. Die Wahlbeteiligung insgesamt lag bei 53,8 Prozent (2020: 52,44 Prozent). Die Wahlbeteiligung an den Schulen lag bei 60 Prozent, Spitzenreiter dabei waren die Alexander-von-Humboldt Realschule, die Hilda-Heinemann-Schule und die Albert-Schweitzer-Realschule mit einer Wahlbeteiligung zwischen 90 und 80 Prozent.

Nachfolgend die Mitglieder des 10. Jugendrats der Stadt Remscheid

In diesem Jahr gibt es sieben Nachrückerinnen und Nachrücker

Löf: Zart mit Pfeffer

Der dritte Gang knallt richtig. Nachholtermin vom 12. März 2022.

Am 31. März sind Verena Köplin und Jenny Rizzo mit ihrem Wohlfühlkonzert „Zart mit Pfeffer“ zurück – und zum ersten Mal in Remscheider Löf! Einen Abend, der die Seele auftaut – das haben wir uns nach zwei Jahren Corona-Pandemie echt mal wieder verdient! Und genau das soll die dritte Runde „Zart mit Pfeffer“ auch sein: Ein Konzert zum Lachen und Heulen, in Hausschuhen oder High Heels, mit Mitwipp-Vibes und Wegträum-Liedern und in einem Kreis, der sich binnen weniger Songs so gemütlich und intim anfühlt wie ne Familienfeier nach zwei Flaschen Eierlikör.

Jetzt schon zum dritt(-einhalbt)en Mal verwirklichen die Wermelskirchener Sängerinnen Jenny Rizzo und Verena Köplin sich ihren Traum: Nach vielen Jahren Stadtfest-Bühne, unter anderem mit der Coverband „Jokebox“, haben die beiden 2018 zum ersten Mal ein Wohnzimmerkonzert im Haus Eifgen gegeben, bei dem die Setlist ausschließlich aus ihren eigenen Lieblingssongs bestand. Das Programm des Abends kann deshalb auch nicht in ein Genre gepresst werden: Mit dabei sind Chansons am Rande des Musik-Kabaretts, knackige Funk- und Rockmusik und mal aufs Minimum reduzierte, mal episch ausgebreitete Balladen. „Und da die „Zart mit Pfeffer“-Crew mittlerweile zu einer kleinen Familie geworden ist, freuen wir uns auch riesig, unsere Jungs Jens Olaf „Paul“ Mayland, Martin Adelhöfer und Dennis Kresin wieder an unserer Seite zu wissen“, so Jenny. Stefan Schmale an der Gitarre muss leider pausieren. Mit Merlin Schreiber hat sich die Band aber einen tollen Ersatz an die Seite geholt. Am Piano ist in diesem Jahr außerdem Sebastian Eichmeier mit von der Partie.

Nachdem „Zart mit Pfeffer“ 2020 ausfallen und 2021 nur in einer ganz kleinen Runde und mit Handbremse wegen der Pandemie stattfinden konnte, soll der 31. März ein rauschendes Fest der Musik werden. „Wir freuen uns riesig, dass unser toller Gastgeber Max Süss uns ins Löf eingeladen hat. Das wird unser erster Abend in Remscheid und mit Sicherheit ein wunderschöner Abend“, sagt Verena. Neben dem liebevoll zusammengestellten Programm, dass es bereits im Dezember zu hören gab, wird es auch Neuerungen geben, die es noch nie auf der Bühne zu sehen gab.

„Also – kommt am 31. März nach Remscheid und genießt einen sehr musikalischen, entlarvend-ehrlichen und beizeiten zum Brüllen komischen Abend. Wir stellen euch n gutes Menü zusammen, versprochen,“ so Jenny. „Mit der gesamten Gewürzpalette zum Hauptgang und Zartbitter und Honig zum Nachtisch!“

Location

Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid

Wann: 31. März 2022 ab 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Einlass mit 2G+, feste Sitzplätze, Eintritt: frei, es wird um Hutspenden gebeten. Die Band spendet den Hut zu Gunsten einer Hilfsorganisation für die Ukraine.

Um Anmeldung wird gebeten: info@remscheidrockt.de – 02191/4491471

Die Physiker – Begeisterung für den Klassiker

Tournee-Theater THESPISKARREN mit „Die Physiker“, einer Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt, am 15. März 2022 im Teo-Otto-Theater in Remscheid.

Na gut, die Endbewertung zuerst: 6 von 5 möglichen Sternen! – Warum? Weil mit Superlativen so zeitgeistig umhergeworfen wird, dass sie Ihre Wirkung verlieren, oder zumindest an Strahlkraft einbüßen.

Daher habe ich mich entschieden, die Endbewertung vorwegzunehmen, damit deutlich klar wird: Dieser Theaterbesuch hat sich gelohnt, das Gastspiel um das Tournee-Theater THESPISKARREN war ein voller Erfolg.

Nicht nur am tosenden und zurecht anhaltenden Applaus war dies zu merken, sondern auch an der fachlichen Expertise, der exquisit-erlesenen Besetzung sämtlicher Rollen, sowie der lebensbejahenden Spielfreude. Für die besagte Spielfreude gibt es übrigens den Extrapunkt, der das Ergebnis von 6 Sternen ausmacht!

Altbekannt und doch aktuell

André Vetters, Stephan Bürgi, Peter Bause, und Hellena Büttner © Loredana La Rocca / THESPISKARREN
André Vetters, Stephan Bürgi, Peter Bause, und Hellena Büttner © Loredana La Rocca / THESPISKARREN

Der Inhalt der Physiker ist hinlänglich bekannt und leider wieder brandaktuell. Daher kommt das Stück zur richtigen Zeit – so makaber es auch klingen mag.

Wir befinden uns in der Schweiz; genauer gesagt in dem noblen Sanatorium Les Cerisiers. Es werden zwei Krankenschwestern ermordet, die Tat wird eher despektierlich mit dem heißen Eisen angefasst. Die Mörder, oder sanfter, die Täter, wie es hier genannt wird, kommen augenscheinlich aus den Kreisen der Patienten, die sich mehr oder weniger für berühmte Physiker halten: Sir Isaac Newton und Albert Einstein. Dann gibt es da noch den dritten im Bunde: Johann Wilhelm Möbius, den Entdecker der Weltformel… Doch nichts ist wie es scheint, die Rollen und deren Interpretation bröckeln immer mehr unter den scharfsinnigen Ermittlungen des Inspektor Voß!

André Vetters, Stephan Bürgi, Peter Bause © Loredana La Rocca / THESPISKARREN
André Vetters, Stephan Bürgi, Peter Bause © Loredana La Rocca / THESPISKARREN

Wer Dürrenmatt kennt und ihn schätzt, ist oftmals besorgt, ob seine tiefgründigen, oft aberwitzigen Stücke auch so umgesetzt werden können, wie es zu erwarten sei. Nicht nur, dass Dürrenmatts Helden und Anti-Helden oftmals an der Welt scheitern, nein, oft scheitern auch die Theater an den Werken und ihren Interpretationen.

Hier eindeutig nicht! Unter der Regie von Herbert Olschok ist eine klassische Umsetzung auf hohem Niveau gelungen.

Eine unsagbar sattelfeste und spielfreudige Truppe ließ hier die Herzen höherschlagen.

Hellena Büttner, Peter Bause, André Vetters, Stephan Bürgi, Regula Steiner-Tomic, Christian A. Hoelzke, Manuel Retzmann, Tina Rottensteiner, Katrin Schwingel – sie alle lieferten ab!

Dabei waren auch die Rollen der Pflegerinnen und des Oberpflegers detailliert besetzt. Wenn z.B. der Oberpfleger auftrat, hatte man das Gefühl, da würde eher der Sicherheitsdienst einmarschieren! (Manuel Retzmann lebte hier von körperlicher Ausstrahlkraft) Insgesamt war es ein, ja, lassen wir die Superlative weg, schöner, beschwingter Abend, der sehr viel Freude bereitet hat!

Jeden Stadtteil in den Blick nehmen

„Digitalisierung muss als Gesamtkonzept gedacht werden. Was nützen und tolle, teure und neue Geräte in der Schule, wenn wir keinen Internetzugang haben und andersherum?“

Elen Albrink ist 15 Jahre alt, besucht aktuell die 10. Klasse der Albert-Schweitzer Realschule in Lennep und ist Kandidatin für den 10. Jugendrat Remscheid. Später möchte sie Abitur machen und danach studieren gehen. In ihrer Freizeit trifft sie am liebsten Freund*innen und macht viel Sport. Vor allem liegen ihr Teamsportarten, wie Basketball oder Fußball. Die Arbeit des Jugendrates verfolgt sie schon sehr lange mit großem Interesse, bereits vor zwei Jahren wollte sie als Kandidatin selbst antreten, war aber leider zum Zeitpunkt der Wahl noch zu jung. Jetzt ist sie alt genug und möchte Remscheid selbst aktiv mitgestalten und attraktiver für Jugendliche machen.

„So können wir die Belange junger Menschen laut in die Remscheider Politik tragen!“

Elen Albrink

Begonnen hat ihr soziales Engagement für andere Jugendliche  in der Schülervertretung ihrer Schule. Dort haben Aktionen, wie ein gemeinsamer Talentwettbewerb, oder das gemeinsame Diskutieren über die Umgestaltung des Schulhofes, Elen auf die gemeinsame Arbeit aufmerksam gemacht und zum ständigen Teil der SV werden lassen. Seit Beginn dieses Schuljahres ist sie sogar Schülersprecherin und kann sich noch intensiver um die Belange und Probleme der Mitschüler*innen kümmern. Jetzt möchte sie den Schritt in den Jugendrat wagen und baut dabei vor allem auf die Unterstützung ihrer Mitschüler*innen. Neben diesen Aktivitäten ist Elen in der neugegründeten Stadtschülervertretung aktiv „Um meine SV weiter zu vernetzen, denn nur so können wir die Belange junger Menschen laut in die Remscheider Politik tragen, das erhoffe ich mir auch vom Jugendrat“, wie sie selbst sagt.

Zu ihren Kernthemen gehören insbesondere das Vorantreiben der Digitalisierung und mehr Klimaschutz in Remscheid. Vor allem soll der Fokus im neuen Jugendrat nicht mehr nur auf die Innenstadt, sondern auch endlich auf andere Stadtteile gelegt werden: „Ich finde, es kann nicht sein, dass wir seit Jahren über einen Jugendtreff in der Innenstadt sprechen und nichts passiert. Wir müssen außerdem anfangen die anderen Stadtteile wie Lennep oder Lüttringhausen auch zu beachten. Da wohnen auch viele Jugendliche, dort muss die Stadt auch attraktiver werden.“

„Wir müssen außerdem anfangen die anderen Stadtteile wie Lennep oder Lüttringhausen auch zu beachten. Da wohnen auch viele Jugendliche, dort muss die Stadt auch attraktiver werden.“

Elen Albrink

Im Bereich der Digitalisierung wünscht sie sich ein durchdachtes Gesamtkonzept. Vor allem der Punkt des freien und besonders auch zuverlässigen WLANs in den Schulen, sowie an den meisten öffentlichen Plätzen,  beschäftige die Jugendlichen an den Schulen sehr: „Ohne stabiles und kostenloses WLAN kann man nicht ernsthaft von Digitalisierung in Remscheid reden!“

Im Bereich Klimaschutz müssen die Jugendlichen in ihren Augen weiter darauf setzen, die Stadtgesellschaft durch gemeinsame Aktionen, wie zum Beispiel Klimademonstrationen vom Bündnis Remscheid, oder gemeinsame Müllsammelaktionen  mit einzubinden und so wachzurütteln.  Dazu gehört auf der anderen Seite allerdings auch, dass in den Schulen weiter aufgeklärt wird und die Schüler*innen weiter motiviert werden, aktiv zu bleiben.

„Ohne stabiles und kostenloses WLAN kann man nicht ernsthaft von Digitalisierung in Remscheid reden!“

Elen Albrink

Elen hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt. In Form von vielen direkten Gesprächen mit Schüler*innen der Albert-Schweitzer Realschule, konnte sie viele Themen aufgreifen, die auch später in ihre eigene Wahlkampagne eingeflossen sind, wie sie berichtet. Vor allem das übliche Instrument des Vorstellens in den Klassen habe sie aber nicht genutzt, da sie als Vertreterin in der Schülervertretung und als Schülersprecherin sowieso für alle  ein offenes Ohr hat und immer ansprechbar sei. Besonders interessant ist , dass Elen ihre Plakate nicht nur in der Schule hat aufhängen dürfen, sondern sich auch die Arbeit gemacht hat, Geschäfte und soziale Einrichtungen, vor allem in Lennep, abzuklappern, um auf ihre Kandidatur aufmerksam zu machen. Meistens durfte sie ihre Plakate auch dort platzieren.

Für Elen ist es, wie für viele der Kandidierenden, der erste Wahlkampf. Vor allem das gemeinsame Fotoshooting und das erste Zusammentreffen aller Kandidierenden in der Kraftstation sind ihr als schöner Auftakt in die Zeit des Wahlkampfes besonders im Kopf geblieben. Sie freue sich immer sehr neue Menschen kennenzulernen, deshalb habe ihr der Kennenlernnachmittag auch viel Spaß gemacht. Für den neuen Jugendrat wünscht sie sich neben einem guten und freundschaftlichen miteinander vor allem Dynamik und das gemeinsame ziehen an einem Strang. In ihren Augen ist es wichtig, dass an den Themen aus dem Wahlkampf angeknüpft wird und keines der Anliegen in Vergessenheit gerät. „Alle Themen, die wir als Wahlkampfthemen nutzen, sind Themen junger Menschen in Remscheid. Ich würde mir wünschen, dass wir nach den zwei Jahren in allen Bereichen, die uns Jugendliche hier vor Ort betreffen, einen großen Schritt weiter sind“, sagt Elen abschließend.

10. Jugendrat – Die Wahl

Der 10. Remscheider Jugendrat wird aus 15 Mitgliedern bestehen. Die Wahl findet vom 14. bis 18. März an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Remscheid statt. Diejenigen, die wahlberechtigt sind aber nicht in Remscheid zur Schule gehen, können ihre Stimme am 16. März auf einer Aktionsfläche im Allee-Center abgeben.

Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen, die zum Stichtag 14. März 2022 zwischen 14 und 17 Jahren alt und seit mindestens 3 Monaten in Remscheid wohnhaft sind.

Am Freitag, 18. März um 19 Uhr wird das vorläufige Wahlergebnis in der Gelben Villa, Eberhardstraße 29, öffentlich bekanntgegeben.

Neue Eis-Saison gestartet: Eiscafé Belfi wieder geöffnet

Best of Bergisch von Radio RSG: Sieger-Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen nach langer Winterpause wieder geöffnet.

Wenn es wirklich stimmt, dass Süßes glücklich macht, dann waren die Remscheider*innen, vor allem aber die Lüttringhauser*innen in den vergangenen Monaten eher unglücklich. Denn etwas länger als fünf Monate war das Eiscafé Belfi im Dorfkern von Lüttringhausen verwaist. Die Familie Belfi war Mitte Oktober 2021 in ihr Winterquartier in das heimische Zoppè di Cadore in den Dolomiten zurückgekehrt. Das italienische Dorf, rund 1500 Meter hoch gelegen, ist von zahlreichen Skigebieten umringt. „Wenn wir uns genug ausgeruht haben, dann kann man dort sicher irgendwo aushelfen“, sagt Daniele Belfi, Inhaber des Eiscafés. Das Ausruhen ist ihm und den Mitarbeitern wichtig, denn wenn die Eissaison, zumeist in der ersten Märzhälfte beginnt, haben die Belfis keinen Ruhetag und oftmals mehr als zwölf Stunden zu tun. „Das ist manchmal schon stressig und zehrt an den Kräften“, sagt Daniele.

„Eine Frau kam herein und sagte, ihre Tochter aus Frankfurt habe ihr geschrieben, dass Belfi wieder geöffnet habe.“

Daniele Belfi

Seit dem vergangenen Mittwoch, dem 9. März, ist das Eiscafé wieder geöffnet und bietet seine 25 Eissorten an. Allerdings dürfen die Gäste angesichts der Corona-Pandemie noch nicht im Café Platz nehmen. Das Eis und die verschiedenen Kaffee- oder Espresso-Sorten werden aktuell ausschließlich zum Mitnehmen angeboten. „In diesem Jahr haben wir keine neuen Eissorten“, berichtet Daniele Belfi. „Wenn wir neue Sorten einführen, muss eine andere Sorte weichen, alleine aus Platzgründen, und dann kommen sicher einige Kunden und beschweren sich, dass ihr Lieblingseis nicht mehr verfügbar ist. Und wenn man das weiß, dann möchte man gar nicht so viel verändern.“ Er hat Erfahrung in diesen Dingen, schließlich sind annährend 100% der Kund*innen Stammkund*innen, die immer die gleichen Eissorten favorisieren. „Natürlich laufen die Klassiker immer“, weiß er, „Vanille, Schokolade, Stracciatella. Hingegen sind das Snickers-Eis und die Sorte Cookies besonders bei Kindern sehr beliebt.“ Sobald die Corona-Regeln gelockert werden, können auch wieder Gäste im Café Platz nehmen. „Schade, dass man bei uns nicht draußen vor dem Café sitzen kann“, bedauert Daniele Belfi. „Aber unsere Stammkunden finden schon ihr Plätzchen“, schmunzelt der Inhaber. Das glaubt man ihm sofort. Stammkund*innen kennen das begrenzte Platzangebot in der Eisdiele und haben sicher längst „ihren Stammplatz“ im Herzen Lüttringhausens „ausgeguckt“ und schlecken an ihm besonders gerne ihr Eishörnchen.

Die ersten beiden Tage beschreibt Daniele Belfi als „sehr erfreulich. Die Menschen in Lüttringhausen freuen sich, dass wir wieder geöffnet haben. Eine Frau kam herein und sagte, ihre Tochter aus Frankfurt habe ihr geschrieben, dass Belfi wieder geöffnet habe. Das muss man sich mal vorstellen: Eine Frau, die mehr als 200 Kilometer entfernt lebt, weiß, dass eine kleine Eisdiele in Remscheid-Lüttringhausen wieder geöffnet hat.“ Lächelnd schüttelt er den Kopf. „Im Dorf spricht sich das noch schneller rum“, weiß er.

„Dies ist jetzt meine 27. Saison!“

Daniele Belfi

Die Familie Belfi stellt das Eis komplett selber her, inklusive der Rohmasse. „Das Fruchteis ist vegan“, sagt Daniele, „und da sind wirklich nur Früchte drin, keine Geschmacksverstärker und so ein Unsinn. Deshalb hat das Erdbeereis manchmal eine andere Farbe als am Vortag. Das liegt an den Erdbeeren.“ Im Hintergrund werkelt Filipi, der aus Brasilien stammt, herum und bereitet Eis vor.

Daniele Belfi arbeitet seit 1995 in der Eisdiele. „Dies ist jetzt meine 27. Saison“, sagt er. „Das Geschäft ist natürlich stark wetterabhängig, aber im Gesamtüberblick ist jede Saison in etwa gleich, mal mit etwas weniger Kunden und mal mit mehr. Es gab wie überall nicht so leichte Zeiten, vor allem dann, wenn das Personal krank wurde oder nicht den Anforderungen entsprach. Aber in der Regel haben wir ein gutes Team. Und das ist – neben der Kundschaft – auch sehr wichtig.“

Über dem Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen prangt ein neues Schild. Foto: Peter Klohs
Über dem Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen prangt ein neues Schild. Foto: Peter Klohs

Zur Zeit ist das Team bei Eis Belfi ein Quartett: Daniele und seine Schwester Marzia, daneben noch Filipi, der die natürlichen Sprachbarrieren im Handumdrehen gelöst hat und sogar den Dialekt der Belfis versteht und sprechen kann („Der Mann ist ein Sprachgenie!“), sowie dessen Frau Aline, die noch mit der Sprache hadert. „Aber das wird schon noch“, ist Daniele überzeugt. Wenn die Saison dem Höhepunkt nahekommt, wird eine weitere Aushilfskraft eingestellt. Außerdem arbeitet die Mutter von Daniele und Marzia im Hintergrund mit und hilft so der Familie, ihre Konzentration auf die Eisdiele legen zu können.

Auf jeden Fall ist die Eisversorgung in Lüttringhausen bis zur Oktobermitte gesichert. Zur Freude der Kunden ist der Preis für eine Kugel Eis mit einem Euro unverändert geblieben. „Wir haben den Preis noch nie innerhab der Saison geändert“, sagt Daniele. „Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, kann ich noch nicht sagen.“ 

Auch von unserer Seite aus: Benvenuto rinnovato, Familia Belfi. Ci siete mancati. Und jetzt bitte drei Kugeln. Natürlich die Klassiker.