Kluge Gedanken zur Jugendratswahl – eine Kandidatin stellt sich vor

Vom 14. bis zum 18. März 2022 sind Schülerinnen und Schüler aus Remscheid dazu aufgerufen die Besetzung des 10. Jugendrates zu wählen.

Ich hatte die Chance, eine Bewerberin persönlich zu treffen, um mehr zu erfahren.

Ich hatte mir hierzu einen stringenten Fragenkatalog zurechtgelegt, den ich eigentlich der Reihe nach durchgehen wollte. Eigentlich. Bis ich die Kandidatin, Lara Heibeck, persönlich traf.

Die Punkte meines Fragenkataloges verflüssigten sich und machten dann schließlich vollends Platz für eine interessante und auch tiefgründige Diskussion.

Lara ist 17 und besucht zurzeit das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in Remscheid. Sie macht einen ruhigen, sehr aufgeschlossenen Eindruck und als wir so ins Plaudern kommen, merke ich bereits, was ihr wichtig ist und was Sie im Jugendrat ansprechen würde.

„Wir brauchen mehr Treffpunkte außerhalb der Parks. Wenn man keine andere Chance hat, als sich dort zu treffen, entstehen doch nur weitere Konflikte!“

Lara Heibeck

„Wenn man über die Straße geht, sieht man es doch schon: Die Sauberkeit ist ein großes Thema. Hier muss man auf die Menschen zugehen und Sie aufklären!“ – Dieses Thema koppelte sich schnell mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz, die sicherlich auf das Thema Sauberkeit aufbauen. Lara denkt besonnen und klug: Sie will halt nicht alles auf einmal, oder Themen mit der Brechstange durchsetzen. Falls (sie bleibt hier gerne im Konjunktiv) sie in den Rat gewählt werden würde, würde sie zusammen und gemeinsam diese Themen erörtern um herauszufinden, was hier möglich ist.

Sie zäumt also nicht das Pferd von hinten auf, oder tönt großspurig, was sich abrupt ändern würde, wenn sie mit den anderen Jugendlichen an die Entscheidungsträger herantreten würde.

Ihre Bedachtheit zeigt auf, wie wichtig es ist, ausgeglichene Charaktere in diesem Gremium zu versammeln. Und als wir darauf zu sprechen kommen, und ich frage, wo man sich als Jugendrat trifft, fällt ihr plötzlich ein weiteres Thema ein: „Wir brauchen mehr Treffpunkte außerhalb der Parks. Wenn man keine andere Chance hat, als sich dort zu treffen, entstehen doch nur weitere Konflikte!“

„Der Jugendrat könnte ja auch der Türöffner in den Weg der Politik sein.“

Lara Heibeck

Wir kommen auf das Thema Wahlkampf zu sprechen. Dieser läuft bei Lara sauber und professionell ab. Und auch hier blitzt ihre Strukturiertheit wieder durch: Sie geht gezielt durch die Klassen und informiert die Schülerinnen und Schüler. Sie hängt Wahlplakate auf, beantwortet Fragen und versucht ins Gespräch zu kommen. Vor allen Dingen schaut sie aber über ihren Tellerrand hinaus, denn sie geht auch an andere Schulen. „Als nächstes bin ich im Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung“, erklärt sie und sagt das Ganze mit einer gewissen Coolness in der Stimme. (Hätten Sie sich als Mensch in diesem Alter getraut vor Fremden Wahlkampf zu machen? – Ich traue mich im Restaurant ja kaum meine Bestellung aufzugeben, weil ich nach zwei Sekunden schon wieder vergessen habe, was ich bestellt habe!)

Mein Gespräch mit Lara neigt sich dem Ende zu und ich merke wie Sie sich während der Unterhaltung mehr und mehr in ihre politische Agenda hineingelebt hat. „Der könnte ja auch der Türöffner in den Weg der Politik sein“, meint sie und ich, ich traue ihr das zu!

Sollte Lara also gewählt werden, bekommt der Jugendrat mit ihr eine Kandidatin, die ruhig und nachdenklich ist. Die weiß was sie will und trotzdem nonkonform mit Allen das Gespräch suchen wird.

Ich packe also meinen nichtgebrauchten Fragenkatalog endgültig weg, verabschiede mich und drücke Lara Heibeck in aller Ehrlichkeit die Daumen. Schade, dass ich nicht mehr wählen darf!

10. Jugendrat – Die Wahl

Der 10. Remscheider Jugendrat wird aus 15 Mitgliedern bestehen. Die Wahl findet vom 14. bis 18. März an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Remscheid statt. Diejenigen, die wahlberechtigt sind aber nicht in Remscheid zur Schule gehen, können ihre Stimme am 16. März auf einer Aktionsfläche im Allee-Center abgeben.

Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen, die zum Stichtag 14. März 2022 zwischen 14 und 17 Jahren alt und seit mindestens 3 Monaten in Remscheid wohnhaft sind.

Am Freitag, 18. März um 19 Uhr wird das vorläufige Wahlergebnis in der Gelben Villa, Eberhardstraße 29, öffentlich bekanntgegeben.

LTG: Sportlicher Sommer für Kinder

Die Lenneper Turngemeinde plant ein Sportcamp für Kinder von sechs bis zehn Jahren.

Es wird sportliche Angebote wie Judo, Hip Hop, Flying Pilates, Jumping, Turnen, Ballsportarten geben, aber auch Zoobesuche in Wuppertal stehen jeweils donnerstags auf dem Programm. Die Angebote finden in der Moll’schen Fabrik oder draußen statt.

Das Sportcamp in Lennep ist auf zwei Wochen aufgeteilt, die man getrennt buchen kann. Zur Die erste Woche findet von Montag, 27. Juni bis Freitag, 1. Juli 2022 statt. Die zweite Woche läuft von Montag, 4. Juli bis Freitag 8. Juli 2022. Die Angebote finden in der Zeit von 10 bis 16 Uhr statt, eine Betreuung ist aber bereits ab 8 Uhr möglich.

Preise und Anmeldung

Die Kosten liegen pro Kind zwischen 110 und 130 Euro pro Woche. Den Anmeldebogen gibt es auf der Webseite der LTG.

Friedensdemo in Remscheid #standwithukraine

Über 600 Menschen sagten in Remscheid bei einer Friedensdemo Nein zum Krieg. Remscheid Tolerant, Muteinander, die Kirchen, die demokratischen Parteien und die Gewerkschaften luden zur Citykirche, um ein gemeinsames Zeichen für den Frieden in der Ukraine, in Europa und der Welt zu setzen.

Spendenkonto für die Ukraine

Wer jetzt helfen will, kann das am besten mit einer Spende an den Ev. Kirchenkreis Lennep tun. Er hat zu diesem Zweck ein Spendenkonto eingerichtet.

Kontoinhaber: Ev. Kirchenkreis Lennep
Institut: KD Bank Dortmund
IBAN: DE02 3506 0190 1010 2080 21
BIC: GENODED1DKD
Verwendungszweck: 21202001 Ukraine Flüchtlingshilfe Remscheid

Russland muss Kampfhandlungen sofort einstellen!

DIE LINKE verurteilt Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste.

Seit dem 24. Februar haben wir Krieg – mitten in Europa.    

DIE LINKE. Remscheid verurteilt die russischen Angriffe auf die Ukraine aufs Schärfste, die kriegerischen Aktivitäten sind durch nichts zu rechtfertigen. 

Wir fordern daher die sofortige Einstellung aller kriegerischen Aktivitäten: Das Blutvergießen muss gestoppt werden. Es darf keine weiteren Opfer weder auf ukrainischer noch russischer Seite geben! Wir erklären uns solidarisch mit den Teilnehmer:innen vieler Friedensdemonstrationen in unserem Land, aber auch mit den Antikriegs – Demos in Russland und mit den Menschen, die sich in der Ukraine und Russland weigern aufeinander zu schießen!

Gleichzeitig unterstützen wir jegliche Art humanitärer Hilfen für die unter dem Krieg leidende Bevölkerung und fordern die unbürokratische Aufnahme der vielen Geflüchteten.

Alle diese Positionen werden von der Mehrheit der Bevölkerung und von allen demokratischen Parteien einheitlich getragen.

Wir freuen uns sehr über die Aufnahmebereitschaft für Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen. Selbstverständlich sollte sein, dass wir bei Menschenrechten nicht mit zweierlei Maß messen. Wer bei uns Schutz sucht, hat Anspruch auf die gleiche gute Behandlung, egal ob er vor dem Krieg in der Ukraine oder in Syrien flieht.

Deutliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Beantwortung der Frage, wie man zu einem Ende des Krieges und zu einem verlässlichen Frieden in Europa kommen kann. Die Ampel – Koalition hat gemeinsam mit der CDU/CSU in einer Sondersitzung des Bundestages ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, das u.a. 100 Milliarden als Sofortprogramm für die Aufrüstung der Bundeswehr beinhaltet – 100 Milliarden, die an anderer Stelle im Haushalt eingespart werden. Wichtige Projekte etwa im Bereich des Klimaschutzes, der Energiewende oder im sozialen Bereich werden dafür wegfallen.

Zu einer solchen Aufrüstung sagen wir NEIN!

Wir sehen jede Art Aufrüstung generell kritisch. Waffen sind für den Krieg, nicht für den Frieden. Wir setzen dagegen auf internationale Diplomatie, auf Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen und auf Verhandlungen. Der von Präsident Putin am 24. Februar begonnene Krieg gegen die Ukraine ist eine Zeitenwende, die von Kanzler Scholz angekündigte Militarisierung unseres Landes aber leider auch!

28.2.: Friedensdemo in Remscheid

ACHTUNG! GEÄNDERTE STARTZEIT!!
Treffpunkt: 16.30 Uhr an der Citykirche am Markt, Ambrosius-Vaßbender-Platz in Remscheid, anschließend Friedensmarsch zum Remscheider Rathaus.

Remscheid sagt Nein zum Krieg! #standwithukraine

Save the date: 28. Februar 2022 von 16.30 bis 18 Uhr.

Putin hat Russland völkerrechtswidrig einen Krieg in Europa beginnen lassen, als er begann die Ukraine zu überfallen. Die Ukraine ist der größte Staat, dessen Grenzen vollständig in Europa liegen. Während sich die ukrainische Bevölkerung verteidigt so gut sie kann, gehen überall auf der Welt Menschen auf die Straßen und setzen gemeinsam Zeichen für Frieden und gegen Krieg. Auch die russische Bevölkerung wehrt sich gegen Putins Krieg, der mit Gewalt, Haft und gesellschaftlichen Repressalien antwortet.

ні війні • нет войне • Nein zum Krieg!

Am Montagabend sagt auch Remscheid laut und deutlich „Nein zum Krieg!“ und setzt gemeinschaftlich ein leuchtendes Zeichen für Frieden. Haltet euch am 28. Februar 2022 die Zeit von 16.30 bis 18 Uhr frei, reserviert den Termin und informiert euch über www.remscheid-tolerant.de/no2war aktuell und kurzfristig über den geplanten Anti-Kriegs-Protest.

StandWithUkraine #StopTheWar #StopPutin #Remscheid #remscheidtolerant #muteinander #frieden

Den Krieg in der Ukraine beenden – jetzt!

Erklärung des DGB-Bundesvorstandes zur militärischen Eskalation des Konflikts in der Ukraine.

Wir erleben eine der dunkelsten Stunden seit Ende des Zweiten Weltkriegs. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft herrscht erneut Krieg. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften verurteilen auf das Schärfste den Einmarsch Russlands in die Ukraine und seine dortigen Raketenangriffe. Ob in der Ukraine oder in Russland – es sind vor allem die Arbeitneh-merinnen und Arbeitnehmer mit ihren Familien, die unter dem Krieg und seinen Folgen zu leiden haben. Gemeinsam mit der internationalen Gewerkschaftsbewegung stehen wir an der Seite der ukrainischen Bevölkerung. Den Menschen dort gilt unsere ganze Solidarität. Ihnen droht durch den brutalen Völkerrechtsbruch des russischen Staatspräsidenten unendli-ches Leid. Russland provoziert mit der Eröffnung dieses Angriffskrieges sehenden Auges eine weitere Eskalation militäri-scher Gewalt, die jederzeit völlig außer Kontrolle geraten kann. Europa und die internationale Friedensordnung stehen am Rande eines Abgrunds.

  • Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern die russische Regierung auf, unverzüglich alle Angriffe einzustellen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und deren territoriale Integrität wieder herzustellen.
  • Wir rufen die Europäische Union und all ihre Mitgliedstaaten dazu auf, sich solidarisch an die Seite der Menschen in der Ukraine zu stellen und ihnen alle humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen.
  • Wir mahnen die Allianzpartner der NATO, die Europäische Union und die Ukraine zur Besonnenheit. Eine Politik der Konfrontation, die der russischen Aggression militärische Drohgebärden entgegensetzt, heizt die Gefahr an, dass sich der bewaffnete Konflikt zu einem Flächenbrand entwickelt.

Jetzt geht es darum, alle Gesprächsmöglichkeiten zu nutzen und offen zu halten, um eine friedliche Konfliktbeilegung zu ermöglichen. Die russische Föderation muss dazu gebracht werden, an den Verhandlungstisch zurückzukehren – auch wenn dafür scharfe wirtschaftliche Sanktionen erforderlich sind. Waffenlieferungen in die Konfliktregion lehnen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften hingegen strikt ab.

Deeskalation ist das Gebot der Stunde! Alle Beteiligten, allen voran Russland, müssen die glaubwürdige Bereitschaft zeigen, zu einer Politik des Dialogs zurückzufinden! Noch ist es nicht zu spät für eine kluge Entspannungspolitik, die den Sicherheitsinteressen aller Parteien Rechnung trägt und die Perspektive auf eine dauerhaft stabile gesamteuropäische Architektur für Frieden und Sicherheit eröffnet. Der deutschen Bundesregierung und der gesamten Europäischen Union kommt dabei eine zentrale Vermittlungsrolle zu.

Vor vierzig Jahren, mitten im Kalten Krieg, wurde der sogenannte „Palme-Bericht“ veröffentlicht. Er zielte darauf ab, durch das entspannungspolitische Konzept der gemeinsamen Sicherheit zur Überwindung des Ost-West-Konflikts beizutragen. In dem Bericht wurde dieses Anliegen knapp und bündig auf den Punkt gebracht: „Der Frieden in der Welt muss sich auf ein Engagement für das gemeinsame Überleben statt auf die Drohung durch gegenseitige Auslöschung gründen.“

Diese Kernbotschaft hat nichts an Relevanz verloren – im Gegenteil. Angesichts der drohenden Ausweitung des bewaffneten Konflikts in der Ukraine sehen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften die internationale Staatengemeinschaft in der Verantwortung, sich zu besinnen: Niemand ist wirklich sicher, bevor es nicht alle sind. Militärische Machtdemonstrationen und die gegenseitige Androhung und Anwendung bewaffneter Gewalt münden in Tod und Elend. Was wir brauchen ist ein neues Verständnis von Sicherheit. Wir können die globalen Probleme von heute nur gemeinsam lösen. Dafür braucht es eine Politik der gesamteuropäischen Kooperation. Krieg ist keine Lösung!

Ukraine-Konflikt: Rathaus hisst Friedensflagge

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OB Kurzbach bestürzt über Einmarsch: „Solidarität und Hilfsbereitschaft gelten den Menschen in der Ukraine“.

„Krieg in Europa! Bestürzt verfolge ich heute die jüngste Entwicklung in der Ukraine“, sagt Oberbürgermeister Tim Kurzbach zur jüngsten Entwicklung in Ost-Europa. Dort hatten in der Nacht zu Donnerstag russische Truppen mit dem Einmarsch in die Ukraine begonnen. Dies ist die nächste Eskalationsstufe in einem seit langem schwelenden Konflikt.

„Wir erleben einen Bruch des Völkerrechts und einen Einmarsch eines Aggressors in ein freies selbstständiges Land“, sagt Solingens OB. „Das sind Nachrichten, von denen wir geglaubt haben, dass sie im Europa des 21. Jahrhunderts nicht mehr möglich seien. Wir haben gedacht, dass Diplomatie, Politik und Sicherheitsarchitektur viel weiter seien; dass der Frieden sicherer und stabiler sei; und dass die Lehren der Vergangenheit heilsam genug gewesen seien. Nun müssen wir feststellen, dass dies ein Irrtum ist.“

Als Mensch und Christ denkt Tim Kurzbach in diesen Stunden zuallererst an die Menschen in der Ukraine: „Not, Leid, Angst und Tod werden über das Land gebracht. Allen Betroffenen gehört mein tiefes Mitgefühl, ebenso wie den knapp 600 Solingerinnen und Solingern mit ukrainischen Wurzeln, die in der Klingenstadt ihre Heimat gefunden haben. In denke an sie, an ihre Verwandten und an ihre Landsleute. Und ich nehme sie in meine Gebete auf.“

Als Politiker vertritt OB Kurzbach eine klare Haltung: „Die Ukraine hat sich zu Europa und zum Westen bekannt – Europa und der Westen müssen jetzt fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer stehen. Als Zeichen meiner und unserer Solidarität habe ich die Flagge des Friedensbündnisses „Majors for Peace“ vor dem Rathaus hissen lassen.“

Zugleich fordert der Oberbürgermeister von der internationalen Politik, in Richtung Russland immer gesprächsbereit zu bleiben: „Bei aller Erschütterung über den russischen Angriff und bei aller Verurteilung der dahinter stehenden Motive dürfen wir niemals die Bemühungen einstellen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Kämpfe zu beenden. Zurecht wird jetzt über Sanktionen beraten. Aber die Gesprächsbereitschaft muss ebenfalls immer aufrecht erhalten werden.“

Und auch auf etwas weiteres lenkt der OB bereits seinen Blick: „Es ist jetzt unsere Verpflichtung, den Menschen in der Ukraine zu helfen. Und es wird vermutlich viel humanitäre Hilfe nötig werden, wenn es nicht gelingt, den Konflikt schnell zu beenden. Darauf sollten wir vorbereitet sein. Und wir müssen bereit sein, unseren Beitrag zu leisten.“

Friedensgebet in Lüttringhausen

Heute Abend, Donnerstag, 24. Februar 2022, um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Lüttringhausen herzlich zum Friedensgebet in die Kirche Lüttringhausen ein.

O HERR, mach´ mich zu einem Werkzeug deines Friedens, (…) dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert.

Mast-Weisz unterstützt Friedensgebet in St. Suitbertus

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz begrüßt und unterstützt ganz ausdrücklich ein für heute, 24. Februar, um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Suitbertus (Papenberger Straße 14b in 42853 Remscheid) angesetztes Friedensgebet. Hierzu laden die evangelische und die katholische Kirche sowie die freikirchliche Gemeinde kurzfristig die Menschen allen Glaubens ein. In Sorge um den Krieg in der Ukraine und den Frieden in Europa will man gemeinsam mit den Menschen, die im Zuge der Auseinandersetzung Opfer von Krieg und Gewalt werden, über alle Grenzen hinweg Verbundenheit demonstrieren.

„Ich verurteile den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste.“

Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister von Remscheid

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Ich verurteile den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Ich setzte auf friedliche Lösungen und hoffe sehr, dass der Weg zurück zu Gesprächen und zur friedvollen Beendigung des Krieges gefunden wird.“

terre des hommes: Stoppt den Krieg!

Stellungnahme von terre des hommes Deutschland zum russischen Angriff auf die Ukraine.

Wir appellieren an die Staatengemeinschaft, sich mit aller Kraft für eine diplomatische Lösung des bestehenden Konflikts einzusetzen und ihr Handeln an den grundlegenden Zielen der Vereinten Nationen auszurichten, den Weltfrieden zu wahren und friedliche Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten einzusetzen. Das russische Narrativ einer vermeintlichen Zugehörigkeit der Ukraine in ein großrussisches Reich kann niemals die Begründung für einen Überfall auf einen Nachbarstaat sein. Kein Staat hat das Recht, einseitig Territorien anderer Staaten zu besetzen. Die gegenwärtigen russischen Angriffe auf die Ukraine bedeuten einen Bruch des Völkerrechts und müssen umgehend gestoppt werden! Bei allen Verhandlungen müssen die Interessen der ukrainischen Bevölkerung berücksichtigt werden.

Wie in allen Kriegen werden auch diesmal gewalttätige Auseinandersetzungen vor allem zulasten der Zivilbevölkerung gehen. Kinder und Jugendliche sind stets besonders betroffen, sie erleben Bombardierungen, Zerstörung, Leid und Tod und werden oft schwer traumatisiert. Orte wie Schulen und andere Einrichtungen, an denen Minderjährige sich aufhalten, müssen von etwaigen Kampfhandlungen verschont werden. Zigtausende Kinder und Jugendlichen sind zudem bereits seit Jahren von militärischen Auseinandersetzungen im Donbass betroffen. Gebraucht werden Lösungen, die sicherstellen, dass sie in Frieden und ohne permanente Angst vor einem kriegerischen Konflikt aufwachsen können.

Die EU-Staaten müssen sich auf eine schnelle und unbürokratische Aufnahme von flüchtenden Menschen aus der Ukraine vorbereiten und Unterbringungsmöglichkeiten schaffen, die die Rechte und die Würde der Menschen garantieren. Die ukrainischen Anrainerstaaten dürfen hier nicht allein gelassen werden. Wir sondieren, ob und inwieweit es möglich ist, über Projektpartner in der Region Flüchtlinge aufzunehmen und zu betreuen.

„Als internationales Kinderhilfswerk stehen wir dem heute Nacht ausgebrochenen offenen Krieg gegen die Ukraine fassungslos gegenüber“, erklärt Beat Wehrle, Vorstandsprecher von terre des hommes. „Wir stehen vor globalen Krisen wie den Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie und dem Kampf gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Diese Herausforderungen werden wir nur als Weltgemeinschaft überwinden können, die gemeinsam handelt und engstirnigen Rassismus, ethnische Ressentiments und nationalistische Machtfantasien überwindet.“

Friedensgebet in der Remscheider Stadtkirche

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Die Welt hat sich heute dramatisch verändert. Am 24. Februar 2022 wurde die europäische Friedensordnung durch den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine grundsätzlich in Frage gestellt.

Das Leben von Kindern, Frauen und Männer in Europa ist bedroht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Mit großer Sorge verfolgt die Citykirche die Entwicklungen dieses Tages und möchte am kommenden Freitag, 25. Februar 2022 Remscheider Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, in der „Offenen Stadtkirche“ am Remscheider Markt ab 17 Uhr in aller Stille ihre Gebete vor Gott zu bringen.

Um 18 Uhr findet in der Stadtkirche dann ein gemeinsames Friedensgebet statt, zu dem alle Menschen herzlich eingeladen sind.

Einladung zum Friedensgebet in die Remscheider Stadtkirche am 25. Februar 2022 ab 18 Uhr.
Einladung zum Friedensgebet in die Remscheider Stadtkirche am 25. Februar 2022 ab 18 Uhr.

Bildungsabschlüsse und Förderangebote

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Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 05.04.2022 und zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 11.05.2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz, die Folgen der Corona-Pandemie belasten weiterhin Kinder und Jugendliche. Besonders Jugendliche mit Unterstützungsbedarfen bei ihrer beruflichen Orientierung drohen den Anschluss zu verlieren. Dies ist umso kritischer vor dem Hintergrund eines bereits bestehenden Fachkräftemangels bzw. Mangels an Auszubildenden in Remscheid.

Bereits vor der Pandemie wuchs die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss bzw. stagniert auf hohem Niveau, wie das Sozialmonitoring für das 1. bis 3. Quartal 2021 zeigt.

Anzahl der SchulabgängerInnen ohne Hauptschulabschluss

Schuljahr 2016/2017: 42
Schuljahr 2017/2018: 37
Schuljahr 2018/2019: 80
Schuljahr 2019/2020: 73

Remscheid liegt 2019/20 mit 5,95 % des Anteils an Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss an allen Schulabgängern von allgemeinbildenden Schulen etwas über dem Durchschnitt von NRW mit 5,4 % (vgl. IT NRW Pressemitteilungen, 25. Mai 2021 sowie Schulabgänge von allgemeinbildenden Schulen in NRW am Ende des Schuljahres 2019/20 – öffentliche und private Schulen (Kreisergebnisse)).

Da auch ein Abschluss im Rahmen sonderpädagogischer Förderung ohne Hauptschulabschluss erworben werden kann, können die vorliegenden Zahlen des Sozialmonitorings für das 1. bis 3. Quartal 2021 ohne weitere Informationen nur schwer eingeschätzt werden. Zum Vergleich lohnt ein erneuter Blick auf NRW:

Im NRW liegen die Anteile bei den Abschlüssen im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung” und im Förderschwerpunkt „Lernen” bei 3,4 %. Ohne jeden Abschluss verlassen 2,1 % der Jugendlichen die Schule. Auffällig ist hier, dass sich die deutschen und ausländischen Kinder bei den sonderpädagogischen Abschlüssen noch auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Bei den fehlenden Abschlüssen unterscheiden sich die Anteile massiv. 8,5% aller Abgänge ohne jeglichen Abschluss haben eine ausländische Herkunft, bei den deutschen Kinder sind es 1,5 %. (vgl. IT NRW Pressemitteilungen, 25. Mai 2021, NRW: 9 710 Schüler gingen 2020 ohne Hauptschulabschluss ab)

Um das Problem in seinen langfristigen Dimensionen erfassen zu können, erinnern wir an die Ergebnisse der Zensus-Befragung von 2011. Diese zeigte auf, dass 11.780 Remscheider (12,4 Prozent aller Einwohner) ohne Schulabschluss waren. (Die nächste Zensus-Befragung wird erst wieder in diesem Jahr abgeschlossen werden.)

Gleichzeitig müssen wir wiederholt zur Kenntnis nehmen, dass trotz aller glaubhaften Anstrengungen in der Arbeitsverwaltung Maßnahmeplätze zur beruflichen Orientierung bzw. Ausbildung für Jugendliche nicht bzw. nur unzureichend besetzt werden können. Konkretes Beispiel: Produktionsschule bei der Arbeit Remscheid.

Dies macht möglicherweise deutlich, dass ein Amt bzw. eine einzelne Behörde oder auch ein Träger mit einem singulären Förderangebot mit der komplexen Herausforderung der beruflichen Integration von Menschen mit mehrfachen Problemlagen überfordert ist.
Die Pandemie und deren Folgen hat bestehende Ungleichheiten noch verschärft und Chancengleichheit massiv behindert. Remscheid braucht eine Strategie zur Integration von Menschen mit komplexen sozialen Problemlagen. Wir bitten um Beantwortung und Stellungnahme zu folgenden Fragen:

  1. Wie viele Jugendliche ohne Schulabschluss erhalten ein Förderangebot für eine berufliche Perspektive?
  2. Für wie viele unversorgte Jugendliche besteht ein Bedarf an weiteren Förderangeboten?
  3. Wie viele Plätze in Förderangeboten können besetzt werden? Wie viele Plätze sind derzeit besetzt?
  4. Welche Anstrengungen unternimmt die Verwaltung, um Bildungsabschlüsse und berufliche Qualifikationen für un- und angelernte Arbeitskräfte zu fördern?
  5. Welche Anstrengungen unternimmt die Arbeitsverwaltung, um Förderangebote zu besetzen?
  6. Welche Strategie verfolgt die Verwaltung insbesondere bei Schulabbrecherinnen und Abgängerinnen ohne Abschluss, um der Jugendarbeitslosigkeit „den Nachwuchs“ zu entziehen?

gez.
David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Fahrzeug fährt in Schaufenster

Am 23.02.2022, um 18:15 Uhr, kam es auf der Straße Neuenteich zu einem Unfall mit einem Pkw.

Ein 30-jähriger Remscheider war mit einem Audi Q5 auf der Straße Am Engelnberg unterwegs und beabsichtigte nach rechts in die Straße Neuenteich abzubiegen. Im Zuge des Abbiegens verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr über den Gehweg in das Schaufenster eines Ladenlokals.

Der Fahrer verletzte sich leicht. Der Sachschaden am Fahrzeug und am Gebäude liegt bei circa 80.000 Euro. (jb)

Das Werkzeugmuseum wird 55 Jahre

Geburtstagswochenende am 26. und 27. Februar 2022

Es war der 26. Februar 1967 um 11.15 Uhr …

Mit 55 Jahren, da fängt das Leben an
Mit 55 Jahren, da hat man Spaß daran
Mit 55 Jahren, da kommt man erst in Schuss
Mit 55 ist noch lange nicht Schluss (frei nach Udo Jürgens)

Das Deutsche Werkzeugmuseum kann auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken. Der Beginn geht auf das Jahr 1928 zurück. 1925 verstarb Richard Lindenberg, der Miterfinder des Elektrostahlofens, Besitzer der Glockenstahlwerke hier auf dem Hasten und Eigentümer des Hauses Cleff. Zwei Jahre später kaufte die Stadt das Haus der Firma ab.

Ab 1928 wurde hier die Stadtgeschichte und bergische Wohnkultur ausgestellt. Darüber hinaus wurden natürlich Exponate aus dem Bereich Werkzeug gesammelt, so dass sich ein zusätzlicher Neubau lohnte. Am 26.02.1967 wurde dieser als Thienes-Halle (nach dem Initiator und 1. Vorsitzendem der Abt. Remscheid des Bergischen Geschichtsvereins) eingeweiht und als Werkzeugmuseum benannt. Die Halle schloss sich an das Kontor-Gebäude an und es wurden u. a. der Lindenberg-Ofen, verschiedene Maschinen und Werkzeuge ausgestellt. Drei Jahre später bekam das Museum den Zusatz Deutsches, da es bundesweit einmalig war und ist.

Ein Vierteljahrhundert später reicht der Platz wieder nicht mehr. Die Thienes-Halle wird abgerissen und ein Neubau wird zwischen die historischen Gebäude – Kontorgebäude und Halle Berger – gebaut. Am 31.10.1998 wurde das Museum mit komplett neuer Dauerausstellung, der Dampfmaschine sowie der Halle als Begegnungsstätte wiedereröffnet. Hieran war der 1987 gegründete Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum e. V. maßgeblich beteiligt.

Das Haus Cleff wurde 2013 wegen baulicher Schäden geschlossen und wird aktuell saniert. Nach Fertigstellung werden auch dort wieder Ausstellungen zu sehen sein.

Folgende Museumleiter/-direktoren gab es in der Geschichte:

Anbei finden Sie eine kleine Broschüre, die einen spannenden Einblick in die Eröffnungsfeierlichkeiten sowie in die Vorstellungen und Beweggründe der damaligen Zeit gibt. Die Berichte sind erstaunlich aktuell. Einige Passagen sind hervorgehoben, weil sie wichtige Aussagen beinhalten.

Aus dem Remscheider Stadtarchiv

Weiterhin geben die Zeitungsberichte und das Foto einen sehr guten Eindruck von dem hervorragenden Start vor 55 Jahren.

Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus dem RGA vom 27.2.1967 - zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus dem RGA vom 27.2.1967 – zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus der RP vom 27.2.1967 - zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus der RP vom 27.2.1967 – zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid

Kostenloser Einlass am Geburtstagswochenende

Das Werkzeugmuseum wird sich über Ihren Besuch freuen und lädt Sie am kommenden Geburtstagswochenende, 26. und 27. Februar 2022, zu einem kostenlosen Besuch des Deutschen Werkzeugmuseums ein. Natürlich gibt es für jeden Besucher eine kleine Überraschung. Außerdem gibt es ein interessantes Angebot mit der „Schnapszahl 55“:

Für alle, die 55 Jahre alt sind oder zwei Fünfen in ihrem Geburtsdatum vorweisen können, hat das Werkzeugmuseum ein tolles Geschenk. Der 55. Besucher wird zu einer Werkzeugmuseum-Veranstaltungeingeladen. Weiterhin gibt es Artikel aus dem Shop, die besonders zusammengestellt und deutlich günstiger und zu einem „55er-Preis“ angeboten. Das Team des Werkzeugmuseums ist sich sicher: „Lassen Sie sich überraschen, ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.“

Internet: Deutsches Werkzeugmuseum