Schönheit im Garten

Das Schönheitsempfinden ist nicht naturwüchsig einfach da, es wird geformt durch eine Vielzahl von Einflüssen. Vielen Menschen gefällt die Ordnung eben und nicht der Anschein des Chaos. Ich nehme es den Menschen ab, dass sie es lieben, wenn ihre Gartenwelt wohl geordnet ist. Im rechten Zusammenhang finden auch sie Wildes schön, im Urlaub zum Beispiel. Zu Hause aber lieber nicht.

Biophilie, für mich der Ursprung für ein Schönheitsempfinden der Natur, wird man aber auch lernen können, so hoffe ich wenigstens.

Möglicherweise, so eine weitere Spekulation, wird Sauberkeit, Ordnung, Aufgeräumt Sein auch als Spiegel der inneren Verfassung gesehen. Etwa in dem Sinne, dass äußere Reinheit folgerichtig auch saubere innere Moralmuster anzeigen muss. Da darf man den äußeren Wildwuchs natürlich bekämpfen. Der Spruch „Das Genie beherrscht das Chaos, nur der Dumme räumt auf“ dürfte gerade bei den Saubermännern auf Widerstand stoßen. Wenn das Göttliche als Schöpferkraft der Natur gesehen wird, ist Gott entweder chaotisch oder der Saubermann verkrampft.

Das Göttliche als Schöpferkraft der Natur

Dann gibt es den Konformitätsdruck. Wenn Rasenmähen Kult ist und die Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers zur sozialen Akzeptanz gehört, ist es schwer mit einer Blumenwiese zu punkten. Was andere offensichtlich schön finden muss auch für mich schön sein. Der gesellschaftliche Druck ist immens und höchst verlogen. Im Rathaus und der Kirche wird von Erhalt der Vielfalt und Nachhaltigkeit gepredigt, vor den Gebäuden wird kräftig geputzt und gescheuert. Den ersten Preis bei „Unser Dorf soll schöner werden“ gewinnt eine „Geranienkombi“. Die jährliche Landesgartenschau wirbt im Slogan immer mit dem Wort „Natur“, zeigt aber eher Grünflächen und Schaubeete.

Nicht zu vergessen ist auch, dass unsere Emanzipation von der Natur, geschichtlich noch nicht lange zurück liegt. Natur heißt ja auch Krankheit, Parasiten, Nahrungskonkurrenz. Ein entspanntes Verhältnis zur Natur ist noch jung und kommt im Westen erst mit der Romantik zum Tragen. Paradoxerweise ist das was die Menschen im „Großen Stil“ verlieren immer auch der Beginn einer Gegenbewegung. So lassen Firmen, die ihr vieles Geld mit der Naturzerstörung verdienen, neuerdings für viel Geld ihre Außenanlagen gestalten. Nicht aus Liebe zur Natur, sondern weil es langsam „schick“ wird. Auch wenn der Chef und die Angestellten weiterhin auf grünem Rasen leben.

Kurz: Ich suche Antwort auf die Frage der Kultur und Ästhetik. Ich bin ein rechter Laie. Inzwischen denke ich aber: Einfach machen und zeigen und hoffen, dass das Vorbild wirkt. Mein Naturgarten www.hortus-insectorum.de ist ein Hortus, der neben Vielfalt und Schönheit sich auch zusätzlich mit den Themen Nutzen, Kreislauf, Nachhaltigkeit und Kreativität beschäftigt. So oder so ist er auch so ein dramatischer Gegensatz zum Nachbargrundstück.

Ab sofort: FFP2-Maskenpflicht in allen städtischen Gebäuden

In allen städtischen Gebäuden und Einrichtungen gilt ab sofort neben der bereits bekannten 3G-Regelung (geimpft/genesen/getestet) die Verpflichtung, eine FFP2-Maske zu tragen. Die sogenannte OP-Maske reicht nicht mehr aus.

Alle Gäste werden gebeten, diese Regelungen zum Schutze aller zu beachten und auch weiter privat die AHA+L-Regeln – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltag mit (FFP2-)Maske und Lüften – einzuhalten.

Die FFP2-Pflicht in städtischen Gebäuden gilt selbstverständlich auch für alle Mitarbeitenden der Stadt Remscheid.

Tannenbäume: Die Abholtermine stehen fest

Im Bergischen Städtedreieck stehen die Termine für die Abholung der abgeschmückten Weihnachtsbäume fest. Welche Bedingungen in welcher Stadt gelten, haben wir in folgender Übersicht zusammengestellt.

Wuppertal: AWG holt ausrangierte Weihnachtsbäume ab

Abholung startet in der 2. KW im Westen, in der 3. KW im Osten. Bäume müssen für die Kompostierung frei von Schmuck sein.

Auch in diesem Jahr holt die AWG wieder ausrangierte Weihnachtsbäume ab:  

  • im Westen Wuppertals in der 2. Kalenderwoche (ab Montag, 10. Januar 2021)
  • im Osten Wuppertals in der 3. Kalenderwoche (ab Montag, 17. Januar 2021).

Zum entsprechenden Leerungstermin müssen die Bäume zur grauen Restmülltonne gestellt werden. Die entsprechenden Termine finden sich in Ihrem aktuellen Abfallkalender.

Grundsätzliche Vorgabe für die Abholung: Die ausrangierten Bäume müssen frei von Schmuck bzw. Lametta sein. Von Bäumen, die einen Ballen haben, sollte der Benutzer vor dem Herausstellen den Übertopf entfernen und die Erde so gut wie möglich abschlagen. Die AWG bringt die Wuppertaler Weihnachtsbäume zur Kompostierungsanlage der Gesellschaft für Kompostierung und Recycling (GKR) im benachbarten Velbert. Nur entschmückte Weihnachtsbäume können dort fachgerecht kompostiert werden.

Remscheid: Drei verschiedene Termine

Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) erteilen auch in diesem Jahr den Weihnachtsbäumen eine Abfuhr. Für die Stadtteile Lennep, Lüttringhausen und Alt-Remscheid gelten unterschiedliche Termine.

Los geht’s in Lennep am Montag, 10. Januar. Am Mittwoch, 12. Januar, wird in Lüttringhausen eingesammelt. Zuletzt werden die Weihnachtsbäume in Alt-Remscheid am Samstag, 15. Januar, abgeholt.

Die TBR bitten darum, die Weihnachtsbäume am Abholtag bis 7 Uhr gut sichtbar auf dem Bürgersteig – also nicht am Mülltonnenstandort – abzulegen.

Weil die Bäume verwertet werden, werden nur vollständig abgeschmückte Weihnachtsbäume mitgenommen. Weihnachtsbäume über zwei Meter Länge bitte durchsägen!

Solingen: Tannenbäume werden am Freitag abgeholt

Abgeschmückt an Sammelstellen deponieren

Ausgediente Tannenbäume werden am Freitag, 7. Januar, abgeholt. Sie müssen bis 7 Uhr morgens vor dem Grundstück abgelegt werden, dürfen aber den Verkehr nicht behindern oder gefährden. Gut ist es, die Bäume an nachbarschaftlichen Sammelstellen zu deponieren. Das erleichtert den Mitarbeitenden der Technischen Betriebe Solingen (TBS) die Arbeit.

Mitgenommen werden nur komplett abgeschmückte Bäume ohne Netze, Säcke oder Töpfe. Der Stammdurchmesser darf maximal 15 Zentimeter betragen, die Länge zwei Meter nicht überschreiten.

Wegen der Weihnachtsbaum-Abfuhr verschiebt sich die Abfallentsorgung in der anschließenden Woche: Die freitags-Leerung vom 7. Januar wird am Montag, 10. Januar, nachgeholt. Jede weitere Abfuhr in der Woche findet dann einen Tag später statt, die Leerung vom Freitag am Samstag, 15. Januar.

Die Änderungen sind auch im gedruckten Abfallkalender und im Abfall-Navi verzeichnet:
www.solingen.de/tbs/inhalt/abfallnavi/

Neuer Filialleiter für Volksbank in Lüttringhausen

Seit Jahresbeginn hat die Lüttringhauser Filiale der Volksbank im Bergischen Land mit Marc Buschhausen einen neuen Leiter. Der 47-Jährige freut sich, nach Stationen in Solingen und Hilden nun wieder in seiner Heimatstadt Remscheid zu
arbeiten.

Marc Buschhausen feierte erst kürzlich sein silbernes Dienstjubiläum. Bewusst hat er sich für die Arbeit in der Filiale und nicht etwa in einer internen Abteilung entschieden: „Der persönliche Kontakt, der direkte Umgang mit den Menschen ist mir sehr wichtig“, sagt er. „Jedes Gespräch ist individuell, weil auch jeder Mensch und seine Anliegen individuell sind.“

Seine neue Arbeitsumgebung ist dem 47-Jährigen nicht fremd. Aufgewachsen ist er am Grenzwall, mit seiner Frau und drei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren wohnt er im Südbezirk. Gemeinsam waren sie schon oft auf dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt – und haben im Sommer bei Belfi Eis gegessen. Gleichwohl: Auch darauf, den Stadtteil und seine tollen Kollegen noch besser kennenzulernen, freut sich der neue Filialleiter. Und im Gegenzug erfahren Kunden und Kollegen vielleicht auch noch mehr über ihn. Dass er gerne joggen geht und mit seinem Sohn eine Dauerkarte bei Bayer Leverkusen hat, verrät Marc Buschhausen jetzt schon.

Linksjugend Solid zum Vorschlag der Jusos einen Baum für jedes neue Baby zu pflanzen

Die Linksjugend Solid Remscheid unterstützt die Remscheider Jusos in ihrer Forderung für jedes in Remscheid neugeborene Baby einen Baum zu pflanzen. Bäume sind ein einfaches und wirksames Mittel im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben und helfen Kommunen dabei, sich besser an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen.

Besser als neupflanzen ist es jedoch, gesunde Bäume gar nicht erst zu fällen. „Wir freuen uns über jeden Baum mehr in der Stadt, doch Neupflanzungen sind teuer und aufwendig und es braucht Jahrzehnte, bis ein junger Baum die Leistungen eines ausgewachsenen Baums erbringen kann, daher sollte das oberste Gebot der Schutz der bestehenden Bäume sein“, so der Sprecher Louis Achenbach. Darin sieht die Linksjugend die größte Baustelle, denn jedes Jahr verliert Remscheid mehrere Hundert Stadtbäume und daran ist die SPD nicht ganz unschuldig. Zusammen mit anderen Fraktionen spricht sie sich gegen eine strengere Baumschutzsatzung aus und initiiert oder unterstützt Großprojekte, für die etliche Bäume gefällt werden müssen, wie z.B. am geplanten Durchstich Intzestraße. An dieser Stelle sollen Dutzende große alte Laubbäume einer neuen Straße weichen.

„Unökologischer geht es kaum. Da nützt es dann auch nichts am Waldesrand ein paar neue Bäume zu pflanzen. Wir brauchen vor allem in der Stadt gesunde Bäume, die vor Ort die Luft filtern und abkühlen, Lärm mindern und Mensch und Tier erfreuen“, so die zweite Sprecherin Natalia Lange. „Wenn die Jusos es mit dem Umwelt- und Baumschutz ernst meinen, müssen sie auch bei solchen Fragen und Themen mehr Druck auf ihre Partei in Remscheid ausüben“, so Lange weiter.

Die Linksjugend Solid begrüßt Baumpflanzaktionen aber sie dürfen nicht bestehende Probleme oder Handlungen verschleiern oder grünwaschen. Wir brauchen vor allem einen effektiven Bestandsschutz und daneben gerne auch Neupflanzungen!

„Shalom“-Oberleitungsbusse rollen durch die Klingenstadt

Hebräischer Friedensgruß macht für mindestens drei Monate auf jüdisches Leben neugierig

Dass die Solinger O-Busse rollende Werbetafeln sind, ist nicht ungewöhnlich. Jetzt bekennen sie auch Farbe: „Shalom“ steht in blau und weiß auf zwei Bussen, die für mindestens ein Vierteljahr die Linien 681, 682 und 683 bedienen werden – ein Zeichen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus. Dass der hebräische Friedensgruß einmal durch die ganze Klingenstadt fährt und am Vohwinkeler Bahnhof von einer „Shalom“-Schwebebahn „abgelöst“ wird, hat vor allem mit dem bundesweiten Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ (www.2021JLID.de) zu tun. Dessen Generalsekretärin Sylvia Löhrmann stellte bereits im Dezember zusammen mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Stadtwerke-Geschäftsführer Conrad Troullier sowie Bernd Krebs und Gabriela Lauenstein vom Freundeskreis Solingen – Ness Ziona die gemeinsame Aktion vor.

Diese findet Oberbürgermeister Kurzbach umso wichtiger, als pandemiebedingt derzeit viel Unfrieden herrsche: „Da kann der Shalom-Bus gleichermaßen irritieren und inspirieren.“ Zudem liegt ihm die Wachsamkeit für und das Engagement gegen alltäglichen Antisemitismus am Herzen: „Das ist ein ständiges Problem unserer Gesellschaft“, warnt Kurzbach, der nicht nur auf die Schönheit und traditionsreiche Kultur jüdischen Lebens aufmerksam machen möchte, wenn „mal wieder eine Mahnwache“ vonnöten sei.

Deshalb freuen sich die Projektpartner:innen darüber, mit dem Shalom-Bus eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und möglichst auch zu sensibilisieren. Gerne leisten die Stadtwerke mit dem aufmerksamkeitsheischenden Schriftzug „einen Beitrag zum Frieden“, betont SWS-Geschäftsführer Conrad Troullier. Und für den Freundeskreis, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und im kommenden Jahr die 35-jährige Städtepartnerschaft mit Ness Ziona feiert, war es eine Ehrensache, für die Beklebung Spenden einzuwerben. „Das ist Bürgerschaftspflicht“, findet Bernd Krebs. Als Solingerin und Generalsekretärin des bundesweit tätigen Vereins „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat Sylvia Löhrmann doppelt Grund zur Freude: „Wir wollen ja nicht nur die erreichen, die ohnehin in unsere über 2300 Veranstaltungen kommen, sondern die Menschen im Alltag ansprechen.“ So hätten mit Solingen nun acht Städte bundesweit „Shalom“-Fahrzuge ins Rollen gebracht – beispielsweise die Kölner „Schalömchen“-Straßenbahn oder die „Shalom“-Schwebebahn. Und da das Festjahr #2021JLID nun offiziell bis Ende Juli 2022 verlängert wird, fahre der „Shalom“-O-Bus mit Hinweisen auf den Verein und den Freundeskreis ja vielleicht sogar bis zum Sommer durch die Klingenstadt.

Jusos Remscheid fordern: Ein Baum für jedes Baby

Die Nachwuchsorganisation der SPD-Remscheid wünscht sich, dass nach Möglichkeit schon ab dem 1.1.2022 für  jedes neugeborene Baby in Remscheid ein Baum gepflanzt wird. Der Juso-Vorstand hat sich einstimmig für diesen Vorschlag ausgesprochen. Die Idee ist zwar nicht neu, bereits einige Kommunen bauen auf ein solches Konzept,  allerdings sehen die Jusos hier nicht nur positive Möglichkeiten für besseren Klimaschutz in Remscheid, auch der soziale Grundgedanke  spielt eine zentrale Rolle.

Der Vorsitzende der Jusos Daniel Pilz setzt sich auch neben dem politischen Engagement besonders für sozialen Klimaschutz ein und sieht in diesem Vorschlag eine große Chance: „Wir begrünen unsere Stadt und zeigen gleichzeitig wie einfach gemeinsamer und vor allem sozial gedachter Klimaschutz zum mit machen  in einer modernen Kommune funktionieren kann.“

Die Jusos schlagen vor, entweder eine freie städtische Fläche auszumachen, oder durch verschiedene Umweltbedingungen entstandene große Lücken im Forstgebiet aufzufüllen. „Am ehesten Befürworten würden wir natürlich eine einheitliche Fläche, auf der ein ganz neuer Remscheider ‚Generationen-Wald‘ entstehen kann“, so Pilz weiter.

Nach Vorstellung des Juso-Vorstandes bietet das für die Stadt die Möglichkeit durch die zuständigen Stellen einmal pro Herbst eine große Pflanzaktion organisieren. Zu dieser können auch  interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen, Schülervertretungen oder eben auch Vertreterinnen und Vertreter des lokalen FFF-Gruppe aus dem „Klimabündnis Remscheid“ zum Mitanpacken eingeladen werden. Dabei ist es sinnvoll, sich am aktuellen Baum des Jahres zu orientieren, sofern dieser in das Remscheider Forstbild passt.

Dabei sollen die Bäume keinesfalls personalisiert werden. „Teilweise sterben die Bäume auch ab und entwickeln sich nicht weiter. Wichtig ist uns nur, dass die Kinder später ein Gebiet ausmachen können, in welchem sie ihren Baum über Ihr Geburtsjahr ungefähr zuordnen können“ , ergänzt der stellvertretende Vorsitzende, Tobias Niebergall. Dafür sei es allerdings wichtig, dass für entsprechende Jahre auch gezielt bestimmte Flächen zur Verfügung gestellt werden.

„Aus dieser Aktion kann eine neue, gemeinschaftliche und liebenswerte Tradition für unsere Stadt entstehen. Außerdem wird das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Genau das brauchen wir in meinen Augen nach den schwierigen Monaten und mittlerweile Jahren der Pandemie“, so Daniel Pilz abschließend.

Städtische Impfstelle in Remscheid Süd boostert kurzfristig auch 12 bis 17-Jährige

Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen die Booster-Impfung in den Impfstellen der Kreise und kreisfreien Städte auch für 12- bis 17-Jährige freigegeben hat, passt die Stadt Remscheid kurzfristig ihr Terminangebot an. Spätestens ab Mittwoch, 5. Januar, lassen sich entsprechende Auffrischungsimpfungen in der Rosenhügeler Straße 2-8 in 42859 Remscheid über das städtische Buchungssystem sichern. Wer keinen Internetanschluss besitzt, kann dann auch den Impftermin telefonisch über das Bergische ServiceCenter unter der Corona-Hotline (02191) 16-2000 buchen.  

Auch für die Auffrischungsimpfung für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren gilt: Sie sind frühestens drei Monate nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung möglich.

Die Auffrischung der Jugendlichen erfolgt mit dem Impfstoff BioNTech. Verpflichtend ist ein vorheriges ärztlichen Aufklärungsgespräch, das aus organisatorischen Gründen am besten in einer Hausarztpraxis geführt wird.

Bis zum Abschluss des 15. Lebensjahres müssen Jugendliche von mindestens einer oder einem Sorgeberechtigten begleitet werden. Außerdem muss die Einverständniserklärung im Aufklärungsbogen und Anamnese-/Einwilligungsbogen von mindestens einer erziehungsberechtigten Person unterschrieben sein. Ab dem 16. Lebensjahr ist beides nicht mehr erforderlich.

Weitere wichtige Informationen zur Coronaschutzimpfung in Remscheid gibt es hier.

Wohnwagenbrand: Polizei sucht nach Zeugen

In der vergangenen Nacht (03.01.2022) brannte auf der Goerdelerstraße in Wuppertal-Vohwinkel ein geparkter Wohnanhänger.

Anwohner entdeckten gegen 00:25 Uhr den Feuerschein im Inneren des Wagens und alarmierten die Feuerwehr. Parallel versuchten sie mit Feuerlöschern den Brand selbstständig zu bekämpfen.

Die eintreffende Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Neben dem Wohnwagen wurde auch ein dahinter geparkter Volvo erheblich beschädigt. Der geschätzte Sachschaden liegt bei etwa 50.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

Die zuständige Kriminaldienststelle hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und sucht hierzu nach Zeugen. Hinweisgeber können sich unter der Rufnummer 0202/284-0 an die Polizei wenden. (weit)

Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus

Am Sonntag (02.01.) gegen 08:45 Uhr bemerkte der Bewohner eines freistehenden Einfamilienhauses im Hauff-Weg in Wermelskirchen unbekanntes Werkzeug auf der Fußmatte vor der Hauseingangstür.

Nach Betrachtung der Haustür fielen ihm zudem diverse Hebelmarken in Höhe des Türschlosses auf. Laut Angaben der Bewohner wurden am Vortag gegen 01:30 Uhr noch keine Hinweise auf einen versuchten Einbruch festgestellt.

Das aufgefundene Werkzeug wurde durch die Polizei bei der Anzeigenaufnahme sichergestellt. Eine Spurensicherung wurde veranlasst.

Bei möglichen Hinweisen wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei RheinBerg. (ch)

Ab Neujahr: Tempo 30 in allen Städten

Positive Bilanz nach einem Jahr Tempo 30 in Brüssel: Deutsche Umwelthilfe fordert im neuen Jahr sofort Tempo 30 in allen deutschen Städten, den Tempo 30 in Brüssel halbiert Zahl der Verkehrstoten und reduziert die Zahl der Schwerverletzten um knapp 20 Prozent, Durchschnittsgeschwindigkeit und Lärm nehmen ab während Reisezeiten aufgrund des flüssigeren Verkehrs gleichbleiben, außerdem retten Tempo 30 innerorts und Tempo 80 auf Landstraßen tausende Leben und schützen kurzfristig das Klima.

Angesichts der sehr positiven Bilanz nach einem Jahr Tempo 30 in Brüssel fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), im Jahr 2022 sofort Tempo 30 in allen deutschen Städten als Regelgeschwindigkeit einzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Verkehrstoten 2021 in Brüssel halbiert und die Zahl der Schwerverletzten um knapp 20 Prozent reduziert. Die Durchschnittsgeschwindigkeit in Brüssel ist um 7 bis 19 Prozent gesunken, wobei sich die Reisezeiten aufgrund des flüssigeren Verkehrs nicht nachweislich verändert haben. Die Lärmbelastung ist um bis zu 4,8 Dezibel zurückgegangen, das entspricht mehr als einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke. Die Quote der zu schnellen Fahrzeuge ist von 10,4 Prozent auf 8 Prozent gesunken.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Deutschlandweit sank dieses Jahr die Zahl von Unfällen, bei denen Personen im Straßenverkehr verletzt wurden nur um knapp 6 Prozent und das auch nur aufgrund des coronabedingt geringeren Verkehrs. Die positive Bilanz aus Brüssel zeigt, dass schnell und kostengünstig tausende Menschenleben gerettet werden können. Wir fordern deshalb im Jahr 2022 sofort Tempo 30 innerorts und Tempo 80 auf Landstraßen. Das widerspricht auch dem Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien nicht. Das Tempolimit auf Autobahnen setzen wir parallel juristisch durch.“

Eine Klage zur Einhaltung der Klimaziele im Verkehrsbereich in den kommenden Jahren hatte die DUH im Herbst 2020 vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg eingereicht. Die DUH ist zuversichtlich, dass das OVG feststellen wird, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen im Verkehrssektor nicht ausreichen und weitere Maßnahmen notwendig sind. Nur ein Tempolimit ist kurzfristig wirksam und kostenfrei umsetzbar.

Links:

Doku im ZDF: „Verstörte Volkspartei. Eine Reise durch die CDU“

Bei der Bundestagswahl im September 2021 hat die CDU/CSU ihr bisher schlechtestes Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik geholt.  

Die ZDF-Dokumentation „Verstörte Volkspartei. Eine Reise durch die CDU“, am Sonntag, 2. Januar 2022, 19.10 Uhr, widmet sich der Partei, die seit Gründung der Bundesrepublik 52 Jahre lang Kanzler und Kanzlerin stellte. Nun ist sie in der Opposition, neben AfD und Linkspartei. Ein Absturz, der nicht nur am unglücklichen Wahlkampf liegt, sondern tiefere Wurzeln hat. 
Die ZDF-Dokumentation von Bernd Benthin und Lars Seefeldt zeigt eine Partei in tiefer Identitätskrise. Will die CDU unternehmernah sein oder arbeitnehmerfreundlich? Wo steht sie in der Klimapolitik? Wie will sie in Zukunft umgehen mit Geflüchteten und mit Wählerinnen und Wählern am ganz rechten Rand? Warum ist ihre Basis noch immer vorwiegend männlich? Bisher versuchte die CDU, als Volkspartei widerstrebende Interessen zu vereinen. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß? Und was heißt „konservativ“ im Jahr 2022?  

Die Autoren begleiten und interviewen CDU-Mitglieder aus unterschiedlichen Flügeln und Regionen, vom Basismitglied bis zum künftigen Parteichef Friedrich Merz

Karl Braun und seine schmerzhaften Erinnerungen an das KZ Buchenwald

Zwei Bücher aus der Häftlingsbücherei. Es gibt Momente, zumeist ausgelöst durch die Schilderung von betroffenen Menschen, in denen man ernsthaft darüber nachdenkt, ob das Überleben des Zweiten Weltkrieges in gewisser Weise nicht ausschließlich positiv zu bewerten ist. Die Berichte von Karl Braun lassen erahnen, dass es zuweilen auch eine Strafe sein kann. Erinnerungen können schmerzen.

Karl Braun, 93-jähriger Remscheider, erinnerte sich angesichts einer Gedenkstunde in der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall am frühen Mittwochnachittag (8. Dezember) an die unselige Zeit. Er selbst bekam, nachdem er als Helfer nach dem Krieg im Konzentrationslager Buchenwald gearbeitet hatte, zwei Bücher – Ausgaben des Brockhaus – von einem anderen Helfer geschenkt. Er übergab die Bücher nun an Holm Kirsten, dem Sammlungsleiter der Gedenkstätte Buchenwald. „Das soll ein Dokument aus den schweren Zeiten sein, in denen wir gelebt haben“, sagte Karl Braun dazu.

Die ehemalige Häftlings-Bücherei in Buchenwald musste kriegsbedingt umziehen, erinnert sich Braun. Mit Hilfe eines amerikanischen Jeeps wurde der Umzug vollzogen. Die Bücher wurden im Keller des ehemaligen Hauses von Charlotte von Stein, mutmaßliche Geliebte des Dichterfürsten Goethe, gelagert. Braun erinnert sich, dass zeitgleich die ersten deutschen Jeeps hergestellt wurden. Bei diesen VW-Modellen war der Spruch im Umlauf: „Die sind so solide gebaut, dass der Fahrer bei Beschuss sterben kann, der Motor allerdings nicht.“

„Ich bin meinem Vater unendlich dankbar, dass er mich vor der Hitlerjugend bewahrt hat. Er hat allerdings nie über die Gräuelgeschichten dieser Zeit gesprochen. Und das geschah nicht aus Unwissen. Es geschah aus Scham.“

Karl Braun

Karl Braun kam am 8. August 1943 nach Weimar. Seine Mutter hatte ihn so in Sicherheit bringen wollen. Sein Vater war aktiver Soldat im 1. Weltkrieg gewesen und lebte 1943 nicht mehr. „Ich bin meinem Vater unendlich dankbar“, sagt Braun, „dass er mich vor der Hitlerjugend bewahrt hat. Er hat allerdings nie über die Gräuelgeschichten dieser Zeit gesprochen. Und das geschah nicht aus Unwissen. Es geschah aus Scham.“

Er selbst habe in seiner Weimarer Zeit immer einen qualmenden Schornstein in Richtung Buchenwald gesehen. Bereits 1943 haben die Bewohner Weimars gewusst, dass in Buchenwald schreckliche Dinge geschahen. „Geh‘ nicht in das Lager, hat man mir gesagt, die Wachen dort schießen ohne Warnung.“ Von einer Anhöhe in Weimar konnte man das Lager und tausende Menschen sehen. Zu Fuß wäre das ein Weg von etwa zwei Stunden gewesen. Späterhin verlangten die Amerikaner, dass sich 2000 Bewohner Weimars das Konzentrationslager ansehen mussten. Die Gräueltaten Hitlers sollten öffentlich gemacht werden. Karl Braun war dabei.

Spätestens bei der Schilderung der Gegebenheiten, die der Remscheider dort gesehen hat, ist es mit seiner Gefasstheit vorbei. Er weint, sichtlich noch immer betroffen von der inneren Sicht auf Menschen, die zu Knochengerippen geworden waren. Seine Hände fahren, suchend aber keinen Halt findend, durch die Luft. Noch immer schüttelt er voller Unverständnis und zutiefst traurig den Kopf über die Lagerinschrift „Jedem das Seine“. „Ich hatte eine Ausbildung beim Roten Kreuz genossen“, erinnert sich Braun, „und wenn man da einmal war, dann bleibt man ein Helfer. Ich habe mich sofort bereit erklärt, diesen Menschen zu helfen.“ Seine Schilderungen erfolgen in einfachen Worten, was dazu führt, dass sie umso mehr wirken. Das widerliche Wirken der Nazis verträgt keine glamourösen Sprachschönheiten. 

Karl Braun mit Begleitung und den Büchern. Foto: Peter Klohs
Karl Braun mit Begleitung und den Büchern. Foto: Peter Klohs

Das widerliche Wirken der Nazis verträgt keine glamourösen Sprachschönheiten.

Doch wie hilft man Menschen, die am Rande des Todes sind? „Man füttert sie“, antwortet der alte Mann erschüttert und weint wieder. „Man füttert sie. Vorsichtig, langsam und nicht zu viel. Denn sonst sterben sie, die sowieso schön näher am Tode als am Leben sind.“

Er erinnert sich an die verschiedenen Baracken im Lager, die mit ihren Aufschriften die Herkunft der Häftlinge angaben: Berlin, München, Rheinland. Er erinnert sich, dass die Amerikaner selbst das Lager nicht betraten. „Weil es dort alle Krankheiten gab, die Sie sich vorstellen können.“ Sein „Und ich habe überlebt“ ist durch sein Schluchzen kaum zu verstehen. Er erinnert sich an zuviel. Seine damals erhaltenen zwei dicken Brockhaus-Bände sollen jetzt wieder dahin zurückkehren, woher sie stammen. Holm Kirsten weiß, dass diese Bücher aus der ehemaligen Häftlingsbücherei in Buchenwald stammen. „Wir nehmen die beiden Bände genau unter die Lupe“, kündigt er an. „Und vielleicht erfahren wir durch das eingeklebte Ex Libris sogar, wem die Bücher ehemals gehört haben.“ Das Sammlungsdepot in Weimar umfasst bisher 122 Bände.

Goldene Ehrennadel für Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney

Besondere Ehre für Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney: Zum Dank für langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Genossenschaftsorganisation erhielt er die Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbands – Verband der Regionen. Der Verband vertritt rund 2.600 Genossenschaften, nicht nur Banken, in 14 Bundesländern und stellt auch die Prüfer für die alljährliche Wirtschaftsprüfung.

Verbandsprüfer Karl-Heinz Tinter heftete Magney die Ehrennadel ans Revers und würdigte die lange und intensive Laufbahn des bergischen Volksbankers. Sie begann vor 50 Jahren, im September 1971 mit der Ausbildung bei der damaligen Volksbank Remscheid. Nach einem kurzen Abstecher zu einem anderen Arbeitgeber hat Lutz Uwe Magney, die Entwicklung der heutigen Volksbank im Bergischen Land miterlebt und mitgestaltet. Sie begann in einer Zeit, in der Computer für die meisten Menschen noch ein Fremdwort war. Die Einführung neuer Techniken, die nachhaltigen Verbesserung von Abläufen und das Vorantreiben der Digitalisierung gehören zu den wichtigsten Schwerpunkten in Magneys Arbeit, der seit 2016 Vorstandsmitglied ist. Die Genossenschaftsidee „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ ist für den 66-Jährigen dabei stabiles Fundament und Ansporn zugleich.