Es muss nicht immer Nurejew sein

Das Weihnachtsfest liegt gut zwei Wochen hinter uns, meine Kindheit schon etwas länger und trotzdem ist immer die richtige Zeit, sich in ein Märchen oder eine zauberhafte Welt entführen zu lassen.

So geschehen am 15. Januar 2022 im Teo Otto Theater bei „THE NUTCRACKER AND I“ von Alexandra Dariescu. Dariescu und eine Ballerina (Imogen-Lily Ash) lassen hier mit einem Konzertflügel und einer Projektion – stets auf die Musik genauestens abgestimmt – auf einer durchsichtigen Gaze (Technik Sander Loonen) das gesamte Ballett und die Musikgewalt eines ganzen Orchesters entstehen.

Nicht, dass ich unsere Symphoniker nicht lieben würde, vor Weihnachten sehe ich auch immer gern ein namhaftes Ballettcorps, das das vielen bekannte Märchen von E.T.A. Hoffmann „Mäusekönig und Nussknacker“ tanzt, aber diese Performance von der Meisterin am Flügel hebt diese Performance auf eine neue, andere Ebene.

Tausende, tanzende Schneeflocken tanzen auf der fast durchsichtigen Wand, es schneit und wirbelt und eine gezeichnete Clara tritt auf, verschmilzt fast mit Alexandra Dariescu am Konzertflügel. Wir erleben den Weihnachtsabend noch einmal und träumen mit Clara vom feschen Nussknacker-Prinzen. Der Traum erwacht buchstäblich zum Leben, als Zeichentrick-Clara mit Ballerina Imogen-Lily Ash verschmilzt. Mit ihr kämpfen und besiegen wir den Mäusekönig und reisen an der Hand des Prinzen ins Land der Zuckerfee.

Alexandra Dariescu am Flügel mit Ballerina Imogen-Lily Ash in "The Nutcracker And I". ©Nigel Norrington
Alexandra Dariescu am Flügel mit Ballerina Imogen-Lily Ash in „The Nutcracker And I“. ©Nigel Norrington

15 virtuose Sätze aus der ursprünglichen Tschaikowsky Partitur spielt Dariescu, arrangiert von Mikhail Pletnev, Stepan Esipoff, Percy Grainger und drei neue Adaptionen von Gavin Sutherland und stets ist die Musik, der Tanz und die Projektion über den 20K Lumen Beamer eine einzige Einheit. Es gibt neben dem arabischen, russischen und chinesischen und dem Tanz der Zuckerfee sogar mein über alles geliebtes Pas de Deux des 2. Aktes und Imogen tanzt dies so hingebungsvoll mit ihrem auf Leinwand gezauberten Prinzen, dass es mit Nurejev fast nicht hätte schöner sein können. 

Viel zu schnell ist die Stunde voller Magie vergangen, stehender Applaus war fast zu wenig Lohn für diese grandiose Leistung von Spiel, Tanz und Technik. Der Zauber dieses Abends hing meiner Begleitung und mir noch lange nach. Was gibt es in den Zeiten von heute schöneres, als sich einmal vom Alltag zu verabschieden und sich wieder in eine sorglosen Welt der Kindheit zu flüchten? Vielen Dank für diesen besonderen #Theatermoment und großen Dank an das gesamte Team des Teo Otto Theaters für Service und Sicherheit.

Falscher Polizist: Seniorin um fünfstelligen Betrag betrogen

Am 13.01.2022, gegen 22:15 Uhr, meldete sich ein unbekannter Mann bei einer Remscheiderin (80). Er gab vor, von der Polizei zu sein und bat sein Opfer zunächst, aufgrund eines vorgeblichen Überfalls in der Nachbarschaft, zur Sicherheit die Türen zu schließen.

In der Folge konnte der Unbekannte die Seniorin davon überzeugen, dass eine Bankmitarbeiterin Daten veruntreut hätte und es daher sicherer wäre, ihr Erspartes an einen Polizisten zu übergeben, der bei der 80-Jährigen vorbeikomme.

Am folgenden Morgen fuhr die Remscheiderin zunächst zur Bank, hob einen fünfstelligen Betrag ab und übergab diesen schließlich gegen 11:00 Uhr an einen falschen Polizisten (circa 1.80 m und dunkel gekleidet), der an ihrer Haustür klingelte.

An dieser Stelle nochmals der dringende Appell und die Warnung der Polizei Wuppertal:

  • Bei einem Anruf der echten Polizei erscheint NIE die 110 in Ihrem Telefondisplay!
  • „Rate mal, wer dran ist!“ Achtung! Enkeltrick! Echte Familienangehörige melden sich mit Namen! Trickbetrüger lassen Sie raten!
  • Wenn die falsche Polizei, Staatsanwaltschaft oder Anwälte nach Geld oder Wertsachen fragen: SOFORT auflegen!
  • Lassen Sie sich nicht ausfragen! Die echte Polizei fragt NIE nach Kontostand, Bank-/Kreditkartendaten, Passwörtern und PIN.
  • Fordert man Sie auf, im laufenden Telefonat 110 zu wählen oder sich von dem Anrufer mit 110 verbinden zu lassen: Legen Sie sofort auf!
  • Warten Sie unbedingt das Freizeichen ab. Wählen Sie 110 selbst!
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Übergeben Sie NIEMALS Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Sind Sie Opfer geworden? SOFORT die Polizei informieren!

Die Polizei bittet zudem Angehörige oder nahstehende Personen, mit älteren Menschen über die verschiedenen Methoden der Trickbetrüger zu sprechen. (jb)

Gibt es dann zwei Bäume für Neugeborene?

Kommentar des Vorsitzenden der Jusos Remscheid, Daniel Pilz:

Vor zwei Wochen haben wir als Jusos den Aufschlag gemacht und uns als Jugendorganisation der SPD in Remscheid für das Projekt „Ein Baum für jedes Baby ab 2022“ eingesetzt. Das Projekt verbindet in unseren Augen Klimaschutz mit dem so wichtigen sozialen Aspekt, wie man bereits in einigen anderen Städten beobachten kann. Unser Vorstoß ist, zu unserer großen Freude, bei vielen außerpolitischen Organisationen sehr gut angekommen. Das nehmen wir als Schwung mit in die nächste Zeit, denn es geht jetzt in die Umsetzung.

Wir freuen uns außerdem sehr, dass die CDU-Fraktion in Person ihres Vorsitzenden offenbar unseren Vorstoß ebenfalls unterstützt. Die Aussage der Christlich Demokratischen Union lässt also auf eine breite Mehrheit im Stadtrat hoffen, welche zeigt, dass uns allen das Projekt „Ein Baum für jedes Baby“ am Herzen liegt.

Dennoch möchten wir das Vorgehen nicht schönreden. Die Jusos Remscheid beurteilen das Verhalten der CDU-Fraktion als problematisch. Offenbar geht es den Kolleginnen und Kollegen nicht um das Projekt, jedem Baby zur Geburt einen Baum zu schenken, vielmehr scheint es wieder einmal um die eigenen Parteilorbeeren zu gehen und aus einem solch schönen Projekt einen Parteien-Zirkus zu veranstalten. Daran sind wir  Jusos nicht interessiert, weil es nicht dem Wohle der Menschen in unserer Stadt, sondern nur den Interessen einzelner dient. Deshalb werden wir auf diesen Zug nicht aufspringen und weiter gemeinsam mit vielen anderen Organisationen an einer Umsetzung des Projektes arbeiten!

Die vermeintlichen „Herzensthemen“ der CDU aus dem Wahlkampf hätten bereits in den letzten eineinhalb Jahren in die entsprechenden Gremien gebracht werden können. Das ist nicht nur für eine Oppositionspartei möglich, das ist, wie allgemein bekannt, auch deren parlamentarische Aufgabe. Offenbar handelte es sich hierbei nur um leeres Wahlkampfgetöse ohne viel Inhalt und leider mit nur wenig Herzblut.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem Vorstoß gefreut habe. Das zeigt, wie gut es tut, wenn man für das Wohl unserer Stadt gemeinsam an einem Strang ziehen kann. Genau so geht effektive Kommunalpolitik für ein zukunftsfähiges Remscheid!

gez. Daniel Pilz

Weitere Impftage für Kinder

Termine ab 15. Januar sind jetzt freigeschaltet.

Stark nachgefragt sind die Corona-Schutzimpfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren, mit denen die Stadt Solingen im Impfzentrum das Angebot in den Kinderarzt-Praxen ergänzt. Die ersten Termine waren sehr schnell ausgebucht, daher wurde weiterer Impfstoff bestellt.

Jetzt hat die Stadt Impfstoff für weitere 1.500 Kinder erhalten, jeweils für eine Erst- und eine Zweitimpfung. Wie angekündigt, sind daher nun weitere Termine buchbar.

Geimpft wird vor allem in der Impfstation im Krankenhaus Bethanien in Aufderhöhe. Dort werden jetzt Termine an folgenden Tagen angeboten:

  • Samstag, 15. Januar, 10 bis 16 Uhr
  • Samstag, 22. Januar, 10 bis 16 Uhr
  • Samstag, 5. Februar, 10 bis 16 Uhr

Einen weiteren Impftag für Kinder bietet das Impfzentrum im Gebäude der früheren Peek-&-Cloppenburg-Filiale in Solingen-Mitte (Kölner Straße 144) an:

  • Sonntag, 16. Januar, 10 bis 16 Uhr

Es wird dringend empfohlen, Termine vorab online zu buchen. Mit der Bestätigungsmail werden wichtige Informationen zur Aufklärung und eine Einverständniserklärung versandt, so dass notwendige Vorbereitungen bereits zuhause getroffen werden können. Das Buchungsportal ist zu erreichen über:

Für die Impfung gelten diese Voraussetzungen:

  • Die Eltern müssen einverstanden sein, ein Elternteil muss das Kind begleiten.
  • Das Kind muss frei sein von einer Infektion.
  • War das Kind mit dem Corona-Virus infiziert, müssen seither mindestens sechs Monate vergangen sein.
  • Der Impfpass des Kindes sollte vorgelegt werden, sonst wird eine Ersatz-Impfbescheinigung ausgestellt.

Außerdem sollte – wenn vorhanden – der Ausweis mitgebracht werden. Ersatzweise reicht auch die Geburtsurkunde

FFP2-Maskenpflicht auch für Gäste der Kultureinrichtungen

Die städtischen Kulturinstitute weisen darauf hin, dass ab sofort beim Besuch eine FFP2-Maske getragen werden muss. Eine medizinische OP-Maske reicht aktuell nicht mehr aus.

Dies gilt für einen Besuch

  • des Teo Otto Theaters (inklusive der Theaterkasse),
  • der Bibliotheken,
  • der Volkshochschule (inklusive aller Kursveranstaltungen),
  • der Musik- und Kunstschule,
  • des Deutschen Röntgenmuseums,
  • des Deutschen Werkzeugmuseums und
  • des Stadtarchivs.

Lesen Sie auch: Ab sofort: FFP2-Maskenpflicht in allen städtischen Gebäuden

Angebotserweiterung: Impfstelle des Sana-Klinikums impft ab 10. Januar auch 5 bis 11-Jährige

Nach dem kurzfristigen Erhalt des Kinderimpfstoffs BioNTech steigt die Impfstelle des Sana-Klinikums Remscheid ab der kommenden Woche (10. Januar) in die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren ein.

Termine für das Kinderimpfen gibt es von Montag bis Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr. Ein Termin lässt sich über das Online-Anmeldeportal www.doctolib.de vereinbaren. Es impfen die Ärztinnen der Kinderklinik.

Sana-Klinikum Remscheid: Zur Online-Buchung

Mehr Informationen zur Impfstelle des Sana-Klinikums gibt es hier (Wo wird in Remscheid noch geimpft?).

Nächster Kinderimpftermin (5-11 Jahre) am 15. Januar in der städtischen Impfstelle im Zentrum Süd

Nach erfolgter Zusage von weiteren 600 Dosen für die Coronaschutzimpfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren bietet die städtische Impfstelle in der Rosenhügeler Straße 2-8 am Samstag, 15. Januar, das nächste ganztägige Impfangebot für diesen besonderen Personenkreis an. Die Erst-Impftermine sind ab sofort im städtischen Buchungssystem buchbar: Zur Online-Terminbuchung Kinderimpfung. Die Zweittermine im Abstand von drei Wochen werden automatisch mitgebucht.

Um den Kindern einen geschützten Raum getrennt von den Impfungen der Erwachsenen mit eigenem Kinderimpfstoff zu bieten, öffnet die Impfstelle am 15. Januar genauso wie bereits am 20. und am 27. Januar nur für sie. Für diesen Tag werden von den aktuell verfügbaren 600 Kinderimpfdosen BioNTech 300 Stück bereitgestellt. Die restlichen 300 Spitzen werden für die nach drei Wochen fälligen Zweitimpfungen am Samstag, 5. Februar, zurückgelegt. 

Die städtische Impfstelle bittet interessierte Eltern dringend darum, sich im Vorab zur Impfung bei der eigenen Kinderärztin oder dem eigenen Kinderarzt ausführlich zur Kinderschutzimpfung gegen Corona zu informieren. Umfassende Beratungsgespräche können in der Impfstelle nicht durchgeführt werden.

Die passenden Aufklärungsbögen und Anamnese- beziehungsweise Einwilligungsbögen finden Eltern hier. Sie sollten zur Impfung ausgefüllt mitgebracht werden. Ausreichend ist, wenn im Einwilligungsbogen ein Elternteil mit seiner Unterschrift die Zustimmung für beide Elternteile bestätigt. Zur Impfung muss nur ein Elternteil mitkommen. Mehr Information zu Kinderimpfung finden Interessierte auf der städtischen Kinderimpfseite.

Sternsinger bringen Segen zum Rathaus

Diesjähriges Motto widmet sich der Kindergesundheit

Auch in der derzeitigen Corona-Lage braucht das Solinger Rathaus nicht auf den Segen der Sternsinger zu verzichten: Eine kleine Abordnung aus Sternsingern aus den Gemeinden St. Engelbert und St. Clemens hat am Donnerstagmorgen Corona-konform den Segen über dem Eingang Merianstraße angebracht. Zudem übergaben sie Oberbürgermeister Tim Kurzbach das Friedenslicht aus Bethlehem. Das diesjährige Motto lautet „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Dabei geht es jedoch nicht um Corona, sondern auch um Verletzungen, die Kinder sich durch Stürze und Verbrennungen zuziehen, besonders im globalen Süden. Mit einem Beitrag unterstützt auch die Stadt Solingen diese Projekte zur Kindergesundheit.

Statt mit Kreide wird der Haussegen als Aufkleber angebracht. Foto: Stadt Solingen
Statt mit Kreide wird der Haussegen als Aufkleber angebracht. Foto: Stadt Solingen

UPDATE: Balkhauser Weg wieder frei

Aus einem Hang am Balkhauser Weg, rund 50 Meter vor dem Balkhauser Kotten, haben sich in der vergangenen Nacht Felsstücke gelöst, mehrere Schollen sind auf die Fahrbahn gefallen. Die Straße wurde deshalb in diesem Bereich noch in der Nacht voll gesperrt. Eine erste Prüfung bei Tageslicht hat ergeben, dass die Vollsperrung voraussichtlich spätestens am Freitag wieder aufgehoben werden kann. An der Gefahrenstelle wird die Fahrbahn dann für die nächste Zeit so verengt, dass der Verkehr  einspurig und auf Sicht  fließen kann. Folgende Untersuchungen sollen dann klären, ob weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Aktuell sollte der Odentaler Weg aus Ausweichstrecke genutzt werden.

Aktualisierung, 6.1.22, 15.40 Uhr

Fahrbahn ist vorübergehend verengt.

Die Vollsperrung des Balkhauser Weges wurde soeben aufgehoben. An der Gefahrenstelle, rund 50 Meter vor dem Balkhauser Kotten, ist die Fahrbahn verengt, der Verkehr kann einspurig fließen.

In der vergangenen Nacht hatten sich dort Felsstücke gelöst, mehrere Schollen waren auf die Fahrbahn gefallen. Sie wurde inzwischen gereinigt. In den nächsten Tagen soll nun geklärt werden, ob weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind.

Gleisdreieck: Kennenlernen was zerstört werden soll

Auch im neuen Jahr laden die drei Remscheider Naturschutzverbände RBN, BUND und NABU gemeinsam zum Spaziergang in das Gleisdreieck ein, in dem ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen soll.

Die Spaziergänge finden an jedem zweiten Sonntag im Monat statt und zeigen die konkreten Kritikpunkte der Remscheider Naturschutzverbände an dem Vorhaben direkt vor Ort in Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen auf. Das Gewerbegebiet ist direkt am Quellgebiet dreier Bäche geplant, die Überschwemmungsgefahr bei Starkregen, wie im vergangenen Juli auch in Remscheid erlebbar, wird bei zusätzlicher Flächenversiegelung in diesem Bereich drastisch ansteigen. Dass heimische Bauernhöfe weichen sollen, stößt den Naturschutzverbänden ebenso sauer auf wie das geplante Fällen eines kompletten Eichenwäldchens oder zu gering geplanten Pufferzonen zu den angrenzenden Naturschutzgebieten.

Flächenversiegelung stoppen

Forderung des BUND Remscheid nicht nur für das Gleisdreieck: Stoppt Flächenversiegelung! Foto: Sascha von Gerishem
Forderung des BUND Remscheid nicht nur für das Gleisdreieck: Stoppt Flächenversiegelung! Foto: Sascha von Gerishem

Das vorliegende Artenschutz-Gutachten, das nur geringfügigen Einfluss auf die Artenvielfalt attestiert, wird von den lokalen Naturschutzverbänden abgelehnt. Bei den Spaziergängen werden die Artenverluste durch das bereits bestehende Gewerbegebiet erläutert (ehemals größte Kiebitz-Kolonie im Bergischen Land bereits unwiederbringlich verloren). Anhand geschützter Arten, die überall im Planungsbereich leben und auf den Spaziergängen lebendig zu sehen sind, werden die Auswirkungen auf Flora und Fauna erklärt und deutlich gemacht. Die Spaziergänge geben den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich selbst ein umfassendes Bild von der Natur und den Landwirtschaftsflächen zu machen, die entgegen aller klima- und umweltwissenschaftlichen Erkenntnisse und Beobachtungen der letzten Jahrzehnte, gerodet und zubetoniert werden sollen. „Einmal zerstört, ist dieses Naturschatzgebiet* für immer verloren. Durch den immer schneller fortschreitenden Klimawandel werden wir die Auswirkungen durch solche Bauprojekte nicht erst irgendwann, sondern schon kurzfristig erleben“, mahnt Hubert Benzheim vom BUND Remscheid mit deutlichen Worten.

Ein Naturschatzgebiet ist ein Gebiet, das nicht unter Naturschutz steht, aber für Natur und Umwelt als besonders wertvoll erachtet wird. Dazu zählen in Remscheid neben dem Planungsgebiet Gleisdreieck auch der Intzeforst, die Knusthöhe oder die Blume in Lüttringhausen.

Es gelten die 2G-Regeln, die vorgeschriebenen Abstandsregelungen von 1,5 Metern zwischen den Spazierenden oder medizinische Maske, falls die Abstände mal nicht eingehalten werden können. Impfbescheinigungen oder Belege der Genesung (nicht länger als sechs Monate her) sollten gemeinsam mit einem Ausweisdokument bereitgehalten werden. Einige Spaziergangsteilnehmende gehen im Anschluss noch gemeinsam zum Essen in den Restaurationsbetrieb „Melli’s Restaurant“ im Borner Sporttreff an den Tennishallen. Dort gibt es Essen à la carte zu humanen Preisen. Falls Sie mitgehen möchten, frühstücken Sie nicht zu üppig und planen Sie entsprechend mehr Zeit ein. Beim Essen tauscht man sich in geselliger Runde über die Eindrücke des Spazierganges und über weitere Ideen und Planungen aus.

Termin und Treffpunkt

Der Spaziergang findet am Sonntag, 9. Januar 2022 ab 11 Uhr statt, Treffpunkt ist am Parkplatz der Tennishallen, Bornbacher Straße 11, 42897 Remscheid.

Greenpeace reinigt Wupperufer und hofft auf Unterstützung

Die erste Aufräumaktion nach dem Hochwasser im Sommer 2021 die die Remscheider Greenpeace Gruppe organisiert hatte, war ein toller Erfolg. Viele Remscheider und Solinger Bürger, die von der Reinigungsaktion gelesen hatten, kamen mit Handschuhen und Gummistiefeln bewaffnet zum verabredeten Treffpunkt am Brückenpark und befreiten das Wupperufer in diesem Gebiet von dem Müll den die Flut mitgebracht und liegengelassen hatte. Weiterhin aber liegt sehr viel Unrat am Wupperufer der dringend entsorgt werden muss. Daher organisiert Greenpeace Remscheid eine weitere Aufräumaktion entlang des Wanderwegs zwischen Müngsten und Solingen-Unterburg.

Greenpeace Remscheid Gruppenkoordinator Prof. Dr. Jörg Krone hofft darauf, dass sich erneut viele freiwillige Umweltschützer am 15.01.2021 um 11:00 Uhr am Treffpunkt „Wanderparkplatz Schlossbergstrasse 4 in Solingen Unterburg“ einfinden werden.

„Vom Treffpunkt aus gehen wir dann in Richtung Müngsten um nach einem kurzen Spaziergang gemeinsam einen Teil des Wupperufers von Unrat zu befreien“, erläutert Greenpeace Remscheid Mitmacherin Jutta Breuer die Aktion. Mitzubringen sind nur Handschuhe, Gummistiefel, gute Laune und die Lust einen kleinen ehrenamtlichen Beitrag für eine saubere Umwelt unserer Heimat zu leisten. Weitere Infos unter: info@remscheid.greenpeace.de

Wintervögel beobachten und zählen: Stunde der Wintervögel in der Natur-Schule

Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ (06. – 09.01.2022) mit zwei Veranstaltungen, die sich nicht nur an erwachsene Teilnehmer*innen richten.

Am Freitag, dem 07.01.2022, stellt der pädagogische Leiter der Natur-Schule, Dipl.-Biol. Jörg Liesendahl, in zwei Veranstaltungen Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Anschließend gibt es jeweils die Möglichkeit, Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule Grund zu beobachten. Dabei kommt u.a. die Vogelbeobachtungsstation im Garten der Natur-Schule zum Einsatz. Teilnehmende sollten ein Fernglas und ggf. auch ein Lieblings-Vogelbestimmungsbuch mitbringen.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist ein Verleih von Ferngläsern leider nicht möglich.

Ein Angebot für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkel*innen im Alter ab 7 Jahren startet um 10 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, und dauert zwei Stunden. Die Teilnehmenden zahlen 6 Euro, Kinder bis 15 Jahren 4 Euro.

An erwachsene Teilnehmende richtet sich das zweite Angebot des Tages von 14 bis ca. 16 Uhr. Hier sind nur noch wenige Plätze verfügbar, eine schnelle Anmeldung ist also zu empfehlen. Der Teilnahme-Beitrag für diese Veranstaltung liegt bei 7 Euro.

Um den Corona-Regeln zu genügen, müssen alle Teilnehmenden eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Für die Erwachsenen gilt die 2G-Regel. Die Kinder müssen negativ getestet sein mit einem Test, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung benötigt die Natur-Schule neben den Namen der angemeldeten Personen auch deren Anschrift und Telefonnummer, deshalb muss die Anmeldung per Mail erfolgen: info@natur-schule-grund.de.

Der NABU und und die Natur-Schule Grund rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Weiterführende Infos zur NABU-Aktion: www.stundederwintervoegel.de

Feuer in Remscheider Mehrfamilienhaus

Aus bislang ungeklärter Ursache brach gestern Nachmittag (04.01.2022) ein Feuer in einer Wohnung an der Büchelstraße in Remscheid aus.

Gegen 17:15 Uhr löste ein Rauchmelder des Hauses aus und alarmierte sämtliche Bewohner, die daraufhin ihre Wohnungen unversehrt verlassen konnten. Die hinzugerufene Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und stellte fest, dass sich niemand in der Brandwohnung aufhielt

Die eigentliche Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar, sodass die Bewohner anderweitig untergebracht werden mussten. Die übrigen Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Es entstand Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch das zuständige Kommissariat geführt. (weit)

Seniorin von Auto erfasst und verletzt

Gestern Nachmittag (03.01.2022, gegen 17:05 Uhr) kam es auf der Brändströmstraße in Wuppertal zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einer Fußgängerin.

Die 87-jährige Fußgängerin überquerte die Brändströmstraße von der Schwebebahnhaltestelle kommend, als ein Pkw sie erfasste. Die Frau stürzte durch den Aufprall zu Boden und zog sich hierbei Verletzungen zu.

Die Fahrerin des am Unfall beteiligten Opel Astra unterhielt sich kurz mit anwesenden Zeugen, setzte ihre Fahrt allerdings ohne Angaben zu ihren Personalien, fort.

Die Verletzte musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und behandelt werden. Die Unfallfahrerin konnte kurze Zeit später im Rahmen der Fahndung auf der Straße Oberdörnen gesichtet und kontrolliert werden. Die Polizisten stellten den Führerschein der 73-Jährigen sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen sie ein. (weit)