Impfzentrum schließt bald

Das Impfzentrum Wuppertal wird zum 19. September geschlossen.

Alle Leute, die jetzt ihre Erstimpfung im Impfzentrum erhalten, bekommen ihre Zweitimpfung bei ihrem Hausarzt oder in einer anderen Arztpraxis. Eine Liste der Praxen, die Zweitimpfungen anbieten, bekommen die Betroffenen im Impfzentrum.

Die Zweitimpfung sollte drei bis vier Wochen nach der Erstimpfung erfolgen.

Wer nicht die Möglichkeit hat, für die Zweitimpfung in eine der Arztpraxen zu kommen, kann sich per Mail an die Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein wenden. Unter kreis.wuppertal@kvno.de gibt es Informationen zum weiteren Vorgehen.

Außerdem bleibt das Impfzentrum am Donnerstag 2. September außerplanmäßig geschlossen. Impfungen sind ab Freitag, 3. September, um 14 Uhr wieder möglich.

Ruth Bader Ginsburg: Feministin am Supreme Court

Vortragsreihe „Starke jüdische Frauen“ ab 3. September wieder analog im VHS-Forum

Die „Starken jüdische Frauen“ kehren ins VHS-Forum zurück: Die Vortragsreihe der Journalistin Stefanie Mergehenn im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und mit freundlicher Unterstützung der Solinger Gleichstellungsstelle findet ab dem 3. September wieder als Präsenzveranstaltung statt. An diesem Freitag geht es um 15 Uhr an der Mummstraße 10 um Ruth Bader Ginsburg, die links-liberale Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Bis zu ihrem Tod vor einem Jahr hat sie US-Präsident Donald Trump und vielen weiteren Männern Paroli geboten. Geboren 1933 in Brooklyn, New York City, wurde die jüdische Feministin als erste weibliche Richterin 1993 an den Supreme Court berufen. Mit ihrem Mann Martin Ginsburg hatte sie  Rechtswissenschaften in Harvard studiert, wo sie in den Fünfzigern als eine von neun Frauen unter 500 Kommilitonen stark diskriminiert wurde. Das Thema der Geschlechtergerechtigkeit wurde später zu einem Hauptthema ihrer juristischen Arbeit. In der Öffentlichkeit gewann „Notorious RBG“ in ihren letzten Lebensjahren als moralischer Kompass und Kultfigur enorme Popularität.

Der Eintritt ist frei. Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. In Solingen gilt zudem seit dem 26. Juli wieder die 3-G-Regel. Auch aus diesem Grund ist eine vorherige Anmeldung erforderlich bei der Bergischen Volkshochschule (www.bvhs.de) unter Angabe der Kursnummer 11-8117s@221, per Mail an Heinz-Werner.Wuerzler@bergische-vhs.de oder telefonisch unter 0212 / 290-3265 bzw. 290-3255.

Jusos: Vorstandswahlen in Die Welle

Die Remscheider Jusos laden für Samstag, 4. September 2021 um 17 Uhr zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahlen ein. Die Versammlung findet im Jugendzentrum „Die Welle“, Wallstraße 54 am Rande der Lenneper Altstadt ein.

Der Juso-Vorsitzende Burhan Türken wird sich nicht erneut als Vorsitzender bewerben. „Seit 2018 bin ich im Vorstand der Jusos Remscheid und seit 2019 Vorsitzender. Wir haben gemeinsam viele Themen angepackt und viele junge Menschen für die Jusos begeistern können. Nun ist es an der Zeit, den Weg für neue Köpfe frei zu machen“, so Türken, der seit der Kommunalwahl vom vergangenen Herbst direkt gewähltes Mitglied im Rat der Stadt Remscheid ist.

Die Jusos freue sich, dass Vertreter mehrerer Jugendorganisationen angekündigt haben, als Gäste an der Jahreshauptversammlung der Jusos teilzunehmen. Man habe in den vergangenen Jahren viele Netzwerke geknüpft, um gemeinsam mehr für die Jugend in Remscheid bewegen zu können. „Ich bin mir sicher, dass auch der neue Juso-Vorstand diesen Weg weitergeht“, so Türken.

Die Remscheider Jusos setzen sich intensiv mit dem Überlebensthema Klimaschutz auseinander. „Wir haben den Anspruch, ein gesellschaftlich tragbares Konzept zu entwickeln, das alle Menschen mitnimmt und keine Gruppe gegen die andere ausspielt. Wir wollen radikalen Klimaschutz und sozialen Ausgleich gleichermaßen verwirklichen. Einen Klimaschutz, aus dem sich ökonomisch starke Gruppen freikaufen können, ist sozial spalterisch und wird von uns entschieden abgelehnt!“, so der stv. Vorsitzende der Remscheider Jusos, Daniel Pilz. Weitere Themen, mit denen man sich auf der Jahreshauptversammlung sowie im kommenden Jahr beschäftigen möchte, sind zukunftsfähige Mobilität und faire Ausbildungsvergütung.

Anmerkung

Bei den Jusos können alle Jugendlichen mitmachen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Trauer um Schauspielerin Heide Keller

Das ZDF trauert um die Schauspielerin Heide Keller, die am Freitag, 27. August 2021, im Alter von 81 Jahren gestorben ist.

Beatrice (Heide Keller) feierte ihr 30jähriges Dienstjubiläum an Bord der MS Deutschland. © ZDF / Dirk Bartling
Beatrice (Heide Keller) feierte ihr 30jähriges Dienstjubiläum an Bord der MS Deutschland. © ZDF / Dirk Bartling

„Heide Keller hat Fernsehgeschichte geschrieben. In der Rolle der Chefhostess Beatrice war sie 38 Jahre lang der gute Geist an Bord des ‚Traumschiffs‘ – ein Rekord. So lange verkörperte noch keine Schauspielerin eine vergleichbare Serienrolle. Dabei schrieb sie selbst auch am Drehbuch mit, entwickelte ihre Figur weiter und machte sie zu einer deutschen Kultfigur. Sie wird uns sehr fehlen“, so Heike Hempel, Stellvertretende ZDF-Programmdirektorin und Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II. 

Ab der ersten Folge beim Traumschiff dabei

Heide Keller spielte die Chefhostess Beatrice ab Folge eins im Jahr 1981 und prägte damit auf besondere Art die ZDF-Erfolgsserie „Das Traumschiff“. Mit ihrer wunderbaren Ausstrahlung und ihrer herzlichen Art schenkte sie dem Publikum glanzvolle Fernsehabende und bereicherte die Kolleginnen und Kollegen hinter der Kamera, die mit ihr arbeiteten. 

Heide Keller, am 15. Oktober 1939 in Düsseldorf geboren, spielte nach abgeschlossener Schauspielausbildung auf verschiedenen deutschen Theaterbühnen, ehe sie ihren Platz im Fernsehen und damit auch im ZDF fand. Ihren letzten Auftritt auf dem „Traumschiff“ hatte sie 2018 in der 80. Folge des Traumschiffs „Los Angeles“. Aus Anlass ihres Todes sendet das ZDF heute um 0.25 Uhr eine Wiederholung dieser Folge. Im Anschluss um 1.55 Uhr gibt die Doku „Das Traumschiff – Spezial“ Einblicke in die Dreharbeiten und schaut hinter die Kulissen. Am Samstag, 4. September 2021, 13.35 Uhr, ist die Folge „Chile“ im ZDF zu sehen. In der ZDFmediathek stehen neben der letzten „Traumschiff“-Folge mit Heide Keller auch die allererste Folge „Karibik“ sowie „Chile“ und weitere zum Abruf bereit. 

"Das Traumschiff: Uruguay": Beatrice (Heide Keller) hat sich bei Kapitän Burger (Sascha Hehn) und Dr. Sander (Nick Wilder) eingehakt. Zusammen mit Oskar Schifferle (Harald Schmidt) stehen sie an Deck des Schiffs und lächeln in die Kamera. © ZDF / Dirk Bartling
„Das Traumschiff: Uruguay“: Beatrice (Heide Keller) hat sich bei Kapitän Burger (Sascha Hehn) und Dr. Sander (Nick Wilder) eingehakt. Zusammen mit Oskar Schifferle (Harald Schmidt) stehen sie an Deck des Schiffs und lächeln in die Kamera. © ZDF / Dirk Bartling

Beiträge in der ZDF-Mediathek

Alkohol: Gleich zwei Unfälle

Bei zwei Verkehrsunfällen am vergangenen Wochenende waren die Unfallverusacher deutlich alkoholisiert.

In Waldbröl-Diezenkausen war gegen 17 Uhr am Sonntag (29. August) eine 22-jährige Autofahrerin aus Waldbröl auf der Landstraße 339 in einer Kurve auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs geraten. Ein entgegenkommender, 31-jähriger VW Bulli- Fahrer konnte mit einem Ausweichmanöver eine frontale Kollision verhindern. Der Wagen der 22-Jährigen traf aber mit so großer Wucht in den Fahrerseite des VW Bulli, dass das Hinterrad abriss. Anschließend drehte sich der Bulli um etwa 180 Grad und kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Beide Beteiligten erlitten durch den Unfall leichte Verletzungen. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellte die Polizei eine starke Alkoholfahne bei der 22-Jährigen fest. Nachdem ein Alkoholvortest einen Wert von über zwei Promille anzeigte, veranlasste die Polizei eine Blutprobenentnahme und stellte den Führerschein sicher.

Mit über drei Promille noch deutlich darüber lag der angezeigte Wert bei einem 59-Jährigen aus Wiehl, der gegen 18.10 Uhr am Samstagabend auf der Zirrer Straße eine Straßenlaterne gerammt hatte. Obwohl an seinem Auto erheblicher Schaden entstand und ein Reifen die Luft verloren hatte, setzte der Mann seine Fahrt fort. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnte der Fahrzeughalter wenig später von der Polizei in seinem Fahrzeug sitzend an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Auch hier erfolgte eine Blutprobenentnahme.

Bürgerservice erweitert Angebot

Der Bürgerservice der Stadt Remscheid erweitert ab 01.09.2021 das Dienstleistungs-Angebot.

Infotheke Bürgerservice

Zu folgenden Öffnungszeiten wird die Infotheke Bürgerservice im Dienstleistungszentrum Elberfelder Straße ab dem 01.09.2021 wieder ein begrenztes Angebot an terminlosen Dienstleistungen freigeben: Mo – Do: 8:30 Uhr – 12:30 Uhr und Fr: 8:30 Uhr – 12:00 Uhr

Das Ziehen eines Tickets am Ticket-Automat ist für Leistungen der Infotheke nicht erforderlich.

Was wird angeboten?

  • Führungszeugnis
  • Meldebescheinigung
  • Lebensbescheinigung
  • Beglaubigung
  • UB-Scheine
  • Abmeldung ins Ausland
  • Ausstellung neuer Adressaufkleber für den BPA oder eAT (wenn beschädigt oder unleserlich)
  • Verlängerung eines Schwerbehindertenausweises (bei „alten“ Ausweisen, in denen noch ein Verlängerungsfeld frei ist)
  • Verkauf von amtlichen Müllsäcken
  • Aushändigung von Formularen

Kfz-Zulassungsstelle

Ebenfalls wird es ab dem 01.09.2021 wieder einen Schnellschalter für kurzfristige KFZ-Angelegenheiten geben. Hierfür ist im Erdgeschoss am Ticket-Automaten eine entsprechende Wartemarke zu ziehen! Die Tickets werden dann im Großraumbüro (Raum 105) aufgerufen.

Was wird angeboten?

  • Abmeldung (oder Außerbetriebsetzung, max. 5 Stück)
  • Kurzzeitkennzeichen (max. 2 Stück)
  • Reparatur-Kennzeichen (beschädigte Kennzeichen/Siegel)
  • Feinstaubplakette und/oder 100er Plakette
  • Korrektur Fahrzeugpapiere (nach Umzug oder Änderung des Namens)

Auch hier gelten die Öffnungszeiten: Mo – Do: 8:30 Uhr – 12:30 Uhr und Fr: 8:30 Uhr – 12:00 Uhr.

Für alle anderen Anliegen im Melde- und Kfz-Wesen sind zwingend online oder telefonisch Termine unter folgenden Kontaktdaten zu vereinbaren:

Termine buchen | Stadt Remscheid

Telefon: 02191/16 00

Abholung von Dokumenten

Weiterhin terminlos wird die Abholung von Dokumenten sein. Die Öffnungszeiten der terminlosen Abholung sind:

  • Montag: 8 – 12 Uhr
  • Dienstag: 8 – 12 und 14 – 17:30 Uhr
  • Mittwoch: 8 – 12 Uhr
  • Donnerstag: 8 – 12 Uhr
  • Freitag: 8 – 12 Uhr

Die Lieferung der Pin-Briefe seitens der Bundesdruckerei verzögert sich derzeit. Bitte holen Sie Ihren Ausweis erst nach Erhalt des Pin-Briefes ab. Bei Fragen oder Dringlichkeiten ist je nach Anliegen eine E-Mail an eine der folgenden E-Mail-Adressen zu senden:

Weiterhin sind natürlich zwingend die bestehenden Abstands- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Vorsprache nur mit einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Maske. Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m.

Löffelfest: Zwei faire Suppenrezepte

Eine Stärkung bei einem gemeinsamen Mahl gehört zur Pilgerkultur. Man kommt ins Gespräch, tauscht die Erlebnisse des Tages aus, lernt sich und den anderen (neu) kennen. Solche Gemeinschaft im „Antlitz des anderen“ soll mit dem Lenneper Löffelfest der katholischen Kirchengemeinde St. Bonaventura und der Lenneper Pilgerfreunde auf dem Alter Markt gefeiert werden.

Um die Förderung dessen bemüht sich auch die Fairtrade-Town Remscheid, die sich mit zwei fairen Suppen am Fest beteiligt. Fair, weil es den Großteil der Zutaten aus fairem Handel gibt, die im Flair-Weltladen in Lüttringhausen gekauft werden können.

Der Flair-Weltladen befindet sich in der Gertenbachstraße 17 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen: www.flair-weltladen.de

Tomate-Kokos

Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
  • 800g geschälte Tomaten (aus der Dose, bei frischen Tomaten mindestens 1kg gut durchgereifte Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 40ml Balsamico-Essig
  • 50ml Olivenöl
  • 25g Salz
  • 1 TL Thymian, 1 TL Oregano

Zubereitung

Mit Dosen-Tomaten: Die geschälten Bio-Tomaten aus der Dose inklusive der Flüssigkeit in einen Topf geben.

Mit frischen Tomaten: Frische Tomaten sind in der Regel nicht so lange gereift wie Bio-Dosentomaten, also unbedingt auf eine hohe Reife achten. Dann die frischen Tomaten in kochendes Wasser geben und überbrühen, bis die Haut platz. Dann die Tomaten mit einem Messerchen häuten, je heißer die Tomaten sind, desto leichter lässt sich die Haut lösen.

Die Zwiebel grob schneiden und mit dem Olivenöl, dem Balsamico-Essig, Salz, Thymian, Oregano und der Kokosmilch zu den Tomaten in den Topf geben und alles zusammen bei kleiner Flamme mindestens zwei Stunden köcheln lassen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Als Croûtons eignen sich sehr gut die Bio Popquins Classic von der GEPA, das ist ein süßlicher Reis-Quinoa-Snack, etwas knusprig. Wer es schärfer mag: Es gibt von der GEPA auch eine Bio-Kokosmilch mit Chili, ansonsten mit Sambal Oelek würzen. Die Suppe ist vegan.

Fazit: Eine vegane Tomatensuppe, die im Sommer auch kalt schmeckt. Die Zubereitung ist sehr einfach, aber die lange Kochzeit ist wichtig, damit sich die Aromen der Kräuter voll entfalten können. Die Suppe ist ohen Geschmacksverstärker und ohne Zuckerzusatz.

Linsen-Kokos-Curry

Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
  • 1,3l Brühe (entweder Brühe in Pulverform nach Anleitung oder selbstgekocht aus Wirsing, Zwiebel, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Salz)
  • 250g rote Linsen von El Puente
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 2 EL Curry

Zubereitung

Entweder frische Gemüsebrühe ansetzen oder Brühe mit Pulver nach Anleitung anrühren. Die roten Linsen, das Curry und die Kokosmilch zugeben. Auch hier der Hinweis auf die Bio-Kokosmilch mit Chili von der GEPA, wer es schärfer mag. Gemeinsam köcheln lassen und immer wieder mal umrühren, da sich die Linsen gerne am Boden absetzen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Zu der Suppe passen geröstete Sesamkörner, aber auch kleinste Hackbällchen, die mit Salz und Curry gewürzt sind, können in der heißen Suppe gegart werden. Ohne Hackfleisch ist die Suppe vegan.

Fazit: Wenn man die Brühe nicht selber kocht, kann man diese Suppe sehr schnell herstellen. Wer sie breiiger mag, nimmt weniger Flüssigkeit, lässt länger köcheln oder benutzt mehr Linsen.

Mitmachen: Kinderchorprojekt mir Ritter Rost

Obwohl das Projekt schon begonnen hat, werden noch Kinder gesucht, die gerne beim Lenneper Kinderchorprojekt mitmachen wollen.

Geprobt wird immer am Donnerstag um 16 Uhr (Musikgarten, 4 bis 6 Jahre) und um 16.30 Uhr (Schulkinder, 7 bis 10 Jahre) im Gemeindehaus Hardtstraße 14 in Lennep.

Besonderer Gast: Jörg Hilbert

Jörg Hilbert mit Ritter Rost. Foto: Ellen Bischke
Jörg Hilbert mit Ritter Rost. Foto: Ellen Bischke

Als Special Guest ist der Erfinder von Ritter Rost, Jörg Hilbert, eingeladen, um gemeinsam am 22. Januar 2022 in der Lenneper Stadtkirche den Ritter Rost zu lesen, während der Kinderchor dazu die Musik machen wird. Wer neugierig ist, kommt einfach mal zu einer Probe vorbei. Und bringt gerne auch Freundinnen und Freunde mit. Die Leitung hat Hae Min Geßner: (01 76) 32 81 02 64.

Reinschauen und reinhören

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Lieder gibt es hier aus dem Weihnachts-Video-Projekt:

Jüdisches Leben in Lüttringhausen

Im Rahmen eines Spazierganges am Sonntagnachmittag erklärten Günter Urspruch, Pfarrerin Kristiane Voll sowie Pfarrer Uwe Leicht mehr als 30 Interessierten die Belege für jüdisches Leben im Dorf.

Seit nunmehr 1700 Jahren ist jüdisches Leben in Deutschland dokumentiert. Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt und legte darin fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie der Stadtverwaltung Kölns bekleiden durften und sollten.

Pfarrer Uwe Leicht berichtet über die Geschichte der beiden ehemaligen jüdischen Patient*innen. Foto: Peter Klohs
Pfarrer Uwe Leicht berichtet über die Geschichte der beiden ehemaligen jüdischen Patient*innen. Foto: Peter Klohs

Im Bergischen Städtedreieck konzentrierte sich das jüdische Leben seit jeher auf die Städte Solingen und ganz besonders auf Wuppertal. In Remscheid waren nie viele Menschen jüdischen Glaubens ansässig. Günter Urspruch, profunder Kenner der jüngeren Geschichte zwischen Wuppertal-Ronsdorf und Lennep, weiß den Grund. „Juden haben immer Handel getrieben“, berichtet er. „Da bot sich als Lebensmittelpunkt eher Wuppertal an. Hier in Remscheid, in einer Stadt mit Schwerindustrie, fanden die Juden keine Lebensgrundlage. Und die Wenigen, die hier gelebt haben, sind schlicht aus wirtschaftlichen Gründen wieder weggezogen.“

Auch in Lüttringhausen haben wenige Juden gelebt, und entsprechend spärlich sind die Zeugnisse ihres Lebens. In einem einstündigen Gang durch das Dorf kann man sie alle bequem an einem Nachmittag besuchen.

Und überall Naziverbrechen…

Pfarrer Uwe Leicht erklärt auf dem Gelände des Tannenhofs, wo der Gedenkstein für die beiden ehemaligen jüdischen Patienten ist. Foto: Peter Klohs
Pfarrer Uwe Leicht erklärt auf dem Gelände des Tannenhofs, wo der Gedenkstein für die beiden ehemaligen jüdischen Patienten ist. Foto: Peter Klohs

Auf dem Gelände der evangelischen Stiftung Tannenhof wurde in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Gedenkstein errichtet, der auf dem Friedhof der Stiftung steht. Der Stein erinnert an zwei ehemalige Patient*innen des Tannenhofs, an Ilse Gutmann und Siegfried Marienthal, zwei jüdische Menschen, deren Geschichte tragisch ist. Im Jahre 1941 drohte die Finanzdirektion Düsseldorf-Nord der Stiftung Tannenhof mit Aberkennung der Gemeinnützigkeit, wenn Menschen, die nicht der evangelischen Kirche angehörten, behandelt würden. Die damalige Leitung der Stiftung gab dem Druck nach und entließ die beiden jüdischen Patienten, die einen Tag nach ihrer Entlassung in Hadamar nahe Limburg ermordet wurden. Im Jahre 2006 wurden am Eingang zur Verwaltung zwei Stolpersteine zum Andenken an sie verlegt.

Die Stolpersteine für Else Gutmann und Siegfried Marienthal vor der Verwaltung der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid-Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Die Stolpersteine für Else Gutmann und Siegfried Marienthal vor der Verwaltung der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid-Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Auf dem Weg vom Tannenhof in Richtung Dorfmitte kommt man an den Häusern Remscheider Straße 8 und 10 vorbei, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der jüdischen Familie Löwenthal gekauft wurden. 1845 wurden sie an die Familie Kotthaus verkauft, die auch heute noch in Lüttringhausen lebt.

Ermordet wegen Homosexualität

Weitere Stolpersteine kann man in Lüttringhausen finden. Vor dem Haus Richard-Pick-Straße 10 erinnert ein Stein an Hans Hagen, der 1938 wegen Verstoßes gegen den ehemaligen §175 verhaftet und 1941 in Sachsenhausen ermordet wurde. 1945 wurde ebenso in Sachsenhausen der ehemalige Ratsherr Hermann Schmidt umgebracht, dessen Stolperstein an der Kreuzbergstraße 15 zu besuchen ist. In der Barmer Straße 22 liegen vier Steine, die an das Schicksal der Familie Julius und Klementine Winter und deren zwei Kinder Gertrud und Hermann erinnern. Julius starb in Theresienstadt, Klementine in Auschwitz, die beiden Kinder in Lodz.

Ein weiteres sichtbares Zeichen für jüdisches Leben in Lüttringhausen ist der „Jüdische Friedhof“ in Lüttringhausen. Die kleine Parzelle ist eigentlich die Familiengrabstätte der Familie Löwenthal. Nach jüdischem Glauben darf eine Grabstätte nicht mehrfach genutzt werden, so dass im Jahr 1906 dort keine Bestattungen mehr vorgenommen werden konnten. Die Grabstätte wurde 1939 von Lüttringhauser Nazis zerstört. Wie Günter Urspruch weiß, hielt sich jahrelang das Gerücht, Teile der Grabsteine würden in Gärten der Zerstörer liegen. Beweise dafür gab es allerdings nie. Im Jahr 1949 wurde die kleine Parzelle von der Stadt Remscheid wieder hergerichtet. Die Pflege der Grabstätte obliegt bis heute der Stadt. Wünschenswert wäre es, erklärt Urspruch, wenn vielleicht einmal eine Remscheider Straße nach der Familie Löwenthal benannt würde. Mehr Zeugnisse jüdischen Lebens sind in Lüttringhausen nicht vorhanden.

Abellio noch früher auf dem Abstellgleis – Zugbetreiber geht das Geld aus

Bei dem angeschlagenen Zugbetreiber Abellio wird das Geld offenbar immer knapper. Nach Informationen der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe) soll das Unternehmen nun noch früher als geplant einen Teil seiner Linien in Sachsen-Anhalt verlieren. Bisher war der Ausstieg für Ende 2024 geplant, acht Jahre vor dem ursprünglichen Vertragsende. Doch Abellio habe gar nicht die Mittel, um bis zu diesem Zeitpunkt weiterzufahren, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person dem Blatt. Daher solle der Ausstieg nun noch schneller erfolgen. Ein neuer Zeitpunkt ist noch nicht bekannt, die Verhandlungen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Nasa dauern an.

Abellio hatte Ende Juni Insolvenz beantragt, um seine verschiedenen Regionalgesellschaften, darunter die in Mitteldeutschland, sanieren zu können. Doch das erweist sich offenbar als schwieriger als gedacht, wie die Zeitung weiter schreibt: „Da ist gar nicht mehr so viel Liquidität vorhanden“, hieß es mit Blick auf die Regionaltochter Abellio Rail Mitteldeutschland in Verhandlungskreisen. Für einen Teil der Abellio-Linien bereitet die Nasa demnach nun eine Ausschreibung vor, um einen neuen Betreiber zu gewinnen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

ZDF-Politbarometer August II 2021

Laschet und die Union verlieren weiter deutlich / Sehr große Mehrheit hält Ausgang der Bundestagswahl noch für offen

Auch gut vier Wochen vor der Bundestagswahl ist die aktuelle politische Situation durch eine große Dynamik gekennzeichnet. Das gilt sowohl für das politische Spitzenpersonal als auch für die Stärke der einzelnen Parteien und die sich daraus ergebenden Koalitionsmöglichkeiten.

Wer kann Kanzler/in?

Der seit Wochen beobachtbare Einbruch bei den Werten von Armin Laschet und der Höhenflug von Olaf Scholz gehen weiter: Jetzt halten nur noch 25 Prozent (minus 3) Laschet für geeignet als Kanzler (nicht geeignet: 71 Prozent). Noch etwas geringer (22 Prozent; minus 1) ist der Anteil der Befragten, die Annalena Baerbock dafür als geeignet ansehen (nicht geeignet: 74 Prozent). 65 Prozent hingegen (plus 6) trauen inzwischen Olaf Scholz das Amt des Bundeskanzlers zu (nicht geeignet: 30 Prozent). Der Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden ist jeweils „weiß nicht“.

Am liebsten als Kanzler/in

Sehr deutlich ist inzwischen der Vorsprung von Olaf Scholz auch bei der K-Frage geworden: Am liebsten wäre 49 Prozent (plus 5) Olaf Scholz als Kanzler, gefolgt von Armin Laschet, für den sich nur noch 17 Prozent (minus 4) aussprechen. Unverändert 16 Prozent sind für Annalena Baerbock.

Projektion: Union verliert deutlich – SPD legt deutlich zu

Ein weiteres Mal gibt es bei der Projektion starke Veränderungen: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU nur noch auf 22 Prozent (minus 4), ihr schlechtester Projektionswert jemals im Politbarometer. Die SPD könnte mit 22 Prozent (plus 3) rechnen, ihr bestes Ergebnis seit fast vier Jahren. Die AfD käme auf 11 Prozent (unverändert), die FDP auf 10 Prozent (minus 1), die Linke auf 6 Prozent (minus 1), die Grünen auf 20 Prozent (plus 1), die Freien Wähler auf 3 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 6 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde.

Damit hätte keine Zweier-Koalition eine Mehrheit. Reichen würde es für eine Vielzahl von Dreier-Bündnissen, erstmals auch wieder für eine Regierung aus SPD, Grünen und Linken.

Ausgang der Bundestagswahl ist noch offen

Nach 80 Prozent Ende Juli und 85 Prozent Anfang August meinen jetzt 89 Prozent aller Befragten und Mehrheiten in allen parteipolitischen Lagern, dass es noch nicht klar ist, wer die Bundestagswahl gewinnen wird. Lediglich 10 Prozent halten das Rennen schon für entschieden.

Top Ten: Fast alle verlieren

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Angela Merkel weiterhin auf Platz eins mit einem Durchschnittswert von 2,3 (Aug. I: 2,5) auf der Skala von +5 bis -5. Es folgen mit deutlichem Abstand Olaf Scholz mit 1,5 (Aug. I: 1,4), Markus Söder mit 1,2 (Aug. I: 1,3), Robert Habeck mit 1,0 (Aug. I: 1,1) und Christian Lindner mit 0,0 (Aug. I: 0,2). Danach alle anderen im Negativbereich: Horst Seehofer mit minus 0,1 (Aug. I: 0,3), Heiko Maas mit minus 0,2 (Aug. I: 0,7) und damit mit den stärksten Einbußen von allen. Danach folgen Jens Spahn mit minus 0,2 (Aug. I: 0,3) und Annalena Baerbock mit minus 0,5 (Aug. I: minus 0,4). Neues Schlusslicht ist Armin Laschet mit deutlich verschlechterten minus 0,8 (Aug. I: minus 0,3).

Urteil über 20 Jahre Afghanistan-Einsatz

Geteilter Meinung sind die Befragten über den Militäreinsatz des Westens gegen die Taliban nach den Terroranschlägen von 2001. 43 Prozent halten dieses Engagement auch aus heutiger Sicht für grundsätzlich richtig. Ebenfalls 43 Prozent meinen, es war nicht richtig. Besonders kritisch sehen das die Anhängerinnen und Anhänger der Linken, der Freien Wähler und der AfD.

Dass Deutschland für die Rettung der Ortskräfte, also derjenigen, die in den letzten Jahren in Afghanistan für die Bundeswehr oder andere deutsche Einrichtungen gearbeitet haben, zu wenig tut, meinen 57 Prozent. Lediglich 7 Prozent sagen, es werde zu viel getan, 27 Prozent halten das für gerade richtig.

Aktuelle Corona-Maßnahmen

Trotz wieder ansteigender Infektionszahlen ist die Corona-Pandemie erstmals seit dem Frühjahr 2020 mit 34 Prozent nach dem Thema Umwelt- und Klimaschutz (40 Prozent) nur noch das zweitwichtigste Problem in Deutschland.

Die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen fallen für 58 Prozent (plus 2) gerade richtig aus, 19 Prozent (minus 4) fordern, dass die Maßnahmen härter ausfallen sollen, und ebenfalls 19 Prozent (plus 1) finden die Vorgaben übertrieben.

Vierte Welle und die Krankenhäuser

Sollte es jetzt in der vierten Corona-Welle wieder zu hohen Corona-Fallzahlen kommen, glauben 63 Prozent, dass es dann nicht zu so großen Belastungen in den Krankenhäusern kommen wird wie bei den letzten Wellen. 31 Prozent befürchten das dieses Mal aber auch.

Hintergrund

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 24. bis 26. August 2021 bei 1.300 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 3. September 2021. Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf https://forschungsgruppe.de.

Streifenwagen kollidiert mit Fußgängerin

Bei einem Verkehrsunfall in Remscheid wurde am Mittwochnachmittag (25.08.2021) eine junge Wuppertalerin schwer verletzt.

Nach ersten Ermittlungen befuhr gegen 16.10 Uhr ein Streifenwagen der Wuppertaler Polizei mit eingeschaltetem blauem Blinklicht und Einsatzhorn die Freiheitstraße. Die Beamten befanden sich auf der Anfahrt zu einem Verkehrsunfall mit Verletzten.

An der Fußgängerfurt am Willy-Brandt-Platz beabsichtigte die 20jährige Fußgängerin die Straße bei der für sie grünlichtzeigenden Ampel zu überqueren. Dabei telefonierte die Frau nach Angaben von Zeugen und ihren eigenen Angaben mit ihrem Smartphone. Während andere Fußgänger stehenblieben, um die Beamten passieren zu lassen, bemerkte die Fußgängerin den Streifenwagen offensichtlich nicht.

Der Fahrzeugführer des Streifenwagens konnte sofort reagieren, leitete eine Notbremsung ein und wich nach rechts aus. Aber auch die Fußgängerin wich plötzlich in die gleiche Richtung rückwärts aus. Es kam zum Zusammenstoß der Fußgängerin mit dem Streifenwagen. Die 20-Jährige wurde durch den Notarzt und Rettungsdienst erstversorgt. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es kam zu leichten Verkehrsstörungen im innerstädtischen Bereich. Aus Neutralitätsgründen hat das Verkehrskommissariat der Hagener Polizei die Ermittlungen aufgenommen. (sch)

Zwei Verletzte bei Unfall in Solingen

An der Einmündung Wittkuller Straße und Böcklinstraße kam es gestern (26.08.2021, gegen 13:45 Uhr) zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen und zwei verletzten Personen.

Eine 33-jährige Fahrerin eines Minis befuhr die Böcklinstraße und beabsichtigte die Wittkuller Straße zu überqueren, um in der Folge in eine Zufahrt einzubiegen. Beim Einfahren in die Wittkuller Straße kollidierte sie mit dem VW Golf eines 47-jährigen Solingers, der auf der Wittkuller Straße in Richtung Stübbener Straße unterwegs war.

Durch den Zusammenstoß schleuderte der Mini gegen einen am Fahrbahnrand geparkten Mercedes und kam dort zum Stehen.

Die Mini-Fahrerin erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Golf wurde leicht verletzt.

An allen drei Fahrzeugen entstand Sachschaden von mehreren tausend Euro.

Für die Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle musste die Wittkuller Straße für über eine Stunde komplett gesperrt werden. (weit)

012: Der Kulturprofi – Sven Graf

Sven Graf, der künstlerische Leiter vom Teo Otto Theater, ist Gast in Steph Hoffmanns Podcast Kultur untereinander. Persönliche Geheimnisse und Anekdoten aus seiner frühesten Kindheit gibt er nicht preis, aber er erzählt begeisternd aus seinem beruflichen Leben und erklärt was ihn dabei antreibt und warum er den pädagogischen Zeigefinger gar nicht erst zulässt. Sein Ziel: Alle Menschen sind eingeladen und sollen sich willkommen fühlen. 

Die Kasse vom Teo Otto Theater öffnet wieder, und da Abba glücklich macht, werden viele Menschen an die Kasse strömen. Außerdem ist Glücklichmachen zum aktuellen Zeitpunkt ja auch einfach ein positives Zeichen. Dazu beitragen soll auch „Teos Theater Card“, die man für einmalig 15 Euro an der Kasse erhält und ab dann 25% für bis zwei Tickets sparen kann, auf die allermeisten Vorstellungen. Was an der Theaterkasse auch glücklich machen kann: Devotionalien wie der tollen Schirm und Kühlschrankmagnete vom Theater. Und wer trotzdem noch Ideen braucht, was man so im Theater genießen sollte: Im Almanach gibt es seit der letzten Spielzeit Spoilerzeilen, die verraten worum es geht.

Theater ist für alle Menschen

„Junges Theater, nee, da muss ich ja nicht hin“, hörte Graf nämlich oft von älteren Stammzuschauenden. Es waren nämlich viele großartige Produktionen im Almanach unter „Junges Theater“ und wurden dann einfach pauschal überblättert. Daher wurden die Genres nun auch etwas verändert. Junges Theater heißt in Remscheids Guter Stube einfach „Theater für jedes Alter, bei denen die Stücke nicht uralt und klassisch sind.“

Graf fährt auch gerne selbst herum, um neue Produktionen anzuschauen und achtet dabei auch auf die Dinge, auf die Teo Otto geachtet hätte. Persönlicher Geschmack spielt dabei keine zu große Rolle, er achtet da eher auf das richtige Handwerkszeug. Und da er nun seine erste richtige eigene Spielzeit im Teo Otto Theater vorbereitet, ist er aufgeregter als sonst. Aber es gibt auch Formate, die es ohne Corona nicht gegeben hätte, diese finden sich im Youtube-Kanal vom Teo Otto Theater. Da heißt es etwa Sehbuch statt Hörbuch und auch ein australischer Tanzfilm wurde dort sehr erfolgreich gezeigt.

Probiert mal in verschiedenen Welten zu leben

„Lasst uns doch mal probieren in verschiedenen Welten zu leben. Geht ins Theater und lernt verschiedene Welten kennen.“ Propagiert Graf, und Steph Hoffmann, Dauergästin im Theater, stimmt deutlich zu. Sie möchte Schwellenängste um das Theater abbauen. Darum versucht Graf eine möglichst große Bandbreite abdecken, um vielen Menschen Freude zu bereiten. Es ist schon eine positive Werbung für Theaterbesuche, nicht nur in Remscheid, es gibt überall Theater zu erleben und neue Welten zu entdecken. Wie etwa die Welt nach dem GAU in „Die Kinder“. Es kommt bereits im Oktober und ist mit Marion Kracht, Mathieu Carrière und Marion Martienzen prominent besetzt. Der Super-Gau führt durch die gedankliche Verbindung zu den Darstellenden zu Selbstreflexion. Große Empfehlung.

Fazit: Berlin ist auf Sand gebaut. Man darf mit dem Teo Otto Theater auch ein Stück Selbstbewusstsein besitzen. Wir müssen uns nicht verstecken, auch ohne eigenes Ensemble. Und dann bleibt noch das herzliche Lachen im Ohr, als Sven Graf erzählt, wie er Sven Ratzke mit seiner Bowie Show zum ersten Mal sah. Köstlich.