VW wirbt mit Falschbehauptungen: Verbraucheranwaltskanzlei verlangt Unterlassungserklärung

Die auf den Dieselskandal spezialisierte Anwaltskanzlei KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ hat die Volkswagen AG aufgefordert, unwahre Aussagen über den Motor EA288 auf einer durch die VW AG betriebenen Internetseite zu unterlassen.

Der Konzern gerät im Angesicht einer neuen Klagewelle beim EA288 anscheinend in Panik. Anders lässt sich die hilflos anmutende Werbeaktion nicht erklären, mit der die Volkswagen AG versucht, betroffene Kunden mit dem Motor EA288 von Klagen abzuhalten. Die Internetseite unter dem Titel „Warum sich EA288-Klagen nicht lohnen“, gepaart mit teuren Werbeanzeigen bei großen Suchmaschinen, soll die eigenen Kunden verunsichern – und davon abhalten, sich anwaltlich beraten zu lassen.

Auf diese plumpe Aktion der Volkswagen AG reagierte Rechtsanwalt Ilja Ruvinskij, Partner bei KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ, jetzt mit einer Abmahnung in Verbindung mit einer Unterlassungserklärung: VW muss es unterlassen, zu behaupten, die Oberlandesgerichte weisen Klagen zu Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA288 daher ab und/oder Klägeranwälte verlieren ihre Prozesse zu 99 %.

Sollte die Volkswagen AG sich hinsichtlich der weiteren unwahren Aussagen weigern, die Werbemaßnahme zu unterlassen, drohen weitere rechtliche Schritte, im Interesse des Verbraucherschutzes.

Die Abmahnung hatte bereits zur Folge, dass die Volkswagen AG die Behauptung, Klägeranwälte verlieren ihre Prozesse zu 99 %, zurückgenommen hat. Hier zeigt sich, dass die Abmahnung nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes konsequent, sondern auch nach Auffassung der Volkswagen AG berechtigt war.

„Volkswagen stellt Behauptungen in den Raum, die nicht der Wahrheit entsprechen.“ Rechtsanwalt Ilja Ruvinskij erklärt, was hinter der Unterlassungserklärung steckt: So wird auf der Webseite etwa behauptet, dass Klagen wegen des Motors EA288 vor Oberlandesgerichten stets abgewiesen würden. Im Gegenteil kassierte die Volkswagen AG am 19.02.2021 vor dem OLG Köln zum Aktenzeichen 19 U 151/20 eine Niederlage. „Die Anwälte von VW sind zum Prozess nicht erschienen, vermutlich aus taktischen Gründen“, so Ilja Ruvinskij. „Diese Klage wurde definitiv nicht abgewiesen, damit ist die Aussage von VW nachweislich falsch.“

Da die Werbeaktion unzählige betroffene Kunden der Volkswagen AG davon abhalten könnte, ihr Recht auf Schadensersatz anwaltlich prüfen zu lassen und ggf. auf dem Klageweg geltend zu machen, forderte er die Volkswagen AG auf, die unwahren Aussagen zu unterlassen – spätestens bis zum 5. März 12:00 Uhr.

Sollte die Volkswagen AG sich hinsichtlich der weiteren unwahren Aussagen weigern, die Werbemaßnahme zu unterlassen, drohen weitere rechtliche Schritte, im Interesse des Verbraucherschutzes.

„Schwerwiegender als jede Geldsumme ist bereits das Eingeständnis seitens VW, dass man schlichtweg unwahre Aussagen verbreitet hat“, so Ilja Ruvinskij.

Warum sich EA288-Klagen doch lohnen

Die gesamte Werbemaßnahme beruht auf der Aussage, der Motor EA288 als Nachfolger des „Skandalmotors“ EA189 habe keine illegale Abschalteinrichtung. Doch vor etlichen Landgerichten häufen sich mittlerweile die Urteile, die entweder VW genau deswegen verurteilen oder weitere Aufklärung in Form von sogenannten Beweisbeschlüssen verlangen.

Denn immer mehr spricht dafür, dass der EA288 eine gezielt zur Manipulation des Standard-Abgastests NEFZ entwickelte Abschalteinrichtung enthält. Dies geht aus einer VW-internen „Applikationsrichtline“ für den Motor EA288 hervor.

VW behilft sich weiterhin mit dem Argument, es handele sich zwar um Abschalteinrichtungen, diese seien jedoch zum Schutz des Motors notwendig und daher legal. Auch dieses Argument verfängt nicht, denn wie der Europäische Gerichtshof kürzlich entschied, kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, dass die Abgasreinigung die meiste Zeit deaktiviert ist. „Aus dem Fiasko um den Motor EA189 scheint VW nicht gelernt zu haben“, folgert Ilja Ruvinskij.

Das können VW-Kunden tun

„Bereits beim Motor EA189 hat VW versucht, die Karte der Verjährung zu spielen. Hinzu kommt: je länger ein Kunde mit der Klage wartet, desto geringer könnte sein Anspruch ausfallen – aufgrund einer Nutzungsentschädigung für gefahrene Kilometer.“, so Ilja Ruvinskij. Genau diese Strategie könnte auch hinter der Werbemaßnahme der Volkswagen AG zum EA288 stecken.

Daher sollten VW-Kunden nicht abwarten, sondern ihre Ansprüche anwaltlich prüfen lassen. Viele Kanzleien wie etwa KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ bieten eine kostenlose Erstberatung an, so dass man schnell Klarheit über seine Erfolgsaussichten beim EA288 bekommt.

Quelle: KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei

Weltfrauentag 2021: Von echter Gleichberechtigung noch weit entfernt

Heute, am 8. März, ist Weltfrauentag. Seit über 100 Jahren wird er gefeiert und an diesem Weltfrauentag demonstrieren weltweit Frauen für die Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen.

Zum ersten Mal forderten am 19. März 1911 mehr als eine Million Menschen in Deutschland, Österreich, Ungarn, Dänemark und der Schweiz, dass Frauen Ämter bekleiden und wählen dürfen. „Der Europäische Gewerkschaftsbund hat im Oktober 2020 eine Studie vorgelegt, wonach es EU-weit noch 84 Jahre dauern würde bis Frauen und Männer gleich verdienen und in Deutschland sogar 101 Jahre wenn keine Gegenmaßnahmen, ergriffen werden.

Wir GRÜNE fordern einen Masterplan „Geschlechtergerechtigkeit“. JETZT und nicht erst in 100Jahren!

  • bessere Löhne in frauendominierten Berufen
  • gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Bessere Aufstieg- und Bildungmöglichkeiten
  • mehr Frauen in Führungspositionen
  • eine geschlechtergerechte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit, damit Frauen nicht in ihre Traditionsrolle coronabedingt zurückkehren müssen, weil die Männer besser verdienen.
  • umfassenden Schutz für Frauen vor häuslicher Gewalt sowie bessere Unterbringung in Notsituation

Quelle: Grüne Remscheid – Sabine Yündem und Sascha Koch

AsF: „Ohne uns Frauen läuft nichts!“

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Remscheid zeigt mit Bannern „Flagge“ zum Internationalen Frauentag am 08. März  2021

Dieses Jahr jährt sich der Internationale Frauentag zum 110. Mal. Der Kampf für die „Befreiung der Frau“ und somit für die „Befreiung der Gesellschaft“ ist aktuell wie nie.

In der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig die Arbeit von Frauen ist

„Ohne uns Frauen läuft nichts“ ist dieses Jahr das Motto der Remscheider Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen für den Internationalen Frauentag. An verschiedenen Stellen in der Stadt hat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) der Remscheider SPD Banner mit diesem Motto aufgehängt.

In der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig die Arbeit von Frauen ist – und gleichzeitig auch, wie wenig weibliche Arbeit in vielen Bereichen wertgeschätzt wird. Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Altenpflege ist erst kürzlich am Widerstand der „Caritas“ gescheitert.

„Wir werden uns weiter für Frauen und Frauenrechte einsetzen.“

Dr. GErhilt Dietrich, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF)

Corona entblößt die Schwächen im System – wieder zahlen überwiegend Frauen ungefragt die Zeche in einer Krise, wieder einmal wird für weibliche Arbeit applaudiert, aber nicht ausreichend mit Geldscheinen geraschelt. „Ohne uns Frauen läuft nichts“ bedeutet aber auch, dass Frauen nicht alles hinnehmen. „Wir werden uns weiter für Frauen und Frauenrechte einsetzen. Mit unserer Banneraktion wollen wir hierfür ein Zeichen setzen. Und uns nächstes Jahr zum Internationalen Frauentag wieder mit Präsenzveranstaltungen für Frauen und Frauenrechte einsetzen“, so die Vorsitzende der AsF in Remscheid, Dr. Gerhilt Dietrich.

Quelle: SPD Remscheid

Internationaler Frauentag am 8. März: Wann, wenn nicht jetzt!

Die Corona-Pandemie hat das Leben in Deutschland und in der Welt grundlegend verändert. Vor allem Frauen sind die Leidtragenden: Sie sind es, die bis an ihre Belastungsgrenze im Gesundheitsbereich arbeiten, sie sind es, die nach Wegfall ihres Minijobs keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.

Hauptsächlich sind sie es, die neben Homeoffice auch das Homeschooling und den Haushalt übernehmen. Das ist das Ergebnis mehrerer Studien.

Der Internationale Frauentag am 8. März ist traditionell ein Tag für die städtische Gleichstellungsstelle, auf die Situation von Frauen hinzuweisen. Die Pandemie vergrößert Probleme, auf die Gleichstellungsstellen und Frauenbüros sowie zahlreiche Verbände bereits seit Jahrzehnten hinweisen. 

Frauen in systemrelevanten Berufen

Wann, wenn nicht jetzt wird deutlich, welche Berufe unter den Bedingungen der Corona-Pandemie als systemrelevant gelten. Es sind Kranken- und Altenpfleger*innen, Verkäufer*innen, medizinische Fachangestellte, Erzieher*innen und alle, deren Arbeit in der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen wird. Menschen, die in den Küchen, den Wäschereien, in der Verwaltung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und in den Rettungsdiensten arbeiten. Es sind die so genannten „Frauenberufe“, die in Deutschland schlecht bezahlt und häufig unter schwierigen Arbeitsbedingungen erledigt werden müssen. Daraus ergibt sich, dass diese gesellschaftlich notwendige Arbeit neu bewertet werden muss. 

Minijobs ohne Existenzsicherung

Wann, wenn nicht jetzt wird deutlich, dass Minijobs, in denen überwiegend Frauen (62 Prozent) arbeiten, keine Existenzsicherung in der Krise sind. Von den Regelungen des Kurzarbeitergeldes können Minijobberinnen nicht profitieren, da sie nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Damit bricht für sie eine wichtige Einnahmequelle weg. Es wird deutlich: Minijobs müssen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden, um sie krisensicher zu machen.

Wann, wenn nicht jetzt wird deutlich, dass Care-Arbeit überwiegend von Frauen geleistet wird. Frauen sind es, die wegen geschlossener Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen den Part der Versorgung der Familie übernommen haben, einschließlich des Homeschoolings – neben ihrem systemrelevanten Beruf oder im Homeoffice. Besonders betrifft dies alle Alleinerziehenden. 

Aufwertung gefordert

Eine gerechte Aufteilung der Carearbeit ist dringend nötig!

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen setzt sich die Gleichstellungsstelle der Stadt ein für

  • Eine finanzielle Aufwertung der Berufe in den Bereichen Pflege, Gesundheitswesen, Erziehung und Einzelhandel sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. 
  • Eine Abschaffung der Sonderregelungen für geringfügige Beschäftigung.
  • Eine Abstimmung der Steuer-, Sozial- und Familienleistungen, damit sie zu einer tatsächlichen finanziellen Verbesserung für Mütter, Väter sowie insbesondere für Alleinerziehende führen.
  • Die Schaffung von Rahmenbedingungen und Arbeitszeiten, die es Müttern und Vätern ermöglichen, sich die Care-Arbeit gerecht zu teilen. 

Veranstaltungshinweise zum Internationalen Frauentag

Montag, 08.03.2021, 19.00 bis 20.30 Uhr 
Online-Vortrag „Die abenteuerliche Geschichte der Künstlerinnen“ mit Donatella Chiancone-Schneider (Kunst- und Filmhistorikerin).

Die widersprüchliche Geschichte bildender Künstlerinnen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert wird mit historischem Hintergrundwissen und zahlreichen Bildbeispielen aus vielen Ländern illustriert. Kurs-Nr. 11-3100w@121, 7 Euro). Anmeldung: Telefon 0202 563 2607, nach der Anmeldung werden die Zugangsdaten verschickt. www.bergische-vhs.de

Freitag, 12.03.2021, 13.30 bis 15.00 Uhr
Diskussion „Corona und Frauen“ mit Roswitha Bocklage & Martina Völker (Gleichstellungsstelle für Frau und Mann)

Die Veranstaltung wird als Video-Konferenz stattfinden. Anmeldung unter gleichstellungsstellestadt.wuppertalde. Nach der Anmeldung werden die Zugangsdaten verschickt. www.wuppertal.de/gleichstellungsstelle

Quelle: Stadt Wuppertal

„John McAfee“: ZDFinfo-Doku über bizarren Software-Millionär

Das Leben des Software-Pioniers John McAfee gleicht einem Actionfilm. Mit einem Antivirenprogramm verdiente er in den 1990er-Jahren Millionen. Doch dann häuften sich wilde Eskapaden und denkwürdige Auftritte. Am Mittwoch, 10. März 2021, 20.15 Uhr, porträtiert ZDFinfo den exzentrischen Unternehmer in der Dokumentation „John McAfee – Das bizarre Leben des Software-Millionärs“. Der Film der oscarnominierten Autorin Nanette Burstein ist bereits ab Mittwoch, 10. März 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

Vom Virendoktor zum Mordverdächtigen: Software-Unternehmer John McAfee führt ein filmreifes Leben. ©ZDF/Showtime Networks
Vom Virendoktor zum Mordverdächtigen: Software-Unternehmer John McAfee führt ein filmreifes Leben. ©ZDF/Showtime Networks

2012 machte John McAfee mit einer spektakulären Flucht durch Mittelamerika weltweit Schlagzeilen: Nachdem sein Nachbar ermordet aufgefunden worden war, geriet McAfee schnell in den Fokus der Ermittlungen. Also flüchtete er vor der Polizei und informierte parallel die Presse. Für ihre Dokumentation führte Nanette Burstein Interviews mit ehemaligen Angestellten und Vertrauten des umstrittenen Software-Moguls. Zudem sprach sie vor Ort mit Journalistinnen und Journalisten und Behördenvertretern. Dabei fand sie heraus, dass der Mord an McAfees Nachbarn längst nicht das einzige Verbrechen ist, mit dem dieser in Verbindung gebracht wird.

ZDFinfo zeigt den Film am Dienstag, 16. März 2021, 1.15 Uhr, sowie am Freitag, 19. März 2021, 9.45 Uhr, erneut.

Bis an die Zähne bewaffnet: In Belize wird John McAfee stets von zahlreichen Bodyguards begleitet. Diese rekrutiert er mitunter aus Straßengangs. ©ZDF/Showtime Networks
Bis an die Zähne bewaffnet: In Belize wird John McAfee stets von zahlreichen Bodyguards begleitet. Diese rekrutiert er mitunter aus Straßengangs. ©ZDF/Showtime Networks

Lebloser Mann in der Wupper – Kriminalpolizei ermittelt

Heute (05.03.3021), gegen 09:55 Uhr, meldeten Passanten einen leblosen Körper in der Wupper.

Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei konnten einen bereits verstorbenen Mann in Höhe der Kohlfurther Brücke in Wuppertal aus dem Wasser bergen.

Die Umstände, die zu dem Tod des bislang unbekannten Mannes führten konnten bislang nicht geklärt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sw)

Lüttringhausen: Raub in Einfamilienhaus

Gestern 04.03.2021, gegen 22:00 Uhr, kam es in Remscheid zu einem Raub in einem Einfamilienhaus.

Als ein 79-Jähriger sein Einfamilienhaus in Remscheid-Lüttringhausen betreten wollte, schubste ihn ein bislang Unbekannter in den Flur. Dann entnahm der Täter Bargeld aus der Geldbörse seines Opfers und flüchtete. Der unverletzte Senior informierte die Polizei. Die Suche nach dem Räuber verlief bislang erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Raub aufgenommen. (sw)

Corona-Update #3: OB Uwe Schneidewind zu den aktuellen Entwicklungen

Das neue Corona-Update von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind ist online. Dieses Mal geht es unter anderem um die Hoffnung auf Öffnungsperspektiven, die nach den Beschlüssen von Bund und Ländern angekündigt sind, und die weitere Impf- und Teststrategie.

Quelle: Stadt Wuppertal

Im ZDF: „37°“-Reportage begleitet kleine Unternehmen durch die Pandemie

In Deutschland arbeiten 40 Prozent der Beschäftigten in Kleinunternehmen. Es ist daher entscheidend, wie diese Firmen durch die Coronakrise kommen.

Die „37°“-Reportage „Unser verrücktes Jahr – Kleine Unternehmen in der Pandemie“ zeigt am Dienstag, 9. März 2021, 22.15 Uhr, drei Beispiele: Autorin Charlotte Gerling und Autor Enrico Demurray haben die Besitzer einer Wäscherei, eines Start-ups für die Vermittlung von Campern und eines Restaurants ein Jahr lang begleitet. Sie zeigen, wie schwer die kleinen Unternehmen zu kämpfen haben und wie erfindungsreich die Menschen sein müssen. Die „37°“-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Drei Unternehmen während Coronakrise begleitet

Die Wäscherei Hausmann ist ein Familienbetrieb in Falkensee. Sie erzielt den größten Teil ihres Umsatzes mit Wäsche für und von Veranstaltungen. Ab dem Lockdown im März 2020 wurde nur noch einmal die Woche gewaschen. Das Kurzarbeitergeld half dabei die schwerste Zeit zu überbrücken. Im Sommer besserte sich die Lage, die Gastronomie kam wieder als Kunde dazu. Dann kam der Herbst und mit ihm der nächste Lockdown.

Mitte November 2020. Der Sommer lief gut für das Berliner Startup "Paul Camper". Die junge Firma vermittelt Campingbusse zur Miete. Aber nun geht kaum etwas. Im Herbst wird für das nächste Jahr gebucht, doch die meisten Kunden halten sich zurück, sie sind verunsichert. Wo früher 70 Leute sich in den Büros des Startups begegneten, sind es jetzt nur noch wenige. Einige mussten entlassen werden, andere sind im Homeoffice. ©ZDF/Enrico Demurray
Mitte November 2020. Der Sommer lief gut für das Berliner Startup „Paul Camper“. Die junge Firma vermittelt Campingbusse zur Miete. Aber nun geht kaum etwas. Im Herbst wird für das nächste Jahr gebucht, doch die meisten Kunden halten sich zurück, sie sind verunsichert. Wo früher 70 Leute sich in den Büros des Startups begegneten, sind es jetzt nur noch wenige. Einige mussten entlassen werden, andere sind im Homeoffice. ©ZDF/Enrico Demurray

Auch das Berliner Start-up Paul Camper erwischte der November-Lockdown hart. Normalerweise planen viele Menschen im Herbst den nächsten Sommerurlaub. Doch wer bucht schon Urlaub im Lockdown? Das Unternehmen hatte Anfang 2020 ungefähr 70 Mitarbeitende. Wegen der schwachen Auftragslage aufgrund der Pandemie wurden schon bis zum Juni 2020 mehr als 20 Mitarbeitenden gekündigt.

Mitte April 2020. Endlich kommt wieder etwas Leben in die Restaurant-Küche des "Blauer Esel" in Rostock. Miro B. bespricht mit seinem Küchenchef, wie das Ostermenü to-go zusammengestellt werden kann. Die Abholgerichte können den Umsatzausfall zwar nicht ausgleichen, aber es tut gut, dass wieder etwas passiert. Das Restaurant hat sich sogar eine eigene Abhol-App von einem Gast entwickeln lassen. ©ZDF/Enrico Demurray
Mitte April 2020. Endlich kommt wieder etwas Leben in die Restaurant-Küche des „Blauer Esel“ in Rostock. Miro B. bespricht mit seinem Küchenchef, wie das Ostermenü to-go zusammengestellt werden kann. Die Abholgerichte können den Umsatzausfall zwar nicht ausgleichen, aber es tut gut, dass wieder etwas passiert. Das Restaurant hat sich sogar eine eigene Abhol-App von einem Gast entwickeln lassen. ©ZDF/Enrico Demurray

Melanie und Miro hatten sich mit dem Restaurant „Blauer Esel“ in Rostock ihren Lebenstraum erfüllt. Das erste Jahr lief besser als erwartet, dann der Tiefschlag. Im Lockdown im März 2020 mussten alle 25 Beschäftigen in Kurzarbeit gehen, die Gaststätte wurde geschlossen. Doch lange hielten die Restaurantbesitzer die Untätigkeit nicht aus: Sie stellten einen Liefer- und Abholservice auf die Beine. Und das Geschäft lief besser als gedacht.

Am Steuer eingeschlafen und mit Lkw kollidiert

Gestern (04.03.) gegen 14:30 Uhr ist es auf der B 51 Neuenhöhe zu einem Verkehrsunfall gekommen.

Ein 40-jähriger Remscheider war mit seinem VW in Richtung Bergisch Born unterwegs und geriet ohne erkennbaren Grund in den Gegenverkehr, wo er mit einem bulgarischen Lkw kollidierte und auf der Gegenfahrspur zum Stehen kam. Dabei gelang dem Lkw-Fahrer glücklicherweise noch ein Ausweichmanöver, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Gefährlicher Sekundenschlaf

Der Fahrer des Lkw, ein 50-jähriger Bulgare, blieb unverletzt. Der Fahrer des VW stand unter Schock und wurde vermutlich leicht verletzt. Er kam zur genaueren Untersuchung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Nach ersten Ermittlungen könnte ein Sekundenschlaf des Fahrers unfallursächlich gewesen sein. Aus diesem Grund wird gegen ihn wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt und sein Führerschein wurde noch vor Ort auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt 13.000 Euro geschätzt. Der VW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der Verkehr zunächst abgeleitet und später an der Unfallstelle vorbeigeführt. (ct)

Gegenverkehr beim Abbiegen übersehen

Gestern (04.03.) gegen 15:00 Uhr hat sich auf der B 51 in Höhe der Kreuzung Neuenhöhe / Emil-Lux-Straße / Industriestraße ein Verkehrsunfall ereignet.

Eine 29-jährige Wermelskirchenerin kam mit ihrem Nissan aus Richtung Bergisch Born und wollte nach links in die Industriestraße abbiegen. Sie folgte mehreren Pkw, die bei Grünlicht vor ihr ebenfalls in das Industriegebiet abgebogen sind. Leider übersah sie dabei den entgegen kommenden VW und es kam zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurden sowohl die Unfallverursacherin als auch die 58-jährige Wipperfürtherin und ihr 28-jähriger Beifahrer aus Wermelskirchen leicht verletzt. Ein Rettungswagen erschien vorsorglich an der Unfallstelle, jedoch benötigte keiner der drei Leichtverletzten eine sofortige Behandlung.

Die alarmierte Feuerwehr streute auslaufende Betriebsflüssigkeiten ab. Beide Pkw mussten anschließend abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Die Kreuzung war für die Dauer der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten gesperrt. (ct)

Einsturzgefahr: BMW rast in Hauswand

Heute Morgen (04.03.) gegen 08:55 Uhr ist ein Pkw auf der Herrmannstraße mit voller Wucht in eine Hauswand gekracht. Er zerstörte dabei einen Wintergarten und große Teile eines Badezimmers im Erdgeschoss derart, dass Einsturzgefahr für das Gebäude bestand.

Der BMW ist aus Richtung Frohntaler Straße bergauf mit hoher Geschwindigkeit und quietschenden Reifen auf der Herrmannstraße unterwegs gewesen und aus zunächst unersichtlichem Grund nach links in die Hauswand eines Einfamilienhauses gefahren. Am Fahrzeug lösten dabei sämtliche Airbags aus. Der Fahrer wurde bei dem Aufprall verletzt, konnte sich aber selbständig aus dem Fahrzeug befreien. Der 45-jährige Wermelskirchener wurde durch einen Notarzt vor Ort kurz behandelt und kam dann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Die zum Unfallzeitpunkt im Haus befindliche Hausbewohnerin blieb unverletzt.

Auto muss noch in Hauswand bleiben

Teile des Gebäudes wurden bei dem Unfall herausgebrochen, so dass Einsturzgefahr bestand. Die Feuerwehr bestellte einen Statiker zur Begutachtung, der entschieden hat, dass der Pkw zunächst in der Wand verbleiben muss, bis das Gebäude entsprechend abgestützt wird. Dem Fahrer wurde im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen, um eine Beeinflussung von Medikamenten zu überprüfen. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer den Unfall aufgrund einer psychischen Erkrankung herbeigeführt hat.

Aufgrund dieses Umstandes wurde sein Führerschein nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Der Pkw kann erst nach den notwendigen Abstützarbeiten geborgen und abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe kann aktuell noch nicht genau beziffert werden. (ct)

Hardt: Bund bewilligt rund 2,6 Millionen Euro für Freibad Eschbachtal

Der Bund fördert die Sanierung des Remscheider Freibades Eschbachtal mit 2,58 Millionen Euro Fördergeldern. Dazu erklärt Jürgen Hardt, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Solingen, Remscheid und Wuppertal II (Cronenberg und Ronsdorf):

Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhält das über einhundert Jahre alte Freibad Eschbachtal in Remscheid dringend benötigte Bundesmittel zur Sanierung in Höhe von 2,58 Millionen Euro. Bereits 2019 hatte im Bundestagswahlkreis 103 die Solinger Sportstätte Höher Heide eine Zusage über 2,08 Millionen Euro Fördermittel aus diesem Programm erhalten. Ich freue mich, dass Remscheid nun Rückenwind für die Sanierung des für die gesamte Region bedeutenden Freibads erhält. Das Programm war auch dieses Mal wieder stark überzeichnet, aber dank der Anpassung des Projektantrags und der Betonung der Dringlichkeit der Sanierung unseres Freibades wird das Projekt jetzt gefördert. In diesen schwierigen Zeiten ist es genau das richtige Signal, dass der Bund kommunale Einrichtungen, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig sind, unterstützt.

Ich danke dem Förderverein Eschbachtal für seinen engagierten Einsatz, das Schwimmbad gemeinsam mit der Stadtverwaltung trotz zahlreicher Widrigkeiten am Laufen zu halten. Meine Hoffnung ist, dass das Freibad Eschbachtal auch dank der erheblichen Bundesbeteiligung eine gute Zukunft hat und nach Corona wieder zu einem heraus-ragenden Ort für Sport und Freizeit in der Region wird.

Barrierefreier Seiteneingang des Ämterhauses übergangsweise gesperrt

Im Zuge der Herrichtung eines Rettungsweges steht der barrierefreie Seiteneingang des Ämterhauses (Elberfelder Straße 36) übergangsweise vom Dienstag, 9. März, bis Freitag, 19. März, nicht zur Verfügung.

Alternativ wird der Zugang barrierefrei über die VHS im Nebengebäude Elberfelder Straße 32-34 möglich sein. Entsprechend geschultes Sicherheitspersonal wird dabei persönlich behilflich sein.

Quelle: Stadt Remscheid