SOS-Weihnachtstüten für den Hasenberg

Unter dem vom Landeszentrum für Gesundheit, Senioren und Familien geförderte Projekt und Motto „miteinander und nicht allein“ sind beim Caritasverband Remscheid SOS-Weihnachtstüten kostenlos erhältlich. Neben Weihnachtsgrüßen in Form von kreativen Postkarten und leckeren Plätzchen, einem interessanten Magazin über den Stadtteil am Hasenberg enthalten die Weihnachtstüten die sogenannte Notfalldose.

Immer mehr Menschen haben einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung, etc. zu Hause. Im Notfall ist es für Rettungskräfte meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. In vielen Fällen ist es einem in einer Notfallsituation nicht möglich Auskunft über den Gesundheitszustand, wie beispielsweise zu wichtigen Medikamenten, o.Ä. zu geben. Sind die Retter bei Ihnen eingetroffen und sehen den Aufkleber „Notfalldose“ in der Wohnung, der ebenfalls in der Weihnachtstüte enthalten ist und beispielsweise auf die Innenseite der Wohnungstüre angebracht werden kann, sind sofort wichtige Informationen verfügbar.

Miteinander und nicht allein

Mit dieser Aktion macht der Caritasverband Remscheid insbesondere älteren und alleinstehenden Menschen auf die Wichtigkeit von notfallbezogenen Daten aufmerksam – sie können Leben retten.

„Miteinander und nicht allein“ lautet der Titel des vom Landesministerium für Gesundheit und Senioren und Familien geförderten Projektes, das noch bis November 2022 durch den Caritasverband Remscheid und die Caritas Tagespflege am Hasenberg organisiert wird. Dabei arbeitet die Quartiersentwicklung seit vielen Jahren mit der Interessensgemeinschaft Hasenberg zusammen. Neben der Weihnachtstüten-Aktion realisiert das Projekt verschiedene Veranstaltungen und Angebote, wie u.a. den Digitalen Märchenstammtisch oder das Gedächtnistraining für Erwachsene. Auf Grund der Corona-Pandemie mussten viele analoge Veranstaltungen digital durchgeführt werden. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Caritasverbandes Remscheid www.caritas-remscheid.de oder telefonisch unter (01 78) 7 27 02 73.

Die Weihnachtstüten werden am Dienstag, 14. Dezember in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und am Donnerstag, 16. Dezember in der Zeit von 13 bis 16 Uhr im BBZ am Hasenberg verteilt. Pro Interessent werden maximal drei Tüten herausgegeben. Die Herausgabe findet an frischer Luft vor dem BBZ am Hasenberg, Hasenberger Weg 13a in 42897 Remscheid-Lennep, statt. Das Tragen von Mund- und Nasenbedeckung ist verpflichtend.

SPD gratuliert Detlef Franzen zum 85. Geburtstag

Glücklich, wer gesund alt wird – glücklich, wer die Gesellschaft des Erfahrenen genießen darf. So freuen wir uns als SPD Remscheid, dass wir in unseren Reihen so einen tollen Menschen wie Detlef Franzen haben.

Er wurde 1936 in Kiel geboren, erlebte als Kind von 9 Jahren das Kriegsende. Seine Eltern waren Sozialdemokraten, die sich sofort nach dem Krieg wieder in der SPD engagierten.

Detlef Franzen lernte bei der Post und trat schon früh in die Deutsche Postgewerkschaft ein. Viele Jahre besuchte er gewerkschafts- und bildungspolitische Seminare, wodurch er neben dem Beruf eine umfassende Bildung erlangte und auf vielen Themengebieten geschult wurde. Hier lernte er Rhetorik und das politische Handwerk von der Pieke auf.

Als Willi Hartkopf Oberbürgermeister der Stadt Remscheid wurde, holte er Detlef Franzen als persönlichen Referenten in sein Büro, dort war er dann 10 Jahre lang, von 1970 – 1980, als Organisator und Ghost Writer tätig. Nach der aufregenden Zeit im OB Büro arbeitete Detlef Franzen bis zu seiner Pensionierung bei der Stadtverwaltung, zum Schluss als Leiter des Amtes für Wohnungswesen.

Neben der Politik sind die Musik und das Bergwandern Detlefs Leidenschaften. Lange spielte er die Es-Klarinette im Hilgener Orchesterverein, aber auch in diversen anderen Musikvereinen, wie in der Remscheider Schützenkapelle. Heute widmet er sich seiner 1000 Schallplatten umfassenden Sammlung, vor allem dem Jazz.

Für freuen uns, dass Detlef immer noch am Parteileben teilnimmt und sich mit sachkundigen Beiträgen einbringt. Manchmal zeigt er sich als Unterhalter mit gewitzten Vorträgen aus eigener Feder.

Auf Detlef Franzen können wir zählen – in der AG 60 Plus sowie als Gast bei vielen Veranstaltungen. Wir hoffen, dass dies noch lange so bleibt und bedanken uns für seine jahrzehntelange Treue. Alles Gute, lieber Detlef!

Pressemitteilung der SPD Remscheid.

Die Linke zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Remscheid

„Die Fraktion DIE LINKE begrüßt die Vollendung der Nachhaltigkeitsstrategie für die Stadt Remscheid und bedankt sich bei allen Beteiligten, den Teilnehmer:innen und dem Kernteam der Steuerungsgruppe sowie der LAG 21 für den konstruktiven und engagierten Arbeitsprozess und die Ausarbeitung der Strategie!

Wir erkennen in der Strategie zahlreiche kreative, innovative und moderne Ideen und Maßnahmen, die im Falle ihrer Umsetzung unsere Stadt in Puncto Nachhaltigkeit einen Schritt nach vorne bringen würden. Viele Bereiche der Stadtentwicklung und des öffentlichen Lebens, wie Quartiersentwicklung, Integration, Gesundheit, Bildung oder Digitalisierung werden von dem Papier positiv tangiert.
Nun gilt es die Maßnahmen der Strategie auch wirklich umzusetzen und die dafür erforderlichen personellen und finanziellen Mittel bereitzustellen.

Doch so positiv einzelne Aspekte der Strategie auch zu bewerten sind, muss man in der Gesamtbetrachtung leider konstatieren, dass den großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit mit dem Papier zu wenig entgegengesetzt wird.
Zum einen sind viele der ökologisch ausgerichteten Maßnahmen zu wage und lasch formuliert und zu weit in die Zukunft datiert, zum anderen wurden viele Möglichkeiten zum Umwelt- und Artenschutz sowie zur Klimawandelanpassung ausgelassen.
„Besonders die Bereiche, in denen die Stadt großen Handlungsspielraum hat und die eine große ökologische Relevanz besitzen, wie z.B. die Flächenpolitik, wurden im Prozess der Strategiefindung sukzessive aus dem Papier gestrichen oder verwässert.“ So unser umweltpolitischer Sprecher Colin Cyrus, der auch Teilnehmer der Steuerungsgruppe war. „Hier kann und muss die Stadt im Sinne des Umweltschutzes striktere und konsequentere Maßnahmen ergreifen. Die Strategie ist so formuliert, dass sie die von der Stadt geplanten unökologischen Großprojekte nicht gefährdet. Eine Nachhaltigkeitsstrategie, die zentrale ökologische Baustellen oder Handlungsfelder unserer Stadt auslässt oder verklausuliert, muss zumindest partiell infrage gestellt werden.“

Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Darüber hinaus fürchten wir, dass die Strategie dazu dienen könnte weitere wichtige umweltrelevante Entwicklungen zu bremsen. „Schon im Sommer wurde z.B. unser Antrag zur Erneuerung der Baumschutzsatzung mit Verweis auf die Strategie abgelehnt, die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht fertig geschweige denn beschlossen war. Das darin enthaltene Stadtbaumkonzept wird frühstens 2023 präsentiert und der Inhalt ist noch unklar. Die Chance auf einen effektiveren Baumschutz und Mehreinnahmen für Nachpflanzungen in den nächsten zwei Jahren wurde so vertan“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. „Damit dies nicht nochmal passiert muss die Strategie als Prozess weitergeführt werden und offen für Impulse und auch kurzfristige Veränderungen bleiben.“ 

Wir als Linke können und wollen unökologische Prozesse, wie Flächenversiegelungen oder Baumrodungen, nicht über die Zustimmung zur Nachhaltigkeitsstrategie indirekt legitimieren.
Gleichzeitig sehen wir aber auch die Fortschritte im Papier und möchten die Arbeit und das Engagement der Beteiligten honorieren.

Daher werden wir uns bei der Abstimmung enthalten und uns (auch abseits der Strategie) weiter für ein nachhaltigeres Remscheid einsetzen!“

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Raub in Remscheid: Kripo bittet um Hinweise

Am vergangenen Dienstagmorgen (30.11.2021, 09:00 Uhr), kam es auf der Alleestraße in Remscheid zu einem Raub.

Zwei bislang Unbekannte verlangten von einem 63-jährigen Obdachlosen die Herausgabe von Bargeld und seinem Rucksack. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, drohten sie mit Gewalt. Mit ihrer Beute entfernten sich die Räuber in der Folge.

Ein Täter ist circa 25 Jahre alt, hat eine Glatze und mehrere Piercings im Gesicht. Ein Weiterer ist circa 22-25 Jahre alt und gehbehindert.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

ABGESAGT: Greenpeace Remscheid informiert über Flächenversiegelung

Der Vortrag wurde abgesagt. Ein neuer Termin wird bekanntgegeben.

Die Remscheider Greenpeace-Gruppe lädt ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung via ZOOM über Flächenversiegelung.

Von Flächenversiegelung wird gesprochen, wenn aufgrund von Gebäuden, Straßen oder anderer Bebauung kein Niederschlag von oben in den Boden eindringen kann. Dann wird Niederschlagswasser ungebremst auf direkten Weg in die Kanalisation, in Bäche und Flüsse geleitet. So können Pegelstände von Fließgewässern innerhalb weniger Stunden teilweise um mehrere Meter steigen wie bei der Hochwasserkatastrophe im Juli diesen Jahres, von der das Ahrtal aber auch die Ortschaft Unterburg betroffen waren.

Referent ist Dr. Jan Boomers, Leiter der Biologischen Station Mittlere Wupper. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 7. Dezember 2021, um 18 Uhr online via ZOOM statt. Die Zugangsdaten sind erhältlich bei info@remscheid.greenpeace.de.

Natur-Schule Grund stellt die Flechte des Jahres 2021 vor

Im Rahmen ihrer Naturerlebnis-Tipps stellt Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund die häufige und weitverbreitete Gewöhnliche Mauerflechte, Lecanora muralis, vor.

Die Art wurde von der BLAM, der Bryologisch-Lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa, zur Flechte des Jahres 2021 gewählt. Zum besseren Verständnis: Bryologie bezeichnet die Mooskunde, Lichenologie die Flechtenkunde.

Nach Art der Flechten lebt auch hier eine Alge mit einem Pilz zusammen. Für die Form der Flechte ist der Pilz verantwortlich; unter dem Geflecht aus Pilzfäden lebt die jeweilige Alge, hier die Gattung Trebouxia. Sie enthält Chlorophyll und kann Photosynthese betreiben, also mit Hilfe von Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie Kohlenhydrate herstellen, während der Pilz für eine bessere Versorgung mit Wasser und Mineralien sorgt. Trebouxia kann unterschiedliche Pilze bewirten, was dann jeweils unterschiedliche Flechten zur Folge hat. Die Gattung ist an sehr vielen einheimischen Flechtenarten beteiligt.

Mauerflechten schaden dem Untergrund nicht

Nach der Art ihres Wachstums gehört die Mauerflechte zu den Krustenflechten. Sie bildet eine hell olivfarbene bis blassgraue Rosette von bis zu zehn, maximal sogar zwanzig Zentimetern Durchmesser. Dieses „Lager“ zeigt nach außen einen etwa einen Millimeter großen, unregelmäßig lappig geformten Rand. Das Innere des Lagers ist voll mit Fruchtkörpern, den Apothecien, die wie kleine, braune Scheiben mit hellem Rand aussehen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5 mm und bilden und entlassen die elliptisch geformten, hellen bis farblosen, maximal 15×7 Mikrometer großen Pilzsporen (Ascosporen). Ältere Lager können in der Mitte auch abgestorben sein. Mit „Lager“ wird eine Wuchsform bezeichnet, ein Thallus, also ein Vegetationskörper, der nicht in Sprossachse, Blatt und Wurzel unterteilt ist.

Die Pilzsporen haben offenbar kein Problem damit, in ihrer Umwelt einen geeigneten Algenpartner zu finden, um mit diesem wiederum eine Flechte bilden zu können.

Die Mauerflechte wächst epilithisch, eng an den Untergrund geschmiegt, vor allem auf Gestein, wie Kieselsteinen oder Fels, das silikat- oder kalkhaltig sein darf. In Menschennähe bevorzugt sie Waschbeton, Asphalt, Mauern, Grabsteine, Ziegel, Pflaster, Gehwegplatten oder auch Pfosten. Die Flechte ist unempfindlich gegen Trockenheit und Schadstoffe, braucht Licht und Nährstoffe, gerne auch aus der Landwirtschaft oder aus Hinterlassenschaften von Vögeln; auch eine gelegentliche Überschwemmung schadet ihr nicht. Ihre extreme Widerstandskraft und ihre Anforderungen an den Lebensraum sollten ihr, bei zunehmender Trockenheit und Klimaerwärmung, eine rosige Zukunft bescheren.

Die Mauerflechte enthält zytostatisch, antioxidativ und antimikrobiell wirksame Inhaltsstoffe, unter anderem Usninsäure. Diese wirkt antibiotisch und wird eingesetzt gegen Hautinfektionen, Schuppen und Atemwegserkrankungen. Geforscht wird hierzu an der TU Berlin.

Die Mauerflechte, die am Untergrund nur haftet und ihm nicht schadet, wächst mit ein bis drei Millimeter im Jahr sehr langsam. Da könnte man ja mal hochrechnen, wie lange sie sich auf dem Waschbeton schon breit macht…

Übrigens: der englische Name der Flechte ist „chewing-gum lichen“, da sie einem flach getretenen Kaugummi ähnlich sieht.
Vorteil: sie klebt nicht an der Schuhsohle…

Dieser und viele andere Naturerlebnis-Tipps der Natur-Schule sind zu finden unter www.natur-schule-grund.de oder auf der Facebook-Seite: www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/

Unbekannte beschädigen Friedens-Graffiti

Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal ermittelt.

Am vergangenen Wochenende ist im Zeitraum vom 26.11. bis 28.11. das Graffiti-Kunstwerk an der Korkenziehertrasse am südlichen Ende des Tunnels Schlagbaum beschädigt worden. Der Davidstern als Teil des Graffitis Glaube, Liebe, Hoffnung wurde schwarz übermalt. Alle anderen religiösen Symbole sind erhalten geblieben. Damit könnte es sich nach Einschätzung der Behörden um eine Tat mit antisemitischem Hintergrundhandeln.

Bereits 2019 wurde das Graffiti von den Künstlern Sebastian Malermann und Onak im Tunnel der Korkenziehertrasse unter der Kreuzung Schlagbaum restauriert. Das Graffiti war damals mit Schmierereien und Hakenkreuzen verschandelt worden. Das Ursprungs-Bild entstand durch die Zusammenarbeit jugendlicher Migrant*innen und Solinger Senior*innen mit dem Ziel, Vorurteile abzulegen.

Gegen die unbekannten Täter ermittelt der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal. Sobald die Ermittlungenbeendet sind, wird die Wiederherstellung des Kunstwerkes durch die Stadt Solingen veranlasst.

Deutsche Umwelthilfe und GRÜNE LIGA gehen mit Eilantrag vor Gericht

LEAG pumpt seit Jahren drastisch mehr Grundwasser ab als wasserrechtlich erlaubt, inzwischen pro Jahr fast das Dreifache der rechtlich zugelassenen Menge, die illegale Entnahme mitten im wasserarmen Brandenburg summiert sich inzwischen auf 240 Millionen Kubikmeter, mehr als sechs Mal das Volumen des Müggelsees und fehlendes Rekultivierungskonzept muss unverzüglich vorgelegt werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und GRÜNE LIGA gehen mit einem neuen Eilverfahren vor Gericht gegen den Braunkohletagebau Jänschwalde vor. Die Umweltverbände haben festgestellt, dass der verantwortliche Tagebau-Konzern LEAG dort seit Jahren drastisch mehr Grundwasser abpumpt, als wasserrechtlich zugelassen ist – inzwischen das Vielfache der erlaubten Menge pro Jahr. Mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht Cottbus soll der Hauptbetriebsplan des Tagebaues nun außer Vollzug gesetzt werden. Ziel ist es, wichtige Schutzgebiete wie Seen und Feuchtgebiete zu schützen, die zunehmend unter dem Grundwasserentzug leiden.

„Die Bergbehörde hat einen Betriebsplan zugelassen, der gar nicht ohne massive Verstöße gegen die geltende wasserrechtliche Erlaubnis umsetzbar ist. Die Zulassung ist deshalb offensichtlich rechtswidrig“, fasst Rechtsanwalt Dirk Teßmer zusammen, der die Umweltverbände vertritt.

„Die Bergbehörde hat einen Betriebsplan zugelassen, der gar nicht ohne massive Verstöße gegen die geltende wasserrechtliche Erlaubnis umsetzbar ist. Die Zulassung ist deshalb offensichtlich rechtswidrig.“

Dirk Teßmer, Rechtsanwalt

So gestattet die wasserrechtliche Erlaubnis beispielsweise für das Jahr 2020 die Entnahme von 42 Millionen Kubikmetern. Tatsächlich hat die LEAG jedoch 114,06 Millionen Kubikmeter abgepumpt, also fast das Dreifache. Insgesamt hat der Konzern in Jänschwalde seit 2017 inzwischen mehr als 240 Millionen Kubikmeter mehr Grundwasser entnommen als erlaubt.

„Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet im wasserarmen Brandenburg 240 Millionen Kubikmeter Wasser ohne jede Genehmigung abgepumpt wurden – mehr als sechs Mal das Volumen des Müggelsees. Der Tagebau wird offenbar ganz vorsätzlich rechtswidrig betrieben, denn die LEAG hat keine Erhöhung der Entnahmemenge beantragt, bevor sie begann systematisch dagegen zu verstoßen. Im gleichen Zeitraum wurden in der Lausitz private Wassernutzungen mehrfach durch Anordnungen der Wasserbehörden eingeschränkt“, sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

„Um die zugelassenen Mengen nicht zu überschreiten, hätte der Tagebau spätestens 2019 endgültig außer Betrieb gehen müssen. Noch lässt sich aber der Schaden für die Schutzgebiete begrenzen. Bei einem umgehenden Stopp kann der widerrechtliche und schädliche Wasserentzug reduziert werden und der Tagebau endet lediglich etwa 350 Meter früher als von der LEAG gewollt, das ist mehr als verhältnismäßig. Die Versorgungssicherheit wäre durch einen umgehenden Stopp nicht gefährdet“, sagt Cornelia Nicklas, Leiterin Recht bei der DUH.

Ziel aller weiteren Schritte muss sein, dass der Tagebau auf den letzten Metern nur noch den geringstmöglichen Schaden an den umliegenden Schutzgebieten und dem Wasserhaushalt anrichtet, fordern die Umweltverbände. Dazu müsse endlich das nach wie vor fehlende und längst überfällige Rekultivierungskonzept unverzüglich vorgelegt und an diesem Ziel ausgerichtet werden. Vorher dürfen keine unumkehrbaren Tatsachen mehr geschaffen werden, so DUH und GRÜNE LIGA.

Hintergrund

Grundlage für die wasserrechtliche Genehmigung im Jahr 1996 war ein damals geplantes Ende des Tagebaues 2019. Deshalb ist die Genehmigung bis 2022 befristet und sieht seit 2018 deutlich sinkende Wasserentnahmemengen vor. Die LEAG hat zwischenzeitlich zwar die Kohleförderung verlängert, aber bis heute keine Erhöhung der Wasserentnahme beantragt. Ab einer Entnahme von 10 Millionen Kubikmetern pro Jahr gilt die Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung, was hier offenbar umgangen wurde.

Im Umfeld des Tagebaues Jänschwalde befinden sich zahlreiche Seen und Feuchtgebiete, die zunehmend von der Grundwasserabsenkung des Tagebaues beeinflusst werden. Dabei gehen LEAG und das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in ihrer FFH-Verträglichkeitsprüfung davon aus, dass die Kohleförderung zwar im Jahr 2023 ausläuft, der maximale Grundwasserentzug aus mehreren umliegenden Schutzgebieten aber erst 2034 eintreten werde. Für die Annahmen der LEAG, wie lange nach 2022 noch wie viel Wasser gepumpt werden soll, existiert bislang keine nachvollziehbare Begründung. Ein Antrag auf Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis sei in Vorbereitung, es fand aber bisher kein Beteiligungsverfahren statt.

DUH und GRÜNE LIGA waren bereits im Jahr 2019 erfolgreich gegen den damaligen Hauptbetriebsplan des Tagebaues vorgegangen, weil die Verträglichkeit mit den umliegenden Europäischen Schutzgebieten nicht geprüft worden war. Die Bergbehörde musste die damalige Zulassung zurücknehmen.

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Die Schneekönigin auf Tournee durch Bergische Wohnstuben

Weihnachten mit dem Durchsholzer Marionetten- und Puppentheater (DUMUP). Ab sofort reist das Puppentheater wieder durch die Bergischen Wohnstuben.

Mit dem Wohnzimmertheater hält dieses Jahr die eisige Schneekönigin aus dem Märchen von H. C. Andersen direkt Einzug ins heimische Wohnzimmer und verzaubert die eigenen vier Wände in ein Privattheater. Die einzigartige Weihnachtsatmosphäre für die ganze Familie mit Hund, Katze und Maus lädt gerade in diesem Jahr dazu ein, in privatem Umfeld in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Zum Wohlfühlen benötigt das Pop Up Theater nicht viel. Mit ein wenig Platz und etwas Weihnachtsatmosphäre können die kleinen Schauspielenden schon ein unvergessliches Weihnachtserlebnis zaubern. Oder mieten Sie doch gleich für sich und Ihre Lieben das ganze Theater. Dort gibt es genug Platz fürs weihnachtliche Wohlfühlen und die Geschichte der Schneekönigin wird dort nur für Sie gespielt.

Das DUMUP Theater hält sich an die von den Behörden vorgegeben Maßnahmen in Bezug auf das Coronavirus. Die Marionetten sind von der Maskenpflicht befreit.

Sie möchten den unvergesslichen Weihnachtszauber für Ihr Wohnzimmer oder unser Theater buchen? Weitere Informationen bekommen Sie unter: info@dumuptheater.de oder unter (01 72) 9 75 34 31.

Weihnachtsbäume für den guten Zweck

Die SPD verkauft im siebten Jahr in Folge Weihnachtsbäume aus der Region für einen guten Zweck.

Seit 2015 verkauft der SPD-Ortsverein Stadtmitte / Hasten im Dezember Weihnachtsbäume, deren Erlös einem guten Zweck zukommt. In diesem Jahr wird der Erlös der „Fluthilfe Remscheid“ zu Gute kommen.

„Es bewegt uns immer noch, dass viele Remscheider Familien durch die Flut so hart getroffen wurden“, so Sigmar Paeslack, Mitglied der Bezirksvertretung Alt-Remscheid und Mitorganisator des Weihnachtsbaumverkaufs.

Für ihn und das langjährige Ratsmitglied York Edelhoff war es klar, dass sie unter strenger Einhaltung der Corona-Vorschriften etwas für den guten Zweck tun möchten. Die beiden stehen mit einem starken Team von SPD-Mitgliedern wieder in den Startlöchern.

Die Bauzäune zum Absperren der Anlage sind organisiert und werden auch in diesem Jahr vom Unternehmer und Bezirksbürgermeister von Süd, Stefan Grote, zur Verfügung gestellt, der auch den Transport der Bäume organisiert hat. Die Bäume kommen, wie in den Vorjahren auch, aus Radevormwald und damit aus der Nachbarschaft.

„Der Weihnachtsbaumverkauf der SPD hat mittlerweile Tradition“, sagt das Ortsvereinsvorstandsmitglied Jörg-Dieter Krause. „Wir helfen da, wo es am nötigsten ist“.

Die Verkaufsfläche

Der Weihnachtsbaumverkauf findet vor der SPD-Geschäftsstelle an der Elberfelder Straße 39 / Ecke Friedrich-Ebert-Platz in der Remscheider Stadtmitte statt.

Die Verkaufszeiten

Der Weihnachtsbaumverkauf startet am Freitag, 10.12.2022 und endet spätestens am Donnerstag, 23.12.2021.

Die Verkaufszeiten im Überblick: Montag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr, samstags: 10 bis 14 Uhr, sonntags findet kein Verkauf statt.

Die Verkaufspreise

Die Preisspanne geht von 22 Euro bis 48 Euro. Im Detail: 100 – 125 cm: 22 Euro, 125 – 150 cm: 26 Euro, 150 – 175 cm: 32 Euro, 175 – 200 cm: 40 Euro, 200 – 250 cm: 48 Euro.

Reservierungen werden unter (0 21 91) 4 60 06 22 oder unter UB.Remscheid.NRW@spd.de gerne entgegengenommen.

Die Begünstigten der vergangenen Jahre im Überblick

2020: Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V.
2019: Freundeskreises „Palliative Hospiz e.V.“
2018: Remscheider Tafel e.V.
2017: Ärztlichen Kinderschutzambulanz Remscheid e.V.
2016: Förderverein „Möhrchen“ e.V.
2015: Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V.