Raub: Jugendliche Täter

Gestern Nachmittag (07.11.2021, 17:00 Uhr), kam es in Wuppertal Langerfeld zu einem Raub unter Jugendlichen.

Nach dem Besuch eines Imbiss sprachen drei bislang Unbekannte zwei 14-und einen 13-jährigen Jungen in der Leibuschstraße an. Sie forderten die Herausgabe eines Kopfhörers. Dazu drohten sie ihren Opfern verbal mit dem Einsatz eines Messers und erlangten in der Folge einen geringen Bargeldbetrag. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute.

Die drei Flüchtigen sind circa 14 bis 16 Jahre alt. Sie trugen schwarze Winterjacken und dunkle Jogginghosen. Zwei haben kurze, schwarze Haare. Ein weiterer Jugendlicher hat blonde Haare. Er trug über der schwarzen Winterjacke eine schwarze Weste.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

25-jähriger Mann verstirbt im Polizeigewahrsam der Wuppertaler Polizei

Obduktion ergibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Gemeinsame Presseerklärung der StA Wuppertal und Polizei Hagen.

In den Morgenstunden des vergangenen Montags (01.11.2021) ist ein 25-jähriger Mann im Polizeigewahrsam der Polizei Wuppertal verstorben. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche schlugen fehl.

Gegen 05.20 Uhr wurde eine Streifenwagenbesatzung der Wuppertaler Polizei mittels Handzeichen eines Taxifahrers im Bereich „Döppersberg“ auf streitende Personen aufmerksam gemacht. Diese befanden sich zunächst als Fahrgäste in dem Taxi. Bei den Streitigkeiten ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau gekommen, bei der die Frau verletzt wurde. Im weiteren Verlauf wurde bekannt, dass es sich bei dem 25-jährigen Mann und der 34-jährigen Frau um Geschwister handelt.

Noch vor der eigentlichen Sachverhaltsaufnahme griff der 25-Jährige plötzlich eine Polizeibeamtin an und versuchte sie zu Boden zu reißen. Der danebenstehende Polizeibeamte versuchte daraufhin den Angreifer ebenfalls zu Boden zu bringen und zu fesseln. Hiergegen wehrte sich der Mann massiv, in dem er um sich trat und versuchte die Einsatzkräfte zu schlagen. Nur mit Unterstützungskräften gelang es den renitenten 25-Jährigen zu fesseln und in das Polizeigewahrsam der Polizei Wuppertal zu bringen. Bei der Ingewahrsamnahme wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt.

Da sich Hinweise darauf ergeben haben, dass der 25-Jährige unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol stand, wurde ihm in den Räumlichkeiten des Polizeigewahrsams eine Blutprobe durch einen Arzt entnommen. Im Verlauf der Blutprobenentnahme verlor der Mann plötzlich das Bewusstsein und wurde reanmiationspflichtig. Die Reanimation wurde zunächst durch den anwesenden Arzt vorgenommen und im Anschluss durch einen Notarzt des Rettungsdienstes fortgesetzt. Leider blieb die Reanimation erfolglos. Eine am 03.11.2021 durchgeführte Obduktion des Verstorbenen ergab keinerlei Hinweise auf ein todesursächliches Fremdverschulden oder eine todesursächliche Gewalteinwirkung.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte eine internistische Grunderkrankung im Zusammenwirken mit einem Drogenkonsum den Tod herbeigeführt haben. Ein bereits am vergangenen Montag eingeleitetes Todesermittlungsverfahren wird aus Neutralitätsgründen durch das Polizeipräsidium Hagen geführt. Dieses Verfahren richtet sich nicht gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Darüber hinaus wird durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal derzeit gegen eine unbekannte Person ermittelt, welche dem 25-Jährigen die konsumierten Drogen zur Verfügung gestellt hat. Weitergehende Auskünfte werden zum derzeitigen Zeitpunkt nicht gegeben.

Cannabis-Plantage bei Kellerbrand entdeckt

Gestern Morgen (03.11.2021), gegen 06:15 Uhr, kam es in Wuppertal-Elberfeld zu einem Kellerbrand. In dem Zusammenhang konnte eine Cannabis-Plantage entdeckt werden.

Bei den Löscharbeiten von brennendem Sperrmüll in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Arminiusstraße stellten die Einsatzkräfte in einem angrenzenden Raum eine Vielzahl von Cannabispflanzen und die dafür notwendige Technik fest. Nach Abschluss der Löscharbeiten begannen die Ermittler des zuständigen Kommissariats mit der Sicherstellung. Dabei konnte ein weiterer Raum mit einer ebenfalls großen Anzahl von Pflanzen und Technik gefunden werden.

Die Cannabis-Pflanzen waren noch in einem Wachsstadium. Foto: Polizei Wuppertal
Die Cannabis-Pflanzen waren noch in einem Wachsstadium. Foto: Polizei Wuppertal

Insgesamt konnten rund 1200 Pflanzen, die sich in einem frühen Wachstumsstadium befanden, sichergestellt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache und zu dem Betreiber der Plantage dauern an. (sw)

Obdachlose mit Flasche beworfen

Gestern in den frühen Morgenstunden (03.11.2021, 02:00 Uhr), bewarfen Unbekannte zwei Obdachlose mit einer Flasche. Die Männer übernachteten unter dem Vordach eines leerstehenden Gebäudes an der Bundesallee in Wuppertal-Elberfeld. Der oder die Täter näherten sich mit einem dunklen Auto, aus dem gezielt mit einer gefüllten Bierflasche auf die Beiden geworfen wurde. Durch die herumfliegenden Splitter erlitt einer der beiden Wohnungslosen eine leichte Verletzung, die er selbständig versorgte.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Testsieger „Faires Pfund Bio Kaffee“

Bestnote Sehr gut bei Kaffeeanbau u. Transparenz, über die Hälfte der Kaffees fiel durch.

„Das beste Produkt im Test“: In der aktuellen November-Ausgabe der Zeitschrift ÖKO-TEST hat der Bio-Kaffee „Faires Pfund“ von Fair Trade-Pionier GEPA mit der Bestnote „gut“ als Testsieger abgeschnitten. Insgesamt fielen 14 von 20 untersuchten gemahlenen Kaffees durch. Auch in der Einzelkategorie „Kaffeeanbau/Transparenz“ konnte der GEPA-Kaffee als einziger mit der Bestnote „sehr gut“ überzeugen, wie auch ÖKO-TEST positiv hervorhebt. Hier gingen die sechs Bio-Anbieter im Gegensatz zu konventionellen Anbietern mit gutem Beispiel voran. Am schlechtesten im Testergebnis „Kaffeeanbau/Transparenz“ schnitten Kaffees namhafter Marken ab. Laut ÖKO-TEST zählt der „Faires Pfund Bio Kaffee“ auch in Sachen Inhaltsstoffe zu den Besten im Test. (Kategorien „Inhaltsstoffe“ und „Sensorik“ jeweils die Einzelnote „gut“), viele Kaffees landeten dagegen im Mittelfeld oder sogar bei Note „ausreichend“ und „mangelhaft“. Abwertungen gab es bei allen Kaffees für den Nachweis von Furan, das beim Rösten entsteht.

ÖKO-TEST: Transparenz Voraussetzung für Menschenrechte und Umweltschutz

Verantwortung bei Menschenrechten und Umweltschutz geht für ÖKO-TEST mit Transparenz einher. Deshalb mussten die 20 Kaffee-Anbieter einen umfangreichen Fragebogen zu allgemeiner sozialer und ökologischer Unternehmensverantwortung, menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, Risikomanagement sowie Rückverfolgbarkeit ihrer Lieferkette ausfüllen. Diese Themen stehen für die GEPA und ihre Handelspartner an erster Stelle. Daher konnte der Vorreiter im Fairen Handel seine Aussagen durch Fairtrade- und Bio-Zertifikate, Lieferdokumente und Verweise auf www.gepa.de lückenlos belegen sowie seine Fair plus- Punkte bei der Zusammenarbeit mit Handelspartnern darstellen.

Klimawandel hat die ökonomische Lage von Kleinbäuer*innen weiter verschlechtert

Im Hintergrundartikel „Kaffee ist alle“ geht ÖKO-TEST auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels für Kaffee ein: Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, Schädlinge und Krankheiten wie der Kaffeerost nehmen zu. Im Artikel wird auch GEPA-Einkaufsmanager Kaffee, Kleber Cruz Garcia, befragt. Er sieht die Schuld bei der Verbreitung von Kaffeerost vor allem bei den niedrigen Kaffeepreisen: „Wenn die Kosten des Kaffeeanbaus die Einnahmen aus dem Verkauf übersteigen, werden die Kaffeepflanzen nicht mehr gepflegt, mit Düngemitteln nicht versorgt, das Unkraut nicht entfernt, die Insekten nicht bekämpft.“ Der Klimawandel verschärft das Phänomen. Kleber Cruz Garcia: „Bei steigender Temperatur und höherer Feuchtigkeit hat der Kaffeerost schwache und alte Kaffeepflanzen gefunden, die zu einer schnellen Verbreitung des Pilzes beigetragen haben.“ Sein Fazit: „Der Klimawandel hat die schlechte ökonomische Situation der kleinen Bauern verstärkt“. Aufgrund seiner langjährigen Verbindung mit den Kaffeeproduzent*innen ist er davon überzeugt, dass es keinen Klimaschutz ohne faire Preise gibt. Kaffee ist hier ein repräsentatives Beispiel unter vielen. Deshalb hat die GEPA unter dem Motto #ClimateJusticeNow in diesem Jahr einen mehrjährigen Schwerpunkt für mehr Klimagerechtigkeit gestartet. Alle Infos dazu unter www.gepa.de/Klimagerechtigkeit.

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 45 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India und mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de.

„Streit ist der Kern der Demokratie“

Am 25. Oktober feierte die Politische Runde der Bergischen VHS ihren 60. Geburtstag im Otto-Roche-Forum.

Am vergangenen Montag beging die Politische Runde der Bergischen Volkhochschule ihren bereits 60. Geburtstag. Passenderweise waren rund 60 Gäste gekommen, um im Otto-Roche-Forum diesen außergewöhnlichen Abend des bekannten Wuppertaler Debattenformats mit besonderem Geburtstagsprogramm zu erleben.

Als Referentin konnte das Team um Fachbereichsleiter Dr. Jan Niko Kirschbaum die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Römmele für diesen Abend gewinnen, die live aus Berlin zugeschaltet war. Gemeinsam mit Moderatorin Annette Hager und den Gästen sprach sie über demokratische Debattenkultur, auch mit einem Seitenblick auf den neuen Stil der Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen in Berlin, den politischen Streit in pandemischen Zeiten und die Kampagnen des vergangenen Bundestagswahlkampfs. „Streit ist der Kern jeder demokratischen, inhaltlichen Auseinandersetzung“, stellte die Professorin in ihrem Vortrag fest. Gleichzeitig verdeutlichte sie, dass produktiver Streit als Inspiration für die Meinungsbildung und zur Integration verschiedener Standpunkte eine Notwendigkeit für die demokratische Kultur ist.

Zu Beginn der Veranstaltung wandte sich die Leiterin der Bergischen VHS, Anna Lenker-Koukounarakis, an die Politische Runde. „Bereits in ihrer Entstehungszeit ging sie mit einer methodisch-didaktischen Finesse voraus. Damals schon fortschrittlich überdauerte sie verschiedene Strukturwandel und VHS-Leitungen und überzeugt heute fortwährend mit ihrer über die Jahre erprobten Kernkompetenz, Politische Bildung und mit ihr demokratische Grundwerte sowie politische Selbstbestimmung zu vermitteln“, fasste Lenker die Besonderheit der Politischen Runde zusammen. Zudem würdigte sie die Arbeit von Dr. Detlef Vonde und verabschiedete den langjährigen Fachbereichsleiter, der mindestens 16 Jahre lang die Politische Runde geprägt hat.

Zu den weiteren Gästen des Abends zählten unter anderem die Direktorin des Landesverbands der Volkshochschulen von NRW, Celia Sokolowsky und der Referent für Politische Bildung und Kommunikation des Landesverbands der Volkshochschulen von NRW, Arne Cremer.

Im Anschluss klang die Veranstaltung im Fuhlrott-Foyer der Bergischen VHS aus, wo eine Geburtstagsausstellung mit Fotos und „Rundenbüchern“, wie die Gästebücher der Politischen Runde genannt werden, vorbereitet war.

Wer die gestrige Politische Runde verpasst hat, kann sie als Podcast unter www.politische-runde.de nachhören.

Ermittlungen führen zu Drogenfund: Zwei Festnahmen

Am vergangenen Samstag konnten Ermittler der Polizei nahezu sechs Kilogramm Marihuana aus dem Verkehr ziehen.

Ermittlungen in einem anderen Verfahren ergaben den Verdacht, dass zwei polizeibekannte Männer im Alter von 31 und 35 Jahren mit Rauschgift handeln bzw. an einem solchen Handel beteiligt sein könnten. Durch die Staatsanwaltschaft wurden daher Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Beschuldigten bei dem Amtsgericht Wuppertal erwirkt und am 23.10.2021 durch die Kriminalpolizei vollstreckt. Bei der Durchsuchung der Wohnungen konnten unter anderen rund 6 Kilogramm Marihuana aufgefunden werden. Die in der Nähe ihrer Wohnorte im Bereich Wuppertal-Unterbarmen angetroffenen Beschuldigten wurden mit Hilfe von Spezialkräften festgenommen.

Der 31 Jahre alte Beschuldigte wurde am 24.10.2021 einem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen ihn einen Haftbefehl erließ.

Im Falle einer Verurteilung drohen den Tatverdächtigen empfindliche Freiheitsstrafen. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Versuchter Raub auf Kurierfahrer

Auf der Sonnabendstraße in Wuppertal versuchten gestern (13.10.2021, gegen 12:00 Uhr) zwei Unbekannte einen Paketauslieferer zu überfallen.

Der 24-jährige Mann hatte nach einer Auslieferung gerade wieder sein Fahrzeug bestiegen, als zwei Unbekannte an die Fahrer- und Beifahrerseite traten, ihn durch das teilweise geöffnete Fenster mit einem Messer bedrohten und die Herausgabe von Paketen forderten.

Der Paketzusteller ging nicht auf die Forderung ein, sondern alarmierte über den Notruf die Polizei. Als die Täter dies bemerkten, flüchteten sie über einen Spielplatz in Richtung Rathenaustraße.

Die Räuber waren nach Angaben des Opfers etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß. Sie hatten schwarze Haare und schwarze Augenbrauen. Bekleidet waren sie komplett in schwarz mit Kapuzenoberteilen. Sie trugen schwarze OP-Masken und schwarze Handschuhe.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen des Verbrechens. Wer hat verdächtige Personen zur besagten Zeit gesehen oder hat ihre Flucht beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0202/284-0 entgegen. (weit)

Polizisten nach Streit angegriffen

Polizisten wurden gestern (12.10.2021), gegen 12:25 Uhr, zu einem Verkehrsunfall an der Heusnerstraße gerufen. Ein betrunkener Mann sollte gegen ein geparktes Auto gelaufen sein und sich dabei verletzt haben.

Am Einsatzort trafen die Beamten auf ein alkoholisiertes Pärchen, das sich, nachdem die Situation um den gemeldeten Unfall geklärt war, von der Örtlichkeit entfernte. Plötzlich schubste die 19-Jährige ihren 43-jährigen Bekannten zu Boden, wobei sich der Wuppertaler verletzte und von Rettungskräften behandelt sowie zur weiteren ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste.

Die 19-Jährige versuchte fortlaufend auf den am Boden liegenden Mann einzuwirken, woraufhin die Polizisten sie in Gewahrsam nahmen. Die Wuppertalerin beleidigte die Beamten lauthals, sperrte sich massiv gegen die Einsatzkräfte und versuchte, die Polizisten zu schlagen und zu treten. Die junge Frau wurde daraufhin gefesselt und im Streifenwagen in das Polizeigewahrsam gebracht. Die 19-Jährige erwartet ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Die am Einsatz beteiligten Polizisten blieben unverletzt und dienstfähig. (hm)

Zentrale Bergische Arena für Spitzensport

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach sind sich einig: „Der BHC braucht jetzt endlich Klarheit und Verlässlichkeit, was eine erstligataugliche Spielstätte im Bergischen Land angeht. Wir wollen eine gemeinsame Bergische Lösung für den BHC.“

Denn ein Handball-Erstligist mit einer dem Profisport entsprechenden Spielstätte stärkt ebenso die gesamte Bergische Region wie etwa der „Brückensteig“, das Circular Valley und der Gaskessel oder Nordbahn- und Korkenziehertrasse.  

Entwicklung auf Wuppertaler Seite

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind erläutert den aktuellen Stand zu einer  BHC-Arena aus Wuppertaler Sicht: „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv Gestaltungs- und Finanzierungsoptionen für einen BHC-Hallenstandort auf dem Gelände des Wicküler Parkes  geprüft. Daran waren neben mehreren städtischen Ressorts die Geschäftsführung der Stadthallen GmbH sowie die Unternehmensgruppe Clees als Eigentümer des Areals beteiligt. Im Rahmen der Prüfungen hat es sowohl mehrere Gutachten zu einem möglichen Betreiberkonzept als auch den Austausch mit Experten für den Betrieb großer Veranstaltungshallen gegeben.

Die Gutachten und die Beratungen dazu haben ergeben, dass der reine Betrieb einer Multifunktionsarena am Standort – wenn auch mit verbleibenden finanziellen Risiken – so möglich erscheint, dass der Aufwand des laufenden Betriebes bei enger Kooperation aller Beteiligten gedeckt werden könnte.

Es wurde aber auch klar, dass eine Refinanzierung der Investitionskosten für eine solche Halle in der Höhe von bis zu 40 Mio. Euro nicht darstellbar ist. Eine Finanzierung der Investitionskosten zu einem großen Teil durch die Stadt Wuppertal ist in zweifacher Hinsicht hoch problematisch: 1. Das Gelände befindet sich im privaten Eigentum (der Unternehmensgruppe Clees). Der Transfer eines öffentlichen Investitionszuschusses an einen privaten Investor stellt sich hier als besonders herausfordernd dar. 2. Eine zusätzliche städtische Wuppertaler Investition angesichts des aktuell schon hohen Investitionsprogrammes ist nicht mehr leistbar.“ 

Städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf in Solingen

Andere Voraussetzungen gelten für die Stadt Solingen, betont Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Klingenstadt. Bei der Klingenhalle handele es sich um eine städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf, für die ohnehin eine Sanierung oder Neuplanung anstehe. Auch wenn in Solingen für das Hallenprojekt die Verfahren auf Grundlage eines aktuellen Gutachtens jetzt anliefen, scheine es im Sinne eines berechenbaren Vorgehens sinnvoll, sich jetzt mit ganzer Kraft auf die abschließende Prüfung der Solinger Option zu konzentrieren.

Die neue Halle, in der bis zu 5.000 Zuschauer einen Sitzplatz finden würden, könnte die Klingenhalle aus dem Jahr 1973 ersetzen. Ziele: Schul- und Vereinssport am Weyersberg sollen weiterhin möglich sein, vor allem aber dem Bundesligisten Bergischer Handball-Club eine Perspektive gegeben werden, im Bergischen Städtedreieck dauerhaft spielen zu können.

Die 48 Jahre alte Halle mit rund 2.500 Sitzplätzen entspricht den Forderungen der Handballliga an Kapazität, Fernsehtauglichkeit und Bewirtungsmöglichkeiten immer weniger. Dazu wäre die neue Arena zusätzlich Spielstätte für größere Konzerte und Events ab 5.000 Zuschauer, für die es in der näheren Region bisher kein Angebot gibt.

Einnahmen würde die Arenagesellschaft aus der Vermietung erzielen: 18 Heimspiele des BHC und größere Shows wären in der modernen Arena am Weyersberg zu Beginn möglich. Und auch nötig, um die Kosten wieder hereinzuspielen.

Klarheit in Dezember-Ratssitzung

Denn, das stellt das Gutachten klar: Bei günstigem Betriebsverlauf könnte die Arena in einer Jahresbetrachtung günstiger als der Weiterbetrieb der bestehenden und zu sanierenden Klingenhalle sein. Das Geschäft rechnet sich für Solingen dennoch, da auch der Weiterbetrieb der alten Klingenhalle für die Stadt ein Verlustgeschäft ist. Aber eines, mit dem langfristig keine Einnahmen erzielt werden können, die die Last mindern würden. Für die Klingenhalle wird mit einem Sanierungsbedarf in hoher Millionenhöhe gerechnet. Und die Möglichkeit, Handballspitzensport live zu erleben, gäbe es dann wohl mittelfristig nur noch in Düsseldorf.

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Tim Kurzbach wird der Ältestenrat jetzt eine Arbeitsgruppe bilden, die die politische Debatte in den Fachausschüssen und im Rat vorbereitet. Dazu wird ein Tagesworkshop mit dem Beratungsunternehmen SEM gehören, auf der die gesamte Analyse auf der Tagesordnung steht und die Gutachter sich den Fragen der Solinger Kommunalpolitik stellen. Bis zur Dezember-Ratssitzung wollen die Ratsfraktionen sich Klarheit über die Marschrichtung – Arenaneubau oder Weiterbetrieb der alten Halle – verschafft haben.

„Zentral ist, dass der BHC zeitnah eine belastbare Hallenoption erhält. Dies ist ein gemeinsames bergisches Anliegen. Deswegen ist uns wichtig, dass wir zwischen den Bergischen Städten mit offenen Karten spielen und nicht in einen unproduktiven Wettbewerb um die Standortfrage treten. Wer jetzt in eine verbindliche – politische und finanzielle – Klärung eines Bundesliga-tauglichen Standortes eintritt, muss sicher sein können, dass es dann auch wirklich zur Realisierung des Hallenprojektes kommt“, sind sich die beiden Stadtspitzen einig. 

Neue Qualität der bergischen Zusammenarbeit

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind betonte, die enge Abstimmung mit Solingen biete auch die Chance, der Zusammenarbeit der bergischen Städte eine neue Qualität zu geben und diese weiter zu intensivieren. Auf Wuppertal bezogen machte der Oberbürgermeister deutlich, dass der aktuell für eine Arena geprüfte, aber für ungeeignet gefundene Standort ehemaliger Wicküler Park für die Stadt weiter ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt sei. Die Stadt werde gemeinsam mit dem Eigner weiter nach tragfähigen Lösungen für diesen in der Talachse wichtigen Standort suchen.

Bergische IHK: Aufschwung gewinnt an Breite und erfasst auch den Dienstleistungssektor

Die konjunkturelle Lage der bergischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2021 weiter verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge heute (6. Oktober) vorstellten.

An der Umfrage hatten sich 513 Unternehmen mit 24.900 Beschäftigten beteiligt. Mittlerweile beurteilen 36 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und nur noch 16 Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Lageeinschätzungen wiedergibt, verbessert sich deshalb um 12 auf plus 20 Punkte. „Die Stimmung ist damit besser als unmittelbar vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich ist, dass nach dem Lockern der Corona-Schutzmaßnahmen der Aufschwung auch weite Teile des Dienstleistungssektors erreicht hat“, so Pasch und Wenge wörtlich.

Noch besser sei die Lage derzeit bei vielen Industriebetrieben, insbesondere den Herstellern von Metallerzeugnissen. Zunehmend problematisch seien aber die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und andere Vorprodukte sowie die häufig auftretenden Lieferengpässe. Unternehmensnahe Dienstleister wie die Speditionen profitieren vom industriellen Aufschwung. Dagegen dämpfen die genannten Lieferschwierigkeiten den Aufschwung im Großhandel. Die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen können dank der Öffnungsschritte etwas aufatmen. Sie sind aber noch relativ weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. „Aber nur noch fünf Prozent der Dienstleistungs­unternehmen fürchten ihre Insolvenz – im Frühjahr waren es noch doppelt so viele“, so die IHK-Vertreter.

Wirtschaftliche Lage in Remscheid am besten

Im Vergleich der drei bergischen Großstädte ist die wirtschaftliche Lage in Remscheid derzeit am besten. Das liege nicht zuletzt daran, dass in Remscheid 42 Prozent der Wertschöpfung auf das Produzierende Gewerbe entfallen – wesentlich mehr als in den beiden Nachbarstädten.

Die Unternehmen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zugleich machen sich viele Betriebe Sorgen, dass die Preise für Vorleistungen weiter steigen und die Versorgungsengpässe zunehmen könnten. „In der Industrie sehen vier von fünf Unternehmen die stark steigenden Rohstoffpreise als ein gravierendes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an. Auch befürchten viele, dass in der neuen Legislaturperiode die Steuern erhöht werden“, machten Pasch und Wenge deutlich. Trotz der Risiken wollen drei von zehn Unternehmen mehr investieren. Auch der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Über 20 Prozent der Unternehmen möchten Mitarbeiter einstellen, was aber aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird. Besonders davon betroffen sind die Gastronomie, das Verkehrsgewerbe und die Industrie. Mehr als jedes fünfte Unternehmen möchte deshalb die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.