Nach den Baumschnittarbeiten der letzten Wochen, muss nun das Holz im Schmittenbusch in Lüttringhausen abtransportiert werden. Dazu ist der Hauptweg bis längstens Donnerstagabend, 18. November 2021, gesperrt. Spaziergehende, Joggende und Radfahrende sind gebeten die Absperrung aus Sicherheitsgründen keinesfalls zu ignorieren.
NRW: 2G und 2G-Plus kommt
Die Corona-Zahlen steigen immer weiter, darum werden in Nordrhein-Westfalen (NRW) nun flächendeckend Beschränkungen für Erwachsene eingeführt, die weder geimpft noch genesen sind. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat es heute nach der Kabinettssitzung angekündigt. Neben der Gastronomie gilt dies auch besonders für Weihnachtsmärkte und Fußballspiele.
Noch strenger wird es bei Discobesuchen, Karnevalssitzungen und Feiern werden, denn dort gilt dann die 2G-Plus-Regel. 2G-Plus bedeutet, dass der Zugang nur für Geimpfte und Genesene gestattet ist, wenn sie auch einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen können. Für Kinder und Jugendliche wird es natürlich weiterhin Ausnahmen geben. Dennoch erwähnenswert, dass wohl eine europaweite Freigabe des Comirnaty-Impfstoffs von BioNTech für Kinder von 5-11 Jahren im Lauf der nächsten Woche bevorsteht.
Der Durchbruch – Doch das Monster bricht nicht
Am Samstagabend mal wieder unbeschwert -man ist ja geimpft- ins Theater gehen, zu einer in Remscheid stattfindenden Premiere eines Remscheider Autors: Der Durchbruch, geschrieben von Christian Wüster, uraufgeführt im Westdeutschen Tournee Theater (WTT).
Die Remscheider Kultur ist gut miteinander vernetzt, man weiß was die anderen tun, aber aktive Kooperationen zum Wohl der lokalen Kunst- und Kulturszene sind leider sehr selten. Viel zu gerne möchte man mit großen Namen von kleinen Geschichten oder mit spektakulärem Getöse von etwa mangelnder Qualität ablenken. Es braucht mehr Mut, Mut zu aktiver Vernetzung, zu Kooperation, zu Zusammenarbeit.
Und genau das hat Claudia Sowa, Intendantin des WTT, nun vorgemacht. Quasi einen Durchbruch für die Remscheider Kulturszene gewagt: Die Premiere eines Stücks eines Remscheider Autors auf einer bekannten Remscheider Bühne mit einem professionellen Ensemble. Christian Wüster ist Autor und Vorsitzender der Lüttringhauser Volksbühne und leitet mit dem WÜSTheatER auch eine eigene Laien-Theatergruppe.
Die Gräueltaten der Nazis
Coronabedingt inszenierte Sowa „Der Durchbruch“ als szenische Lesung, dabei minimalistisch und dunkel. Die Bühne war komplett in Schwarz gehüllt. Fünf Stühle, ein Tisch und das farbig jeweils etwas anders nuancierte Licht zweier Schweinwerfer bildeten das Bühnenbild. Das Saallicht erlischt, das Ensemble tritt auf. Die Erzählerin setzt das Publikum ins Bild. Es ist 1962 – viele der alten Naziverbrecher haben sich das Leben genommen, oder wurden verhaftet. In einem Gefängnis in Essen wartet die bekannte Nazi-Größe Leopold Pleiditz, das Monster von Treblinka, auf seinen Prozess und vertreibt sich die Zeit mit seinem Gefängniswärter.
17 Jahre ist es her, dass das Nazireich unterging und Deutschland kapitulierte. Sechs Millionen Juden wurden von den Nazis ermordet, vier Millionen in Konzentrationslagern wie Auschwitz oder in Vernichtungslagern wie Treblinka und zwei Millionen bei Massakern der Wehrmacht. Die Nazizeit ist das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.
Pleiditz sitzt in seiner Zelle, ist gut gelaunt, arrogant, prahlerisch, lacht viel und laut. Björn Lenz, der Pleiditz mimt, bringt diesen eklatanten Gegensatz vom deutschen Schuldgefühl der Demokratinnen und Demokraten und dieser unbegreifbaren Überheblichkeit und Selbstüberschätzung der Nazis so echt und natürlich auf die Bühne, dass es während der gesamten Lesung im Publikum mucksmäuschenstill bleibt. Man mag sich nicht durch irgendein unbedachtes Geräusch zu erkennen geben, um dann schlimmstenfalls der Willkür des Monsters von Treblinka ausgesetzt zu sein. Pleiditz prahlt stolz und humorig mit seinen unmenschlichen Abartigkeiten.
Der Durchbruch – wenigstens der Wand
Man hört ein Kratzen, ein Schaben, im Stück öffnet sich die Wand. Pleiditz erhält überraschend und überraschenden Besuch. „Ich war Dein Gast in Treblinka“. Der KZ-Überlebende David Magen wird von Björn Lukas ebenso überzeugend dargestellt. Er, jetzt nicht mehr verfolgt, tritt seinem früheren Peiniger in dessen Zelle gegenüber, sucht nach Menschlichem, nach Antworten, hofft auf Reue, und trifft doch nur auf den Menschen, den er aus Treblinka kennt.

Lukas spielt auch den Gefängniswärter, es gibt Pleiditz‘ Pflichtverteidiger, einen zweifelhaften abgehalfterten bayrischen Anwalt im Ruhrgebiets-Exil, souverän dargestellt von Thomas Ritzinger und die zweite Anwältin Karin von Schmelz, verkörpert von Claudia Sowa selbst, die dem Monster endlich eine Arroganz entgegenbringt, die der Autor mit mehr Zeilen Text weiter hätte ausbauen können. War dem Publikum diese Szene zunächst seelische Erholung, bangte man kurz darauf ob sie das Monster womöglich noch vor der Todesstrafe bewahren könne.
Das Stück endet im letzten Zwiegespräch zwischen Magen und Pleiditz. Einer stirbt sein Leben, der andere lebt sein Sterben. Schwarzblende. Stille. Applaus. Und nach verhalltem Applaus herrscht im Theatersaal wieder Stille. Alle Zuschauenden sitzen wieder auf ihren Plätzen, denken, sinnieren, grübeln, atmen. Es dauerte ein bisschen, bis sich alle Menschen im Saal wieder gefangen hatten und wieder reden konnten, so eindrücklich war der Abend, so schwer zu ertragen die -hier nur gespielte- Naziarroganz gepaart mit abgrundtiefem Hass und grenzenloser Überheblichkeit.
Weiterer Termin
Am Freitag, 26 November ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) (Tickets online kaufen) findet die Lesung ein weiteres Mal im WTT statt. Reservierung empfohlen, es gilt die 2G-Regel. Im Eintrittspreis von 12 Euro ist ein Freigetränk enthalten, und das braucht es, um den anschließenden Kloß im Hals herunter zu spülen. Diese Lesung sollte erlebt werden, auch dringend von Schulklassen, und das Stück es noch auf die große Bühne schaffen, richtig mit Bühnenbild und Theatralik. Das wäre dann auch ein weiterer Durchbruch – ebenfalls verdient.
Remscheider Weihnachtstreff bereits eröffnet
Bereits seit Freitag ist der Remscheider Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz geöffnet.
Das erste Wochenende des Weihnachtsmarktes auf dem Remscheider Rathausplatz ist bereits vergangen. Da zu erwarten war, dass es am Eröffnungswochenende voll wird, haben wir hier nicht auf die Eröffnung hingewiesen. Die Eisbahn steht und funktioniert bei dem kalten Wetter hervorragend, auch heiße Getränke und typische Weihnachtsmarktleckereien liefen gut. Selbst Geschenkideen kann man beim Budenzauber entdecken. Hauptziel für die meisten Besuchenden: Etwas Normalität erleben.
Aber von Normalität sind wir noch weit entfernt. Beim Weihnachtstreff gilt die 3G-Regel, die leider nicht durchgängig und konsequent, sondern nur stichprobenartig kontrolliert wird. Neben dem Genießen der Marktatmosphäre sind weiter Disziplin und Anstand der Besuchenden wichtig, also Abstand und evtl. sogar das Masketragen, zumal die Infektionsrate steigt und es noch immer zu viele Ungeimpfte gibt.
Wenn man sich und andere schützt, also durch Impfung, Maske, Abstand, und das passt ideal zum weihnachtlichen Gedanken, steht einem entspannten Besuch mit der Familie nichts entgegen. Bleiben Sie gesund.
PSR: Aufladeaktion mit Bonusguthaben
Vom 15. bis 20. November 2021 findet die alljährliche Aufladeaktion der PSR (Park Service Remscheid) statt. In diesem Zeitraum kann an allen Kassenautomaten in den PSR-Parkeinrichtungen die PSR–Wertkarte oder die EWR PLUS-Card aufgeladen werden. Das Besondere: Je 10 Euro Aufladebetrag erhält man zusätzlich 3 Euro geschenkt. Der maximale Aufladebetrag beträgt 50 Euro. Die PSR-Wertkarte ist im Leitstand in der Tiefgarage Rathaus (Tel. 0 21 91 – 16 49 02) erhältlich.
Ein jüdisches Leben in Deutschland
Peter Liebermann bei den Lüttringhauser Gesprächen.
Die diesjährigen Lüttringhauser Gespräche sind – zumindest gilt das für die ersten beiden Abende – gut besucht. Auch am 9. November wollten mehr als 40 Besucher im Saal der evangelischen Gemeinde Lüttringhausen den Ausführungen des Referenten lauschen. Peter Liebermann war zu Gast, Mediziner, Psychiater und Psychotherapeut aus Leverkusen, der zum Thema „Jüdisch sein in Deutschland“ tiefe Einblicke in seine Familie gewährte. Für einige Jahre war Liebermann Oberarzt an der evangelischen Stiftung Tannenhof.
„Ich bin unsicher“, gestand Liebermann zu Anfang seines siebzigminütigen Monologs, „weil ich nicht weiß, was Sie erwarten.“ Aber der Referent ist Profi genug, wie sich im Laufe des Abends erweisen sollte.
„Ich war auf dem Gymnasium der einzige Jude“.
Peter Liebermann
Liebermanns Bericht beginnt bei seinen Großeltern, die in Kattowitz lebten und die nicht sehr religiös waren. Auch sein Vater habe in Polen gelebt, zumindest bis 1933, „als es dort als Jude schwieriger wurde“. Liebermanns Vater hat die Deportation überlebt, weil er zu dieser Zeit im Krankenhaus lag. Einige Antisemiten hatten ihn böse verprügelt. Ab dem September 1939 ließ er sich in Großbritannien nieder, wo er als „feindlicher Ausländer“ auch kein leichtes Leben hatte. Die britische Regierung stellte ihn vor die Wahl: Inhaftiert zu werden oder in der britischen Armee zu kämpfen. Er entschied sich für das Letztere. Das führte dazu, dass der Vater Peter Liebermanns zeit seines Lebens ein sehr vorsichtiger Mann geblieben ist. „Er hat mich auch noch mit 80 Jahren beim Überqueren der Straße an die Hand genommen“, berichtet der Mediziner. „Er wollte spüren, dass ich noch da bin.“
Die Shoah wurde in seiner Familie unterschiedlich verarbeitet. Seine Mutter hat darüber geredet, sein Vater nicht.
„Es ist nicht wichtig, ob ich ein Jude bin oder nicht. Wir müssen lernen, uns als Menschen zu begegnen.“
Peter Liebermann
Liebermanns Schilderungen gehen über seine Schulzeit („Ich war auf dem Gymnasium der einzige Jude“.), über nationalsozialistisch geprägte Lehrkräfte auch noch im Jahr 1961, als Peter Liebermann eingeschult wurde, über sein Leben in Köln-Rath, seine Ausbildung als Krankenpfleger, sein Studium und erste antisemitische Schmierereien an der Uni hin zu der Frage, ob man ihn als Juden erkennen könne. „Zerrbilder über Juden sind extrem bedeutsam“, erklärt er. „Juden haben krumme Nasen, zum Beispiel, obwohl ich viele stupsnasige Jüdinnen kenne. Ich trage keine Kippa und keinen sichtbaren Davidsstern. Ich falle nicht auf. Es ist schwierig geworden, sich in Deutschland als Jude zu erkennen zu ergeben. Und wenn man weiß, dass ungefähr ein Viertel der Deutschen antisemitische Einstellungen teilen, dann bekommt das nochmal ein anderes Gesicht.“

Die aktuelle Lage der „Zweiten und dritten Generation von Juden nach der Shoah in Deutschland“ sieht er klar und deutlich. „Die zweite Generation nach der Shoah hat Probleme mit Emotionen“, hat der Psychotherapeut erkannt. „Auf der anderen Seite wollen Menschen, die eindeutig Täter waren, zu mir in die Therapie kommen. Sie versprechen sich wohl davon eine Art Vergebung, die ich nicht erbringen kann.“
„Wenn man weiß, dass ungefähr ein Viertel der Deutschen antisemitische Einstellungen teilen, dann bekommt das nochmal ein anderes Gesicht.“
Peter Liebermann
Liebermann ist im Wissen des „Anderssein“ aufgewachsen. „Es war völlig klar, dass ich anders bin“, sagt er heute. „Mein Freundeskreis war sehr reduziert.“ Humorvoll geht er auf die vielen freien Tage ein, die er besonders als Schüler genoss. „Da waren Ostern und Pfingsten und all die christlichen Feiertage. Und dann kamen Jom Kippur oder Chanukka hinzu.“ Liebermann versteht sich und sein Leben als einen winzigen Mikrokosmos in der großen und vielgestaltigen jüdischen Welt. „Es ist nicht wichtig, ob ich ein Jude bin oder nicht. Wir müssen lernen, uns als Menschen zu begegnen. Und trotz allem, was hier geschehen ist“, schließt er, „fühle ich mich in Deutschland sicher.“
Günter Urspruch wird am Dienstag, 16. November, mit Antworten auf die Frage „Und wie war das em Dorp?“ das jüdische Leben in Ronsdorf und Lüttringhausen beleuchten. Der langjährige ehemalige Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Lüttringhausen hat sich einen Namen als profunder Kenner der Lokalgeschichte zwischen Ronsdorf und Lennep gemacht.
Nach Sekundenschlaf: Fahrer leicht verletzt, Auto Totalschaden
An einem Baum endete am Freitag (12. November) die Fahrt eines 28-jährigen Waldbrölers. An seinem Auto entstand Totalschaden, der Fahrer verletzte sich leicht.

Um 16:50 Uhr fuhr der 28-Jährige mit seinem schwarzen Audi in Morsbach auf der L 97 aus Richtung Appenhagen kommend in Richtung Wallerhausen. Auf einer langen Gerade kam er nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte dort erst mit einer Schutzplanke, anschließend kollidierte erst das Heck mit einen Baum und zuletzt schleuderte er frontal gegen einen weiteren Baum. Nach eigenen Angaben war er kurz am Steuer eingeschlafen. Er hatte Nachtdienst und seitdem nicht geschlafen.
Bei dem Unfall wurde die Schutzplanke auf einer Länge von etwa fünf Metern stark beschädigt, ein Baum komplett entwurzelt, an einem weiteren Baum endete schließlich die Fahrt. Die Front des Audis wurde dabei erheblich beschädigt. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Der Fahrer stand unter Schock. Er zog sich leichte Verletzungen zu. Die Polizei stellte seinen Führerschein sicher.

Alkoholisiert gegen ein Schild gefahren
Unter Alkoholeinfluss hat ein 30-jähriger Wermelskirchener am Samstag (13. November) in der Dorfstraße in Wipperfürth-Wipperfeld einen Verkehrsunfall verursacht.
Um 16 Uhr fuhr der 30-Jährige mit seinem schwarzen Nissan auf der Dorfstraße. In einem Wendekreis, in Höhe einer Bushaltestelle, kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit einem Bushaltestellenschild. Dabei entstand an dem Schild geringer Sachschaden.
Die Polizisten stellten bei dem Fahrer Alkoholgeruch fest und führten einen Atemalkoholtest durch, der deutlich positiv ausfiel. Der 30-Jährige musste daraufhin eine Blutprobe abgeben.
Bereits vor einem Monat war der Mann wegen einer Trunkenheitsfahrt aufgefallen. Auch damals musste der Mann eine Blutprobe und zusätzlich seinen Führerschein abgeben. Es besteht also nun der Verdacht, dass der 30-Jährige an diesem Samstag ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde nun der Nissan des 30-Jährigen sichergestellt.
Trunkenheitsfahrt – Nach dem Einkauf war der Führerschein weg
Ein 46-jähriger Lindlarer ist am Freitagnachmittag (12. November) augenscheinlich stark alkoholisiert einkaufen gewesen und anschließend mit seinem Auto weggefahren. Eine aufmerksame Zeugin informierte die Polizei.
Der 46-Jährige hatte in einem Supermarkt in der Friedhofstraße eingekauft. Als er anschließend, gegen 16:45 Uhr, zu seinem Fahrzeug ging und wegfuhr, beobachtete ihn eine 24-jährige Zeugin. Der Mann wirkte auf die Zeugin deutlich alkoholisiert, weshalb sie die Polizei verständigte. An seiner Wohnanschrift in Lindlar trafen die Polizisten den 46-Jährigen an. Er stand augenscheinlich unter Alkoholeinfluss. Er musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben.
Mehr Kirchenaustritte auf dem Gebiet des Erzbistums Köln
Die Zahl der bei Amtsgerichten auf dem Territorium des Erzbistums Köln erklärten Kirchenaustritte steigt massiv. Soweit die Austritte nach Konfessionen getrennt erfasst werden, ist auch ein deutlich höherer Anteil an Katholiken betroffen als in den Jahren 2019 und 2020, wie eine Umfrage der Kölnischen Rundschau bei den Gerichten ergab.
Bereits nach den ersten drei Quartalen 2021 ist die Gesamtzahl der Kirchenaustritte des Jahres 2019 vielerorts weit überschritten worden – in Köln um 52 Prozent (Stand 15 339), in Bonn um 43 Prozent (4561) und in Siegburg um 27 Prozent (3000). In Düsseldorf und Solingen ist kein derartiger Anstieg zu notieren. Nach Angaben des Kölner Amtsgerichts werden in der Domstadt weiterhin pro Monat 1500 Termine zum Kirchenaustritt angeboten, sie seien bis Mitte Januar ausgebucht.
Der Anteil der Katholiken an der Gesamtzahl der Austrittswilligen stieg in Bonn von 62,6 Prozent (2019) auf 70,7 Prozent in den ersten drei Quartalen 2021, in Wuppertal von 43,5 auf 49,2 und in Solingen von 46,8 auf 55,2 Prozent. In Siegburg wurde sogar ein Anstieg von 63,5 auf 77,8 Prozent erfasst. Dagegen hatte sich die Konfessionsverteilung noch 2020 nur unwesentlich von der im Vorjahr unterschieden. Für Köln und Düsseldorf gibt es keine getrennte Zählung nach Konfessionen.
Quelle: Kölnische Rundschau – www.koelnische-rundschau.de
Karnevalsauftakt: Am Ende half nur noch die Eisensäge
Kurioser Einsatz in Engelskirchen.
Die Gründe, warum ein 40-jähriger Engelskirchener auf einer Karnevalsfeier in Handschellen gelegt wurde, lassen sich nicht mehr in allen Einzelheiten ergründen – der Abend endete für den gefesselten Mann schließlich an einer Werkbank, wo mit einer Eisensäge Hand angelegt wurde.
Die Polizei war gegen 23 Uhr am Donnerstag (11. November) zu einer Karnevalsparty in einer Gaststätte in Engelskirchen gerufen worden. Es ließ sich ermitteln, dass eine Dame sich offenbar spaßeshalber von einem Security-Mitarbeiter dessen Handschellen ausgeliehen hatte, um damit einen Mitfeiernden in Ketten zu legen. Bis dahin fanden das vermutlich alle Beteiligten ganz witzig, allerdings ergab sich dann folgendes Problem: Der passende Schlüssel zum Öffnen der Handschellen ließ sich partout nicht finden.
Wenn es um Handschellen geht ist man bei der Suche nach professioneller Hilfe grundsätzlich bei der Polizei ganz gut aufgehoben. Wohl deshalb kam der Hilferuf bei der Polizeileitstelle an. Die Polizisten eilten zur Hilfe, mussten aber feststellen, dass auch ihre Schlüssel das Problem nicht lösen konnten. Einen guten Rat hatten die Ordnungshüter aber dennoch, schließlich arbeitet man regelmäßig und oft mit der Feuerwehr zusammen. Kurzerhand transportierten sie den Mann in seiner misslichen Lage zur Feuerwache in Gummersbach. Auch wenn es brachial aussehen mag, aber die Kollegen der Feuerwehr legten ein hohes Maß an Feinfühligkeit an den Tag, um die Handschellen zu lösen.
Zu guter Letzt konnte der Engelskirchener befreit und unverletzt nach Hause gehen. Was bleibt, ist eine kuriose Erinnerung an den Karnevalsauftakt zur Session 2021/2022.
Impfstelle in den Clemens-Galerien ist ab Montag länger geöffnet
Die Stadt Solingen erweitert das Impfangebot.
Die Stadt Solingen erweitert ab dem kommenden Montag, 15. November, ihr Impfangebot. Damit sollen auch die Auffrischungsimpfungen vorangetrieben werden. Voraussetzung für die sogenannte Booster-Impfung ist, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.
Die Impfstelle in den Clemens-Galerien wird dafür montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Samstags können sich Bürgerinnen und Bürger von 10 bis 16 Uhr impfen lassen
Ab Montag werden in der Impfstelle nur noch die mRNA-Impfstoffe von Moderna und Biontech angeboten. Das Vakzin von Johnson & Johnson wird künftig nur noch bei den mobilen Impfungen verabreicht. Mobil geimpft wird mittwochs von 12 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz vor McDonalds in Wald (Frankfurter Damm) sowie donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs in Ohligs. Eine Terminvereinbarung ist für alle Impfangebote weiterhin nicht notwendig.
Die Stadt Solingen möchte mit der Ausweitung der Öffnungszeiten die aktuell sehr langen Wartezeiten verkürzen und der großen Nachfrage gerecht werden. Um die Wartezeiten zusätzlich zu verringern, empfiehlt das Gesundheitsamt, das Aufklärungsmerkblatt sowie den Anamnese- und Einwilligungsbogen zur Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoff so weit wie möglich ausgefüllt mitzubringen.
Weitere Informationen sowie einen Link zu den Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen finden Impflinge unter www.solingen.de/de/inhalt/coronavirus-schutzimpfung/.
Für Fragen zum Impfangebot der Stadt Solingen stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Telefonnummer 0212 / 290 2020 zur Verfügung.
Die Stadt prüft darüber hinaus weitere Optionen, um das Impfangebot für die Solinger Bürgerinnen und Bürger weiter auszubauen.
