Dorf-Shop: Im Adventskalender steckt gemeinsame Zeit

Der Lütterkuser-Beitrag zur „buy local / kauf lokal“-Initiative heißt „Kauf Deine Geschenke im Dorf“.

Steph Hoffmann veröffentlichte im vergangenen Jahr das Buch „Finchen – Ein Adventskalender zum (Vor)Lesen“ und legte in diesem Jahr mit zwei Abenteuern von Ritter JoBe von Gertenbach in „JoBe – Ritter mit Brille“ nach. Beide Bücher sind in Isa’s Dorf-Shop erhältlich.

Zeit verschenken

Die besondere Idee, die hinter dem Finchen-Buch steckt, ist, dass man ganz bewusst gemeinsame Zeit verschenkt. Man setzt sich etwa abends gemütlich zusammen und liest jeden Abend eine neue der insgesamt 24 Geschichten vor.

Finchen gibt es ab sofort für 9,90 Euro in Isa’s Dorf-Shop in der Richthofenstraße 22 in Lüttringhausen zu kaufen. Auch „JoBe – Ritter mit Brille“ (6,50 Euro) und „Die Lüttlinge: Tom & Dibber retten das Glitzerzauberfest“ (12 Euro) gibt es dort.

Die 24 Geschichten

  • Bei der anderen Oma
  • Dancing Star
  • Tausendschön
  • Bella
  • Kimmy ist weg
  • Nikolaus
  • Auf dem Weihnachtsmarkt
  • Großeinkauf
  • Eichhörnchen Drive-In
  • Freu(n)de im Heim
  • Tante Betty
  • Constance
  • Im Schwimmbad
  • Bei den Pfadfindern
  • Die Probe
  • Der schönste Schneemann
  • Raclette ist nicht immer nur Käse
  • Auf dem Bauernhof
  • Das große Backen
  • Schlittenfahrt
  • Bei Anne
  • Oh Tannenbaum
  • Verloren
  • Oh Heilige Nacht

 

Lüttringhauser: Remscheider Kinderbuchautoren lesen während des Weihnachtsmarktes

Während des Lüttringhauser Weihnachtsmarktes lesen bei uns in der Gertenbachstraße 4 drei Remscheider Kinderbuchautoren aus ihren Büchern.

Am 1. Advent findet in Lüttringhausen seit mehr als vier Jahrzehnten der Ideelle Weihnachtsmarkt statt. Der Obergarschagener Künstler Arne C. Held wird erstmalig dabei sein und seine Heldenfeuer präsentieren. Und die Eisenbahnfreunde Remscheid sind auch wieder mit ihren berühmten Grill- und Currywürsten dabei. Tradition verpflichtet.

Herzliche Kinderunterhaltung

In unserem Ladenlokal vom „Lüttringhauser“, dem privaten Nachrichten-Blog aus Lüttringhausen, gibt es wieder Unterhaltung für Kinder. Drei Remscheider Autor*innen lesen aus ihren Werken.

Steph Hoffmann: JoBe – Ritter mit Brille

JoBe - Ritter mit Brille. Das neue Buch von Steph Hoffmann. Foto: Sascha von Gerishem
JoBe – Ritter mit Brille. Das neue Buch von Steph Hoffmann. Foto: Sascha von Gerishem

Stephanie Hoffmann, langjähriges Ensemblemitglied der Lüttringhauser Volksbühne, jetzt auch beim WÜSTheatER, Kunstschaffende, Autorin und neue Kolumnistin beim Lüttringhauser (www.die-hoffmann.de), liest aus ihrem neuesten Buch „JoBe – Ritter mit Brille“ vor, das zwei Geschichten von Ritter JoBe von Gertenbach enthält.

Sascha Bruns: Clara Kleegrün

Sascha Bruns hat „Kuhmonautin“ und „Der Raketentraktor“ aus seiner Clara Kleegrün-Reihe über die abenteuerlustige Kuh dabei. „Der Raketentraktor“ ist gerade ganz frisch im Sascha Bruns Verlag veröffentlicht.

Sascha von Gerishem: Die Lüttlinge

Da der Nachfolger noch immer auf sich warten lässt, lese ich, Sascha von Gerishem, nochmal aus „Die Lüttlinge: Tom & Dibber retten das Glitzerzauberfest“ vor, in dem sich zwei Freunde aus Lüttlinghausen für die Dorfgemeinschaft engagieren und das Glitzerzauberfest retten.

Was und wo?

Gelesen wird im gemütlichen Ladenlokal am Kamin, der Eintritt ist frei, für die Kinder gibt es kostenlos Kinderpunsch und Knabbereien. Die jeweiligen Bücher können käuflich erworben werden. Eltern können während der Lesungen dabei bleiben oder auch in Ruhe über den Weihnachtsmarkt schlendern. Sascha Gomille und Vincent Amtmann unterstützen das Autorenteam bei der Kinderbetreuung.

Das Ladenlokal vom Lüttringhauser ist in der Gertenbachstraße 4 in Lüttringhausen, in der unteren Gertenbachstraße gleich neben dem Café Lichtblick.

 

20 Jahre Flair-Weltladen in Lüttringhausen

Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Flair-Weltladen in der Lüttringhauser Gertenbachstraße steht keine Geburtstagsfeier an.

Man muss nicht jeden Geburtstag groß feiern. Besonders dann nicht, wenn andere Feierlichkeiten gerade stattgefunden haben. So denken die Mitarbeiter des Flair-Weltladens auf der Gertenbachstraße in Lüttringhausen und begehen den zwanzigsten Geburtstag des Ladenlokals in diesen Tagen eher still und bescheiden. Erst zur Jahresmitte hat man den gelungenen Umbau groß gefeiert.

Gemeinsam für Gutes

Die Flair-Schokolade ist eine tolle Geschenkidee. Foto: Sascha von Gerishem
Die Flair-Schokolade ist eine tolle Geschenkidee. Foto: Sascha von Gerishem

Die Anfänge des Weltladens im Jahre 1999 gingen auf verschiedene Initiativen zurück, die sich mit fairem Handel beschäftigt haben. Und nach Besuchen der Weltläden in u.a. Köln und Hagen stand schnell fest: „Lasst uns in Lüttringhausen einen Weltladen gründen.“
Von Anfang an wollte man nicht nur fair gehandelte Waren anbieten, sondern auch Hintergrundinformationen dazu geben können. Der Weltladen sollte als Café ein Treffpunkt sein, in dem Interessierte auch gleich die Möglichkeit haben, die fair gehandelten Waren zu probieren. Vom ersten Tag an war ein Buchhandel im Laden integriert, der bis heute ein wichtiges Standbein ist.

Im Flair-Weltladen findet man immer ein passendes Geschenk. Foto: Sascha von Gerishem
Im Flair-Weltladen findet man immer ein passendes Geschenk. Foto: Sascha von Gerishem

Einige Umbauten haben im Laufe der Jahre den Flair-Weltladen äußerlich verändert. Aus den anfänglichen zwei Räumen sind nun drei mit einer Verkaufsfläche von 100 Quadratmetern geworden. Die letzte große Renovierung, die im Sommer 2019 abgeschlossen wurde, hat ca. 50.000 Euro gekostet. Das Warenangebot hat sich stets vergrößert. Nur an fair gehandelte Kleidung hat man sich noch nicht herangetraut. „Das ist sehr speziell“, verrät Manfred Brauers, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Ökumenische Initiative Lüttringhausen, die den Weltladen betreibt.

Bildungsarbeit als wichtiges Element

Die Bildungsarbeit war dem Laden immer wichtig, erläutert Manfred Brauers. Außer dem regelmäßig stattfindendem Literatur-Café, das zumeist vom Vorsitzenden des Vereins, Johannes Haun, durchgeführt wird nimmt der Verein an den Fairen Wochen teil, die in den letzten 14 Tagen des September stattfinden. Auch der Weltladentag (2. Samstag im Mai) steht immer auf der Agenda. Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Misereor, für Schulen und gesondert für die Öffentlichkeit, sind selbstverständlich. Schulgruppen besuchen regelmäßig den Weltladen. Einige Praktikanten wurden bereits beschäftigt.

Ebenfalls neu: Naturkosmetik. Foto: Sascha von Gerishem
Ebenfalls neu: Naturkosmetik. Foto: Sascha von Gerishem

Der Geburtstag des Flair-Weltladens in diesen Tagen wird dazu genutzt, die 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einer Feier einzuladen. Darüberhinaus wird es einige besondere Angebote geben. Zum Beispiel werden die neuen Wellness-Produkte am 6. und 7. Dezember mit einem 10%igen Rabatt angeboten.

Einsatz für das Lieferkettengesetz

In der Zukunft wird das Lieferkettengesetz eine wichtige Rolle in der Arbeit des Weltladens spielen. Die Initiative Lieferkettengesetz tritt für die Wahrung von Menschenrechten in Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette ein, von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf an den Endkunden. „Greenpeace“ macht schon mit, „Brot für die Welt“ ebenso.
Für die Zukunft sieht Manfred Brauers den Klimawandel als größte Aufgabe an. „Unsere Kaffeeanbauer müssen wegen des Klimawandels weiter in der Höhe anbauen. Anders gedeiht der Kaffee nicht mehr.“

Herrnhuter Sterne gibt es im Flair-Weltladen in unzähligen Ausführungen. Foto: Sascha von Gerishem
Herrnhuter Sterne gibt es im Flair-Weltladen in unzähligen Ausführungen. Foto: Sascha von Gerishem

Als Fazit der ersten zwanzig Jahre sagt Manfred Brauers: „Was wir im Flair-Weltladen dringend brauchen ist ein Generationswechsel. Die Herausforderungen sind nicht kleiner, sondern größer geworden. Sich für fairen Handel einzusetzen ist nach wie vor notwendig und wichtig.“

Drei Jahre wollte man durchhalten. Jetzt sind es bereits 20 geworden. Herzlichen Glückwunsch, auch ohne Feierlichkeiten.

Natur-Schule: Wandern im Winterwald

Baumrinde in der tiefstehenden Sonne, vom Regen erzeugter Schaum am Baumstamm, Haareis im Bachtal, Spuren von Tieren im Schnee oder holzzersetzende Pilze – der Winterwald hält viele interessante Momente für uns Menschen bereit.

Die Natur-Schule Grund bietet Gelegenheit, bei einer Winterwanderung die verschiedenartigen Wälder und Forstbestände zwischen Grund und Grüne sowie ihre Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt kennen zu lernen.

Drei Stunden durch die Natur

Die Wanderung unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl startet am Sonntag,  8. Dezember 2019, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13 in Remscheid-Grund, und dauert ca. drei Stunden.

Bei wetterfester Kleidung und warmem, Feuchtigkeit abhaltendem und festem Schuhwerk ist die Wanderung geeignet für interessierte erwachsene Einzelpersonen und für Familien mit Kinder ab ca. 7 Jahren.

Kosten und Anmeldung

Kinder (bis 15 Jahre) zahlen 3 Euro, Erwachsene 6 Euro, Familien mit zwei eigenen Kindern 15 Euro und für jedes weitere eigene Kind 1,50 Euro.

Eine Anmeldung bis Freitag, 6. Dezember, ist unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund unter info@natur-schule-grund.de oder 02191 374 8239 entgegen.

SOKO Steffi: Privater Engel statt Tiertafel

Stefanie Koch verteilt als SOKO Steffi Tierfuttermittel an bedürftige Heimtierhalter.

„Der Tisch war komplett voll mit Futter, es geht richtig gut“, strahlt Stefanie Koch bei der Ausgabe der Tafel am CVJM-Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 38. Dort steht sie mit einem kleinen Tisch und verteilt Heimtierfutter an Tafelbegünstigte, die Haustiere halten. Stefanie Koch macht das nicht nur ehrenamtlich, das Futter, das sie verteilt, hat sie größtenteils selbst gekauft oder von Freunden als Spende erhalten.

Ehrenamtliches Engagement

"Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl", freut sich Steffi Koch. Foto: Sascha von Gerishem
„Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl“, freut sich Steffi Koch. Foto: Sascha von Gerishem

Warum engagiert man sich so intensiv, wollten wir wissen. „Ich wollte immer schon Tieren helfen. Und wenn man selber schon mal von Hartz 4 gelebt hat und auch Tiere hat, weiß man, dass das Geld knapp ist“, bringt sie es auf den Punkt. In Remscheid gibt es keine Tiertafel. Haustiere, obwohl für viele Menschen Familienmitglieder, werden bei der Berechnung das Hartz 4-Satzes nur in wenigen Ausnahmefällen berücksichtigt. Das Geld für die Heimtierverpflegung und nötige Tierarztbesuche muss entsprechend an anderer Stelle eingespart werden. Und das, obwohl Haustiere ein gewisser Stabilitätsfaktor für die Psyche sind, und etwa Hunde auch für soziale Kontakte und körperliche Bewegung sorgen.

„In Remscheid gibt es leider keine Tiertafel und ich möchte auch gerne sowas auf die Beine stellen, denn es gibt hier sehr viele bedürftige Menschen und Tiere“, erklärt Steffi Koch. Daher sammelt sie selbst Essens- und Sachspenden im Freundes- und Bekanntenkreis und kauft auch selbst immer noch hinzu, um andere Menschen glücklich zu machen.

Die SOKO Steffi ist erst frisch gegründet, ein paar Wochen gibt es sie erst. Neben dem Schichtdienst in der Pflege, ihrem eigentlichen Beruf, widmet sie ihre Freizeit der Hilfe für andere. „Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl.“ Unterstützt wird sie dabei auch von Sascha Gomille, der sich ebenfalls sehr engagiert, etwa bei den Grünen, für die Aktion Muteinander und Remscheid Tolerant.

Die SOKO Steffi unterstützen

Wer die SOKO Steffi unterstützen möchte, kann über die SOKO Steffi-Facebookseite Kontakt aufnehmen oder auf die dort veröffentlichten Spendenaufrufe reagieren. E-Mails an soko-steffi@luettringhauser.de leiten wir direkt an Steffi Koch weiter. Spenden können auch beim Lüttringhauser – c/o Sascha von Gerishem in der Gertenbachstraße 4 in Lüttringhausen abgegeben werden (montags, donnerstags und an den Wochenenden). Gemeinsam kann man die Welt zum Guten verändern.

Updates zu Abgabestellen

    • Lüttringhauser, c/o Sascha von Gerishem, Gertenbachstraße 4, 42899 Remscheid (Lüttringhausen): montags, donnerstags und an den Wochenenden
    • Lenaver-Frischmarkt Rüggeberg, Sedanstraße 33, 42855 Remscheid (Fichtenhöhe): Abgabe-Box im Ladenlokal zu den normalen Öffnungszeiten (Mo.-Fr. von 7.30 bis 18.30 Uhr, Sa. von 7.30 bis 16 Uhr)
    • FRISCHMARKT Remscheid-Süd, Baisieperstraße 18, 42859 Remscheid (Zentralpunkt/ Mixsiepen): Während der Öffnungszeiten (Mo.-Sa. 8 bis 20 Uhr)
    • PENNY Markt Lüttringhausen, Kreuzbergstraße 4, 42899 Remscheid (Lüttringhausen, Neue Mitte): Während der Öffnungszeiten Abgabe bei den Mitarbeitenden (Mo.-Sa. 7 bis 22 Uhr)

„Wir haben keine drei Erden zur Verfügung“

Die Lüttringhauser Gespräche mit Dr. Gudrun Kordecki im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Lüttringhausen widmeten sich der globalen Zukunft.

Der zweite Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gespräche widmete sich der globalen Zukunft. Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen in Schwerte bezog in ihrem Vortrag auch die Agenda 2030 ein und machte keinen Hehl daraus, dass Deutschland wichtige Ziele der Agenda nicht erfüllen werde.

Fatale Auswirkungen egoistischer Lebensweise

„Wenn alle so leben würden wie wir in Mitteleuropa“, sagte die Chemikerin, „dann bräuchten wir drei Erden. Die haben wir aber nicht.“ Und sie malte ein pessimistisches Bild dessen, was Politik in Zukunft erreichen kann.

47% der natürlichen Ökosysteme sind in den vergangenen Jahren verloren gegangen. Die Biomasse der auf der Erde lebenden Säugetiere hat um 82% abgenommen.

Zur Bestandsaufnahme gehörte der Fakt, dass der augenblickliche und zum größten Teil vom Menschen verursachte Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist. Sehr deutlich schlägt der Verlust der Biodiversität zu Buche. 47% der natürlichen Ökosysteme sind in den vergangenen Jahren verloren gegangen. Die Biomasse der auf der Erde lebenden Säugetiere hat um 82% abgenommen. Gleichzeitig haben wir es mit einem steten Bevölkerungswachstum zu tun. Die Lebensweise der Menschen ändert sich permanent. „Die planetarischen Belastungsgrenzen sind zum Teil bereits jetzt überschritten“, zitierte sie den schwedischen Forscher Johan Rockström. Wir brauchen jedoch die biologische Vielfalt in vielen Bereichen unseres Lebens.

Deswegen hat die Weltklimakonferenz die Agenda 2030 ins Leben gerufen. Diese Agenda will dazu beitragen, dass die ökologischen Grenzen des Planeten eingehalten werden, ohne die sozialen Mindeststandards zu verändern. Dazu wurden 17 Ziele formuliert, denen sich alle Staaten der UN verpflichtet fühlen und die alle von diesen Staaten unterschrieben wurden. Die Agenda 2030 muss konsequent in allen Politikbereichen und in allen Staaten angewendet werden, wenn die herrschenden Zustände nachhaltig geändert werden sollen.

Nach den Buchstaben der Agenda 2030 soll der Hunger auf der Welt bis zum Jahre 2030 vollständig besiegt werden. Nachhaltige Landwirtschaft soll gefördert werden. Der Anteil an Ökolandbau soll auf 20% erhöht werden. Bemerkenswerterweise enthält die deutsche Version zur Agenda 2030 das Wort „Hunger“ sowie die Verpflichtung zum Kampf dagegen nicht. Hunger scheint in den deutschen Politikerköpfen nicht stattzufinden.

Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen im evangelischen Gemeindehaus Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen im evangelischen Gemeindehaus Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Fokus dringend auf Fairen Handel legen

Die Verringerung bzw. die Vermeidung von Abfällen ist ein weiterer wichtiger Punkt der Agenda. Ressourcen müssen geschont werden. Der Marktanteil an Waren mit dem Umweltlabel (Blauer Engel, Fair-Trade-Label) ist von jetzt 6% bis zum Jahre 2030 auf 34% zu erhöhen. Der Fokus soll auf fairen Handel gelegt werden. Der Hauptfokus aller Maßnahmen soll auf Bildung und Information liegen.

Auch bemerkenswert ist es, dass Mobilität in der kompletten Agenda keine Rolle spielt. E-Autos, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, alternative Energieformen…. diese Worte sucht man vergeblich. Die Eingabe eines Politikers der Grünen im Europaparlament, die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 km/h als Geschwindigkeitsbegrenzung zu deklarieren, hatte nie eine ernsthafte Chance auf Verwirklichung.

Natürlich formuliert die Agenda 2030 eine Menge, in der man die Treibhausgase reduzieren soll. Deutschland wird diesen (bescheidenen) Wert nicht erreichen.
Und so weiter, und so fort. Das Thema ist zu gewaltig, als das man es in einem 75-minütigen Vortrag endgültig abarbeiten könnte. Aber warum passiert in Deutschland zu diesem Thema zu wenig?

Unverpackt – Ein Anfang.

Gudrun Kordecki bleibt höflich. „Ich vermute, die Politiker sind nicht mutig genug.“
Ein kleines positives Zeichen gibt es aus Remscheid zu vermelden: Anfang 2020 wird auf der Hindenburgstraße der erste Unverpackt-Laden im Stadtgebiet eröffnen. Mehr dazu in Bälde an dieser Stelle.

Externer Link

19 Belege, dass die AfD den menschengemachten Klimawandel leugnet.

Pilze suchen in schöner Landschaft

Wanderung zur Ökologie der Pilze mit Jörg Liesendahl und der Natur-Schule Grund.

Bedingt durch viele Niederschläge gab es in diesem Herbst relativ viele Pilze. Zahlreiche Arten bilden auch jetzt noch Fruchtkörper aus, die in ihrer Formenvielfalt und mit beeindruckenden Farben faszinierend auf die Menschen wirken.

Diplom-Biologe Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund stellt bei einer Wanderung im Gebiet zwischen Grund und dem Gelpetal bei Westen die Ökologie der Pilze und ihre Bedeutung für die Abläufe in der Natur dar. Aus der Formenvielfalt von inzwischen weit über 200 aus dem Gebiet bekannten Pilzarten werden einige häufige und einige seltenere Pilzarten vorgestellt.

Wichtig: Diese Pilzwanderung dient nicht dem Aufsammeln essbarer Pilze! Das Körbchen muss deshalb zu Hause bleiben.

Die ökologische Pilzwanderung startet am Samstag, 30. November 2019, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in 42855 Remscheid-Grund. Die Wanderung ist geeignet für interessierte Erwachsene, aber auch für Familien mit Kindern ab ca. 8 Jahren und wird etwa drei Stunden dauern. Wetterfeste, ggf. auch wärmende Kleidung und Schuhe werden empfohlen.

Anmeldung und Kosten

Die Kosten betragen für Kinder bis 15 Jahre 3,50 Euro und für Erwachsene 7 Euro. Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Familienrabatt. Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule unter 02191 3748239 oder, besser noch, per Mail entgegen: info@natur-schule-grund.de

Diskussion: Welche SPD braucht es für die Zukunft?

„Auf der Höhe der Zeit oder den Höhepunkt überschritten? – Welche SPD braucht es für die Zukunft?“ Einladung zur Diskussion mit dem Berliner Netzpolitiker Yannick Haan am 27. November 2019 um 19 Uhr im Flair-Weltladen in Lüttringhausen.

Selten kam eine Veranstaltung so zur rechten Zeit wie die Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Lüttringhausen zur Zukunft der SPD. Am heutigen Dienstag, 19. November, startet die zweite Runde zur Mitgliederbefragung zur Findung einer Doppelspitze, die künftig die Bundes-SPD führen soll.

Zustand der deutschen Sozialdemokratie

Der SPD-Ortsverein Lüttringhausen hatte schon im Frühjahr überlegt, im Herbst zu einer Versammlung einzuladen, um den aktuellen Zustand der deutschen Sozialdemokratie auf Herz und Nieren zu prüfen:

  • Hat sich die deutsche Sozialdemokratie vielleicht überlebt und ist die Idee der klassen- oder schichtenübergreifenden Solidarität ein Fall für Lagerfeuerromantik und die Geschichtsbücher?
  • Hat die die SPD noch das Potential, Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln (Beispiel: Klimawandel)?
  • Braucht es eine „neue“ SPD, die in der Lage ist den veränderten Gegebenheiten in unserem Land Rechnung zu tragen (Individualisierung, Digitalisierung, Auflösung der großen Milieus, multikulturelle Gesellschaft)?

Diese und viele andere Fragen mehr stehen am Mittwoch, 27. November 2019 ab 19 Uhr im Flair-Weltladen, Gertenbachstraße 17 in Remscheid-Lütringhausen zur Diskussion.

Die SPD freut sich, dass sie den Berliner Netzpolitiker Yannick Haan gewinnen konnten. Yannick Haan ist Vorsitzender der SPD Alexanderplatz (Berlin), Politikberater beim Thinktank „iRightsLab“ und Publizist.

Erst kürzlich erschien in der FAZ ein Beitrag von ihm unter dem Titel „Niemand ist seines Glückes Schmied“ (FAZ, 06.10.2019), wo er sich mit der Frage beschäftigt, wie in einer auf Individualismus (und Egoismus) gepolten „Generation Y“ wieder „das Kollektiv“ und damit die Verantwortung für das Ganze gestärkt werden können.

Generationen-Talk im Anschluss

Im Anschluss an den Vortrag soll sich ein „Generationen-Talk “ anschließen, wo Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaften Jusos, AG 60plus und AsF zu Wort kommen.

„Es gab mal eine Zeit, da gab die Arbeiterbewegung und mit ihr die deutsche Sozialdemokratie in unserem Land den Takt vor, wenn es darum ging, unser Land sozialer, demokratischer und gerechter zu machen. Die politischen Leistungen, die auf das Konto der SPD gehen, bilden das Kapital, auf dem unser Sozialstaat, unser Rechtsstaat und auch unser wirtschaftliches Wohlergehen fußen. Leider wirft dieses Kapital schon seit vielen Jahren keine Zinsen mehr für uns ab. Wir wollen herausfinden, warum das so ist“, so die stv. Vorsitzende der Lüttringhauser SPD, Gerhilt Dietrich.

Eingeladen sind ausdrücklich alle Interessierten.

Facebook-Veranstaltung

Sie können die Veranstaltung auch bei Facebook unterstützen, indem Sie sie teilen, Ihre Teilnahme zusagen oder auch auf „interessiert“ klicken: „Auf der Höhe der Zeit oder den Höhepunkt überschritten?“

Nikolaus im Dorf-Shop

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Dorf-Shop in Lüttringhausen wieder den beliebten Nikolausmarkt.

Am Nikolaustag, am 6. Dezember 2019 ist es wieder so weit. Von 15-18 Uhr findet im Dorf-Shop in der Richthofenstraße 22 wieder der traditionelle Nikolausmarkt statt. Nach der Generalprobe im vergangenen Jahr, zeichnet erneut Isabel Paas verantwortlich.

Traditionell mit viel Herz

Um den vielen treuen Kunden, zu denen besonders viele Kinder zählen, da es in Isa‘s Dorf-Shop neben Spielwaren auch Süßigkeiten gibt, für das jeweils vergangene Jahr zu danken, stattet der heilige Nikolaus dem kleinen Lädchen jedes Jahr einen Besuch ab. Damit der Nikolaus besser planen kann, wieviele Geschenketüten er mitbringen soll, ist eine Anmeldung des Kindes im Dorf-Shop bis zum 4. Dezember 2019 unbedingt erforderlich.

Engel Conny wird die vielen lieben Kinder wieder mit einem Geschenktütchen, in dem Obst, Leckereien und Spielwaren sind, belohnen, wenn sie dem Nikolaus etwa ein Lied vorsingen. Währenddessen genießen die Älteren das herzliche Beisammensein bei Glühwein und Grillwurst.

Im vergangenen Jahr besuchte ein Kamerateam der WDR Lokalzeit Bergisches Land Isa und ihr Team bei den Vorbereitungen. Hier geht es zum Beitrag über den Lüttringhauser Dorf-Shop in der WDR-Mediathek.

Nikolausmarkt im Dorf-Shop in Lüttringhausen.
Nikolausmarkt im Dorf-Shop in Lüttringhausen.

Lüttringhauser Gespräche: Das soziale Klima em Dorp

Die Lüttringhauser Gespräche 2019 haben begonnen. Zur ersten Runde am Abend des 12. November im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz  in Lüttringhausen referierten gleich zwei hochkarätige Gäste vor dreissig Besuchern. Thema war das soziale Klima im Allgemeinen und in Remscheid im Besonderen.

Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs
Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs

Prof. Dr. Ulrich Deinet, Sozialwissenschaftler aus Düsseldorf, arbeitete im Rahmen seines Vortrages recht schnell das eigentliche Thema heraus: „Wir müssen Kinder und Jugendliche stärker beteiligen.“ Er bezog sich in vielen seiner Aussagen auf selbst erhobene Umfragen unter Jugendlichen, sowohl solche, die in Großstädten als auch welche, die im ländlichen Gebiet leben.

Kinder und Jugendliche stärker beteiligen

Die Jugendlichen von heute, führte Prof. Dr. Deinet aus, sind multitaskfähig im hohen Maße. Musikhören während der Erledigung von Schularbeiten ist völlig normal. Viele googlen bei seinen Vorträgen in Schulen, oder bewegen sich auf andere Art im Internet, ohne die Aufmerksamkeit auf den Vortrag zu vernachlässigen. Bemerkenswerterweise kam der Professor anhand seiner Umfragen zum Ergebnis, dass die großen sozialräumlichen Unterschiede im Erleben von Jugendlichen nicht mehr existieren. „Das Stadt-Landgefälle gibt es so nicht mehr.“

Die Familie sei und bleibe der Mittelpunkt, auch Jugendliche sehen das so. Der Kreis um die Familie herum werde im Laufe des Lebens immer größer. Der Freundeskreis vergrößert sich, Schule und Beruf haben Einfluss. Im Alter verkleinert sich das wieder, und am Schluss besteht der äußere Raum eines sehr alten Menschen aus dem eigenen Kopf.

Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs
Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs

Nicht nur Jugendlichen sind virtuelle Räume wichtig geworden. „Heutzutage hat jeder im Bus ein Handy in der Hand.“

Die Handlungsräume für Jugendliche müssen erweitert werden, ist sich Prof. Deinet sicher. Aber Infrastrukturen für Jugendliche herzustellen, sei nicht einfach. Am Ende seines Vortrages erwähnte der Referent die Stadt Hilden, die ein Kinder- und Jugendparlament unterhält. „Natürlich muss man sehen, wie weit die Mitbestimmung geht.“

Andy Dino Iussa, Theaterregisseur, Dramaturg, Kulturprojektentwickler und Engangementförderer in der katholischen Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz stimmte dem Professor im Vielen zu. Er sehe Kunst als einen Prozess, um gesellschaftliche Entwicklung voranzubringen. Er bemühe sich, Begegnungen außerhalb der Routine zu ermöglichen.

Engagementförderer Andy Dino Iussa vom Lotsenpunkt. Foto: Peter Klohs
Engagementförderer Andy Dino Iussa vom Lotsenpunkt. Foto: Peter Klohs

Iussa erzählte von seinem Projekt „Weltort Lennep“. In diesem Projekt werden die persönlichen Schicksale von Menschen – gleich welcher Herkunft – in einem Stadtrundgang durch Lennep erlebbar. Iussa betont mit diesem Projekt das Gemeinsame der Menschen. Bewegend schildert er, wie eine alte Frau aus Schlesien bei einem Stadtrundgang das Schicksal eines syrischen Flüchtlings erzählt. „Für dieses Projekt ist der Lenneper ‚Lotsenpunkt‘ extrem wichtig“. erzählt er. „Da treffen sich Menschen und verbringen Zeit miteinander. Nicht nur in diesem Projekt wird die Herkunft der Menschen völlig unwichtig.“

Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

„Weltort Lennep“ hat den katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus erhalten. Aus diesem Projekt hat sich ein weiteres gebildet, das Iussa „Weltort Garten“ genannt hat und in dem gemeinsam ein großes Gelände bewirtschaftet werden soll. Eine Menge kulturelle Events sind dazu angedacht. Am Wichtigsten, so Iussa, sei die Bereitschaft, andere Menschen wahrnehmen zu wollen.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum brachte zwei bemerkenswerte Äußerungen hervor. Professor Deinet, noch einmal auf die Jugend angesprochen, erklärte: „Ein reiches Land wie Deutschland hat einen Anteil an Kinderarmut, der unverantwortlich ist. Der tritt nicht so deutlich zu Tage, aber ist da, nicht nur statistisch.“

Das Schlusswort hatte eine Besucherin. „Die Erwachsenen müssen noch viel lernen.“

Sankt Martin und der Mätentreff

Beim Laternenumzug der Lüttringhauser Grundschulen ritt Sankt Martin durch die Lütterkuser Altstadt. Anschließend wurde zum Mätentreff in die Gertenbachstraße geladen.

Immer im November laden die drei Grundschulen aus Lüttringhausen zu einem besonders schönen Sankt Martinsumzug ein. Organisiert wird das Brauchtumsfest reihum, in diesem Jahr war die Grundschule Eisernstein Ausrichter. Für Schule und Schulverein bedeutet das, dass neben Pferd und Reiter und Posaunenchor auch Genehmigungen bei der Stadt, Unterstützung durch Rettungswagen und die Polizei, Helfer für die Zugbegleitung und die Spendensammlung, die Weckmann-Ausgabe und auch die Jugendfeuerwehr für die Feuerwache organisiert werden müssen. Auch die vielen Eltern, die schon ein paar Wochen vorher von Haus zu Haus ziehen und um Spenden bitten, wollen angesprochen, eingeteilt, mit Ausweisen ausgestattet und motiviert werden.

Großprojekt Martinszug

So ein Martinszug ist ein Großprojekt, bei dem es viele Auflagen zu erfüllen und einige Hürden zu meistern gilt. Von all den organisatorischen Hürden, soll man dann während des Zuges nichts merken. Und das ist dem Organisationsteam der Grundschule Eisernstein auch in diesem Jahr wieder gelungen.

Von den Grundschulen Eisernstein, Adolf-Clarenbach und der KGS Franziskus zogen die drei Teilzüge mit Laternen einzeln los, um sich an der Kreuzung Tannenbergstraße-Gertenbachstraße, direkt am Flair-Weltladen, zu einem riesigen gemeinsamen Zug zu vereinen, der imposant durch die Lütterkuser Altstadt bis zum Feuerplatz zog.

Schüler der Grundschule Eisernstein spielten gemeinsam mit Sankt Martin, der in diesem Jahr erneut von den Remscheider Reitgören gemimt wurde, die Geschichte der Mantelteilung nach. Im Anschluss erhielten alle Kinder einen Weckmann, der durch die Spenden von Eltern, Nachbarn und vielen lokalen Unternehmen ermöglicht wurde.

Am Martinsfeuer wurde die Mantelteilung von Schülern der Grundschule Eisernstein nachgespielt. Foto: Nicole Dahmen
Am Martinsfeuer wurde die Mantelteilung von Schülern der Grundschule Eisernstein nachgespielt. Foto: Nicole Dahmen

Helferfest und Mätentreff

Für die vielen Helfer, die den Martinszug wieder zu einem gelungenen Fest gemacht haben, ging es danach zum Helferfest an die Lockfinker Straße, um den Erfolg und den Abschluss des Zuges gemeinsam zu zelebrieren. Für die anderen ging es in der Gertenbachstraße beim Mätentreff weiter. Wurde bisher zum Mätensingen eingeladen, wurde in diesem Jahr kurzfristig ein Mätentreff daraus, da derzeit kaum Geschäfte auf der Gertenbachstraße geöffnet sind.

Gemeinsam mit Heilpraktikerin Sandra Schulte, Elke Gorka vom Foodsharing, Antonio Scarpino für die AWO Lennep-Lüttringhausen, Frank Hoffmann und Vincent Amtmann von den Grünen Remscheid wurde es in und vor unserem Büro in der unteren Gertenbachstraße dennoch ein fröhlicher Abend. Es gab Grillwürstchen, frische Pommes und Gemüse, viele Süßigkeiten und Obst, Kinderpunsch und Glühwein. Der Abend stand unter dem Motto „Muteinander für Remscheid Tolerant„. Weil in diesem Jahr viele Geschäfte abends explizit nicht am Mätensingen teilnahmen, knubbelten sich die singfreudigen Kinder mit ihren Familien in der unteren Gertenbachstraße.

Da der Autoverkehr unmittelbar nach dem Zug wieder frei war, kam es mitunter zu engen Situationen. Gemeinsam mit allen Unterstützern überlegt man sich für nächstes Jahr ein geändertes Konzept, das ein gemeinsames Ausklingen im Feuerschein -wie durch das LTR KSN-Heldenfeuer von Arne Held– in sicherer Atmosphäre ermöglicht.

rs1.tv – das Stadtfernsehen für Remscheid


Das regionale Stadtfernsehen rs1.tv war mit einem Team vor Ort und sprach mit Sarah Kärst vom Schulverein der Grundschule Eisernstein und Antonio Scarpino von der AWO über den traditionellen Abend.

Lütterkusen: Martinszug und Mätensingen

Freitag reitet Sankt Martin beim Martinszug der Grundschulen, ausgerichtet von der GGS Eisernstein. Für die Aktion „Muteinander für Remscheid Tolerant“ laden der Lüttringhauser, die Naturheilpraxis Sandra Schulte, die AWO Lennep-Lüttringhausen, Foodsharing Lüttringhausen, die Grünen Remscheid und die Fairtrade-Town Remscheid zum Mätentreff in die Gertenbachstraße.

Der traditionelle Martinszug startet am Freitag, 8. November 2019, um 17.20 Uhr an der Grundschule Eisernstein in der Lockfinker Straße 23, und an der KGS Franziskus Lüttringhausen, Richard-Pick-Straße 22 und der GGS Adolf-Clarenbach, Pestalozzistraße 17, jeweils erst um 17.30 Uhr.

Ausrichter ist in diesem Jahr die GGS Eisernstein, federführend dabei Schulsekretärin Anna-Maria Lehmann, die auch durch ihr Engagement im Frauenchor Remscheid weithin bekannt ist.

Sternenzug ins Dorp

Von den Schulen ziehen die kleinen Züge dann ins Lütterkuser Dorp, um sich auf der  Gertenbachstraße an der Kreuzung Tannenbergstraße zu einem großen Martinszug zu vereinen. Sankt Martin führt den Zug von dort aus hoch zu Roß über die Richthofenstraße bis zum Feuerplatz in der Friedhofstraße. Dort erzählen die Schulkinder der ausrichtenden Grundschule Eisernstein die Geschichte von Sankt Martin, die alten Martinslieder werden gesungen und jedes Kind erhält einen Weckmann, auch wenn es kein Schulkind ist. Die vielen Spenden der Lüttringhauser haben das auch in diesem Jahr wieder ermöglicht. Wie im vergangenen Jahr spielt Sascha Heidtmann den Sankt Martin und bringt dazu sein Pferd Lou mit.

Mätentreff statt Mätensingen em Dorp

Im Anschluss an den Martinszug gibt es für die Helfer der GGS Eisernstein ein Helferfest an der Grundschule. Alle anderen sind herzlich in die untere Gertenbachstraße zum Mätentreff eingeladen. Beim Dorf-Blog „Lüttringhauser“ von Sascha von Gerishem in der Gertenbachstraße 4 laden Heilpraktikerin Sandra Schulte, die Lüttringhausen-Gruppe vom Foodsharing Remscheid, die AWO Lennep-Lüttringhausen, die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Remscheid und die Grünen Remscheid zum gemütlichen Beisammensein unter dem Motto „Muteinander für Remscheid Tolerant“ (www.muteinander.de) ein. Kinder sind mit ihren Laternen und ihren Familien herzlich zum Singen und Verweilen eingeladen. Es gibt Kinderpunsch, Glühwein, Kekse, Süßigkeiten, frittiertes Gemüse und Grillwürstchen. Glühwein und Grillwürstchen gibt es gegen Spende für die Aktion Muteinander. Gerne können wie in jedem Jahr eigene Tassen mitgebracht werden.