Tannenhof: Sommer-Konzert mit gefeierter Solistin unter freiem Himmel

Zwölf Streicher der bekannten Kammerphilharmonie Amadé verwandeln am Sonntag, 30. August 2020, ab 16.30 Uhr, die Wiese vor dem Mutterhaus der Stiftung Tannenhof in Remscheid in einen Open-Air-Konzertsaal.

Zusammen mit der international gefeierten Geigerin Franziska Pietsch, die in New York ausgebildet und mit vielen Preisen, u.a. dem Classic Music Award geehrt wurde, erklingen  Mozart, Dvorak und Johann Strauß.

Das Orchester unter Leitung von Frieder Obstfeld trat bereits beim Internationalen Beethovenfest Bonn und dem Rheingau-Musikfestival auf. In diesem Jahr bringen die jungen Musikerinnen und Musiker ihre Musik mit 24 Sommerkonzerten zu den Menschen, die von der Corona-Krise am meisten betroffen sind. Das Konzert wird ermöglicht durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Remscheid und der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Patienten, Freunde der Musik und Förderer sind herzlich eingeladen, diesen Musikgenuss gemeinsam zu genießen. Der Eintritt ist frei.

Das wunderschöne Mutterhaus in der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Foto: Sascha von Gerishem
Das wunderschöne Mutterhaus in der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Foto: Sascha von Gerishem

004: Steph Hoffmann trifft Brunhilde Meier

Die Ehrenvorsitzende vom Frauenchor Remscheid, Brunhilde Meier, zu Gast in Steph Hoffmanns Kultur-Podcast. Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt sie das Chorleben und den Kölschen Karneval. Im Podcast zeichnet Bruni die Geschichte nach, wie sie auf die große Karnevalsbühne kam und warum sie so sehr auf die korrekte kölsche Aussprache achtet. Ob „Remscheid knatsch verdötscht“ in „Wo mir sin is Kölle“ umbenannt wurde, weil Steph Hoffmann gemeinsam mit Christian Wüster für Kurzweil sorgten, ist nicht überliefert.

Was bedeutet es, dass der Frauenchor Remscheid seit zwanzig Jahren Meisterchor ist? Wie proben 70 Frauen während Corona gemeinsam und pflegen das Chorleben? Und wie herausragend der Frauenchor Remscheid auch weit über die Stadtgrenzen Remscheids hinaus ist, erfährt man in der vierten Ausgabe von „Kultur untereinander“ auf www.kultur-untereinander.de

Der Podcast: Kultur untereinander

Deezer-Podcast: Kultur untereinander
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Google-Podcasts: Kultur untereinander

Unfallflucht: Mann fährt 4-Jährigen an

In der Schulstraße ereignete sich am 26. August 2020 um 13.05 Uhr eine Verkehrsunfallflucht.

Auf dem Gehweg vor einem Kindergarten in der Schulstraße fuhr ein Mann mit seinem Fahrrad einen Jungen (4) aus Remscheid an. Dieser war an der Hand seiner Mutter und verletzte sich bei dem Zusammenstoß leicht. Der Fahrradfahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um das Kind zu kümmern und bog in die Barmerstraße, Fahrtrichtung Norden,
ab.

Der Mann und sein Fahrrad werden wie folgt beschrieben:

  • Circa 45 Jahre alt
  • 1,90m groß
  • Kräftig / sportlich gebaut
  • Dunkelblonde bis hellbraune Haare
  • Dunkle Kleidung
  • Kurze Haare
  • Großes Herrenrad (vermutlich E-Bike)
  • Blau / grauer Rahmen
  • Breite und große Reifen
  • Schwarzer auffälliger Lenker

Zeugen dringend gesucht

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten sich unter der 0202 – 284 0
bei der Polizei zu melden. (jb)

Sturmtief Kirsten besuchte Remscheid

Das Sturmtief Kirsten besuchte das Bergische Land bis in die Mittagsstunden hinein. In Lüttringhausen blieb es vergleichsweise ruhig, aber Windböen bis 85km/h wirbelten auch hier einiges durcheinander. Äste fielen herab, Blätter flogen wild umher, alles, was nicht niet- und nagelfest war, flatterte im Wind. Selbst Wäschestücke wurden von Balkonen geweht. Das Wetter schiebt uns nun mit Nachdruck in den Herbst.

Kinderbereich bei den Schlawinern jetzt auch samstags geöffnet

Die Schlawiner in Klausen weiten die Kinderspielzeiten für Kinder von 6 bis 12 Jahren aus. Das Kinder- und Jugendzentrum Lüttringhausen, Klausen 22, öffnet ab dem 5. September 2020 jeden ersten Samstag im Monat von 11 bis 14 Uhr seine Türen. Kinder, die ihre Freizeit gerne bei den Schlawinern verbringen möchten, melden sich bitte rechtzeitig telefonisch an: (0 21 91) 95 32 66.

Selbstverständlich gelten die bestehenden Corona-Hygienevorschriften.

Einbrecher in Remscheid gefasst

Am 23.05.2020 konnte die Polizei mehrere Männer in Remscheid festnehmen, die im Verdacht stehen, einen Einbruch begangen zu haben. Ein Zeuge bemerkte gegen 23:50 Uhr verdächtige Personen, die dem Anschein nach ein Autohaus an der Königstraße aufbrachen und informierte die Polizei. Die Verdächtigen flohen zunächst mit ihrer Beute in einem weißen PKW. Sofortige Ermittlungen führten letztlich zur Wohnanschrift des Fahrzeughalters. Hier konnten die mutmaßlichen Einbrecher sowie die Beute vorgefunden werden. Die fünf Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren (20, 23, 24, 40, 60) erwarten nun eine Strafanzeige und die Fragen der Kriminalpolizei. (sw)

Die Woche / KW35. Lokalnachrichten aus Remscheid

Die Lokalnachrichten aus Remscheid, immer montags ab 18.30 Uhr. Heute unter anderem mit diesen Themen.

Kurznachrichten

  • Kinderarztpraxis in Lüttringhausen schließt definitiv
  • Corona-Fälle an der Grundschule Dörpfeld und dem Leibniz Gymnasium
  • Tag des offenen Denkmals mit Filmbeitrag über den Blauen Mond – Quelle: https://youtu.be/ozJICyKJItk
  • Fahrscheine in vielen Bussen wieder beim Fahrer
  • Halbfinale Kreispokal SC Radevormwald gegen FC Remscheid

Termine

  • Töttern mit den OB- und Spitzenkandidat*innen im CVJM-Haus, Moderation: Thorsten Greuling. Mittwoch, 26. August 2020 ab 19 Uhr
  • Open Air Kino in der Gelben Villa. Freitag, 28. August 2020 ab 19 Uhr.
  • Fledermaus-Nachtwanderung mit der Natur-Schule Grund. Samstag, 29. August 2020 ab 21 Uhr
  • Open Air-Konzert der Kammerphilharmonie Amadé in der Stiftung Tannenhof. Sonntag, 30. August 2020 ab 16.30 Uhr
  • Literarischer Spaziergang vom Flair-Weltladen. Montag, 31. August 2020 ab 16.30 Uhr.

Volksbank modernisiert – Filiale Handweiser für sechs Wochen geschlossen

Am Zentralpunkt weichen die Bankberater vorübergehend den Handwerkern: Die Volksbank im Bergischen Land baut ihre Filiale Handweiser in eine moderne Service-Filiale um. Ab Freitag, 4. September, bis voraussichtlich Mitte Oktober bleibt die Geschäftsstelle in der Lenneper Straße 2 daher geschlossen.

Ein Geldautomat für Aus- und Einzahlungen ist auch während der Bauarbeiten für die Kunden zugänglich. Kontoauszüge können sie in jeder anderen Filiale der Volksbank im Bergischen Land ziehen, die nächsten Standorte sind Lennep (Kölner Straße 64), Wermelskirchen (Telegrafenstraße 41) und Alleestraße (Alleestraße 66). In der Filiale Alleestraße oder telefonisch über das Beratungsteam der Volksbank (Telefon 02191 699-111) finden die Volksbank-Kunden auch Ansprechpartner für alle weiteren Anliegen. Kunden, die in der Zeit des Umbaus ihr Schließfach aufsuchen möchten, müssen dafür einen Termin mit ihrem Berater vereinbaren.

Quarantänemaßnahmen am Leibniz-Gymnasium

Positive Testung eines Kindes führt zu Quarantänemaßnahmen am Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen und zu Distanzunterricht. Ansteckungswahrscheinlichkeit innerhalb der Schule sehr gering.

Heute wurde dem Remscheider Gesundheitsamt das positive Covid-19-Testergebnis eines Wuppertaler Kindes, das die Klasse 9b des Remscheider Leibniz-Gymnasiums besucht, mitgeteilt. In der Folge gilt für alle Schülerinnen und Schüler, die mit dem betroffenen Kind über einen längeren Zeitraum zusammen in der Klasse waren, eine freiwillige häusliche Quarantäne bis einschließlich Donnerstag, 3. September. Gleiches gilt für 4 Lehrerinnen und Lehrer, die das betroffene Kind unterrichtet haben. Zum Ende der Isolation erfolgt eine Testung durch das Gesundheitsamt. Die Schule und das Gesundheitsamt werden die betroffenen Eltern und Lehrkräfte zeitnah mit allen Details zum weiteren Vorgehen versorgen.

Freiwillige häusliche Quarantäne

Das in Wuppertal lebende Kind hat das Remscheider Leibniz-Gymnasium bis Mittwoch, 19. August, besucht. Noch am selben Tag hat sich die Familie in eine freiwillige häusliche Quarantäne begeben, da im beruflichen Umfeld ein Coronafall gemeldet worden war. Über das Ergebnis der nachfolgenden Covid-19-Testung am 21. August wurde das Remscheider Gesundheitsamt heute informiert

Die häusliche Quarantäne innerhalb der Schülerschaft im Leibniz-Gymnasium betrifft nicht nur die Klasse 9b, sondern auch einige Schülerinnen und Schüler aus dem Parallelklassen 9a und 9c. Mit einzelnen von ihnen war das infizierte Kind in klassenübergreifender Kooperation unterrichtet worden. Und die Quarantäne erfolgt vorsorglich: Da die Schülerinnen und Schüler genauso wie alle Lehrkräfte auf dem Schulgelände und im Unterricht einen Mund-Nasenschutz tragen und Abstand halten, ist ein Ansteckungsrisiko im Schulbetrieb nach RKI-Richtlinien nach jetziger Kenntnis nicht anzunehmen.

Weitere Testung nach der Quarantäne

Zum Ende der Quarantäne wird das örtliche Gesundheitsamt die 43 Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klassen 9a, b und c sowie die 4 betroffenen Lehrkräfte auf das Coronavirus testen. Das gibt Sicherheit und Beruhigung für ihre Rückkehr in den Schulalltag. Ort und Zeit des Abstrichs werden den Betroffenen rechtzeitig mitgeteilt.

Die Frage nach der Testung von Geschwisterkindern oder Eltern der betroffenen Kinder stellt sich nach medizinischer Fachansicht nicht. Hier gilt der RKI-konforme Grundsatz: Kontaktpersonen von Kontaktpersonen werden nicht verfolgt, in diesen Fällen besteht kein Ansteckungsrisiko. Quarantäne und Testung sind also nicht erforderlich.

Für die 43 Schülerinnen und Schüler wird statt des Präsenzunterrichtes nun Distanzunterricht erteilt.

Toleranz und Musik auf der Lüttringhauser Heimatbühne

Format „Mittwochs in Lüttringhausen“ hatte Premiere auf der Heimatbühne in Lüttringhausen.

Ein neues kulturelles Format hatte am Abend des 19. August auf der Lüttringhauser Heimatbühne am Ludwig-Steil-Platz Premiere. Auf Initiative des SPD-Ortsvereins in Lüttringhausen fand „Mittwochs in Lüttringhausen“ statt, wobei nicht der Wahlkampf der anstehenden Kommunalwahl im Vordergrund stand, sondern der Wille, niveauvoller Kultur im Stadtteil auch in diesen schwierigen Zeiten einen Platz zu bieten. Maximal 50 Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen für dieses Format auf den Bänken Platz nehmen, zur Premiere kamen knapp 40.

Um Punkt 19 Uhr begannen die Glocken der nahen evangelischen Kirche mit ihrem minimalistischen Konzert. Das hinderte die stimmgewaltige Steph Hoffmann jedoch nicht, die Veranstaltung pünktlich zu beginnen. Die Remscheider Kulturschaffende moderierte den Abend auf angenehm zurückhaltende Weise.

Wie stellen wir uns ein tolerantes Zusammenleben vor?

Anne Marie Faßbender. Foto: Peter Klohs
Anne Marie Faßbender. Foto: Peter Klohs

Dreißig Minuten lang tauschten Erden Ankay-Nachtwein, Vorsitzende des Remscheider Integrationsrates und Ratskandidatin der SPD und Anne Marie Faßbender, Vorsitzende von Remscheid Tolerant, Meinungen, Aussagen und Fakten zum Thema „Wie stellen wir uns ein tolerantes Zusammenleben vor?“ aus. Ohne Moderatorin entwarfen die beiden Frauen ein eindrucksvolles Bild einer in Teilen zerbrechlichen Gesellschaft, die in manchen Punkten nicht in die richtige Richtung läuft. Als Überschrift dieser halben Stunde wäre „Wir sind alle verschieden – und alle gleich“ treffend gewesen. Denn beide Rednerinnen bezogen sich immer wieder auf diesen einfachen und von einigen Mitbürgern gerne vergessenen Fakt. Anne Marie Faßbender kann sich gar nicht vorstellen, wie das Leben ohne die vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ablaufen sollte. Sie betonte, dass Toleranz die Basis für ein friedliches Zusammenleben ist. „So viele Menschen und Religionen bereichern das Leben“, sagte sie.

Wir sind alle verschieden – und alle gleich

Erden Ankay-Nachtwein. Foto: Peter Klohs
Erden Ankay-Nachtwein. Foto: Peter Klohs

Ankay-Nachtwein bestätigte dies und fügte an, dass man nicht alles gut finden müsste, was der Nachbar macht oder äußert. „Man muss es aber respektieren.“ Es ginge im Kontext darum, Menschen nicht zu isolieren. „Deutsche nicht, und die Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wenig. Wir sind verschieden, ja, aber wir müssen uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren. Und da sind viele!“ Die Vorsitzende des Integrationsrates machte darauf aufmerksam, dass Menschen nicht nur auf der Straße beleidigt werden, „sondern auch in Ratssitzungen.“ Was die türkischstämmige Ankay-Nachtwein sich in diesem Rahmen von den Abgeordneten der nazinahen Bürgerbewegung PRO Remscheid anhören musste, mag man sich besser gar nicht vorstellen.
„Demokratie“, sagte Faßbender abschließend, „kann nicht von sich selbst leben. Die Menschen müssen etwas dafür tun.“

Musik aus Lüttringhausen: Papa Jo’s One Man Acoustic Jam

Nach diesem klaren und treffenden Talk stand Musik auf der Agenda des Abends. Der Remscheider Musiker Jochen Wingsch, auch bekannt als „Papa Jo’s One Man Acoustic Jam“ hatte den unterhaltsamen Part übernommen, schnappte sich seine Gitarre und begann mit voluminöser, wenngleich sensibler Stimme, seine Lieder vorzutragen. „Musik ist der Bote für Toleranz und Gefühle“, sagte Wingsch und hatte auch ein paar Songs zum Thema des Abends im Gepäck. Groovige, von Soul und Blues beeinflusste Musik war zu hören, von Wingsch selbst komponiertes (wie das sich am frühen Müller-Westernhagen orientierende „Urlaub“) genauso wie Stücke von Nickelback, Queen, Bon Jovi („Yes, we’re different – and we’re the same“) und Santana. Auch einige Balladen fanden den Weg in das einstündige musikalische Programm. Und auch, wenn manche der zuweilen englischen Texte ark plakativ daherkamen („When The Children Cry“ der Band White Lion), so machte das der Musiker durch seine wandelbare Stimme wert als wett. Seine zum Abschluss des Konzertes dargebotene Version des Pink-Floyd-Hits „Wish You Were Here“ war atemberaubend.

Wiederholung des Livekonzerts im Radio: rslove.de

Das Konzert von Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustica Jam gibt es diese Woche auch im Nachbarschaftsradio von Remscheid.LOVE zu hören. Freitag: 22 Uhr, Samstag: 19 Uhr und Sonntag: 21 Uhr. Viel Spaß beim Hören: www.rslove.de

Weitere Termine: 2. und 9. September 2020

Der nächste Abend „Mittwochs in Lüttringhausen“ wird zur gleichen Zeit und am gleichen Ort am 2. September stattfinden. Im kurzen Talk wird es um Frauenrechte gehen und Slam-Poetin Jule Weber sorgt für die Kultur.

BZI spendet an „Nummer gegen Kummer“

Reinerlös der Tage der offenen Tür vom Berufsbildungszentrum der Industrie Remscheid ging an das Kinder- und Jugendtelefon.

Das Kinder- und Jugendtelefon in Remscheid ist ein wichtiges Angebot, um jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen. Dieses Beratungsangebot zu unterstützen, ist ein Anliegen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI). 1.125,48 Euro kamen als Reinerlös bei den letzten Tagen der offenen Tür zusammen, die jetzt Gerda Becker, Senay Mumcuoglu-Gräbel und Mehmet Kanatli – alle vom BZI-Team Vermittlungsmanagement – an Andrea Homfeld vom Kinderschutzbund Remscheid e.V. überreichten.

Unterstützung fürs Ehrenamt

Die Spende ist hoch willkommen und wird den Betrieb des durch acht ehrenamtliche Kräfte betriebene Hilfsangebot unterstützen. Als Bildungseinrichtung, die sich im Bereich der frühen Berufsorientierung und der Ausbildung explizit an junge Menschen wendet, wisse man das Kinder- und Jugendtelefon als Anlaufstelle bei Problemen sehr zu schätzen. „Die so genannte ´Nummer gegen Kummer` trägt dazu bei, belasteten Kindern und Jugendlichen in einer sorgenvollen Zeit zu helfen. Wir freuen uns, zu dieser wertvollen Arbeit des örtlichen Kinderschutzbundes einen Beitrag leisten zu können“, sagte Gerda Becker bei der Spendenübergabe.

Auf ihre Aufgabe werden die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch umfangreiche Schulungen vorbereitet, berichtete Andrea Homfeld, Koordinatorin des Kinder- und Jugendtelefons in Remscheid. Weiterhin werde in regelmäßigen Supervisionen die Kompetenz der Teams stetig erweitert. Ziel ist, die rat- und hilfesuchenden Kinder und Jugendlichen zu ermutigen, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zurückzugewinnen und mit den Beraterinnen und Beratern Lösungsstrategien für ihr individuelles Problem zu erarbeiten. Wenn nötig, wird auf weiterreichende Hilfsangebote und Beratungsstellen verwiesen.

Im letzten Jahr nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beratungstelefons knapp 3.100 Anrufe entgegen. Daraus entwickelten sich 605 Beratungen von rat- und hilfesuchenden Kindern und Jugendlichen. Die angesprochenen Themen reichten von Pubertät und Partnerschaft bis zu Gewalterfahrungen.

Die Nummer gegen Kummer

Das Kinder- und Jugendtelefon ist montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111 zu erreichen.

Die Wölfe sind zurück? – Kunst gegen Hass und Gewalt.

Künstler Rainer Opolka macht auf den zunehmenden Rechtsextremismus in der Gesellschaft aufmerksam. Mit den Wölfen gibt er der hasserfüllten faschistischen Sprache ein Gesicht. In dem Film kommen der Künstler selbst, die Initiatorin der Mahnwache Annabelle Schleder, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Fritz Beinersdorf und Mitglieder von Solingen ist bunt statt braun zu Wort.

20. – 22. August 2020 in Wuppertal

Wer die Mahnwache in Solingen und Remscheid verpasst hat, sie ist noch bis zum 22. August 2020 in Wuppertal zu sehen, auf dem Laurentiusplatz im Elberfelder Luisenviertel.