„Heute: Damenwahl“: Texte und Gedichte von und über Frauen

Unter dem Motto „Heute: Damenwahl“ fanden sich die Remscheider Künstlerinnen Angela Heise und Ulla Wilberg in der vergangenen Woche im Festsaal des Lüttringhauser Rathauses ein, um den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern längere Texte und Gedichte von und über Frauen nahezubringen. Der Kulturkreis im Heimatbund Lüttringhausen hatte wieder einmal zu einer seiner spannenden Veranstaltungen eingeladen. Und das Spektrum des Abends war breit und vielfältig: Es gab viel Humor und ebenso viel Nachdenkliches, ja Trauriges. Als „männliche Verstärkung“ hatten die beiden Vorleseprofis den Musiker Stefan Coesfeld eingeladen.

Mit männlicher Musik

Coesfeld, Meister im Vertonen von alten deutschen Gedichten, spielte Filigranes zu Werken von Eichendorff, Lenau und Goethe. Sein Finger-Style-Spiel auf der Gitarre passte ausgezeichnet zu den ausgewählten Texten und unterstützte die Atmosphäre im Rathaussaal.

Angela Heise und Ulla Wilberg, bereits mehrere Male als künstlerisches Duo unterwegs (unter anderem in der Denkerschmette), nahmen sich Zeit, das Thema auszubreiten: Tucholsky kam zu Wort (gleich mehrfach) und Heise bewies ihr Schauspieltalent in einem „gelesenen Sketch“ mit Telefon, in dessen Verlauf eine Frau sich vor ihrem Mann rechtfertigen muss („Ich geh‘ doch nicht mit einem Mann ins Theater, den du kennst.“), bis sie ein Bild findet, das den Spieß kurzerhand umdreht. Else Lasker-Schüler kam vorbei, Mascha Kaleko schaute über deren Schulter, Werner Finck steuerte den „Brief einer verheirateten Frau an ihren Geliebten“ bei.

Vertonmeister Stefan Coesfeld. | Foto: Sarah Gold
Vertonmeister Stefan Coesfeld. | Foto: Sarah Gold

Nebenbei bewies Angela Heise durch eine Performance mit Herzblut, wie traurig doch das weltberühmte Erich-Kästner-Gedicht „Sachliche Romanze“ eigentlich ist. Und auch bei Ulla Wilbergs vehementem Vortrag zu „Ich habe dir alles hingegeben“ (Tucholsky) hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer ein Lächeln im Gesicht, wenn auch manchmal ein verhangenes. Ganz stark wurden die beiden, wenn sie gemeinsam einen Text lasen. An diesen Stellen kam deutlich zutage, wie gut sich das Duo bereits kennt. Kästners „Die unverstandene Frau“ war dann ziemlich harter Tobak (aber so wahr!), bevor Ringelnatz („Schöne Frauen und schöne Katzen“) und die abenteuerliche und sehr amüsante Geschichte des Spatzenpaares Lups für zahlreiche Lacher sorgte (Manfred Kyber).

Stefan Coesfeld beschloss den gelungenen Abend mit „Alles ist eitel“ (Goethe), was man von den drei anwesenden Künstlern nun wirklich nicht behaupten konnte.

Goldenberger Abendmusik am Wahl-Sonntag mit Bach, Corelli & Co.

In der evangelischen Kirche Goldenberg (Zufahrt über Am Singerberg) findet am Sonntag, 26. Mai 2019, wieder ab 17 Uhr die Goldenberger Abendmusik statt. Gudrun und Hauke Cornils auf der Violine und Martin Storbeck am Klavier spielen Werke von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Christoph Willibald Gluck, Arcangelo Corelli und Ignaz Pleyel.

Im Wechsel zu den Musikstücken trägt Diakonin Irmtraud Fastenrath Texte vor. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Goldenberger Orgel zugute.

Frühlingsfest: „Hand in Hand-Werk“ feierten mit vielen Gästen

„Hand in Hand-Werk“ hatte zum Frühlingsfest an die Klausener Straße 12 geladen. Kooperation, Vernetzung und gemeinschaftliches Arbeiten sind die Faktoren, die das Konglomerat eigenständiger Handwerksbetriebe so erfolgreich macht.

Durchweg positiv

Passend für ein Frühlingsfest kam die Sonne heraus und blieb sogar bis fast zum Ende der Veranstaltung. Sascha Kremser von der Bergischen Schmiede, einer der partnerschaftlich verbundenen Betriebe, war entsprechend begeistert: „Wir sind sehr zufrieden, denn es war viel schlechter angekündigt“, grinst er, „doch der Grill brennt, alles gut!“ Und ebendieser ist ein zentrales Moment der Veranstaltung, wie Kremser betont: „Viele Stammkunden sind da, das ist eigentlich auch der Hintergrund, dass wir sagen, komm, wir können mit den Stammkunden mal ungezwungen ’ne Wurst essen, aber es sind auch immer wieder ganz neue Menschen da.“ Schließlich kenne man nicht unbedingt alle Kunden der anderen Betriebe, durch ein solches Fest wachse eben die Familie.

Das können auch Michael Hillebrand und Oliver Huth bestätigen. Mit ihren Unternehmen Bauservice Hillebrand und dem Maler- und Lackiermeisterbetrieb Huth, sind sie schon seit Beginn der Kooperation 2012 mit dabei. „Wir sind hier ja mit acht Gewerken und decken so einen großen Teil vom Bau, Innenausbau, Metallbau und Garten-Landschaftsbau ab“, erklärt Michael Hillebrand. Die teilehmenden Betriebe teilen sich manchen Kunden, einfach, weil man sich gegenseitig gut ergänzt.

Bei Michael Hillebrand und Oliver Huth war das in den vergangenen Jahren schon oft der Fall. „Ich hatte vor kurzem einen Kunden, da durfte ich die ganzen Tapezierarbeiten machen, und die hatten alte Holzdecken drin, und da haben sie mich gefragt: ‚haben Sie die Möglichkeit oder kennen Sie Handwerker, die die Decken neu machen können?‘ und da sagte ich ‚klar, wir sind ein Verbund, wir sind „Handwerk Bergisch Land“, da können Sie sich bedienen, und dadurch haben wir dann zusammengearbeitet“, so Maler- und Lackiermeister Oliver Huth.

Diese Vernetzung bietet so Vorteile für alle Seiten, man hat ein größeres Portfolio in der Rückhand und hat für seine Kunden nahe Lösungen parat, mit Betrieben, die sich gegenseitig kennen und einander vertrauen. Das geht nicht mit allen acht Betrieben, aber zwei, drei der Gewerke arbeiten öfter mal gemeinsam. Hillebrand und Huth kommen eigentlich aus Wuppertal, durch den Verbund arbeiten sie häufiger im Remscheider und Wermelskirchener Raum, wo sie früher nie gearbeitet haben. Hand in Hand-Werk lebt die Vernetzung, perfekt für alle Beteiligten. Mehr Informationen zu allen Betrieben auf www.handwerkbergischland.de.

Falschparker an der Linde gefährden Verkehrsteilnehmer

Besonders in den Abendstunden wird es an der Linde gefährlich, denn seit einigen Wochen stehen vor der neuen Brücke immer wieder große Lkw. Die Fahrzeuge stehen dabei entgegengesetzt zur Fahrtrichtung.

Gefährlich an der Situation ist auch, dass zwischen den unerlaubt dort parkenden Fahrzeugen kein Platz zum Ausweichen und die Kurve nicht einsehbar ist. Besser vielleicht im Industriegebiet Großhülsberg parken? Der LA bleibt dran.

RTV: Judoteam will vor eigenem Publikum die Vorentscheidung

Für die Judoka des Remscheider TV kann der morgige Samstag, 25. Mai 2019, gar nicht schnell genug kommen. Der Heimkampftag in der Neuenkamper Halle steht um 17 Uhr auf dem Programm und für die bis in die Haarspitzen motivierten bergischen Athleten gibt es nur ein Ziel: Beide Kämpfe vor eigenem Publikum gewinnen, um im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zumindest schon mal für eine Vorentscheidung zu sorgen.

RTV-Judoteam an der Tabellenspitze

Nach vier Siegen aus vier Kämpfen stehen die Jungs von Cedric Pick souverän an der Tabellenspitze. Auch deshalb ist sich der wenig aufgeregte Teammanager sicher: „Mit zwei Siegen am Samstag kann in Sachen Aufstieg kaum mehr etwas schief gehen, zumal die beiden Konkurrenten aus Düsseldorf und Bünde (beide zwei Punkte hinter Remscheid) parallel zumindest vom Papier her deutlich schwerere Aufgaben zu bewältigen haben und da auch patzen könnten. Sollten wir unsere Hausaufgaben machen, haben wir am letzten Kampftag (16. Juni 2019 in Aachen) eine sehr komfortable Ausgangssituation.“

Trotz aller Euphorie will man im Remscheider Lager die Aufgaben seriös angehen. Mit dem Tabellenvorletzten Stella Bevergern und dem Schlusslicht PSV Bochum kommen schließlich zwei „angeschlagene Boxer“ in die Sporthalle Neuenkamp, die beide gegen den Abstieg kämpfen. Da kommt es dem Trainergespann Peter Degen und Benjamin Klöckner sehr gelegen, dass fast alle Mann wieder an Bord sind. Tjado Ganders (-60 Kilogramm) wird nach einjährigem Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung stehen und mit Philip Mähler (-81) und Michael Schmidt (-90) sind zwei weitere Leistungsträger zurück im Kader.

Abseits der Matte hat Rene Endres (Teammanager Finanzen) mit seinem Team ebenfalls einiges auf die Beine gestellt. Neben der Cafeteria wird auch ein extra georderter Foodtruck für die Verköstigung der Zuschauer sorgen. Außerdem verspricht Endres „100 Liter Freibier“. Es lohnt sich also früh zu erscheinen. Einlass ist ab 16 Uhr, der Eintritt frei.

Fans von Borussia Mönchengladbach kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ein Originaltrikot von Weltmeister Matthias Ginter, mit allen Unterschriften der Spieler des frischgebackenen Europa-League-Teilnehmers, wird in der Pause zwischen den Kämpfen verlost. Apropos Verlosung: Wer in Remscheid oder Umgebung eines der Straßenplakate entdeckt, mit dem das Judoteam für den Kampftag wirbt, kann ein Tablet gewinnen. Die Teilnahmebedingungen gibt es auf den Facebook- und Instagram-Seiten des Teams.

Zudem werden die Cheerleader des befreundeten Remscheid Amboss auftreten und der in „Reeemscheid“ bestens bekannte Torsten Legat wird die Judoka mit seiner Familie an der Matte besuchen. Der Ex-Profi, der mit Werder Bremen 1992 den Europapokal der Pokalsieger gewann und in der jüngeren Vergangenheit vor allem durch seine Auftritte in diversen TV-Shows auf sich aufmerksam machte, ist bekennender Fan der Remscheider Judoka. Abschließend wird nach den Kämpfen der Illusionist Fred Funke das Publikum mit seiner Show verzaubern.

Mit rs1.tv live dabei

Das Team von rs1.tv, dem Stadtfernsehen für Remscheid, wird live berichten!

Letztes Heimspiel: FCR braucht den „Dreier“

Knappe Niederlage in Velbert | Uelker fällt aus | Sonntag gegen Süchteln | 100 Liter Freibier

Vor Wochen sah es so aus, dass der FC Remscheid den Klassenerhalt in der Landesliga so gut wie gesichert hatte. Drei Niederlagen in Folge später muss der FCR wieder zittern. Von einst mal sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge, sind noch zwei übrig geblieben und es stehen noch zwei Partien aus. Daher muss die Mannschaft von FCR-Trainer Acar Sar am Sonntag gegen den ASV Einigkeit Süchteln am besten gewinnen.

Knappe Niederlage bei Tabellenführer TVD

Am vergangenen Sonntag schnupperte der FCR lange Zeit an einer Sensation. Und das in einer absoluten Notbesetzung. Kurzfristig musste Trainer Sar auf Stammtorhüter Tauschel verzichten. Für ihn ging Sebastian Lienen ins Tor. Nach sechs Minuten ging der Tabellenführer durch ein Eigentor von Suchanoff in Führung. Bedri Mehmeti glich jedoch nach einer halben Stunde für die Röntgenstädter aus. Nach dem Wechsel brachte der Velberter Hayrullah Alici die Hausherren wieder in Führung. Ab dann war es eine offene Partie. Der 3:1-Siegtreffer fiel erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

FCR bedankt sich mit 100 Litern Freibier

Nun steht der FCR wieder unter Druck. Gegen den Tabellenzehnten ASV Süchteln brauchen die Bergischen unbedingt einen Sieg, um nicht doch noch auf die Abstiegsränge zu rutschen. Tauschel und Streit stehen wohl wieder zur Verfügung. Langels und Uelker werden verletzungsbedingt erneut ausfallen.

Der Verein hofft daher auf zahlreiche Unterstützung seiner Fans. Als Dankeschön für die Unterstützung, die die Fans dem Verein in der vergangenen Saison entgegengebracht haben – spendiert der FCR nach dem Spiel 100 Liter Freibier. Anstoß ist um 15 Uhr im Lenneper Röntgen-Stadion.

Judo: Remscheider TV Tabellenführer der NRW-Liga trotz Minikader

Der märchenhafte Weg des Judoteams vom Remscheider TV (RTV) scheint kein Ende nehmen zu wollen. Bei der NRW-Liga fuhren die Bergischen in Herford zwei Siege ein. Zunächst einen 5:2-Sieg gegen die Bundesligareserve der SUA Witten-Annen, dann wurde der BTW Bünde mit 4:3 bezwungen. So wurde die Tabellenführung übernommen. Beeindruckend die Art und Weise, wie die Siege zu stande kamen, trotz widriger Voraussetzungen: Personalnot durch sechs Ausfälle und zuletzt der Meniskusriss von Nam Hai im Abschlusstraining. Der „Minikader“ bestach durch Teamgeist und kämpferische Moral.

Mit geschwächtem Kader

In der ersten Begegnung gegen den amtierenden NRW-Liga-Meister SUA Witten-Annen 2 geriet das RTV-Judoteam zunächst mit 0:2 in Rückstand, da Marco van Huet (-100 Kilogramm), trotz starken Kampfes, kein Mittel gegen seinen Gegner fand. Die Klasse bis 60 Kilogramm konnte durch Nam Hais Ausfall nicht besetzt werden.

Neuzugang Acland Wendt (-66) verkürzte auf 1:2 und läutete die Aufholjagd ein. Pascal Scherrenberg (+100) siegte nach der Hälfte der Kampfzeit durch eine spektakuläre Technik vorzeitig gegen Bundesligakämpfer Manuel Neumann und stellte auf 2:2. Erstmalig in Führung ging der RTV durch Rodel Arnolds (-73), der seinen Gegner kurz vor Kampfende entscheidend zu Fall brachte. Fast identisch lief es bei Fabian Karau (-90): Nach einem Schlagabtausch auf Augenhöhe holte er fünf Sekunden vor Kampfende mit einem Schulterwurf den Siegpunkt. Kapitän Junior Degen (-81) stellte den 5:2-Endstand her. Er dominierte seinen Gegner und warf ihn nach knapp einer Minute auf den Rücken.

Trainer Peter Degen, der die Kämpfer mit den richtigen Strategie ausstattete, hatte so einen entscheidenden Anteil an den Remscheider Siegen. Gegen Bünde stellte er auf zwei Positionen um. Rodel Arnolds tauschte mit Junior Degen die Gewichtsklasse und für Marco van Huet kam Markus Dittmann. Dittmann (-100) konnte den Angriffen seines Kontrahenten nur kurz standhalten und unterlag. Wieder war es Acland Wendt (-66), der den ersten Punkt mit seiner aggressiven und dynamischen Kampfführung holte, weil er vorzeitig durch Hüftwurf siegte. Für den Ausgleich sorgte Pascal Scherrenberg (+100) nach einer Minute. Junior Degen (-73) erkämpfte souverän die Führung. Fabian Karau (-90) unterlag dem ehemaligen langjährigen Bundesligakämpfer Yassin Grothaus erst in der Verlängerung.

Den alles entscheidenden Kampf über Sieg und Niederlage bestritt Rodel Arnolds (-81). Die Spannung war gute greifbar, dann löste sie sich in ohrenbetäubendem Remscheider Jubel auf, nachdem Arnolds seinen Gegner mit einer blitzsauberen Fußtechnik spektakulär auf die Matte beförderte. 4:3.

Für die Teammanager Cedric Pick und Rene Endres konnte der siegreiche Tag gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: „Als eines der ganz wenigen Teams im Wettkampfsport, fahren wir bewusst eine sehr offensive Strategie. So haben wir uns als Aufsteiger ja schon vor Saisonbeginn ganz klar dazu bekannt direkt im ersten Jahr in die 2. Bundesliga durchmaschieren zu wollen. Wenn dann der Erfolg ausbleibt, machst du dich natürlich sofort angreifbar. Umso beeindruckender finde ich es, wie die Jungs mit diesem Druck positiv umgehen“, so Pick.

Nun richten alle Augen auf den anstehenden Heimkampftag am 25. Mai 2019 in der Neuenkamper Halle gegen den PSV Bochum (8.) und Stella Bevergern (10.).

Kindersachentrödel in Kita St. Martin

In der Kindertagesstätte St. Martin findet am 15. Juni 2019 in der Zeit von 10 bis 14 Uhr in der Lockfinker Straße 38 ein Kindersachen-Flohmarkt statt, zu dem man sich ab sofort unter der Telefonnummer 0 21 91 / 5 05 68 anmelden kann. Für einen Verkaufsstand mit drei Metern Breite wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 8 Euro und eine Kuchenspende fällig.

Angeboten werden kann gut erhaltene Kinderkleidung, Spielzeug und alles, was für kleine und große Kinder geeignet ist. Der Erlös durch den Verkauf von Würstchen, Kuchen und Getränken kommt der Kindertagesstätte zugute. | Grafik: privat

Nachhaltiger Handel: AKS Reifen neu an der Barmer Straße

An der Barmer Straße 66 hat ein neuer Reifenfachhändler eröffnet: AKS Reifen von Mustafa Aksoy. Besonders an dem Geschäftskonzept von Aksoy ist der Handel mit Neu- und Gebrauchtreifen. Auch gebrauchte Alu- und Stahlfelgen hat er ständig im Angebot.

Nachhaltig wirtschaften

Der Ansatz mit gebrauchten Reifen ist nachhaltiger Natur. „Wir entsorgen die Altreifen von Werkstätten“, erklärt Chef Mustafa Aksoy. An den Werkstätten werden Container aufgestellt, die, wenn sie voll sind, abgeholt und gegen leere Container getauscht werden. Am AKS-Standort in Senden bei Münster werden die Reifen sortiert. Schlechte Pneus gehen an das Zementwerk, brauchbare Exemplare werden etwa nach England oder Belgien exportiert. Die in Deutschland verkauften Gebrauchtreifen stammen vor allem von Leasingfirmen, von denen er die Kompletträder übernimmt. „Die Reifen sind oft nur vier oder fünf Monate gefahren, dann müssen die ja wechseln, weil es Leasingfahrzeuge sind, die verkaufen wir dann weiter“, erklärt Aksoy. So erhielte man fast neue Reifen für rund die Hälfte des Preises.

An der Barmer Straße 66 gibt es kein großes Lager, wenn der Kunde kommt und sagt, was er benötigt, werden die gebrauchten Reifen oder Felgen bis zum nächsten Tag aus dem Lager in Senden abgeholt. „Bei uns muss man keinen Termin vereinbaren, einfach hereinkommen“, bekräftigt Aksoy. Der ehrgeizige Reifenexperte betreibt sein Unternehmen an insgesamt drei Standorten, Remscheid, Bochum und Senden, ist aber auf der Suche nach einem Gewerbegrundstück zum Kauf, um seine Kompetenzen besser bündeln zu können. Er sucht im Bereich von 3.000 bis 10.000 Quadratmetern, gerne erweiterbar und gerne im Raum Remscheid.

Das umfangreiche Angebot beinhaltet neben der Einlagerung und Reifenmontage (je 15 Euro pro Satz) auch eine Reifenwäsche von Hand (4 Euro). „Seit neuestem können auch Autoteile bei uns bestellt werden“, ergänzt Bruder Erhan Aksoy. Mit diesen werde aber nur gehandelt, einbauen müssen die Kunden selbst.

Kontakt

AKS Reifen e.K.
Reifenservice Remscheid
Inh. Mustafa Aksoy
Barmer Straße 66
42899 Remscheid
Telefon: 0 21 91 / 4 62 99 42
reifenservice@aksreifen.de
aks-reifen.reifen1plus.de

Zeit für die Heimatspiele: Der Steffenshammer auf dem Himalaya

Die unermüdliche Technik-Abteilung der Lüttringhauser Volksbühne um Dennie Leonhardt hat auf der Heimatspielbühne schon die Kulissen für die neue Spielzeit aufgebaut, weshalb auch die Parkplätze dort aktuell schon wegfallen. 2019 heißt das mundartliche Stück „Wie der Steffenshammer auf den Himalaya kam“ und entspringt der Feder von Christian Wüster, mundartlich bearbeitet von Hans Grote. Die Spielleitung obliegt dem erfahrenen Udo Leonhardt.

Die Aufführungen sind am 15. Juni 2019, 16. Juni 2019, Fronleichnam 20. Juni 2019, 22. Juni 2019, 23. Juni 2019 sowie am 29. Juni 2019 und 30. Juni 2019 Die Aufführungen beginnen jeweils um 16 Uhr, Kartenvorverkauf und Einlass ab jeweils 15 Uhr. Eintrittskarten kosten 14 Euro, Jugendtickets gibt es für 6 Euro.

Am Samstag, 22. Juni 2019, findet im Anschluss an die Heimatspiele ab etwa 19 Uhr wieder der „Restaurant Day“ in der Gertenbachstraße statt.

Kita Gertenbach: Blühende Herzlichkeit in Herbringhausen

Auch in diesem Jahr führte ein fröhlicher Ausflug einige Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Gertenbach aus der Lüttringhauser Gertenbachstraße in die Gärtnerei Uellendahl nach Herbringhausen.

In und zwischen den Gewächshäusern verlebten die Kinder herrliche Stunden und lernten von Ute und Peter Uellendahl Wissenswertes über Pflanzen. Über die herzliche Gastfreundschaft und die fröhliche Zeit freuten sich die Kinder aufrichtig. | Foto: privat

„Global Village: Weltort Lennep“ gewinnt bedeutenden Preis

Zum dritten Mal vergibt die Deutsche Bischofskonferenz den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 4.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ vom Lotsenpunkt der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz. Projektleiter ist der Engagementförderer der katholischen Gemeinde, Andy Dino Iussa, war sehr bergeistert: „Über diese Auszeichnung sind wir sehr glücklich und verstehen sie als Bestärkung, unseren kreativen Weg weiterzugehen und uns dabei immer wieder aus unserem Verständnis der christlichen Nächstenliebe heraus politisch klar zu positionieren.“

Global Village: Weltort Lennep

Das Projekt hat sich auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben. Im Zentrum stehen die Geschichten von Menschen vor Ort: in Lennep aufgenommene Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission oder Menschen in schwierigen Lebenslagen, die beim örtlichen Lotsenpunkt Unterstützung suchen. Das Projekt macht erfahrbar, was Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung verbindet. Der persönliche Austausch wird zu einer Stadtführung weiterentwickelt, die in Gesprächen, im szenischen Spiel und durch kulinarische Spezialitäten von der Vielfalt des Lebens im Quartier erzählt. Dabei zeigt sich: Geschichten aus Lennep sind Weltgeschichten. Eine besondere Stärke des Projekts liegt in der Vernetzung von Akteuren, zwischen denen es sonst nur wenige Berührungspunkte gäbe. Mit „Global Village: Weltort Lennep“ eröffnen die Pfarrgemeinde und der von ihr getragene Lotsenpunkt Räume des Austauschs, die der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommen. An die Stelle abstrakter Stereotypen tritt konkrete menschliche Wertschätzung.

Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), der zugleich Jury-Vorsitzender ist, erklärt: „Der Glaube an Jesus Christus motiviert zahlreiche Menschen, sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen. Durch Worte und Taten bezeugen sie, dass Hass und Menschenverachtung der christlichen Botschaft widersprechen. Der Katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verdeutlicht auch dieses Jahr wieder: An vielen Orten in unserem Land gibt es Leuchttürme des kirchlichen Engagements. Dies macht mich zuversichtlich und dankbar.“

Insgesamt sind 81 Bewerbungen und Vorschläge für den Preis eingereicht worden. Die Preisverleihung ist am 4. Juli 2019 auf der Zeche Carl in Essen. Dort wird auch der vierte Katholische Flüchtlingsgipfel stattfinden, der fremdenfeindliche Tendenzen als Herausforderung für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in den Blick nimmt.