32.500 Euro: Volksbank unterstützt Vereine

Reinhard Schrage muss sich strecken, um auf die neu angebrachte Markierung hinzuweisen: Bis zum ersten Stock stand das Hochwasser im Juli am historischen Wipperkotten am Solinger Wupperufer. Fast vier Monate später sind die Folgen noch vielfach sichtbar, anderes – das zeigen die frisch verputzten Wände im Erdgeschoss des Fachwerkgebäudes – ist schon repariert. Viele Spenden haben dies dem Förderverein Schleiferei Wipperkotten ermöglicht. Auch die Volksbank im Bergischen Land hat 2.000 Euro gespendet – und insgesamt 32.500 Euro als Fluthilfe an Vereine in der Region weitergegeben.

22 Vereine aus Solingen, Remscheid, Velbert, Haan und Hückeswagen haben das Hilfsangebot der bergischen Bank angenommen. „Uns war es wichtig, dass das Geld schnell und unkompliziert ankommt“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. „Wir wissen, dass diese eine Spende für viele nicht reicht, um ihre Schäden zu beseitigen, aber wir konnten damit eine Anschubfinanzierung leisten.“

Beim Besuch im Wipperkotten gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Paul Westeppe zeigte sich Andreas Otto beeindruckt vom Einsatz der Ehrenamtler, die dieses Kleinod und ein wichtiges Stück bergische Geschichte und Gegenwart lebendig halten. Die Hilfe kommt hier gut an – auch wenn Reinhard Schrage und der Förderverein noch einen weiten Weg vor sich haben.

Immatrikulationsurkunde: bwv kooperiert mit FHM

Das neue Semester des Bachelor-Studiums am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung beginnt

Am 4. November haben die neuen Studierenden ihre Immatrikulationsurkunde für das Verbundstudium „Industriekauffrau/Industriekaufmann und Bachelor of Arts (Betriebswirtschaftslehre)“ am bwv. erhalten. Ermöglicht wird dieses durch eine Kooperation des Berufskollegs mit der staatlich anerkannten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld. Das begleitende Fernstudium gibt den Studierenden die Möglichkeit ihre Ausbildung und das Studium parallel zur Ausbildung am Berufskolleg zu absolvieren und somit zielgerichtet ihre weitere Karriere voranzutreiben. Alle Prüfungen, sowie die obligatorische Bachelorarbeit werden vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung betreut und auch hier vor Ort in Remscheid durchgeführt und abgenommen. Dadurch wird ein Studium aufgenommen, welches komplett in die Ausbildung integriert ist, Parallelitäten zwischen den Partnern nutzt und hier vor Ort zum ersten akademischen Abschluss führt. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen können am bwv. ebenfalls ihr Master-Studium absolvieren. Dabei ist es keine Voraussetzung das Bachelor-Studium im Rahmen der Ausbildung am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid absolviert zu haben.

Bei einer kleinen Immatrikulationsfeier im Studienzentrum des bwv. wurden unter anderem der Studien- und Prüfungsplan sowie die begleitenden Lehrveranstaltungen vorgestellt. Insbesondere die Präsentation der Online-University und die damit verbundenen optimalen Rahmenbedingungen erfreuten die Anwesenden. In den kommenden Semestern werden sich die beiden angehenden Akademikerinnen Lina Nana Dittmann und Dorina Ristic mit klassischen Fächern wie Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre beschäftigen. Zum Studieninhalt gehören aber beispielsweise auch Selbstmanagement und Selbstmarketing sowie eine strategische Karriereplanung. Die im Studium zu erwerbenden praxisnahen und anwendungsorientierten Fertigkeiten und Fähigkeiten werden den Studierenden Elan und Enthusiasmus abverlangen, um sie zu einem erfolgreichen Bachelortitel hinzuführen.

Nähere Infos zum Bachelor- und Master-Studiengang gibt es auf den Internetseiten des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid (www.bwv-rs.de). Darüber hinaus besteht natürlich auch die Möglichkeit sich im Sekretariat des Berufskollegs (Tel.: 02191-499450; schule@bwv-rs.de) persönlich zu informieren.

Unfall mit Pedelec: Fahrer schwer verletzt

Mittwoch, 10. November 2021 gegen 11:05 Uhr, erlitt ein Pedelec-Fahrer schwere Verletzungen bei einem Unfall.

Der 63-Jährige war mit seinem Zweirad in Wuppertal auf der Hindenburgstraße unterwegs. Als ein 41-Jähriger die Tür seines geparkten Opel öffnete, kam es zum Zusammenstoß. Bei dem Sturz erlitt der 63-Jährige schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn zur stationären Behandlung ins Krankenhaus.

An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 600 Euro. (sw)

Vier Beteiligte Fahrzeuge – Unfall mit hohem Sachschaden

Am Mittwoch, 10. November 2021 gegen 9 Uhr, kam es in Wuppertal-Ronsdorf zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Beteiligten. Ein 57-Jähriger fuhr auf der Brombachtalbrücke mit seinem Peugeot auf den Mazda eines 50-Jährigen. Durch den Aufprall wurde der Mazda gegen den davor verkehrsbedingt stehenden Skoda eines ebenfalls 50-Jährigen geschoben und der gegen den Audi eines 38-Jährigen. Bei dem Unfall zog sich der Mazda-Fahrer eine leichte Verletzung zu.

An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 18.000 Euro.

Während der Unfallaufnahme musste die Blombachtalsperre in Fahrtrichtung Linde gesperrt werden. (sw)

Corona-Schutzverordnung angepasst: Tests sind 24 Stunden gültig

Negative Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests sind nur noch 24 Stunden lang gültig. Das geht zurück auf die aktualisierte Corona-Schutzverordnung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), die ab heute, 10. November, gilt. Darin heißt es: „Getestete Personen im Sinne dieser Verordnung sind Personen, die über ein nach der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung bescheinigtes negatives Ergebnis eines höchstens 24 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltests oder eines von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 24 Stunden zurückliegenden PCR-Tests verfügen.“ Genesene und vollständig geimpfte Menschen gelten im Sinne der Verordnung als immunisiert.

Für Karnevalsveranstaltungen in Innenräumen müssen laut Schutzverordnung dieselben Regeln wie für Clubs und Diskotheken beachtet werden. Der Zugang ist nur Geimpften und Genesenen erlaubt sowie Getesteten, die über ein negatives PCR-Testergebnis oder ein höchstens sechs Stunden altes Antigen-Schnelltestergebnis verfügen. Wer eine solche Veranstaltung besucht, kann dann auf das Tragen einer Maske verzichten.

Niemals vergessen: Die Reichspogromnacht 1938

Alljährlich am 9. November gedenken wir den Opfern der nationalsozialistischen Gräueltaten von 1938. Dieser Tag gehört zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte.

In der Reichspogromnacht brennen jüdische Geschäfte und Synagogen. Das Pogrom steht für den Antisemitismus in Deutschland und den Wandel hin zu einer Entwicklung, die in einer „Endlösung der Judenfrage“ im Sinne der Ermordung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich mündet.

In einer Zeit, wo auch in Deutschland, Nazis nicht nur wieder offen marschieren, sondern auch in manchen Parlamenten und Räten vertreten sind, auch in Remscheid, wo rechtsterroristische Anschläge stattfinden, wie in Hanau oder jüngst in Wien, darf der unschuldigen Opfer rechtsextremer Gewalt nicht nur still gedacht werden. Wir müssen daran erinnern, wir müssen darüber informieren, die Inhalte lehren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen: Die müssen lauten: „Nie wieder!“ und „Kein Millimeter nach rechts“. Keine Duldung und kein Schweigen mehr bei rechtsextremen und nationalistischen Hassverbrechen. Schweigen schützt die Falschen.

Zeugen gesucht: Autofahrer flüchtet nach Unfall zu Fuß

Am 05.11.2021, um 21:45 Uhr, kam es auf der Friedrich-Ebert-Straße zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich ein Autofahrer umgehend entfernt hat.

Ein 24-jähriger Remscheider fuhr mit seinem Porsche Boxster die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Robert-Daum-Platz, als er auf Höhe der Schwebebahnstation Westende wenden wollte. Im Zuge des Wendevorgangs fuhr ein Smart Cabrio auf den Porsche auf. Anstatt sich um den leichtverletzten 24-Jährigen zu kümmern, entfernte sich der Smart-Fahrer zu Fuß von der Unfallstelle.

Der Mann wird als circa 1,90 m groß und stämmig beschrieben. Die Kennzeichen des Smart waren gestohlen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Besitzer des Fahrzeugs aufgenommen. Der Sachschaden liegt bei circa 21.000 Euro.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Coole Schulhöfe: Umweltministerium und DUH unterstützen Klimaanpassung vor Ort

Umweltministerium NRW und DUH stellen gemeinsames Projekt „Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“ vor, Projekt soll Kommunen und Schulen bei Klimaanpassung unterstützen; zehn teilnehmende Schulen als Multiplikator und Ideengeber für weitere Schulen und das Land NRW fördert Maßnahmen zur Umgestaltung der Schulgelände über Sonderprogramm; DUH begleitet und berät teilnehmende Schulen.

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben heute gemeinsam das Projekt „Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“ vorgestellt. Ziel ist es, Schulhöfe widerstandsfähig gegen den Klimawandel zu machen und als abwechslungsreiche und zukunftsfähige Lern- und Lebensräume zu gestalten. Der Auftakt fand am Humboldt-Gymnasium in Solingen statt, wo Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin von Nordrhein-Westfalen, und Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, auch den ersten Baum der künftigen schuleigenen Streuobstwiese pflanzten.

„Mit dem Projekt und der Förderung unterstützen wir Kommunen und Schulen, sich klimafit zu machen. Dafür brauchen wir mehr Stadtgrün – als Wasserspeicher, als Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt und als Lern- und Erholungsräume. Die UN-Klimakonferenz unterstreicht gerade, wie dringend und existenziell Klimaschutz und Klimaanpassung sind. Ich freue mich über das tolle Engagement, mit dem wir hier in Nordrhein-Westfalen gemeinsam ganz konkret daran arbeiten, unser Land nachhaltig zu gestalten und auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

„Mit dem Projekt und der Förderung unterstützen wir Kommunen und Schulen, sich klimafit zu machen.“

Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Das Umweltministerium fördert die Vernetzungs- und Beratungsprogramme der DUH über das Landes-Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“. Die zehn teilnehmenden Schulen sind dabei auch Multiplikatoren und Ideengeber für weitere Schulen. Maßnahmen zur Umgestaltung der Schulgelände fördert das Land ebenfalls über das Sonderprogramm mit bis zu 100.000 Euro. Hierzu gehört etwa die Entsiegelung der oftmals großflächig mit Asphalt oder Beton bedeckten Schulhöfe. Allein diese Maßnahme kann erheblich dazu beitragen, dass bei starken Regenfällen das Wasser schneller versickert, statt die Flächen zu fluten. Mehr schattenspendende Bäume und insektenfreundliche Stauden ermöglichen es, dass auch im Sommer die Schulpausen nicht zum Hitzestresstest werden.

„Klimaresiliente, naturnahe und spannende Schulhöfe verbessern das Mikroklima und das Lernklima. Unterricht kann nach draußen verlagert werden, Kinder und Jugendliche erfahren eine vielfältigere Natur direkt vor ihrer Klassentür und können sich in den Pausen besser erholen. Wir freuen uns, dass wir jetzt auch in Nordrhein-Westfalen so nachhaltigkeitsengagierte Schulen wie das Humboldt-Gymnasium Solingen bei der Umgestaltung ihrer Schulhöfe unterstützen können. Bei der Umgestaltung setzt die Solinger Schule mit der Anlage einer neuen Streuobstwiese mit Heckeneinfassung, einem Naschgarten, insektenfreundlichen Blühstreifen und Hochbeeten auf die Verbesserung des Mikroklimas und der Biodiversität auf dem Schulgelände. Um dem zunehmenden Hitzestress im Sommer zu begegnen, werden etliche neue Bäume als zusätzliche Schattenspender gepflanzt. So wird der Schulhof ein lebendiger und ‚coolerer‘ Ort“, so Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die DUH unterstützt und begleitet die teilnehmenden Schulen in Nordrhein-Westfalen bei ihren Umgestaltungen mit fachkundiger Beratung und Fortbildungen bis Ende 2022. Dazu bietet sie mehrere thematische Workshops in den Schulen an, zum Beispiel zur Klimaresilienz oder Nutzung von partizipativen Planungsmethoden, die die Ideen und Ressourcen der gesamten Schulgemeinschaft miteinbeziehen. Auf einer großen Werkschau im kommenden Jahr werden die Schulen ihre bereits umgesetzten Maßnahmen und weiteren Pläne präsentieren.

Hintergrund

Nordrhein-Westfalen ist bereits das vierte Bundesland, in dem die DUH ein Programm zur naturnahen und klimaresilienten Umgestaltung von Schulhöfen durchführt. Auch in Thüringen, Hessen und Brandenburg unterstützt die DUH in Zusammenarbeit mit den Umweltministerien der Länder zahlreiche Schulen auf ihrem Weg zu zukunftsfähigen Schulhöfen.

Das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ des Umweltministeriums hat ein Volumen von insgesamt 12,5 Millionen Euro und umfasst die Bausteine „Städte und Hitze“ (Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung und „coole“ öffentliche Räume) sowie „Klimaresiliente Schulen: Coole Schulhöfe“. Gefördert werden hierüber vielfältige Maßnahmen zur Klimaanpassung in rund 110 Kommunen, darunter die Umgestaltung von Schulhöfen in 21 Kommunen. Nach Ende der Einreichfrist läuft nun die Projektumsetzung.

Auch über das Programm „Klimaresilienz auf kommunaler und regionaler Ebene“ mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro aus dem EU-Programm zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie (REACT-EU) werden investive Maßnahmen zur Steigerung der Klimaresilienz auf kommunaler Ebene gefördert. Auch bei diesem Förderprogramm mit Einreichfrist bis 31.10.2021 bestand eine große Nachfrage.

Links:

Raub: Jugendliche Täter

Gestern Nachmittag (07.11.2021, 17:00 Uhr), kam es in Wuppertal Langerfeld zu einem Raub unter Jugendlichen.

Nach dem Besuch eines Imbiss sprachen drei bislang Unbekannte zwei 14-und einen 13-jährigen Jungen in der Leibuschstraße an. Sie forderten die Herausgabe eines Kopfhörers. Dazu drohten sie ihren Opfern verbal mit dem Einsatz eines Messers und erlangten in der Folge einen geringen Bargeldbetrag. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute.

Die drei Flüchtigen sind circa 14 bis 16 Jahre alt. Sie trugen schwarze Winterjacken und dunkle Jogginghosen. Zwei haben kurze, schwarze Haare. Ein weiterer Jugendlicher hat blonde Haare. Er trug über der schwarzen Winterjacke eine schwarze Weste.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Junger Fahrzeugführer verliert Kontrolle über seinen Audi

Am Sonntagmorgen (07.11.2021, gegen 07:55 Uhr) kam auf der Nordstraße in Remscheid zu einem Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden.

Ein 20-jähriger Remscheider war mit seinem leistungsstarken Audi auf der Nordstraße in Richtung Peterstraße unterwegs. Im Verlauf einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Gefährt, schleuderte über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs und kollidierte mit zwei geparkten Ford. Durch die Aufprallenergie stieß eines dieser Fahrzeuge gegen eine Stützmauer und richtete auch hier Sachschaden an.

Sowohl der Fahrer, als auch sein 21-jähriger Mitfahrer blieben bei dem Unfall unverletzt.

Da nach ersten Ermittlungen der Verdacht besteht, dass der Unfallfahrer unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben könnte, musste er auf der Wache eine Blutprobe abgeben. Die Beamten stellten seinen Führerschein, sowie zur Klärung des weiteren Geschehens auch den Audi sicher.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 30.000 Euro. (weit)

25-jähriger Mann verstirbt im Polizeigewahrsam der Wuppertaler Polizei

Obduktion ergibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Gemeinsame Presseerklärung der StA Wuppertal und Polizei Hagen.

In den Morgenstunden des vergangenen Montags (01.11.2021) ist ein 25-jähriger Mann im Polizeigewahrsam der Polizei Wuppertal verstorben. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche schlugen fehl.

Gegen 05.20 Uhr wurde eine Streifenwagenbesatzung der Wuppertaler Polizei mittels Handzeichen eines Taxifahrers im Bereich „Döppersberg“ auf streitende Personen aufmerksam gemacht. Diese befanden sich zunächst als Fahrgäste in dem Taxi. Bei den Streitigkeiten ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau gekommen, bei der die Frau verletzt wurde. Im weiteren Verlauf wurde bekannt, dass es sich bei dem 25-jährigen Mann und der 34-jährigen Frau um Geschwister handelt.

Noch vor der eigentlichen Sachverhaltsaufnahme griff der 25-Jährige plötzlich eine Polizeibeamtin an und versuchte sie zu Boden zu reißen. Der danebenstehende Polizeibeamte versuchte daraufhin den Angreifer ebenfalls zu Boden zu bringen und zu fesseln. Hiergegen wehrte sich der Mann massiv, in dem er um sich trat und versuchte die Einsatzkräfte zu schlagen. Nur mit Unterstützungskräften gelang es den renitenten 25-Jährigen zu fesseln und in das Polizeigewahrsam der Polizei Wuppertal zu bringen. Bei der Ingewahrsamnahme wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt.

Da sich Hinweise darauf ergeben haben, dass der 25-Jährige unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol stand, wurde ihm in den Räumlichkeiten des Polizeigewahrsams eine Blutprobe durch einen Arzt entnommen. Im Verlauf der Blutprobenentnahme verlor der Mann plötzlich das Bewusstsein und wurde reanmiationspflichtig. Die Reanimation wurde zunächst durch den anwesenden Arzt vorgenommen und im Anschluss durch einen Notarzt des Rettungsdienstes fortgesetzt. Leider blieb die Reanimation erfolglos. Eine am 03.11.2021 durchgeführte Obduktion des Verstorbenen ergab keinerlei Hinweise auf ein todesursächliches Fremdverschulden oder eine todesursächliche Gewalteinwirkung.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte eine internistische Grunderkrankung im Zusammenwirken mit einem Drogenkonsum den Tod herbeigeführt haben. Ein bereits am vergangenen Montag eingeleitetes Todesermittlungsverfahren wird aus Neutralitätsgründen durch das Polizeipräsidium Hagen geführt. Dieses Verfahren richtet sich nicht gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Darüber hinaus wird durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal derzeit gegen eine unbekannte Person ermittelt, welche dem 25-Jährigen die konsumierten Drogen zur Verfügung gestellt hat. Weitergehende Auskünfte werden zum derzeitigen Zeitpunkt nicht gegeben.

RTV: JUDOTEAM 2 gewinnt Landesliga-Turnier

Die zweite Mannschaft des Remscheider TV JUDOTEAM zeigte beim diesjährigen Landesliga-Turnier in Oberhausen eine beeindruckende Leistung,  entschied jede der vier Begegnungen für sich und gewann am Ende vollkommen verdient die Meisterschaft.

In der Gruppenphase gewannen die Remscheider zweimal souverän mit 4:1. Erst gegen den Tbd. Osterfeld und anschließend gegen den PSV Essen. Als Gruppensieger bekam es das JUDOTEAM im Halbfinale mit dem Osterrather TV zu tuen, welcher nach zum Teil spektakulären Kämpfen mit 3:2 bezwungen wurde. Im Finale wartete das JT Holten 2. Eine überragende Leistung der Remscheider wurde belohnt, denn auch dieses Duell gewann das JUDOTEAM mit 3:2.

Die Punkte erkämpften Jannik Wenzel, Andreas Buscher, Ryan lo a Njoe (je drei Siege), Nils Tillmanns, Nikolai Koch, Karol Debowski, Gregor Feils und Philip Mähler (je einen Sieg). Auch Nassir Hosseyini und Corrado Gradante kamen zum Einsatz.

Trainer Dr. Benjamin Klöckner: „Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs. Die mannschaftliche Geschlossenheit war heute der Schlüssel zum Erfolg. Jeder hat sich voll eingebracht und seinen Teil zur Meisterschaft beigetragen.“

Pandemiebedingt gibt es in diesem Jahr keine Auf- und Absteiger. Die Verantwortlichen des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes hoffen, 2022 zum normalen Ligabetrieb zurückkehren zu können. Dann möchte das RTV JUDOTEAM 2 wieder angreifen und um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga mitkämpfen.

Luisa Neubauer zieht vernichtende Bilanz nach einer Woche Glasgow

Klimaschutzaktivistin: „Merkel erzählt weiter Märchen“ – Abkommen zu Regenwäldern und Methan „symbolisieren, was hier schiefläuft“

Osnabrück/Glasgow. Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat eine vernichtende Zwischenbilanz nach einer Woche Klimagipfel in Glasgow gezogen. „Wie erwartet dreht sich sehr viel um mehr oder weniger leere Reden“, sagte Neubauer im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das Abkommen zum Schutz der Regenwälder symbolisiert eher, was hier schiefläuft: dass man sich auf Abkommen einigt, deren Ziele viel zu weit in der Zukunft liegen, und ohne konkreten Plan, wie sie eingehalten werden.“ Das sei „die Klimadiplomatie der vergangenen 40 Jahre“. Weitere neun Jahre Rodungen abzunicken sei „lächerlich, denn die Entwaldung muss natürlich sofort gestoppt werden“.

Auch die Übereinkunft zur Methan-Reduzierung sei „nicht radikal genug“, um die globalen Klimaziele einzuhalten. „Während man sich hier einigt, Methan zu reduzieren, wird gleichzeitig auch von der Bundesregierung über die Expansion von Gas-Infrastruktur gesprochen. Auch in der EU. Dabei ist Gas einer der größten Treiber von Methan, einem der gefährlichsten Treibhausgase, die es gibt.“

Scharfe Kritik an untätiger Kanzlerin Merkel

Scharf attackierte die Organisatorin der Fridays-for-Future-Bewegung Kanzlerin Angela Merkel (CDU): „Frau Merkel hat es auch auf ihrer letzten Konferenz als sogenannte Klimakanzlerin nicht geschafft, ehrlich zu sagen, wo wir gerade stehen, wie groß die Verfehlungen sind und was Deutschland zu leisten hat“, so die 25-Jährige in einem Telefongespräch aus Glasgow, wo sie sich derzeit aufhält. „Stattdessen fordert sie zwar eine globale CO2-Bepreisung, hat es selber bis heute nicht geschafft in Deutschland, eine ausreichende CO2-Steuer einzuführen.“

Merkel habe „anderthalb Jahrzehnte zugeschaut und mitgemacht, als die reichsten Staaten die Welt in Richtung Klimakollaps manövriert haben. Wenigstens in ihrer letzten Rede hätte sie aussprechen können, wie schlimm die Lage ist und was für drastische Veränderungen notwendig sind, um uns da noch herauszuholen“, so Neubauer. „Stattdessen verbreitet auch sie weiter das Märchen, wir würden es schon schaffen, wenn wir hier und da einen Preismechanismus einsetzen. Schritt für Schritt mit kleinen Veränderungen umsteuern? Der Zug ist längst abgefahren, und zwar schon vor 30 Jahren.“

In Glasgow hätten die Staaten aber in der kommenden Woche „noch alle Möglichkeiten, daraus einen diplomatischen Erfolg zu machen, der mehr ist als leere Worte“, sagte Neubauer. Sie setze allerdings keine Hoffnung in die Regierungen. „Solange sie zu Hause nicht ihre Hausaufgaben machen, das Vereinbarte nicht umsetzen, so lange bleiben die ganzen Versprechen nutzlos.“ Ihre Hoffnung seien „wir, die Zivilgesellschaften, die Menschen aus dem globalen Süden, die hier alle zusammen vor Ort sind, um den Druck zu erhöhen“.

Rufe nach einem neuen Klima-Club von EU, USA und China hält die Aktivistin für sinnlos. „Es mangelt uns nicht gerade an internationalen Clubs, an Zusammentreffen von Staaten. Es gibt eine riesengroße Menge an Konferenzen in allen möglichen Formaten, wo gesagt wird, jetzt machen wir aber wirklich mal was“, sagte Neubauer. „Der Trend, sich für Ziele feiern zu lassen, die nicht ausreichen, und die Ziele dann nicht einzuhalten und davon abzulenken, indem man wieder neue Ziele vereinbart, der zieht sich seit Jahrzehnten durch die Klimadiplomatie.“

Es gebe jetzt immerhin den Versuch von UN-Generalsekretär António Guterres, die Wirksamkeit der ganzen freiwilligen Abkommen ohne weiteres Greenwashing zu überprüfen. „Das wäre ein Fortschritt.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de