Amitié: Laser-Show zum Freundschaftsfest

Die Städtepartnerschaft von Remscheid und Quimper wird 50 Jahre alt. Gemeinsam mit Remscheid Tolerant veranstaltet der Partnerschaftsverein ein multimediales Live-Event mit Laser-Show, Livemusik und Videoelementen auf dem Remscheider Rathausplatz.

Es soll eine große Präsenzveranstaltung sein, die der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper zum fünfzigjährigen Jubiläum der Städtefreundschaft anpeilt. So lebendig wie die internationale Freundschaft, soll auch der Abend ausgekleidet sein, mit gemeinsamem Essen und Getränken bei Livemusik und optischen Highlights.

Freundschaft im Mittelpunkt

Das Logo zum Freundschaftsfest: Amitié - 50 Jahre Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper.
Das Logo zum Freundschaftsfest: Amitié – 50 Jahre Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper.

Seit mehr als einem halben Jahr arbeiten der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper und Remscheid Tolerant zusammen, um das Fest nicht nur unterhaltsam zu gestalten. „Die Ideen von Freundschaft, Frieden, Toleranz und Respekt sollen sich in der Show widerspiegeln“, erklärt Bernd Fiedler, Vorsitzender vom Partnerschaftsverein, „eine Kooperation mit Remscheid Tolerant lag da nah.“ Und mit Maximilian Süss wurde ein weiterer Partner gefunden, der etwa durch die Löwen-Festivals über viel Erfahrung mit Großveranstaltungen auf dem Theodor-Heuss-Platz verfügt.

„Amitié ist Französisch und bedeutet Freundschaft“, lacht Anne Marie Faßbender von Remscheid Tolerant, „wir hielten das als Titel oder Überschrift zu diesem Anlass einfach sehr treffend.“ Und unter Freundschaft und Verbundenheit lässt sich auch die finanzielle Unterstützung verbuchen, die das Bündnis etwa vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der Firma Vaillant und auch der Remscheider Stadtsparkasse erhielt. „Auch die Stadt Remscheid unterstützt uns sehr“, zeigt sich Fiedler glücklich, „vom Büro des Oberbürgermeisters bis zum Ordnungsamt ziehen wir alle an einem Strang. Amitié wo man hinschaut.“

Wenn Corona den Veranstaltenden keinen Strich durch die Rechnung macht, wird am 10. September von 19 bis 23 Uhr auf dem Rathausplatz die Freundschaft zelebriert. Auf der Livebühne sind zunächst Big Band-Elemente und das Remscheider Vokalensemble zu sehen und zu hören. Eine Lasershow, die Elemente der Freundschaftsidee aufgreift und auch das Rathaus als Leinwand nutzen wird, ist sicher der Hingucker des Abends. Eingerahmt von einem Foto- und Filmmix auf einer großen LED-Wand gipfelt der Abend in einem deutsch-französischen Konzert von Katrin Eggert und Band. In Quimper wird der Abend im Livestream verfolgt, denn Entfernungen spielen bei einer lebendigen Freundschaft keine Rolle.

Der Kartenvorverkauf wird in Kürze beginnen. Im Eintrittspreis von 7 Euro sind zwei Wertbons für Freigetränke enthalten.

Ein Abend für die Freundschaft

Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen und „Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen e.V.“ laden gemeinsam zu einem musikalisch-literarischen Abend im Quartierstreff Klausen ein

Erstmals laden die Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen und der „Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen e.V.“ gemeinsam zu einer Veranstaltung ein. Auch der Veranstaltungsort – der Quartierstreff Klausen an der Karl-Arnold-Straße 4a (unterhalb des Klausener Hochhauses) – feiert mit dieser Veranstaltung so etwas wie eine Vorpremiere – findet die offizielle Einweihung ja erst Anfang September statt.

Wir für eine Welt

Unter dem Motto „WIR FÜR EINE WELT – Freundschaft in Liedern und Texten“ entführen Pia Kehl und Ursula Wilberg die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine musikalisch-literarische Reise rund um das Thema „Freundschaft“. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 10.08.2021 um 19:00 Uhr im Quartierstreff Klausen, Karl-Arnold-Straße 4a, 42899 Remscheid-Lüttringhausen.

Pia Kehl wird international bekannte Lieder mit Gitarre und Gesang präsentieren – Ulla Wilberg wird dazu Texte, die Freundschaft und Miteinander zum Thema haben, vorlesen. Es handelt sich hierbei um eine Veranstaltung im Rahmen des Internationalen Jakobus-Jahres des Erzbistum Kölns, welches in Remscheid von der St. Bonaventura-Gemeinde Lennep ausgerichtet wird.

Der Eintritt ist frei. Voraussetzung zur Teilnahme ist der Nachweis über die drei „G“s: ge-testet, ge-nesen oder ge-impft. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter Anmeldung@AWO-Lennep-Luettringhausen.de zur Verfügung.

Das Programm des Lenneper-Jakobus-Jahres im Überblick: https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/st-bonaventura/lenneper-pilgerjahr-2021-einleitung/lenneper-pilgerjahr-2021/

„Was ist denn da wohl falsch gelaufen?“

Das Verhalten rechtsradikaler Politiker war ein Thema des runden Tisches von Remscheid Tolerant.

Der runde Tisch für Muslime, Juden und Christen, der in der vergangenen Woche zum zweiten Mal im Bürgerhaus-Süd an der Auguststraße stattfand, blieb eine minimalistische Veranstaltung. Nicht ohne Grund: Zeitgleich fanden Vorstands- bzw. Fraktionssitzungen der politischen Parteien statt, die im Normalfall immer und gerne den Verein Remscheid Tolerant unterstützen. Außerdem wollte ein störrischer Computer nicht so wie die Einladenden und verschickte den Hinweis auf den runden Tisch verspätet, in manchen Fällen auch gar nicht.

Trotzdem war das anwesende Trio nicht untätig: Berufsschullehrer und Pfarrer Andreas Artschwager, der zweite Vorsitzende des Vereins Sascha von Gerishem sowie der ebenfalls bei Remscheid Tolerant aktive Arthur Herzog improvisierten ein Gespräch, indem einige sensible Themen aufgenommen, viele Möglichkeiten und Gedanken diskutiert und auch das – höflich ausgedrückt – völlig gedankenlose und unverständliche Gebaren von rechtsextremen Politikern angesprochen wurde. Eine trotz geringer Teilnehmerzahl hoch interessierte Gesprächsrunde.

Schnittpunkte erkunden

„Woran sind Menschen interessiert?“ – „Wo gibt es Berührungspunkte zwischen den Religionen?“ – „Kann man einen gemeinsamen Nenner herstellen?“ Das waren nur drei der Fragen, die das Trio ansprach. Von einzelnen herauszunehmenden Punkten sprach Sascha von Gerishem das gemeinsame Kochen und Essen an. „Dadurch lernen sich unterschiedliche Menschen sehr gut kennen“, sagte er, „und zwar nicht nur den Menschen, sondern auch dessen Kultur. Natürlich muss man Einiges bedenken: Ein Christ isst Schweinefleisch, ein Muslim eben nicht, jüdische Menschen bevorzugen koscheres Essen. Dann macht man eben etwas Vegetarisches, das mögen alle.“

Einig waren sich die Drei, dass persönliche Erfahrungen das Bild des Gegenübers prägen. Obwohl Arthur Herzog über keine persönlichen Erfahrungen mit Juden verfügt, hält er die Freundschaft zwischen Juden und Muslimen für wichtig. „Es gibt mehr, was die Menschen verbindet als das, was sie trennt.“ Und wenn die Menschen das verstünden, dann könnte man auch – so Herzog – eine andere Meinung aushalten.

Andreas Artschwager warf das Thema Minderheiten zur Diskussion auf den Tisch. „Ich als Christ habe auch schon in Vierteln gewohnt, in denen ich die Minderheit war“, berichtete er, „Viertel, in denen alle Bewohner Ramadan hatten und ich auf dem Balkon gegrillt habe. Eine Minderheit will immer die Identität bewahren, das ist menschlich. Es geht auch nicht um Ramadan oder Grillen: Es geht um die Akzeptanz des Anderen. In Sarajewo oder Damaskus, da funktioniert das sehr gut, weil dort Menschen unterschiedlichen Glaubens schon sehr lange Zeit direkt nebeneinander wohnen. Dort laden sich auch unterschiedliche Gläubige ein und feiern als Christen mit den Muslimen oder anders herum.“

Zusammenhalt vor Ort stärken

Wie von Gerishem anregte, könnte der neu geschaffene Quartierstreff in Klausen die Aufgabe, Menschen zusammenzubringen, sehr gut leisten. „Die haben auch eine Küche.“ Und Fragen könnten der Anfang einer Freundschaft sein, fügte er an. „Einfach mal Menschen muslimischen Glaubens fragen: Was ist das denn, das Zuckerfest? Kann ich da mitmachen?“

Wie Andreas Artschwager weiß, kann man ohne Weiteres Moscheegemeinden ansprechen, ob man nicht – auch als Christ – zum Fastenbrechen eingeladen werden könnte. „Und in der Regel machen die das sehr gerne. Man könnte auch – vielleicht im nächsten Jahr, wenn sich die Daten vom Ende des Ramadan und dem Weihnachtsfest angleichen – mit allen drei abrahamitischen Religionen zusammen feiern.“

„Na, ob das klappt?“ zweifelte von Gerishem. „Es klappt ja schon mit der Ökumene nicht so dolle.“

„Natürlich müssen Menschen im Zentrum stehen, die bereits eine innere Toleranz haben“, gab Artschwager zurück, „das ist schon wichtig.“ Er führte das Beispiel von jüdischen Menschen auf, die sich durch die Intoleranz mancher Mitbürger nicht mehr trauen würden, durch ihre Kleidung auf ihre Religion hinzuweisen oder sie einfach nur auszudrücken.“

„Ein ganz wichtiger Punkt“, fand Sascha. „Und auf der anderen Seite gibt es den NPD-Funktionär, der sich rassistische Sprüche auf den Rücken tätowieren ließ und mit freiem Oberkörper ins Schwimmbad ging. Da fragt man sich schon: Was ist denn da wohl falsch gelaufen? Bei der Öffnung der Grenzen, beim Fall der Mauer, da dachte man noch: Fein, das geht auch ohne. Und dann so etwas“, schüttelt von Gerishem den Kopf über die Dummheit so mancher Zeitgenossen.

Arthur Herzog wies darauf hin, dass es in Köln einen Arbeitskreis gäbe, in dem die drei Religionen ohne Probleme zusammenarbeiten. „In Wuppertal gibt es das leider nicht.“

Im Hinblick auf die in den vergangenen Jahren veränderte Situation in den Schulen gab Andreas Artschwager zu bedenken:“ Ja, durch das Zunehmen von Schülerinnen und Schülern, die nicht aus Deutschland stammen, haben sich die Gegebenheiten geändert. Aber haben sich die Menschen auch verändert?“ Er glaube das nicht, denn immer sei Angst der Auslöser von Diskriminierung.

Der nächste runde Tisch von Remscheid Tolerant soll im Herbst stattfinden. Und wenn alle Computer mitspielen und die Parteimitglieder vielleicht alle einen freien Tag haben, dann auch gerne wieder in größerer Runde.

Neue Anforderungen aus dem Geldwäschegesetz

Ab dem 8. August 2021 verlangt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei allen Bargeschäften (Bargeld, Sorten und Edelmetalle) von mehr als 10.000 Euro als Gutschrift auf das eigene Kundenkonto die Vorlage eines aussagekräftigen Belegs als Herkunftsnachweis über den Einzahlungsbetrag. „Bei Einzahlungen von mehr als 10.000 Euro müssen wir unsere Kundinnen und Kunden daher bitten, einen geeigneten Beleg über die Herkunft des Geldes vorzulegen“, erklärt Thomas Wingenbach und fügt hinzu: „Dies kann zum Beispiel beim Verkauf eines Fahrzeugs der Kaufvertrag sein.“ Einzahlungen am Automaten sind auf 10.000 Euro begrenzt.

Damit reagiert die Stadtsparkasse Remscheid auf die neuen Anforderungen der BaFin, die als Maßnahmen zur effizienten Bekämpfung der Geldwäsche gefordert sind.

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

IGR: Top-Talent Saphira Giersch wechselt nach Spanien

Saphira Giersch spielt seit ihrer Kindheit Rollhockey bei der IGR Remscheid. Sie wurde dort ausgebildet und ist mit ihren erst 19 Jahren schon eine feste Größe in der Damennationalmannschaft.

Die Torschützenkönigin der letzten Bundesligasaison und amtierende Deutsche Meisterin mit dem IGR-Damenteam hat jetzt beim Girona HC im spanischen Katalonien einen Vertrag für die OK Liga Femenina (1. spanische Liga) unterschrieben. Bei der IGR Remscheid wird sie eine große Lücke hinterlassen, da Giersch ihr Wissen und Können auch als Trainerin von Jugendmannschaften weitergab. „Die IGR Remscheid freut sich sehr, dass Saphira diese Chance erhalten hat und in der kommenden Spielzeit in der besten Damenliga der Welt spielen wird. Wir drücken ihr die Daumen für eine tolle Saison!“, verlautet es vom IGR-Vorsitzenden Georg Feldhoff.

Badebetrieb im Freibad Eschbachtal endet vorzeitig

Nach Sichtung und Prüfung aller Hochwasserschäden im Freibad Eschbachtal steht jetzt zum großen Bedauern aller beteiligten Akteure fest: Die Schäden, die das Flutwasser vor allem im Kanal hinterlassen hat, sind größer als erhofft. Um die nötigen Reparaturen vornehmen zu können, bleibt das Freibad für diese Saison geschlossen.

Nicht betroffen von der Schließung sind das Hundeschwimmen und das 3. Eschtival am 11. September mit Bernd Stelter und Köbes Underground. Bis dahin sollen die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen sein.

Hinweis: Bis Schulferienende können Kinder und Jugendliche (mit Wohnsitz Remscheid) bis 17 Jahren kostenlos den 4-Stunden-Tarif des H2O nutzen.

Presseinformation der Stadt Remscheid.

Einmaleins: Laufen, Hüpfen, Springen, Lachen

Das Team von „Nervenkitzel ist Kopfsache“(NiK) und die Remscheider Sportjugend veranstalten ein besonders Lern-Event in der Friesenhalle.

Mit „Laufen, Hüpfen, Springen, Lachen und trotzdem das Einmaleins lernen!“ möchten die Sportjugend und das NiK-Team den durch die Pandemie entstandenen Bewegungs- und Lerndefiziten entgegenwirken. Besonders an dieser Idee ist, dass neben lustigem Herumtoben mit vielen verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten ganz nebenbei das kleine Einmaleins geübt wird.

Lernen und spielen

Durch Synästhesie sollen die Gehirnbereiche für Bewegung und das Einmaleins verknüpft werden, so dass die teilnehmenden Kinder neue Lernbereiche erschließen und gleichzeitig künftig beim Herumtoben auch immer indirekt das Einmaleins wiederholen. Lernen beim Spielen und Spielen beim Lernen.


Die Veranstaltung findet am 5. August von 9 bis 15 Uhr beim Sportbund Remscheid in der Friesenhalle, Jan-Wellem-Straße 29 in 42859 Remscheid statt. Grundschüler*innen ab dem zweiten Schuljahr können teilnehmen. Inhaltlich wird neben verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten das kleine Einmaleins geübt, denn Bewegung, Spaß und Lernen passen sehr gut zusammen.

Anmeldung und Anmeldeschluß

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail: Heike.Lamerz@n-ist-k.de oder telefonisch 0170-9000972 bei Heike Lamerz vom NiK-Team: Bitte den Namen des Kindes, die Schule und Klassenstufe angeben.

Mitzubringen sind Hallensportschuhe, Sportkleidung, eine Trinkflasche, eine Kleinigkeit zum Essen und ein Mund-Nasenschutz. Die Teilnahme ist auf 20 Kinder begrenzt. Anmeldeschluss ist Montag, der 2. August 2021!

Jugendfeuerwehr Remscheid unterstützt im Freibad Eschbachtal

Die Jugendfeuerwehr Remscheid hat bei den Säuberungsarbeiten im Freibad Eschbachtal unterstützt. Sie rückten in Begleitung erfahrener Feuerwehrleute der Löscheinheit Nord.

Die Jugendfeuerwehr leerte das große Schwimmbecken und befreite es von dem Schlamm, der nach der Überflutung im Becken zurückgeblieben ist. Mit gleich mehreren Strahlrohren gleichzeitig wurde der Schlamm in den tiefsten Teil des Beckens gespült.

Die Jugendfeuerwehr Remscheid im Einsatz im Freibad Eschbachtal. Foto: Feuerwehr Remscheid
Die Jugendfeuerwehr Remscheid im Einsatz im Freibad Eschbachtal. Foto: Feuerwehr Remscheid

Mit mehreren Schmutzwasserpumpen der Feuerwehr und der Technischen Betriebe Remscheid wurde die schlammige Brühe abgepumpt.

Mit Schmutzwasserpumpen wird das Freibad Eschbachtal vom Schlamm befreit. Foto: Feuerwehr Remscheid
Mit Schmutzwasserpumpen wird das Freibad Eschbachtal vom Schlamm befreit. Foto: Feuerwehr Remscheid

Nach gut dreistündiger Arbeit war die Hilfeleistung der Jugendfeuerwehr abgeschlossen und das Schwimmbecken sauber.

So ssah das Freibad Eschbachtal nach dem Einsatz der Jugendfeuerwehr Remscheid aus. Foto: Feuerwehr Remscheid
So ssah das Freibad Eschbachtal nach dem Einsatz der Jugendfeuerwehr Remscheid aus. Foto: Feuerwehr Remscheid

Spaziergang am Hackenberg. Klimawandel begreifbar machen

Pressemitteilung der SPD-Lennep:

Einladung zum Klimaschutz-Spaziergang am Hackenberg am 15.08.2021

Die Planungen zu unserem Themenspaziergang wurden leider in der vorletzten Woche von der Flutkatastrophe in Deutschland eingeholt – plötzlich sind Themen wie Klimawandel und Flächenversiegelung in aller Munde.

Noch ein Grund mehr für Dela Kirchner, stellvertretende Vorsitzende im SPD-Ortsverein Lennep, eines ihrer Schwerpunktthemen in den Fokus der Remscheiderinnen und Remscheider zu rücken:

„Wir laden alle Interessierten dazu ein, bei einem Spaziergang am Hackenberg die Auswirkungen des Klimawandels mit eigenen Augen zu sehen und dessen existenzielle Bedrohung für uns alle besser zu verstehen.“ beschreibt die Ideengeberin ihren Ansatz für den Spaziergang. „Außerdem werden wir unterwegs wichtige Tipps dazu erhalten, mit welchen kleinen Änderungen wir unseren eigenen Alltag klimafreundlicher gestalten können.“

Dipl.-Biologe Jörg Liesendahl (Naturschule Grund) wird den Spaziergang fachlich leiten und den Teilnehmer*innen verdeutlichen, warum mehr Klimaschutz genau jetzt in Angriff genommen werden muss – und wie spät es dafür eigentlich schon ist. Im Anschluss an den Spaziergang wird es bei Waffeln und Kaffee im idyllischen „Café Waldkirche“ (Krebsöge) die Möglichkeit zum Austausch von Gedanken und Eindrücken geben.

„Uns ist wichtig, dass der Spaziergang nicht abrupt endet, sondern im Nachgang noch Zeit für Fragen und Gespräche ist.“ sagt die Initiatorin. „Wir sind gespannt darauf, welche Gedanken zum Thema Klimaschutz unsere Gäste bewegen und welche Ansätze für Remscheid wir daraus entwickeln können.“

Treffpunkt ist um 14.00 Uhr auf dem Parkplatz des H2O am Hackenberg. Der Spaziergang selbst wird ca. anderthalb Stunden dauern.

Der Spaziergang wird selbstverständlich unter Berücksichtigung der am 15.08.2021 geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt. Im „Café Waldkirche“ werden die Teilnehmer draußen, aber wettergeschützt sitzen können.

Eine Anmeldung vorab per E-Mail ist zwingend erforderlich und bis zum 10.08.2021 möglich: dela.kirchner@spd-remscheid.de.

Auswirkungen von Tief Bernd: Technisches Hilfswerk Remscheid im Dauereinsatz

Bereits seit dem 14. Juli 2021 ist das THW Remscheid nach den Unwettern nahezu ununterbrochen mit seinen zahlreichen Fähigkeiten gefragt. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht in Sicht.

Über 50 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbands Remscheid sind in ganz NRW im Einsatz. Die ersten Einsatzschwerpunkte lagen in Hagen und Wuppertal. Besonders stark eingebunden waren die Baufachberater des Ortsverbands, um Resttragfähigkeit und Standfestigkeit von Gebäuden zu beurteilen. Die Fachgruppe Schwere Bergung entfernte in Wuppertal mit dem Schreitbagger Treibgut aus der Wupper.

Überwachung der Staumauer

Das Einsatzgebiet wurde anschließend bis an die Steinbachtalsperre bei Euskirchen ausgeweitet, das Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) kam zur Anwendung. Mit dem ESS werden Bewegungen in der Staumauer überwacht. Der Damm drohte aufgrund der Wassermassen zu brechen.

Auch in Bad Münstereifel war das THW Remscheid im Einsatz. Foto: THW Remscheid / Tobias Jahn
Auch in Bad Münstereifel war das THW Remscheid im Einsatz. Foto: THW Remscheid / Tobias Jahn

„Unsere Helferinnen und Helfer waren -und sind- unermüdlich im Unwetter-Einsatz, um den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen, sie zu retten, Sachwerte zu schützen und die Infrastruktur wiederherzustellen. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht,“ zieht Christoph Rühl, Ortsbeauftragter, Zwischenbilanz. Da alle Einsatzkräfte ehrenamtlich arbeiten, dankte Rühl ausdrücklich allen Arbeitgebenden, die die Helfenden für diesen wichtigen Einsatz freistellen.

Insgesamt war der Ortsverband Remscheid an Fachberatung, Baufachberatung, Pumparbeiten, Abstützen und Aussteifen von einsturzgefährdeten Gebäuden, Überwachung von Deichen und Dämmen mittels ESS, Räumarbeiten, Übernahme von Einsatzabschnittsleitungen und Koordinierung sowie Organisation von Einsätzen beteiligt.

011: Der Kulturdezernent – Sven Wiertz dreams of England

Er ist kulturaffin und gerne Gast im Teo Otto Theater und erinnert sich gerne an das opulente Bühnenbild vom Raub der Sabinerinnen, das die Zuschauenden sofort ins Geschehen holte. Gerne würde er nicht nur  Kim Fisher, sondern auch die Geschwister Pfister herzlichst gerne mal in Remscheids Gute Stibe holen. Sven Wiertz, Remscheids Kämmerer und Kulturdezernent ist bereits seit seiner Studentenzeit Fan von Ufa-Filmen und erfand quasi mit seinem Wuppertaler Professor das Binge-Watching.

Sven Wiertz ist seit seiner Jugend England-Fan, und diese innere Freundschaft findet sich auch in seinen kulturellen Leidenschaft wieder. Von The Crown über Ian Richardson schafft er es im Podcast den Bogen bis hin nach Ashington, Remscheids englischer Partnerstadt, zu spannen, nicht ohne sich mit Steph Hoffmann über die Freuden englischer Dialekte auszutauschen. Eindeutige Empfehlung: Mit BnB (Bed and Breakfast) bei Privat lässt sich England am besten kennenlernen. Bietet sich auch an, da der BFBS-Empfang schon bei Hagen abbricht. Ein eindringlicher Appell an Sven Wolf unterstreicht die Liebe von Steph Hoffmann und Sven Wiertz zu England, und es hat nichts mit Downton Abbey zu tun. Frankreich war auch kurz Thema: „Je regrette!“ Doch es passt auch zur englischen Fanbeteiligung an der Fußball-EM.

Was Maulwürfe und Weißwein in Kaffeetassen mit Zoom-Konferenzen und dem Städtetag oder Fraktionssitzungen zu tun haben, wieso das große Schachbrett fehlt und wieso man manche Plätze einfach mal zurückerobern muss, erfährt man in der neuesten Ausgabe von vom Podcast „Kultur untereinander“, währenddessen schauen Steph Hoffmann und Sven Wiertz die letzte TKKG-Verfilmung und essen englische Scones, zu Vita-Cola, gegen die Migräne – oder was mit der Reichswasserleiche.

Wolf: Wir brauchen bessere Warnsysteme für Katastrophenfälle

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf.

„Das Hochwasser kam für viele Anwohnerinnen und Anwohner in Remscheid und Radevormwald überraschend. Mit diesen massiven Auswirkungen haben die Menschen in vielen Straßen nicht gerechnet“, fasst der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf zusammen. „Besonders in den Tallagen war nicht damit zu rechnen, dass die Wassermassen so schnell ansteigen. Auch das Wasser aus den Talsperren, die überliefen oder abgelassen wurden, hat die Situation dramatisch verschärft. Zahlreiche Hinweise aus den vergangenen Tagen zeigen für das Land Nordrhein-Westfalen, dass die Frühwarnsysteme im Katastrophenfall in manchen Bereichen nicht ausreichend funktioniert haben und ausgebaut werden müssen. Für die Zukunft müssen wir schauen, dass die Menschen in einem solchen Fall  rechtzeitig gewarnt werden.“

Déjà-vu: Das Warntag-Desaster 2020

Viele Menschen – insbesondere die älteren Menschen – nutzten bisher noch keine Warn-Apps wie NINA oder KATWARN. Deshalb sei es dringend erforderlich, dass analoge Warnmöglichkeiten über Sirenen oder Lautsprecherdurchsagen besser ausgebaut und in die Schutzmaßnahmen für den Katastrophenfall einbezogen werden.

„Wir haben auf Landesebene auch die zügige Einführung eines Cell-Broadcast-Systems* gefordert. Das gibt es zum Beispiel in Japan, den USA oder den Niederlanden. Dabei wird eine Warnmeldung von einer Basisstation an alle Smartphones und Handys geschickt, die sich im Radius einer Funkzelle befinden“, so Wolf.

Ein solches System helfe im Katastrophenfall Menschenleben zu retten. Das dürfe auch nicht an rechtlichen oder finanziellen Hürden scheitern. An der Umsetzung müsse nun zügig gearbeitet werden. „Wir müssen darüber sprechen, was gut geklappt hat und was nicht – auch, damit die Menschen in Remscheid und Radevormwald sich bewusst sind, was in einem Katastrophenfall auf sie zukommen kann, was zu tun ist und wie sie sich am besten verhalten. Wir wollen deshalb auch, dass das stärker vermittelt wird, zum Beispiel im Schulunterricht. Es gibt Konzepte für präventive Maßnahmen, die jetzt auch angewendet werden müssen. Dafür setzen wir uns in Düsseldorf ein.“

* Hintergrund (Anmerkung der Redaktion (SvG)): Beim Cell-Broadcast-System werden wichtige Warninformationen als eine Art besonderer SMS auf jedes Handy gesendet, auch auf alte Geräte, während Warn-Apps wie NINA nur auf Smartphones funktionieren. Während das Internet im Katastrophenfall oftmals ausfällt oder stark überlastet ist und Warn-Apps somit den Dienst versagen, würde ein Cell-Broadcast-System dennoch weiter funktionieren, weil es sich im Vergleich um nur winzige Datenmengen handelt, die noch dazu über die Standard-Handytelefonie-Netze laufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch bei einem GAU ausgeliefert werden, ist hoch und am wahrscheinlichsten.

2020 wurden bei einem bundesweiten Warntag die derzeitigen Warnsysteme getestet, es kam zum Totalausfall, der Warntag wurde ein Desaster. In den Niederlanden, in den per Cell-Broadcast-System gewarnt wird, wurden bei einem Test 90 Prozent der Bevölkerung erreicht, während in Deutschland nicht einmal 10 Prozent der Bevölkerung die Warn-App NINA überhaupt installiert haben. Dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium sind die geschätzten Kosten von 20-40 Mio. für die Einrichtung des Cell-Broadcast-Systems indes zu hoch, daher wird die Einrichtung, trotz aller weltweiten Erkenntnisse über die hohe Wirksamkeit, aktiv verweigert.