Schon Tradition: Die Nikolausaktion der Schlawiner

Am Abend des zweiten Advents durch Lüttringhausen zu gehen, kann eine bereichernde Erfahrung sein. Der Stadtteil ist bemerkenswert still, von wenigen Autos abgesehen, in vielen Fenstern stehen Adventslichter, die Pyramidenform herrscht vor, manche Häuser sind sehr farbenfroh und fantasievoll mit Lichterketten oder –figuren geschmückt, da leuchtet ein Schneemann, dort ein Rentier. Wenige Menschen sind unterwegs.

Am Gebäude, in dem die Schlawiner ihren Platz gefunden haben, ist jedoch einiges los. Kleine Gruppen von vier oder fünf Freiwilligen schauen auf Stadtpläne, diskutieren darüber, wie sie die geplante Strecke bewältigen können und gehen alsdann zügig los: Die Nikolausaktion der Schlawiner hat begonnen.

„Die Tradition, die Bewohner des Stadtteils an Nikolaus mit einem kleinen Geschenk zu bedenken, gibt es bei uns schon lange“, weiß die Geschäftsführerin des Jugendzentrums, Stefanie Hosters, zu berichten. Die exakte Jahreszahl hat sie nicht parat, aber: „Ich habe früher schon einmal hier gearbeitet, um das Jahr 2000 herum. Also mindestens 20 Jahre lang.“

Kinder und Jugendliche stark motiviert

Ehrenamtliche, Mitarbeitende der Schlawiner, Vorstandsmitglieder und Kinder gehen quer durch Klausen und befüllen die Briefkästen der Anwohnenden heute mit 1600 Tafeln Schokolade. „Früher hatten wir mal ganze Tüten“, erinnert sich Stefanie Hosters. „Die konnte man einfach vor die Haustüren stellen. Heute haben wir die Schokolade, und die muss in die Briefkästen. Wir klingeln nicht an den Häusern und verrichten unser Werk gerne im Stillen.“ Die Kinder und Jugendlichen seien stark motiviert, bei dieser Aktion mitzumachen. Zehn von ihnen gehen mit.

Der Jugendbereichsleiter der Einrichtung, David Escribano, hat seine Gruppe beisammen und zieht los, Richtung Karl-Arnold-Straße, wo das große Hochhaus steht. Ein festlich beleuchtetes Haus liegt auf dem Weg, Fotos werden gemacht, die Stimmung ist gut. Bei der Rückkehr der Gruppen steht Kaffee oder anderes Getränk und Kuchen bereit. In einer Stunde, so schätzt Stefanie Hosters, sollte die letzte Gruppe wieder bei den Schlawinern eingetroffen sein. „Anja Westfal, die für die Stadtteilarbeit zuständig ist, hat so tolle Stadtpläne entworfen und farblich gekennzeichnet“, erzählt die Geschäftsführerin. „Die Strecken sollen ja nicht zu lang werden.“ Die acht Touren sind moderat angelegt. Lange Straßen, wie die Hans-Böckler-Straße oder die Lockfinker Straße, wurden geteilt. Kleine Anmerkungen im Plan bezeugen die gute Vorbereitung der Aktion: „Hausmeister des Leibniz-Gymnasiums nicht vergessen“ steht da.

Hausmeister des Leibniz-Gymnasiums nicht vergessen

„Klausen war mal ein sozialer Brennpunkt“, erinnert sich Stefanie Hosters. „Das ist es sicher immer noch, aber auf einem anderen Niveau als noch vor Jahren, sehr zurückgenommen. Die Kinder, die zu uns kommen, sind alle sehr entspannt und unaufgeregt. Und so ist auch unsere Arbeit mit ihnen: Entspannt.“ Natürlich seien die Kinder froh, zu den Schlawinern kommen zu können. „Wir hatten ja lange Zeit die Türen geschlossen“, berichtet Hosters, „aber jetzt ist der Besuch wieder möglich, und die Kinder kommen sehr gerne.“

Im vergangenen Jahr feierte die Einrichtung ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 1995 arbeitet das Jugendzentrum in freier Trägerschaft, seit 2005 als gemeinnützige GmbH (gGmbH). Als solche hat man die Schokolade aus eigenen Mitteln finanziert. Inzwischen ist es im Stadtteil noch ruhiger geworden. Ein stiller zweiter Adventsabend in Lüttringhausen. Da kommt die Aktion der Schlawiner sicher Recht und wird hoffentlich von vielen Anwohnern gerne angenommen.

Zeugen gesucht: Mann fährt über Gehweg – Frau springt zur Seite

Am 01.12.2021, um 15:00 Uhr, ereignete sich ein Unfall auf der Wichlinghauser Straße in Wuppertal.

Ein 84-jähriger Mann kam aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße ab und fuhr über den Gehweg. Zunächst fuhr er knapp an einer dreiköpfigen Familie vorbei, darauffolgend konnte sich eine unbekannte Frau mit einem Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß retten. Die Fahrt endete, nachdem der 84-Jährige mit seinem gelben VW Lupo einen Stromkasten gestreift hatte.

Die Polizei sucht nun die Frau, die zur Seite gesprungen ist sowie weitere Zeugen und Hinweisgeber. Sie werden gebeten, sich unter der 0202 / 284 0 bei der Polizei zu melden. (jb)

Unfall auf der Burger Straße

Am Sonntag, 5. Dezember 2021, um 12:12 Uhr, kam es auf der Burger Straße zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw.

Ein 59-jähriger Taxifahrer hatte mit seiner Mercedes E-Klasse am Fahrbahnrand gehalten, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, bevor er auf der Burger Straße in Richtung Lenneper Straße wenden wollte. Er übersah dabei nach ersten Erkenntnissen einen von hinten kommenden 51-jährigen Mann in seinem Opel Astra. Bei der folgenden Kollision verletzte sich der Opel-Fahrer schwer und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden liegt bei circa 6.500 Euro. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme kam es zu Verkehrsbehinderungen. (jb)

Unfallflucht: Fußgänger leicht verletzt

Am vergangenen Samstagnachmittag (04.12.2021, 16:50 Uhr) kam es in Wuppertal-Unterbarmen zu einem Unfall, bei dem ein Fußgänger Verletzungen erlitt.

Der 27-Jährige überquerte an einer Fußgängerampel die Friedrich-Engels-Allee in Höhe der Bendahler Straße. Ein bislang Unbekannter fuhr auf der Bendahler Straße zunächst talwärts, um in der Folge nach rechts auf die Friedrich-Engels-Allee einzubiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Fußgänger, der sich Verletzungen am Bein zuzog.

Bei dem flüchtigen Fahrzeug handelt es sich um einen silbergrauen Mercedes. Der Unfallfahrer ist circa 50 – 55 Jahre alt. Er hatte graue Haare und war mit einer grauen Jacke bekleidet.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Zweiter virtueller Weihnachtsmarkt auf Schloss Burg

Nachdem der Weihnachtsmarkt auf Schloss Burg für dieses Jahr doch abgesagt werden musste, hat sich der Schlossbauverein dazu entschlossen, den im vergangenen Jahr erfolgreich verlaufenen virtuellen Weihnachtsmarkt erneut aufzubauen.

In einem festlichen und stimmungsvollen von EXCIT3D in 3D gestalteten Ambiente, findet die virtuelle Variante in diesem Jahr draußen auf dem nachmodellierten Schlosshof statt. Die Atmosphäre ist stilecht mit Schnee, Tannenbäumen und weihnachtlich dekorierten Hütten gestaltet.

Bislang zeigen elf Ausstellende Kunst, Kunsthandwerk und nachhaltige Produkte. Nachmeldungen für interessierte Ausstellende sind noch möglich, man sollte sich aber beeilen und sich schnell bei Excit3d anmelden.

Der Balkhauser Kotten und der Wipperkotten haben virteuelle Stände eröffnet. Den durch die Flut geschädigten bergischen Aushängeschildern wird die Möglichkeit gegeben, für weitere Spenden zu werben und ihre Produkte anzubieten.

Im leichten Schneetreiben können die Besucher per Mausklick von Stand zu Stand surfen, oder schlendern, und den Rundgang mit musikalischer Untermalung in weihnachtlicher Atmosphäre genießen. Der virtuelle Weihnachtsmarkt ist ab sofort online und läuft bis zum 31. Dezember 2021. Hier geht es direkt auf den Weihnachtsmarkt Solingen auf Schloss Burg: www.schlossburg360.de/Weihnachten2021.

Video vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Burg

Mit diesem Video von EXCIT3D erhält man schon einen ersten Eindruck vom virtuellen Markt in Solingen.

Nikolaus-Spiele-Päckchen in der Spieliothek der Stadtbibliothek

Wenn es draußen kalt, dunkel und ungemütlich wird, wird es drinnen umso gemütlicher. Eine gute Idee wäre mit Freunden oder der Familie die Zeit bei einem Spielenachmittag bis in den Abend auszudehnen. Weil es manchmal aber nicht so einfach ist, das richtige Spiel zu finden, haben sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Spieliothek etwas Besonderes ausgedacht: Überraschungs-Spiele-Päckchen zum Ausleihen.

Unter anderem gibt es „Spiele für Kinder ab 3“, „Klassiker für die ganze Familie“ und Spiele, die dazu auffordern, sich „Nicht aufzuregen!!!“ Passend zum Nikolaus, startet in der Spieliothek am Dienstag, 7. Dezember 2021, um 16 Uhr die „Nikolaus-Spiele-Päckchen Aktion“.

Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht. Achtung: Es gilt die 2G-Regel. Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr.

Die Stadtbibliothek Solingen ist in der Mummstraße 10 in 42651 Solingen.

Natur erleben mit der Natur-Schule Grund: Wanderung im Winterwald

Baumrinde in der tiefstehenden Sonne, vom Regen erzeugter Schaum am Baumstamm, Haareis im Bachtal, Spuren von Tieren im Schnee oder holzzersetzende Pilze – der Winterwald hält viele interessante Momente für uns Menschen bereit.

Die Natur-Schule Grund bietet Gelegenheit, bei einer Winterwanderung die verschiedenartigen Wälder und Forstbestände zwischen Grund und Grüne sowie ihre Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt kennen zu lernen.

Drei Stunden durch die Natur

Die Wanderung unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl startet am Samstag, 11. Dezember 2021, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13 in Remscheid-Grund, und dauert ca. drei Stunden.

Bei wetterfester Kleidung und warmem, Feuchtigkeit abhaltendem und festem Schuhwerk ist die Wanderung geeignet für interessierte erwachsene Einzelpersonen und für Familien mit Kinder ab ca. 7 Jahren.

Kosten und Anmeldung

Kinder (bis 15 Jahre) zahlen 3,50 Euro, Erwachsene 7 Euro, Familien mit zwei eigenen Kindern 17,50 Euro und für jedes weitere eigene Kind 2 Euro.

Eine Anmeldung bis Freitag, 10. Dezember, ist unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund unter info@natur-schule-grund.de oder 02191 374 8239 entgegen.

SOS-Weihnachtstüten für den Hasenberg

Unter dem vom Landeszentrum für Gesundheit, Senioren und Familien geförderte Projekt und Motto „miteinander und nicht allein“ sind beim Caritasverband Remscheid SOS-Weihnachtstüten kostenlos erhältlich. Neben Weihnachtsgrüßen in Form von kreativen Postkarten und leckeren Plätzchen, einem interessanten Magazin über den Stadtteil am Hasenberg enthalten die Weihnachtstüten die sogenannte Notfalldose.

Immer mehr Menschen haben einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung, etc. zu Hause. Im Notfall ist es für Rettungskräfte meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. In vielen Fällen ist es einem in einer Notfallsituation nicht möglich Auskunft über den Gesundheitszustand, wie beispielsweise zu wichtigen Medikamenten, o.Ä. zu geben. Sind die Retter bei Ihnen eingetroffen und sehen den Aufkleber „Notfalldose“ in der Wohnung, der ebenfalls in der Weihnachtstüte enthalten ist und beispielsweise auf die Innenseite der Wohnungstüre angebracht werden kann, sind sofort wichtige Informationen verfügbar.

Miteinander und nicht allein

Mit dieser Aktion macht der Caritasverband Remscheid insbesondere älteren und alleinstehenden Menschen auf die Wichtigkeit von notfallbezogenen Daten aufmerksam – sie können Leben retten.

„Miteinander und nicht allein“ lautet der Titel des vom Landesministerium für Gesundheit und Senioren und Familien geförderten Projektes, das noch bis November 2022 durch den Caritasverband Remscheid und die Caritas Tagespflege am Hasenberg organisiert wird. Dabei arbeitet die Quartiersentwicklung seit vielen Jahren mit der Interessensgemeinschaft Hasenberg zusammen. Neben der Weihnachtstüten-Aktion realisiert das Projekt verschiedene Veranstaltungen und Angebote, wie u.a. den Digitalen Märchenstammtisch oder das Gedächtnistraining für Erwachsene. Auf Grund der Corona-Pandemie mussten viele analoge Veranstaltungen digital durchgeführt werden. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Caritasverbandes Remscheid www.caritas-remscheid.de oder telefonisch unter (01 78) 7 27 02 73.

Die Weihnachtstüten werden am Dienstag, 14. Dezember in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und am Donnerstag, 16. Dezember in der Zeit von 13 bis 16 Uhr im BBZ am Hasenberg verteilt. Pro Interessent werden maximal drei Tüten herausgegeben. Die Herausgabe findet an frischer Luft vor dem BBZ am Hasenberg, Hasenberger Weg 13a in 42897 Remscheid-Lennep, statt. Das Tragen von Mund- und Nasenbedeckung ist verpflichtend.

SPD gratuliert Detlef Franzen zum 85. Geburtstag

Glücklich, wer gesund alt wird – glücklich, wer die Gesellschaft des Erfahrenen genießen darf. So freuen wir uns als SPD Remscheid, dass wir in unseren Reihen so einen tollen Menschen wie Detlef Franzen haben.

Er wurde 1936 in Kiel geboren, erlebte als Kind von 9 Jahren das Kriegsende. Seine Eltern waren Sozialdemokraten, die sich sofort nach dem Krieg wieder in der SPD engagierten.

Detlef Franzen lernte bei der Post und trat schon früh in die Deutsche Postgewerkschaft ein. Viele Jahre besuchte er gewerkschafts- und bildungspolitische Seminare, wodurch er neben dem Beruf eine umfassende Bildung erlangte und auf vielen Themengebieten geschult wurde. Hier lernte er Rhetorik und das politische Handwerk von der Pieke auf.

Als Willi Hartkopf Oberbürgermeister der Stadt Remscheid wurde, holte er Detlef Franzen als persönlichen Referenten in sein Büro, dort war er dann 10 Jahre lang, von 1970 – 1980, als Organisator und Ghost Writer tätig. Nach der aufregenden Zeit im OB Büro arbeitete Detlef Franzen bis zu seiner Pensionierung bei der Stadtverwaltung, zum Schluss als Leiter des Amtes für Wohnungswesen.

Neben der Politik sind die Musik und das Bergwandern Detlefs Leidenschaften. Lange spielte er die Es-Klarinette im Hilgener Orchesterverein, aber auch in diversen anderen Musikvereinen, wie in der Remscheider Schützenkapelle. Heute widmet er sich seiner 1000 Schallplatten umfassenden Sammlung, vor allem dem Jazz.

Für freuen uns, dass Detlef immer noch am Parteileben teilnimmt und sich mit sachkundigen Beiträgen einbringt. Manchmal zeigt er sich als Unterhalter mit gewitzten Vorträgen aus eigener Feder.

Auf Detlef Franzen können wir zählen – in der AG 60 Plus sowie als Gast bei vielen Veranstaltungen. Wir hoffen, dass dies noch lange so bleibt und bedanken uns für seine jahrzehntelange Treue. Alles Gute, lieber Detlef!

Pressemitteilung der SPD Remscheid.

Die Linke zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Remscheid

„Die Fraktion DIE LINKE begrüßt die Vollendung der Nachhaltigkeitsstrategie für die Stadt Remscheid und bedankt sich bei allen Beteiligten, den Teilnehmer:innen und dem Kernteam der Steuerungsgruppe sowie der LAG 21 für den konstruktiven und engagierten Arbeitsprozess und die Ausarbeitung der Strategie!

Wir erkennen in der Strategie zahlreiche kreative, innovative und moderne Ideen und Maßnahmen, die im Falle ihrer Umsetzung unsere Stadt in Puncto Nachhaltigkeit einen Schritt nach vorne bringen würden. Viele Bereiche der Stadtentwicklung und des öffentlichen Lebens, wie Quartiersentwicklung, Integration, Gesundheit, Bildung oder Digitalisierung werden von dem Papier positiv tangiert.
Nun gilt es die Maßnahmen der Strategie auch wirklich umzusetzen und die dafür erforderlichen personellen und finanziellen Mittel bereitzustellen.

Doch so positiv einzelne Aspekte der Strategie auch zu bewerten sind, muss man in der Gesamtbetrachtung leider konstatieren, dass den großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit mit dem Papier zu wenig entgegengesetzt wird.
Zum einen sind viele der ökologisch ausgerichteten Maßnahmen zu wage und lasch formuliert und zu weit in die Zukunft datiert, zum anderen wurden viele Möglichkeiten zum Umwelt- und Artenschutz sowie zur Klimawandelanpassung ausgelassen.
„Besonders die Bereiche, in denen die Stadt großen Handlungsspielraum hat und die eine große ökologische Relevanz besitzen, wie z.B. die Flächenpolitik, wurden im Prozess der Strategiefindung sukzessive aus dem Papier gestrichen oder verwässert.“ So unser umweltpolitischer Sprecher Colin Cyrus, der auch Teilnehmer der Steuerungsgruppe war. „Hier kann und muss die Stadt im Sinne des Umweltschutzes striktere und konsequentere Maßnahmen ergreifen. Die Strategie ist so formuliert, dass sie die von der Stadt geplanten unökologischen Großprojekte nicht gefährdet. Eine Nachhaltigkeitsstrategie, die zentrale ökologische Baustellen oder Handlungsfelder unserer Stadt auslässt oder verklausuliert, muss zumindest partiell infrage gestellt werden.“

Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Darüber hinaus fürchten wir, dass die Strategie dazu dienen könnte weitere wichtige umweltrelevante Entwicklungen zu bremsen. „Schon im Sommer wurde z.B. unser Antrag zur Erneuerung der Baumschutzsatzung mit Verweis auf die Strategie abgelehnt, die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht fertig geschweige denn beschlossen war. Das darin enthaltene Stadtbaumkonzept wird frühstens 2023 präsentiert und der Inhalt ist noch unklar. Die Chance auf einen effektiveren Baumschutz und Mehreinnahmen für Nachpflanzungen in den nächsten zwei Jahren wurde so vertan“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. „Damit dies nicht nochmal passiert muss die Strategie als Prozess weitergeführt werden und offen für Impulse und auch kurzfristige Veränderungen bleiben.“ 

Wir als Linke können und wollen unökologische Prozesse, wie Flächenversiegelungen oder Baumrodungen, nicht über die Zustimmung zur Nachhaltigkeitsstrategie indirekt legitimieren.
Gleichzeitig sehen wir aber auch die Fortschritte im Papier und möchten die Arbeit und das Engagement der Beteiligten honorieren.

Daher werden wir uns bei der Abstimmung enthalten und uns (auch abseits der Strategie) weiter für ein nachhaltigeres Remscheid einsetzen!“

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Raub in Remscheid: Kripo bittet um Hinweise

Am vergangenen Dienstagmorgen (30.11.2021, 09:00 Uhr), kam es auf der Alleestraße in Remscheid zu einem Raub.

Zwei bislang Unbekannte verlangten von einem 63-jährigen Obdachlosen die Herausgabe von Bargeld und seinem Rucksack. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, drohten sie mit Gewalt. Mit ihrer Beute entfernten sich die Räuber in der Folge.

Ein Täter ist circa 25 Jahre alt, hat eine Glatze und mehrere Piercings im Gesicht. Ein Weiterer ist circa 22-25 Jahre alt und gehbehindert.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

ABGESAGT: Greenpeace Remscheid informiert über Flächenversiegelung

Der Vortrag wurde abgesagt. Ein neuer Termin wird bekanntgegeben.

Die Remscheider Greenpeace-Gruppe lädt ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung via ZOOM über Flächenversiegelung.

Von Flächenversiegelung wird gesprochen, wenn aufgrund von Gebäuden, Straßen oder anderer Bebauung kein Niederschlag von oben in den Boden eindringen kann. Dann wird Niederschlagswasser ungebremst auf direkten Weg in die Kanalisation, in Bäche und Flüsse geleitet. So können Pegelstände von Fließgewässern innerhalb weniger Stunden teilweise um mehrere Meter steigen wie bei der Hochwasserkatastrophe im Juli diesen Jahres, von der das Ahrtal aber auch die Ortschaft Unterburg betroffen waren.

Referent ist Dr. Jan Boomers, Leiter der Biologischen Station Mittlere Wupper. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 7. Dezember 2021, um 18 Uhr online via ZOOM statt. Die Zugangsdaten sind erhältlich bei info@remscheid.greenpeace.de.

Natur-Schule Grund stellt die Flechte des Jahres 2021 vor

Im Rahmen ihrer Naturerlebnis-Tipps stellt Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund die häufige und weitverbreitete Gewöhnliche Mauerflechte, Lecanora muralis, vor.

Die Art wurde von der BLAM, der Bryologisch-Lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa, zur Flechte des Jahres 2021 gewählt. Zum besseren Verständnis: Bryologie bezeichnet die Mooskunde, Lichenologie die Flechtenkunde.

Nach Art der Flechten lebt auch hier eine Alge mit einem Pilz zusammen. Für die Form der Flechte ist der Pilz verantwortlich; unter dem Geflecht aus Pilzfäden lebt die jeweilige Alge, hier die Gattung Trebouxia. Sie enthält Chlorophyll und kann Photosynthese betreiben, also mit Hilfe von Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie Kohlenhydrate herstellen, während der Pilz für eine bessere Versorgung mit Wasser und Mineralien sorgt. Trebouxia kann unterschiedliche Pilze bewirten, was dann jeweils unterschiedliche Flechten zur Folge hat. Die Gattung ist an sehr vielen einheimischen Flechtenarten beteiligt.

Mauerflechten schaden dem Untergrund nicht

Nach der Art ihres Wachstums gehört die Mauerflechte zu den Krustenflechten. Sie bildet eine hell olivfarbene bis blassgraue Rosette von bis zu zehn, maximal sogar zwanzig Zentimetern Durchmesser. Dieses „Lager“ zeigt nach außen einen etwa einen Millimeter großen, unregelmäßig lappig geformten Rand. Das Innere des Lagers ist voll mit Fruchtkörpern, den Apothecien, die wie kleine, braune Scheiben mit hellem Rand aussehen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5 mm und bilden und entlassen die elliptisch geformten, hellen bis farblosen, maximal 15×7 Mikrometer großen Pilzsporen (Ascosporen). Ältere Lager können in der Mitte auch abgestorben sein. Mit „Lager“ wird eine Wuchsform bezeichnet, ein Thallus, also ein Vegetationskörper, der nicht in Sprossachse, Blatt und Wurzel unterteilt ist.

Die Pilzsporen haben offenbar kein Problem damit, in ihrer Umwelt einen geeigneten Algenpartner zu finden, um mit diesem wiederum eine Flechte bilden zu können.

Die Mauerflechte wächst epilithisch, eng an den Untergrund geschmiegt, vor allem auf Gestein, wie Kieselsteinen oder Fels, das silikat- oder kalkhaltig sein darf. In Menschennähe bevorzugt sie Waschbeton, Asphalt, Mauern, Grabsteine, Ziegel, Pflaster, Gehwegplatten oder auch Pfosten. Die Flechte ist unempfindlich gegen Trockenheit und Schadstoffe, braucht Licht und Nährstoffe, gerne auch aus der Landwirtschaft oder aus Hinterlassenschaften von Vögeln; auch eine gelegentliche Überschwemmung schadet ihr nicht. Ihre extreme Widerstandskraft und ihre Anforderungen an den Lebensraum sollten ihr, bei zunehmender Trockenheit und Klimaerwärmung, eine rosige Zukunft bescheren.

Die Mauerflechte enthält zytostatisch, antioxidativ und antimikrobiell wirksame Inhaltsstoffe, unter anderem Usninsäure. Diese wirkt antibiotisch und wird eingesetzt gegen Hautinfektionen, Schuppen und Atemwegserkrankungen. Geforscht wird hierzu an der TU Berlin.

Die Mauerflechte, die am Untergrund nur haftet und ihm nicht schadet, wächst mit ein bis drei Millimeter im Jahr sehr langsam. Da könnte man ja mal hochrechnen, wie lange sie sich auf dem Waschbeton schon breit macht…

Übrigens: der englische Name der Flechte ist „chewing-gum lichen“, da sie einem flach getretenen Kaugummi ähnlich sieht.
Vorteil: sie klebt nicht an der Schuhsohle…

Dieser und viele andere Naturerlebnis-Tipps der Natur-Schule sind zu finden unter www.natur-schule-grund.de oder auf der Facebook-Seite: www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/

Unbekannte beschädigen Friedens-Graffiti

Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal ermittelt.

Am vergangenen Wochenende ist im Zeitraum vom 26.11. bis 28.11. das Graffiti-Kunstwerk an der Korkenziehertrasse am südlichen Ende des Tunnels Schlagbaum beschädigt worden. Der Davidstern als Teil des Graffitis Glaube, Liebe, Hoffnung wurde schwarz übermalt. Alle anderen religiösen Symbole sind erhalten geblieben. Damit könnte es sich nach Einschätzung der Behörden um eine Tat mit antisemitischem Hintergrundhandeln.

Bereits 2019 wurde das Graffiti von den Künstlern Sebastian Malermann und Onak im Tunnel der Korkenziehertrasse unter der Kreuzung Schlagbaum restauriert. Das Graffiti war damals mit Schmierereien und Hakenkreuzen verschandelt worden. Das Ursprungs-Bild entstand durch die Zusammenarbeit jugendlicher Migrant*innen und Solinger Senior*innen mit dem Ziel, Vorurteile abzulegen.

Gegen die unbekannten Täter ermittelt der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal. Sobald die Ermittlungenbeendet sind, wird die Wiederherstellung des Kunstwerkes durch die Stadt Solingen veranlasst.