Das Auswärtsspiel des IGR-Bundesligateams der Herren gegen die SG Eldagser Falcons am 24. Oktober fällt aus, das gegnerische Team hat zur Zeit kein einsatzbereites Team zur Verfügung. Das Spiel der IGR-Bundesligistinnen gegen den SC Bison Calenberg findet wie geplant in der Sporthalle der Grundschule Eldagsen statt. Anpfiff am 24. Oktober 2020 ist um 17 Uhr.
Die Jugendfeuerwehr Remscheid hat bei den Säuberungsarbeiten im Freibad Eschbachtal unterstützt. Sie rückten in Begleitung erfahrener Feuerwehrleute der Löscheinheit Nord.
Die Jugendfeuerwehr leerte das große Schwimmbecken und befreite es von dem Schlamm, der nach der Überflutung im Becken zurückgeblieben ist. Mit gleich mehreren Strahlrohren gleichzeitig wurde der Schlamm in den tiefsten Teil des Beckens gespült.
Die Jugendfeuerwehr Remscheid im Einsatz im Freibad Eschbachtal. Foto: Feuerwehr Remscheid
Mit mehreren Schmutzwasserpumpen der Feuerwehr und der Technischen Betriebe Remscheid wurde die schlammige Brühe abgepumpt.
Mit Schmutzwasserpumpen wird das Freibad Eschbachtal vom Schlamm befreit. Foto: Feuerwehr Remscheid
Nach gut dreistündiger Arbeit war die Hilfeleistung der Jugendfeuerwehr abgeschlossen und das Schwimmbecken sauber.
So ssah das Freibad Eschbachtal nach dem Einsatz der Jugendfeuerwehr Remscheid aus. Foto: Feuerwehr Remscheid
Einladung zum Klimaschutz-Spaziergang am Hackenberg am 15.08.2021
Die Planungen zu unserem Themenspaziergang wurden leider in der vorletzten Woche von der Flutkatastrophe in Deutschland eingeholt – plötzlich sind Themen wie Klimawandel und Flächenversiegelung in aller Munde.
Noch ein Grund mehr für Dela Kirchner, stellvertretende Vorsitzende im SPD-Ortsverein Lennep, eines ihrer Schwerpunktthemen in den Fokus der Remscheiderinnen und Remscheider zu rücken:
„Wir laden alle Interessierten dazu ein, bei einem Spaziergang am Hackenberg die Auswirkungen des Klimawandels mit eigenen Augen zu sehen und dessen existenzielle Bedrohung für uns alle besser zu verstehen.“ beschreibt die Ideengeberin ihren Ansatz für den Spaziergang. „Außerdem werden wir unterwegs wichtige Tipps dazu erhalten, mit welchen kleinen Änderungen wir unseren eigenen Alltag klimafreundlicher gestalten können.“
Dipl.-Biologe Jörg Liesendahl (Naturschule Grund) wird den Spaziergang fachlich leiten und den Teilnehmer*innen verdeutlichen, warum mehr Klimaschutz genau jetzt in Angriff genommen werden muss – und wie spät es dafür eigentlich schon ist. Im Anschluss an den Spaziergang wird es bei Waffeln und Kaffee im idyllischen „Café Waldkirche“ (Krebsöge) die Möglichkeit zum Austausch von Gedanken und Eindrücken geben.
„Uns ist wichtig, dass der Spaziergang nicht abrupt endet, sondern im Nachgang noch Zeit für Fragen und Gespräche ist.“ sagt die Initiatorin. „Wir sind gespannt darauf, welche Gedanken zum Thema Klimaschutz unsere Gäste bewegen und welche Ansätze für Remscheid wir daraus entwickeln können.“
Treffpunkt ist um 14.00 Uhr auf dem Parkplatz des H2O am Hackenberg. Der Spaziergang selbst wird ca. anderthalb Stunden dauern.
Der Spaziergang wird selbstverständlich unter Berücksichtigung der am 15.08.2021 geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt. Im „Café Waldkirche“ werden die Teilnehmer draußen, aber wettergeschützt sitzen können.
Eine Anmeldung vorab per E-Mail ist zwingend erforderlich und bis zum 10.08.2021 möglich: dela.kirchner@spd-remscheid.de.
Landrat Jochen Hagt begrüßte kürzlich den neuen Bezirksdienstbeamten für Hückeswagen: Stefan Nahrgang. Er folgt seinem Vorgänger Frank Schultes, der Anfang Mai in Ruhestand gegangen ist. Nun ist der 52-jährige Polizeihauptkommissar gemeinsam mit Polizeihauptkommissar Andreas Roth polizeilicher Ansprechpartner für Jung und Alt. Neben Hückeswagen gehört auch die Nachbarstadt Radevormwald zu seinem Einsatzbereich.
Nach seiner Ausbildung zum Werkstoffprüfer in Radevormwald bei GKN war Stefan Nahrgang einige Jahre Zeitsoldat als Fallschirmjäger. Seine Laufbahn bei der Polizei startete er 1997 mit der Ausbildung in Brühl. 1999 kam er zur Polizei in den Oberbergischen Kreis, wo er zunächst seinen Dienst auf der Wache in Wipperfürth und später auf der Wache in Radevormwald versah. Bevor er in den Bezirksdienst wechselte, war er viele Jahre beim Verkehrsdienst als Kradfahrer unterwegs. Als Übungsleiter Sport und Fahrtrainer ist er auch weiterhin für die Behörde tätig.
Besonders seine Affinität zum Oberbergischen Norden und die neuen Aufgaben reizten ihn an der neuen Stelle. „Ich freue mich für die kleinen und großen Sorgen im Norden Ansprechpartner zu sein“, so Nahrgang. Kradfahrer sind nach wie vor ein Thema, das ihm am Herzen liegt. Sein Augenmerk möchte er daher auch weiterhin auf die Verhinderung von Kradunfällen und die Reduzierung von Motorradlärm legen. Da passt es gut, dass das von Motorradfahrenden gern genutzte Naherholungsgebiet Bevertalsperre in seinem Einzugsbereich liegt.
Stefan Nahrgang ist gebürtiger Rader und wohnt in Wuppertal. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. In der Freizeit macht er gerne Sport, fährt Motorrad und widmet sich seinem Garten. Für das Wandern und Bergsteigen hat er eine besondere Leidenschaft.
Bereits seit dem 14. Juli 2021 ist das THW Remscheid nach den Unwettern nahezu ununterbrochen mit seinen zahlreichen Fähigkeiten gefragt. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht in Sicht.
Über 50 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbands Remscheid sind in ganz NRW im Einsatz. Die ersten Einsatzschwerpunkte lagen in Hagen und Wuppertal. Besonders stark eingebunden waren die Baufachberater des Ortsverbands, um Resttragfähigkeit und Standfestigkeit von Gebäuden zu beurteilen. Die Fachgruppe Schwere Bergung entfernte in Wuppertal mit dem Schreitbagger Treibgut aus der Wupper.
Überwachung der Staumauer
Das Einsatzgebiet wurde anschließend bis an die Steinbachtalsperre bei Euskirchen ausgeweitet, das Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) kam zur Anwendung. Mit dem ESS werden Bewegungen in der Staumauer überwacht. Der Damm drohte aufgrund der Wassermassen zu brechen.
Auch in Bad Münstereifel war das THW Remscheid im Einsatz. Foto: THW Remscheid / Tobias Jahn
„Unsere Helferinnen und Helfer waren -und sind- unermüdlich im Unwetter-Einsatz, um den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen, sie zu retten, Sachwerte zu schützen und die Infrastruktur wiederherzustellen. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht,“ zieht Christoph Rühl, Ortsbeauftragter, Zwischenbilanz. Da alle Einsatzkräfte ehrenamtlich arbeiten, dankte Rühl ausdrücklich allen Arbeitgebenden, die die Helfenden für diesen wichtigen Einsatz freistellen.
Insgesamt war der Ortsverband Remscheid an Fachberatung, Baufachberatung, Pumparbeiten, Abstützen und Aussteifen von einsturzgefährdeten Gebäuden, Überwachung von Deichen und Dämmen mittels ESS, Räumarbeiten, Übernahme von Einsatzabschnittsleitungen und Koordinierung sowie Organisation von Einsätzen beteiligt.
Er ist kulturaffin und gerne Gast im Teo Otto Theater und erinnert sich gerne an das opulente Bühnenbild vom Raub der Sabinerinnen, das die Zuschauenden sofort ins Geschehen holte. Gerne würde er nicht nur Kim Fisher, sondern auch die Geschwister Pfister herzlichst gerne mal in Remscheids Gute Stibe holen. Sven Wiertz, Remscheids Kämmerer und Kulturdezernent ist bereits seit seiner Studentenzeit Fan von Ufa-Filmen und erfand quasi mit seinem Wuppertaler Professor das Binge-Watching.
Sven Wiertz ist seit seiner Jugend England-Fan, und diese innere Freundschaft findet sich auch in seinen kulturellen Leidenschaft wieder. Von The Crown über Ian Richardson schafft er es im Podcast den Bogen bis hin nach Ashington, Remscheids englischer Partnerstadt, zu spannen, nicht ohne sich mit Steph Hoffmann über die Freuden englischer Dialekte auszutauschen. Eindeutige Empfehlung: Mit BnB (Bed and Breakfast) bei Privat lässt sich England am besten kennenlernen. Bietet sich auch an, da der BFBS-Empfang schon bei Hagen abbricht. Ein eindringlicher Appell an Sven Wolf unterstreicht die Liebe von Steph Hoffmann und Sven Wiertz zu England, und es hat nichts mit Downton Abbey zu tun. Frankreich war auch kurz Thema: „Je regrette!“ Doch es passt auch zur englischen Fanbeteiligung an der Fußball-EM.
Was Maulwürfe und Weißwein in Kaffeetassen mit Zoom-Konferenzen und dem Städtetag oder Fraktionssitzungen zu tun haben, wieso das große Schachbrett fehlt und wieso man manche Plätze einfach mal zurückerobern muss, erfährt man in der neuesten Ausgabe von vom Podcast „Kultur untereinander“, währenddessen schauen Steph Hoffmann und Sven Wiertz die letzte TKKG-Verfilmung und essen englische Scones, zu Vita-Cola, gegen die Migräne – oder was mit der Reichswasserleiche.
Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf.
„Das Hochwasser kam für viele Anwohnerinnen und Anwohner in Remscheid und Radevormwald überraschend. Mit diesen massiven Auswirkungen haben die Menschen in vielen Straßen nicht gerechnet“, fasst der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf zusammen. „Besonders in den Tallagen war nicht damit zu rechnen, dass die Wassermassen so schnell ansteigen. Auch das Wasser aus den Talsperren, die überliefen oder abgelassen wurden, hat die Situation dramatisch verschärft. Zahlreiche Hinweise aus den vergangenen Tagen zeigen für das Land Nordrhein-Westfalen, dass die Frühwarnsysteme im Katastrophenfall in manchen Bereichen nicht ausreichend funktioniert haben und ausgebaut werden müssen. Für die Zukunft müssen wir schauen, dass die Menschen in einem solchen Fall rechtzeitig gewarnt werden.“
Déjà-vu: Das Warntag-Desaster 2020
Viele Menschen – insbesondere die älteren Menschen – nutzten bisher noch keine Warn-Apps wie NINA oder KATWARN. Deshalb sei es dringend erforderlich, dass analoge Warnmöglichkeiten über Sirenen oder Lautsprecherdurchsagen besser ausgebaut und in die Schutzmaßnahmen für den Katastrophenfall einbezogen werden.
„Wir haben auf Landesebene auch die zügige Einführung eines Cell-Broadcast-Systems* gefordert. Das gibt es zum Beispiel in Japan, den USA oder den Niederlanden. Dabei wird eine Warnmeldung von einer Basisstation an alle Smartphones und Handys geschickt, die sich im Radius einer Funkzelle befinden“, so Wolf.
Ein solches System helfe im Katastrophenfall Menschenleben zu retten. Das dürfe auch nicht an rechtlichen oder finanziellen Hürden scheitern. An der Umsetzung müsse nun zügig gearbeitet werden. „Wir müssen darüber sprechen, was gut geklappt hat und was nicht – auch, damit die Menschen in Remscheid und Radevormwald sich bewusst sind, was in einem Katastrophenfall auf sie zukommen kann, was zu tun ist und wie sie sich am besten verhalten. Wir wollen deshalb auch, dass das stärker vermittelt wird, zum Beispiel im Schulunterricht. Es gibt Konzepte für präventive Maßnahmen, die jetzt auch angewendet werden müssen. Dafür setzen wir uns in Düsseldorf ein.“
* Hintergrund (Anmerkung der Redaktion (SvG)): Beim Cell-Broadcast-System werden wichtige Warninformationen als eine Art besonderer SMS auf jedes Handy gesendet, auch auf alte Geräte, während Warn-Apps wie NINA nur auf Smartphones funktionieren. Während das Internet im Katastrophenfall oftmals ausfällt oder stark überlastet ist und Warn-Apps somit den Dienst versagen, würde ein Cell-Broadcast-System dennoch weiter funktionieren, weil es sich im Vergleich um nur winzige Datenmengen handelt, die noch dazu über die Standard-Handytelefonie-Netze laufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch bei einem GAU ausgeliefert werden, ist hoch und am wahrscheinlichsten.
2020 wurden bei einem bundesweiten Warntag die derzeitigen Warnsysteme getestet, es kam zum Totalausfall, der Warntag wurde ein Desaster. In den Niederlanden, in den per Cell-Broadcast-System gewarnt wird, wurden bei einem Test 90 Prozent der Bevölkerung erreicht, während in Deutschland nicht einmal 10 Prozent der Bevölkerung die Warn-App NINA überhaupt installiert haben. Dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium sind die geschätzten Kosten von 20-40 Mio. für die Einrichtung des Cell-Broadcast-Systems indes zu hoch, daher wird die Einrichtung, trotz aller weltweiten Erkenntnisse über die hohe Wirksamkeit, aktiv verweigert.
Der FC Remscheid e.V. organisiert kurzfristig ein Benefizspiel gegen die U23 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach (Regionalliga West) zu Gunsten der geschädigten Hochwasseropfer in der Umgebung Remscheids.
Seit der unfassbaren Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz sind erst wenige Tage vergangen und das Ausmaß der Verwüstung ist nur ansatzweise überschaubar. Unbeschreibliche Schicksale und tragische Verluste gilt es in den Gebieten zu beklagen. Die Bilder aus den Regionen Erfstadt, Ahrweiler oder Bad Münstereifel wirken immer noch unwirklich. Auch direkt vor unserer Haustür gab es massive Schäden. Sei es in den Gebieten der Morsbach und Gerstau, in Unterburg (Remscheider und Solinger Seite) oder in Wuppertal-Beyenburg direkt an der Remscheider Stadtgrenze, um nur einige Gebiete zu nennen. Das altehrwürdige Remscheider Freibad im Eschbachtal stand ebenfalls komplett unter Wasser. Die Schäden gehen in die Millionen.
Doch es gibt auch positive Aspekte, die tagtäglich zumindest ein wenig Hoffnung in der dramatischen Lage aufkommen lassen: Die Hilfsbereitschaft und das Engagement unzähliger Bürger und Bürgerinnen ist beispiellos – unter ihnen sind auch viele FCR-Fans.
Hohe Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung
Auch der FC Remscheid e.V. möchte helfen und spenden. Der Verein freut sich daher sehr, dass die „jungen Fohlen“ spontan zugesagt haben, um für ein Benefizspiel ins Remscheider Röntgen-Stadion zu kommen. Ein tolles Zeichen der Mannschaft von Trainer Heiko Vogel.
Das ist keine Selbstverständlichkeit, da die U23 der Borussia kurz vor dem Saisonstart steht. Bereits am 14. August 2021 startet die Regionalliga West in den Meisterschaftsbetrieb. Dann muss die U23 der Borussia zum VfB Homberg reisen. Um so bemerkenswerter ist die spontane Zusage aus Mönchengladbach. Sicherlich wissen die Borussen auch, dass es gerade in Remscheid und Umgebung eine Vielzahl von VFL-Fans gibt. Einige Borussen-Fanclubs sind in Remscheid angesiedelt und organisiert. Wie zum Beispiel die „Lenneper Fohlen“ oder der Fanclub „Sieper Borussen Remscheid“. Auch wenn es nicht die Bundesligaelf der Borussia ist, wünschen sich die Verantwortlichen viele Menschen im Röntgen-Stadion, weil es für einen guten Zweck ist.
Termin und Eintritt
Das Benefizspiel findet am Mittwoch, 4. August 2021 ab 18 Uhr im Röntgen-Stadion statt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 10 Euro, für Kinder und Jugendliche von 8-16 Jahre 3 Euro, bis 7 Jahre ist der Eintritt frei. Das Eintrittsgeld kommt den Geschädigten des Hochwassers in unserer Region zu Gute. Vor und während des Spiels werden Kinder noch mit Spardosen für die Flutopfer sammeln. Einen Vorverkauf gibt es nicht; die Kassen werden ca. 1 Stunde vor Spielbeginn geöffnet sein.
Der FC Remscheid e.V. möchte es nicht versäumen, gleichzeitig den Feuerwehrleuten, den Mitarbeitern von THW und anderen Organisationen sowie den zahlreichen freiwilligen Helferinnen sowie Helfern zu danken, die unermüdlich für die Menschen im Einsatz sind.
Benefizispiel für die Flutopfer zwischen dem FC Remscheid und der U23 von Borussia Mönchengladbach im Röntgen-Stadion.
Gestern, 22. Juli 2021 kam es gegen 16:40 Uhr in Wuppertal-Barmen zu einem Unfall mit mehreren Verletzten.
Als eine bislang unbekannte Frau zu Fuß die Friedrich-Engels-Allee überquerte, musste eine 42-jährige Busfahrerin eine Notbremsung einleiten. Dabei stürzten mehrere Personen in dem Bus und erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Fußgängerin entfernte sich, ohne sich um das Geschehen zu kümmern. Der Rettungsdienst versorgte acht verletzten Businsassen.
Nach ersten Erkenntnissen könnte die Fußgängerin bei für sie Rotlicht zeigender Ampel die Straße überquert haben. Die Polizei bittet Zeugen des Unfalls sich unter der Rufnummer 0202/284-0 zu melden. (sw)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt die Warnstreiks im nordrheinwestfälischen Einzelhandel fort. Am Freitag, 23. Juli legen Beschäftigte in Düssel-Rhein-Wupper ihre Arbeit nieder. Bestreikt werden: Filialen von H&M in Hilden, Düsseldorf Bilk und Remscheid, das Esprit Outlet in Ratingen, der Esprit Store Schadowstr., Primark Schadowstr, der Douglas an der Königsallee, Saturn in Flingern und auf der Königsallee.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte in der 4. Verhandlungsrunde einen Vorschlag zur Lösung der stockenden Tarifrunde unterbreit. Auf Wunsch der Beschäftigten sollten Teile einer möglichen Entgelterhöhung für einen bestimmten Zeitraum in Freizeit umgewandelt werden können. Dies hätte den Beschäftigten mehr Arbeitszeitsouveränität geboten und einen wesentlichen Beitrag zum Gesundheitsschutz geleistet. Zudem bot der Vorschlag von ver.di die Möglichkeit zu der von der Arbeitgeberseite geforderten Entlastung auf Seiten der Liquidität, da sie anstelle von Entgelterhöhungen den Beschäftigten zunächst nur mehr Urlaubstage hätten gewähren müssen.
Arbeitgebende: Kategorisches Nein ohne eigene Lösungsansätze
Die Antwort der Arbeitgeber zu den Vorschlägen: Nein, das machen wir nicht! Eigene Lösungsansätze? Fehlanzeige! Sie bleiben stur bei ihrem „freiwilligen Orientierungsrahmen“, den sie für tarifgebundene Mitgliedsunternehmen empfehlen. Die Entgelte können nach zwei Nullmonaten um 2 Prozent zum 1. Juli 2021 erhöht werden. Weiterhin besteht die Option, den Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro zu gewähren. Die Folge: Freiwillige, jederzeit widerrufbare Zahlungen ohne Rechtsanspruch für die Beschäftigten und als „besonderes Geschenk“ der Reallohnverlust.
„Das Verhalten der Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten ist respektlos und nicht hinnehmbar. Die Antwort der Kolleginnen und Kollegen auf diese Ignoranz und starre Haltung kommt heute aus den Betrieben hier in der Region. Sie streiken und setzen ein Zeichen. Sie lassen sich nicht unterbuttern und kämpfen weiter für ihre Forderung. Weil sie es verdient haben!“ sagt Robert Puleski, Gewerkschaftssekretär für den Handel im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper.
ver.di fordert für die rund 502.000 sozialversicherungspflichtig- und 197.000 geringfügig Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel, 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Die Verhandlungen werden am 1. September fortgesetzt
Lebendige Erinnerungen an den Urgroßvater: Peter-Hans Auwerda kam aus Aruba und besuchte die JVA Lüttringhausen.
Im Gespräch: Katja Grafenweg, Leiterin der JVA mit Miriam und Peter Auwerda. Foto: Peter Klohs
Diese Geschichte beginnt im Dezember 2020.
Andrea Blesius, die als Schriftführerin der Remscheider Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall tätig ist und sich seit dem 18. Lebensjahr mit den Folgen des Nazi-Regimes im Bergischen Land beschäftigt, studierte das Schicksal von Opfern, die während des zweiten Weltkrieges in der Justizvollzugsanstalt in Lüttringhausen, die damals noch Zuchthaus hieß, inhaftiert waren. Zu diesem Thema hat Blesius einen persönlichen Bezug, denn ihr Großvater war in Kriegszeiten im Zuchthaus als Wärter tätig. Intensiv beschäftigte sich die 49-jährige Blesius mit niederländischen Insassen, denn in den niederländischen Archiven bekommt man online schnelle Auskünfte. Im „Oorlogsgravenstichting“, dem holländische Pendant zur hiesigen Kriegsgräberfürsorge, bemerkte Andrea Blesius einen Beitrag über den niederländischen Widerstandskämpfer Karel Reusen, der beinahe drei Jahre in Lüttringhausen eingekerkert war. Kontakdaten zu dessen Urenkel Peter-Hans Auwerda waren angefügt. „Wunderbar“, dachte die Bergische Lokalhistorikerin, „in drei Stunden bin ich in den Niederlanden“ und kontaktierte Auwerda per E-Mail. Die Antwort kam auch prompt, allerdings aus Aruba, der kleinsten der in der Karibik befindlichen ABC-Inseln, wo Peter Auwerda mit seiner Familie lebt. Peter Auwerda war begeistert über Andrea Blesius Arbeit, gab bekannt, dass er die Bibel seines Urgroßvaters in Besitz habe und erwäge, bei seinem nächsten Verwandtschaftsbesuch in den Niederlanden auch in Lüttringhausen vorbeizuschauen, um sich im ehemaligen Zuchthaus ein persönliches Bild davon zu machen, wo und unter welchen Umständen sein Großvater inhaftiert war.
Der Besuch der Familie Auwerda fand am 16. Juli statt. Peter hatte seine Frau Miriam sowie die beiden Söhne Alexander und Christiaan mitgebracht. Der Vorstand des Pferdestall-Vereins hatte sich dafür eingesetzt, dass die Familie einen Rundgang durch die JVA unternehmen konnte. Die Leiterin der JVA, Katja Grafenweg, ließ es sich nicht nehmen, den Rundgang persönlich zu begleiten und die Familie Auwerda zu informieren.
Peter Auwerda war sein Innenleben anzumerken. Staunend stand er vor dem Eingang zur JVA und sagte: „Hier war mein Urgroßvater. Ich kann nicht glauben, dass ich hier bin.“
In den Gängen, in denen die aktuellen Häftlinge einsitzen. Eine zur Zeit nicht benutzte Zelle wird geöffnet, damit Peter einen Eindruck bekommen kann, unter welchen Bedingungen sein Urgroßvater eingekerkert war. Die Zelle ist mit 6 Quadratmetern unmenschlich klein, der Sanitärbereich ist nicht vom Wohnbereich getrennt. Die Wände sind karg, alleine der Anblick macht betroffen. Am Anfang strömt die Besuchergruppe hinein, fühlt jedoch schnell, dass dieses Verhalten nicht angemessen ist und lässt Peter allein. Der steht bewegungslos da, betet er, fühlt er? Es wird still im Gang vor der Zelle, mancher Blick wendet sich ab, man darf vermuten: Aus Respekt. Miriam kommt hinzu, hält ihren Mann, will Trost spenden in dunklen Gedanken, aber Peter bemerkt das gar nicht, ist in sich und nicht woanders, steht weiterhin bewegungslos. Etwas später kommen die beiden Söhne hinzu, auch sie umfangen den Vater, eine sich haltende Familie. Nach dem Verlassen der Zelle bedankt sich Peter bei Katja Grafenweg für die einzigartige Erfahrung, die er gerade machen durfte.
Wie die Leiterin der JVA berichtet, wird diese Zelle auch heute noch für Einzel-Inhaftierte benutzt.
In der JVA-eigenen Kirche. Peter vermisst mit seinen Schritten den Innenraum des Gotteshauses, bleibt dann nahe der Gruppe stehen, spricht ein paar Sätze in Niederländisch. Dann beginnt er mit einer schönen Baritonstimme zu singen, ganz allein, a cappella, fremde Melodie in unbekannten Worten. Es ist das „Panis Angelicus“ aus der Hymne „Sacris solemniis“. „Panis angelicus, fit panis hominum…“ Alle schweigen und hören, wollen den sakralen Moment bewahren. Den Peter dann selbst beendet, in dem er nach seinem Gesang fragt: „Noch jemand?“
Hans Heinz Schumacher, 1. Vorsitzender der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, übergibt Blumen an Peter Auwerda. Foto: Peter Klohs
Vor dem Eingang zur JVA ist eine Gedenktafel für die während der Nazizeit zu Unrecht Inhaftierten und in der Wenzelnbergschlucht getöteten Menschen. Dort fand sich die Besuchergruppe nach dem Rundgang zusammen, legte Blumen nieder und entzündete in Gedenken an Karel Reusen Kerzen. Peter Auwerda hatte auch die Bibel seines Urgroßvaters mitgebracht, die so den Weg Europa / Aruba zweimal zurückgelegt hat.
Hans Heinz Schumacher, Vorsitzender der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, würdigte Karel Reusen als Helden. „Es ist eine große Freude, Sie und Ihre Familie heute hier zu haben“, fügte er an. Peter Auwerda bedankte sich vor Allem bei den Mitarbeitern des Pferdestall-Vereins im Allgemeinen und bei Andrea Blesius im Besonderen. „Stellen Sie sich mal vor“, imaginierte er, „Ihr Großvater und mein Urgroßvater hätten sich gekannt. Dann erinnerten wir uns hier und heute an zwei Menschen: Einer über 60, der andere 30 Jahre alt.“ Seine auf Deutsch gehaltene Dankesrede schloss er auf Englisch: „Love conquers all“. Die Liebe erobert alles.
Die alte Bibel mit Blumen und Kerzen unter der Gedenktafel. Foto: Peter Klohs
Bei der Verabschiedung sage ich auf englisch: „Es war mir eine Freude – und eine Ehre – dich kennengelernt zu haben.“ Und Peter lächelt leicht und groß und sagt auf deutsch: „Die Freude war ganz auf meiner Seite.“
Das Manuskript von Peters Rede, unterschrieben von allen Anwesenden. Foto: Peter Klohs
Ich frage noch Andrea Blesius nach ihren Eindrücken dieses Nachmittags. Sie weiß zunächst keine Antwort, die sie zufrieden stellt, und sagt dann kurz – und noch immer bewegt: „Krass!“ – „Ihr Großvater, ich verstehe.“ Sie nickt und wendet sich ab.
Diese Geschichte schließt vorerst am Freitag, dem 16. Juli 2021 um kurz vor 19.00 Uhr.
Die komplette Besuchergruppe vor der Gedenktafel. Foto: Peter Klohs
Die SG Hackenberg hat in einer gemeinschaftlichen Spende mit der Apotheke am Henkelshof mehrere Pakete mit dringend benötigten Hygieneartikeln auf die Reise geschickt. Mehr als 500 Artikel befinden sich in den Kartons, die bereits auf dem Weg nach Ahrweiler und Bad Neuenahr sind. Nach den Überflutungen, die dem anhaltenden Klimawandel geschuldet sind, werden in den betroffenen Regionen Spenden dringend benötigt.
Die Bilder der verheerenden Überflutungen nach den Starkregenfällen veranlassten die Einundzwanzigjährigen Melina Redecker und Benedict Wiedmann gemeinsam mit Petra Köser Spenden für vom Hochwasser betroffene Menschen zu sammeln. Gemeinsam mit vielen Unterstützenden betreiben sie ehrenamtlich die Überflutungshilfe für Remscheid, Solingen und Umgebung. Wir zeigen wo man in Remscheid Spenden abgeben kann, was benötigt wird und sprachen im Spendenlager mit mehreren Beteiligten.
Die Remscheider Naturschutzverbände RBN, NABU und BUND laden jeden zweiten Sonntag um 11 Uhr an dem Parkplatz Bornbacher Straße nach Bergisch-Born, um im Planungsbereich des geplanten interkommunalen Gewerbegebietes „Gleisdreieck“ spazieren zu gehen. Zweck der Spaziergänge: Aufklärung über die Auswirkungen der Flächenversiegelung auf die Umwelt und besonders die Vogelwelt.
Anmeldung zur Mailingliste, um über Termine und Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben: www.naturschatzgebiet.de
Wie die Feuerwehr Remscheid meldet, wurden gegen 1 Uhr nachts in der Klauser Delle in Lüttringhausen zwei brennende PKW gemeldet, die sich unmittelbar an einem Wohngebäude befanden. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf das Gebäude verhindert werden. Die Brandursache steht noch nicht fest.