Internationaler Frauentag: Filmabend im Flair-Weltladen

SPD-Frauen laden zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag zum Filmabend in den Flair-Weltladen, Gertenbachstraße 17 in Lüttringhausen.

Wenn Frauen etwas wollen, kann MANN sich ängstigen – oder Mann und Frau können gemeinsam viel erreichen. Auch in diesem Jahr lädt die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in der SPD Remscheid aus Anlass des Internationalen Frauentages in den Flair-Weltladen in die Lüttringhauser Ortsmitte ein.

Film und Empfang

Der diesjährige Filmabend findet statt am Freitag, 6. März um 19 Uhr im Flair-Weltladen in Lüttringhausen, Gertenbachstraße 17. Im Anschluss wird es wieder einen kleinen Empfang geben.

In diesem Jahr wird ein Film gezeigt, der den Arbeitskampf britischer Arbeiterinnen in der Automobilindustrie thematisiert. Der Film spielt in den 1960er Jahren in England und beruht auf realen Ereignissen.

Gewinnspiel

Wer den Filmtitel errät und die richtige Lösung an UB.Remscheid.NRW@spd.de sendet, kann eine DVD mit dem Film gewinnen.

Plakat: SPD-Frauen der SPD-Remscheid laden zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag zum Filmabend in den Flair-Weltladen in Lüttringhausen.
Plakat: SPD-Frauen der SPD-Remscheid laden zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag zum Filmabend in den Flair-Weltladen in Lüttringhausen.

„Eine bessere Welt kommt nicht von allein, sie wird auch nicht geschenkt: sie wird gemacht“, so die Vorsitzende der Remscheider SPD-Frauen, Gerhilt Dietrich, „auch 101 Jahre nach Einführung des Wahlrechtes für Frauen und 71 Jahre nach Verankerung des Gleichberechtigungsgrundsatzes im Deutschen Grundgesetz ist noch viel zu tun.“

Der Filmabend der SPD-Frauen im Flair-Weltladen hat Tradition und findet bereits zum dritten Mal statt. Eingeladen sind Frauen und Männer. Der Eintritt ist frei.

Verkehrsunfall auf der Bismarckstraße

Um 0.10 Uhr wurde der Hilfeleistungszug der Berufsfeuerwehr Remscheid sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug in die Bismarckstraße zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW alarmiert.

Beide PKW waren jeweils mit einer Person besetzt und wurden umgehend vom Rettungsdienst untersucht. Da einer der Fahrer über Schmerzen im Wirbelsäulenbereich klagte, wurde dieser durch eine Befreiungsöffnung -mittels hydraulischem Rettungsgerät- aus dem Fahrzeug befreit und anschließend ins Sana Klinikum Remscheid verbracht. Der Fahrer des zweiten PKW blieb unverletzt. Insgesamt waren 19 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz wurde gegen 1 Uhr beendet.

Quelle: Feuerwehr Remscheid

Grown so Ugly live im Löf

Bergische Band „Grown so Ugly“ am 7. März 2020 live im Löf – Eintritt frei.

Am Samstag, 7. März 2020 tritt ab 20 Uhr die bergische Band „Grown so Ugly“ im Löf Eventlokal auf. Grown so Ugly spielen eine Mischung aus Rock und Alternative Covern, die man üblicherweise nicht präsentiert bekommt. Die Songs in der Setlist der vier Vollblutmusiker rund um die Frontfrau „Pepsi“ kommen von Jet, den Dandy Warhols, The Raconteurs und reicht bis zu den The Hives.

Das wird ein rockig-crunchiger Abend, auf den sich das Team vom Löf schon sehr freut.

Der Eintritt ist frei, die Band lässt den Hut kreisen.

Informationen zum Gig

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr. Ort: Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid. www.remscheidrockt.de

Vorzeitige Beendigung der Schonzeit für Rehe

Pressemitteilung des Naturschutzbeirates: Landeserlass zur vorzeitigen Beendigung der Schonzeit für Rehe und der Bericht des Treffens der Landschaftswächter im Februar.

Wie in der letzten Woche von den Medien berichtet, hat das Land beschlossen die Schonzeit von Rehwild vorzeitig zum 1. April zu beenden.

Im Naturschutzbeirat der Stadt beraten Vertreter des Naturschutzes, der Bauernschaft, des Forstes, der Jäger, der Fischer, der Imker, des Sportes, Fehlentwicklungen in der Landschaft entgegen zu wirken. Zudem geht es um aktiven Klimaschutz durch Erhalt der Lebensräume, um dem Artenschwund zu reduzieren.

Jagd, um Lebensraum zu erhalten

Der Lebensraum der im Wald lebenden Tiere, wurde durch das Absterben großer Fichtenbestände durch den Borkenkäfer deutlich dezimiert. Es wird Jahre brauchen bis das Grün dieser Flächen wieder als Futterquelle und Rückzugsort dienen kann. Das derzeit reduzierte Nahrungsangebot ist sicher auch ein Grund für den Erlass des Landes, Rehwild zu dezimieren um so auch deren Verbiss an jungem Baumpflänzchen einzudämmen.

Im jährlichen Treffen der Landschaftswächter, der von der Vorsitzenden des Naturschutzbeirates einberufen wurde, war der Remscheider Erholungswald Thema, der auch weiterem Druck ausgesetzt ist. Erörtert wurde dies am 12.2.2020 in entspannter Atmosphäre. Unter den Mitgliedern der Landschaftswächter sind auch Förster und Jäger.

Im Treffen der Landschaftswächter wurde ein breites Spektrum von Themen rund um das Thema Wald erörtert. Es wurde von einer wachsenden Anzahl von Hunden und deren Besitzer, bei deren Spaziergängen im Wald beobachtet, zudem gibt es einen Trend zum Zweithund. Oft sind die Besitzer mit derer Führung überfordert, was zu Konflikten führt. Die Entsorgung des Hundekots in der Stadt ist Pflicht; das Verbleiben von Hundekot in Beuteln im Wald wird nicht geahndet und führt zu Plastik-Vermüllung.

Die Wildschweinbestände haben sehr zugenommen. Sie sind sehr schwer zu bejagen. Es gibt Berichte von Spaziergängern, die den Kontakt mit den Tieren in freier Wildbahn bedrohlich empfunden haben.

Auch Bikerfahrer abseits von Wegen stören die Wildtiere und richten massiven Schaden an.

Viele Arten wie Kuckuck und Bluthänfling sind in unserer Region verschwunden.
Andere, zum Teil invasive Arten, wie der Marderhund, der Waschbär, die Nil- und Kanadagans sind hinzu gekommen. Der Biber wird seinen Lebensraum hier wieder einnehmen, wohingegen der Wolf die Gebiete durchstreifen wird, ohne sich nieder zu lassen.

Der Naturschutzbeirat setzt sich für die Stärkung des Naturlebensraum ein. Das kann nur erfolgreich im gegenseitigen Respekt und Achtung der verschiedenen Interessensvertreter in den Gremien vor einander sein, um dieses gemeinsame Ziel zu verwirklichen.

Gabriele Lipka
Vorsitzende des Naturschutzbeirates
Remscheid, 25.2.2020

LIVE: Rosenmontagszug der Lenneper Karnevalsgesellschaft

rs1.tv hat heute live vom Rosenmontagszug der Lenneper Karnevalsgesellschaft gesendet.

Ein starkes und wichtiges Zeichen für Frieden, Respekt und Toleranz

Zur Mahnwache für die unschuldigen Opfer des terroristischen Anschlags eines Rechtsextremen in Hanau und gegen Rassismus kommen 700 Remscheider*innen zum Remscheider Rathaus.

Die Mahnwache gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz und zum Gedenken der vom rechten Terror betroffenen Opfer in Hanau am Sonntagabend auf dem Remscheider Rathausplatz stand lange auf der Kippe: Zu mächtig die Windböen, zu durchdringend der Regen. Soll man ins Foyer des Rathauses ausweichen? Dann gibt es unter Umständen Platzprobleme. Also ständiges checken des Wetters, kritische Blicke in den Himmel, Vorhersagen abwarten. Gegen 18 Uhr – so die Wetterdienste – sollte es sich deutlich beruhigen. Die Verantwortlichen des Remscheider Aktionsbündnisses Remscheid Tolerant entschieden sich für die Durchführung der Mahnwache. Und – wie sich zeigen sollte – das war eine gute, richtige und nötige Entscheidung.

 Gut 700 Menschen zeigen Flagge für Respekt und gegen Rassismus

Denn etwa 700 Remscheiderinnen und Remscheider folgten der Einladung von Remscheid Tolerant, trotzten der gefühlten Kälte, missachteten einige noch sehr ungemütliche Sturmböen und versammelten sich friedlich vor dem Eingang des Rathauses.

Anne Marie Faßbender wünscht sich mehr Zivilcourage, wenn man Rassismus in der Öffentlichkeit begegnet. Foto: Peter Klohs
Anne Marie Faßbender wünscht sich mehr Zivilcourage, wenn man Rassismus in der Öffentlichkeit begegnet. Foto: Peter Klohs

Die Vorsitzende von Remscheid Tolerant, Anne Marie Faßbender, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Journalist Horst Kläuser, Alexa Bell, OB-Kandidatin der CDU für die Kommunalwahl im September, Christine Krupp, Vorsitzende der Remscheider Sozialdemokraten, die Sprecherin der Ratsfraktion der Grünen, Beatrice Schlieper, Fritz Beinersdorf, Vorsitzender der Remscheider „Die Linke“ als auch der stellvertretende Vorsitzende von Remscheid Tolerant, Sascha von Gerishem, gedachten in ihren Reden der sinnlosen Opfern von Hanau und betonten deutlich die Wichtigkeit jedes Einzelnen, sich den Auswüchsen rechtsnationaler Tendenzen, jeder Art von Ausgrenzung und Rassismus auch im Alltag zu widersetzen und sich für ein friedliches und sinnvolles Miteinander aller Kulturen und Menschen einzusetzen. In Remscheid leben Menschen aus 120 unterschiedlichen Nationen.

Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender von Die Linke in Remscheid. Foto: Peter Klohs
Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender von Die Linke in Remscheid. Foto: Peter Klohs

„Genau so wenig wie ich braune Flecken auf der Hose mag, mag ich braune Leute im Rat.“

Die 700 Remscheider*innen hörten bewegende Reden, schwiegen eine Minute lang in Gedenken an die Hanauer Opfer und freuten sich jubelnd und lachend, als es kurzfristig den Eindruck hatte, die AfD würde den Einzug in den Hamburger Senat nicht schaffen (was sich dann später leider nicht bestätigte). Burkhard Mast-Weisz äußerte – wie alle Mitredner – sein Entsetzen über die Morde von Hanau. Ebenso geschockt zeigte sich der Oberbürgermeister über die Reaktionen dazu aus der rechten Ecke des politischen Spektrums. „Da wird hemmungslos relativiert und der Täter als lediglich geisteskrank bezeichnet. Verbindungen zu rechten und faschistoiden Strömungen werden vehement bestritten. Deutlich ist aber: Wer täglich gegen Menschen anderer Herkunft, anderer Religion, anderer Lebensausrichtung hetzt, der ist mitverantwortlich dafür, was in Hanau geschehen ist.“ Die Rede des Oberbürgermeisters wurde mehrfach durch bestätigenden und heftigen Beifall unterbrochen. Einhelliges Kopfschütteln und ungläubige Gesichter rief sein Bericht hervor, der Rechtsanwalt einer extremen rechten Partei, die auch im Remscheider Stadtrat ihr Unwesen treibt, habe ihn aufgefordert, die „Respekt“-Schilder am und im Rathaus zu entfernen. Mast-Weisz‘ Antwort: „Natürlich bleiben die Schilder hängen. Genau so wenig wie ich braune Flecken auf der Hose mag, mag ich braune Leute im Rat.“ Heftiger Beifall folgte. Hier und da auch Tipps von den Besuchern: „Die Schilder verdoppeln! In Anzahl und Größe!“ Passenderweise hatte sich Remscheid Tolerant auf seiner Jahreshauptversammlung schon dafür ausgesprochen, weiter Respekt-Schilder für Remscheid zu besorgen.

Worte mit Nachhall von Horst Kläuser. Foto: Peter Klohs

„Wir sind doch Freunde, wir sind doch Freunde – Freunde verbrennt man doch nicht.“

Journalist Horst Kläuser zeigte ebenso deutlich, was er von fremdenfeindlichen Tendenzen und Rassismus hält: Weniger als Nichts! In einer bewegenden und emotionalen Rede zeigte Kläuser auf, was ihn dazu bewogen hatte, diese Mahnwache zu unterstützen. „Ich sehe uns“, rief er den versammelten Bürger*innen zu, „und ich meine das durchaus pathetisch: als eine Familie. Und wir lassen uns verdammt noch mal nicht auseinander dividieren.“

Der Wind hatte sich gelegt, als die Veranstaltung mit dem Niederlegen von Blumen und Kerzen am Eingang des Rathauses zu Ende ging. Auch der Regen hatte ein Einsehen. Wenn es einen Wettergott gegen sollte, ist er sicher ein Unterstützer von Remscheid Tolerant. Und unter uns: Jeder Beistand ist uns willkommen!

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Mahnwache und Lichterkette für die Opfer von Hanau

Einladung von Remscheid Tolerant zu Mahnwache und Lichterkette für die Opfer von Hanau am Sonntag, 23. Februar 2020 von 19-20 Uhr am Remscheider Rathaus.

Bereits gestern gab Remscheid Tolerant eine öffentliche Erklärung zu dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau ab, der auch hier nachzulesen ist. Heute wird eingeladen, um der unschuldigen Opfer mit einer Lichterkette zu gedenken, die aufgrund der faschistoiden Überzeugungen eines Rechtsextremisten sterben mussten, und um ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus und Faschismus zu setzen.

Mahnwache und Lichterkette für die Opfer von Hanau

Die Mahnwache mit Lichterkette findet am Sonntag, 23. Februar 2020 von 19-20 Uhr am Remscheider Rathaus (Theodor-Heuss-Platz 1, 42853 Remscheid) statt, um gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Mahnwache für die Opfer Gökhan Gültekin, Ferhat Ünvar, Hamza Kurtović, Mercedes K., Sedat Gürbüz, Kalojan Welkow, Fatih Saraçoğlu, Bilal Gökçe, Said Nessar El Hashemi und einer namentlich noch unbekannten Frau zu gedenken. Ewiglichtölkerzen, Teelichte, Blumen, o.ä. können sehr gerne mitgebracht werden.

Bitte teilen Sie diesen Aufruf und bringen Sie Ihre Familie und Freunde mit. Alle zusammen gegen den Faschismus.

Die Mahnwache bei Facebook: https://www.facebook.com/events/210678540052001/

Fassungslosigkeit bei den Remscheider Grünen

Zehn Menschen wurden in Hanau Opfer eines rechten Anschlags. Wir GRÜNE Remscheid sind fassungslos und richten unser tiefes Mitgefühl und Anteilnahme an die Angehörigen und Betroffenen.

Wir GRÜNE stehen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft. Wir müssen Zusammenstehen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, jede Art von Hetze und Gewalt. Es kommt auf uns alle an.

Die CDU Remscheid trauert um die Opfer des Anschlags von Hanau

„Ich bin schockiert und sprachlos über den schrecklichen Anschlag in Hanau, der vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Ich hoffe, dass alle Umstände und Hintergründe dieser abscheulichen Tat schnellstmöglich aufgeklärt werden“ sagt die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Alexa Bell.

Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Mathias Heidtmann ist fassungslos über die Tat: „Heute ist ein trauriger Tag für Deutschland. Meine und unsere Gedanken sind in diesem Moment bei den Familien und Angehörigen der Opfer. Es gilt nun, gemeinsam zusammenzurücken und ein Zeichen gegen Hass zu setzen“ so Heidtmann.

Null Toleranz gegen Nationalismus und Rassismus!

Zu dem grausamen Ereignis in Hanau schreibt der Sprecher der Remscheider LINKEN: Axel Behrend:

„Ich bin maßlos geschockt von dieser Bluttat. Nach dem Mord an Walter Lübcke, nach dem Attentat gegen die Synagoge in Halle, dem NSU Terror, Schüssen auf Einrichtungen von Muslimen und Aleviten, Der Blutspur von Rostock, Hünxe und Solingen muss endlich der Zeitpunkt gekommen sein, dass wir begreifen, der rechtsextreme Rassismus, der die Täter zu diesen Gewalttaten gegen die Menschen hingerissen hat, eine Gefahr für uns alle ist.

Wir müssen begreifen, dass die AFD und solche rechtsextremen Kleingruppen wie Pro Remscheid, mit ihrem Nationalismus und Rassismus die Grundlage für solche extremistischen Täter liefert.

Also endlich Null Toleranz gegen Nationalismus und Rassismus in Hanau, in Remscheid und Überall!“

Remscheid Tolerant verurteilt Rechtsterrorismus

Der rechtsterroristische Anschlag in Hanau, bei dem zehn Menschen getötet wurden, löst neben Trauer und Verzweiflung auch Wut bei uns aus. Während nach dem Demokratiedesaster in Thüringen noch immer über die Zusammenarbeit mit linken Demokraten diskutiert wird, tötet ein, laut Polizeiangaben, offenbar militanter Rassist zehn Menschen. Zehn weitere Menschen, die dem rechten Terror in Deutschland zum Opfer gefallen sind. Ein bisher unauffälliger Täter, ein Incel, wird durch rechtspopulistische und rassistische Inhalte vergiftet und angestachelt. Die rechtsextremen Filterblasen in den sogenannten „Sozialen“ Medien tragen ihren gehörigen Anteil dazu bei: Fakenews werden gezielt gestreut, Fakten verschwiegen oder verfälscht, Widerredner ausgeschlossen und blockiert.

Wer einen Keil in unsere bunte Gesellschaft treibt, darf sich nicht verwundert zeigen, wenn sich Hass und Gewalt dann ausbreiten. Über 120 Nationen bilden das Rückgrat und die Seele unserer Stadt. Lassen wir uns die Gemeinschaft und die Freiheit nicht durch Neofaschisten nehmen. Es ist Zeit, dass sich auch die bisher schweigende Masse laut und offen zur Demokratie bekennt und gegen Rechtsextremismus Flagge bekennt: Alle zusammen gegen den Faschismus.

Anne Marie Faßbender und Sascha von Gerishem
Remscheid Tolerant e.V.

SPD Remscheid: Erklärung zu den Ereignissen von Hanau

Die Ereignisse von Hanau machen uns traurig, betroffen und zugleich auch wütend. Sie sind das vorerst letzte Kapitel einer langen Serie von rechtsextremistischen und rechtsterroristischen Attentaten in unserem Land. Einer Serie, die bis vor wenigen Jahren in unserem Land noch undenkbar erschien, die aber spätestens mit dem Enttarnen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds eine dunkle Seite in unserem Land offen hat zutage treten lassen.

Der politische Diskurs in unserem Land, der seit den Gräueln der Naziherrschaft und seit dem Ende des 2. Weltkriegs von einem sehr breiten demokratischen wie friedfertigen Grundkonsens geprägt war, ist zunehmend bedroht. Er ist bedroht durch eine politische Bewegung, durch eine politische Partei, die leider immer mehr in Stadträten, Kreistagen und Landtagen, wie im Bundestag eine Rolle spielt, die sich anschickt, nicht nur den politischen Diskurs in unserem Land zu bestimmen, sondern auch in einzelnen Ländern die Rolle des Züngleins an der Waage in schäbigen politischen Machtspielen spielt.

Wir, als Vertreter der Remscheider SPD, Vertreter einer Stadt, in der Menschen aus mehr als 120 Nationen friedlich zusammen und miteinander leben, können und wollen zu den schrecklichen Ereignissen von Hanau, wie auch in anderen Städten zuvor nicht schweigen und rufen alle unsere Nachbarn, Freunde, Bekannte dazu auf, der zunehmenden Verrohung der politischen Sitten, des politischen Diskurses im privaten wie im öffentlichen Bereich stärker und energischer entgegenzutreten.

„Wir rufen dazu auf, den Menschen entgegenzutreten, die unsere Gesellschaft spalten! Wir müssen widersprechen, wenn Menschen in Schubladen gesteckt werden und wenn sie glauben, dass sie entscheiden könnten, wer zu uns gehört und wer nicht.“

Wir denken in diesen Stunden an die Opfer, deren Angehörige und Familien, wir trauern um sie und sind bei ihnen. Wir rufen alle demokratischen Kräfte in unserem Land dazu auf, sich jeder Form von Rechtsextremismus, sei es in Parlamenten, in Räten oder im öffentlichen Raum, sichtbar entgegenzustellen.

Christine Krupp
Vorsitzende der Remscheider SPD

„Fassungslos machen die Ereignisse von Hanau. In Gedanken bin ich bei den Opfern und Angehörigen.

Hass vergiftet unsere Gesellschaft. Dagegen müssen wir zusammenstehen und bereits bei dumpfen Parolen Gegenhalten. Es darf kein Schweigen mehr geben.

Meine Sorge bleibt, dass rechte Gewalt die größte Gefahr für die Sicherheit in unserem Land ist. Nicht erst seit den Greultaten des NSU, dem Mord an Walter Lübcke und der Tat in Halle wissen wir, was rechte Terroristen alleine oder in einer Gruppe uns antun. Jetzt müssen wir die Konsequenzen daraus ziehen. Rechte Terrornetzwerke dürfen nicht unbeobachtet in unserer Gesellschaft wuchern.“

Sven Wolf MdL
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion
Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald