Das Auswärtsspiel des IGR-Bundesligateams der Herren gegen die SG Eldagser Falcons am 24. Oktober fällt aus, das gegnerische Team hat zur Zeit kein einsatzbereites Team zur Verfügung. Das Spiel der IGR-Bundesligistinnen gegen den SC Bison Calenberg findet wie geplant in der Sporthalle der Grundschule Eldagsen statt. Anpfiff am 24. Oktober 2020 ist um 17 Uhr.
Auf Grund der momentanen Herpes-Situation im Umkreis hat sich der Vorstand des Vereinigten Reit- und Fahrvereins Remscheid als Vorsichtsmaßnahme dazu entschieden ein vorübergehendes Ein- und Ausreiseverbot für alle Pferde auf der Anlage „Buscherhof“ zu verhängen.
Auf der Anlage „Buscherhof“ liegen werde Herpesfälle noch Anzeichen dafür vor, dennoch wird diese Vorsichtsmaßnahme eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu vermeiden.
Der Vorstand des Vereinigten Reit- und Fahrvereins Remscheid bittet im Sinne des Allgemeinwohls alle Reitsportanlagen im Umkreis, dieselben Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
Freitag, 10. Januar 2020, 10 Uhr: Biologe Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund, startet einen ersten Versuch, eine Stunde lang Wintervögel zu beobachten. Mindestens im Garten der Natur-Schule gibt es noch Vögel!
Um kurz nach 9 Uhr hat Jörg Liesendahl erstmals in diesem Winter Meisenknödel u.a. Vogelfutter ausgehängt. Nach einer knappen Stunde sind die ersten Vögel mit dem Fernglas erfasst. Amseln, Blau- und Kohlmeisen sind dabei, aber auch ein Buntspecht.
Nur die Vögel zählen, die zeitgleich zu sehen sind
Immer wieder fliegen Tiere aus dem beobachteten Teil des Außengeländes heraus und hinein. Hier kommt es dann auf die Methode an. „Es ist ganz wichtig, nur die Vögel zu zählen, die zeitgleich zu sehen sind“, erklärt Liesendahl. Soll heißen: Wenn gerade zwei Blaumeisen aus dem Garten rausgeflogen sind und kurz danach zwei Blaumeisen in den Garten reinfliegen, dann sind das „nur“ zwei Blaumeisen. Anders aber, wenn man eine Dreiviertelstunde später gleichzeitig drei Blaumeisen sieht, dann verändert sich die beobachtete Zahl von Blaumeisen natürlich auf drei Tiere.
Blaumeisen sind nicht immer leicht zu entdecken.
Der Naturschutzbund (NABU) will mit der „Stunde der Wintervögel“ u.a. heraus bekommen, wie sich die Bestände der Wintervögel über Jahre hinweg entwickeln, ob sie gleichbleibend zu beobachten sind, seltener oder gar häufiger werden.
Jörg Liesendahl: „Es ist zur Zeit offenbar so, dass die Vögel sich bei den aktuellen Plus-Temperaturen auf der gesamten Fläche verteilen und dort nach Spinnen, Insekten oder Pflanzenfrüchten suchen. Dann kommen sie nicht so schnell in die Gärten, denn die sind ja oft auch nicht vogelfreundlich ausgestattet!“ Allerdings, so der Biologe, ist der Garten der Natur-Schule Grund selbst natürlich besonders vogelfreundlich gestaltet.
NABU: Stunde der Wintervögel
Nähere Informationen zur „Stunde der Wintervögel“, aber auch zur richtigen Winterfütterung gibt es unter www.nabu.de. Die Aktion läuft nur vom 10. bis zum 12. Januar 2020. In dieser Zeit können sich alle, die einen Garten haben, an dieser Aktion beteiligen.
Auch eine Heckenbraunelle hat sich gezeigt.
Jörg Liesendahl auf jeden Fall findet in der Stunde von 10 bis 11 Uhr zwölf Vogelarten rund um die Natur-Schule: 6 Amseln, 3 Blaumeisen, 1 Buchfink, 1 Buntspecht, 3 Gimpel, 1 Eichelhäher, 1 Heckenbraunelle, 1 Kleiber, 2 Kohlmeisen, 1 Rotkehlchen sowie nur überfliegend, sonst aber regelmäßig auch im Gelände zu finden, 1 Elster und 1 Rabenkrähe.
Das 42. Literaturcafé im Flair-Weltladen in der Gertenbachstraße 17 in Lüttringhausen. Der Eintritt ist frei.
Angesehene Konzertpianistin. Unterschätzte Komponistin. Sieben Kinder. Ein bald an einem schweren Nervenleiden erkrankter Mann. Clara Schumann (1819-1896) musste bald für sich und ihre große Familie allein sorgen.
Das 42. Literaturcafé am Montag, 13. Januar 2020 ab 16 Uhr, im Flair-Weltladen in Lüttringhausen würdigt Leben und Werk einer in ihrer Zeit sehr modernen Frau. Aus Anlass des 200. Geburtstages von Clara Schumann ist neue Literatur erschienen, die auch jüngst veröffentlichte Tagebücher und Briefe verarbeitet.
Johannes Haunstützt sich bei seiner Darstellung schwerpunktmäßig auf die Biografie von Irmgard Knechtges-Obrecht (erschienen 2019). Weitere Literatur zu Clara Schumann liegt auf einem Büchertisch zur Ansicht und zum Kauf aus. Der Eintritt ist frei.
Der Wipperwagen war wieder zu Gast beim CVJM in Lüttringhausen.
Was ist das überhaupt für ein Name: Wipperwagen? Das lässt sich schnell erklären: WIPPERfürth und HückesWAGEN sind die Städte, aus denen die Gründer des Amateurtheatervereins stammen. Einmal in jedem Jahr, zumeist in der ungastlichen Winterzeit, gastieren die Schauspielerinnen und Schauspieler in Lüttringhausen. Ihr aktuelles Stück „Schietwetter“ wurde am Nachmittag des 5. Januar im CVJM-Haus aufgeführt.
Außen Regen – innen schlechtes Klima
Die Ausgangslage ist genau so einfach wie pikant. Peter und Annette waren zwanzig Jahre lang miteinander verheiratet, sind jedoch seit einem halben Jahr geschieden, leben getrennt von Tisch und Bett und haben beide neue Partner. Das Haus an der französischen Atlantikküste besitzen sie noch gemeinsam, nutzen es aber abwechselnd…
… bis die Absprache eines Tages nicht funktioniert. Peter samt neuer Freundin Manuela residiert bereits im besagten Haus, als unverhofft Annette und ihr Neuer, Klaus-Dieter, dort auftauchen. Die Zeichen sind deutlich: Draußen herrscht Dauerregen, drinnen schlechtes Klima. Ein hervorragender Stoff für Komödien.
Nun ist das Stück kein Gagfeuerwerk oder Schenkelklopfer. Es lebt zur Hauptsache von der Situationskomik und den zum Teil expressiven Charakteren der Schauspieler. Vor allem Ute Joho als Manuela und Norbert Becker als Klaus-Dieter schießen hier den Vogel ab. Manuela ist quengelig, naiv, zwar gutaussehend, aber blind wie zwei Maulwürfe, wenn sie ihre Brille nicht findet, was ständig passiert. Kurz: Eine Nervensäge. Die jedoch leichterhand von Klaus-Dieter übertroffen wird, diesem weicheiigen Dauermeckerer mit weinerlichem Tonfall und ebensolchen Gesichtszügen. Ein fürchterlicher Kerl, zumindest am Anfang. Klaus-Dieter taut späterhin etwas auf, woran auch die (vorsätzliche) Zufuhr von hochprozentigem Alkohol nicht gänzlich unschuldig ist.
Krieg der Paare
Annette (Tanja Pett), Klaus-Dieter (Norbert Becker), Peter (Oliver Hecker) und Manuela (Ute Joho) (v.l.) vom Wipperwagen im CVJM Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Zumindest bekriegen sich die beiden Pärchen ganz ordentlich. Dabei geht es um Nudeln mit Butter, Treibsand, rutschige Felsen und leere Benzintanks, zur Freude der 70 Besucher im Saal. Wer geht denn nun und verlässt das Haus im Dauerregen? Eine anregende Frage. Zumindest so lange wie das Ex-Paar Peter und Annette auf der Auslegeware vor der Hausbar gemeinsam… jaja, genau was Sie denken.
Oliver Hecker spielt nicht nur den Peter absolut souverän, er hat auch die Regie übernommen. Und Tanja Pett spielt die befehlsgewohnte Annette derart glaubhaft, das man sich fragt, welche Leichen denn sie im Keller versteckt hat.
Natürlich löst sich das Dilemma auf. Aber erstens verraten wir das nicht und zweitens schon einmal gar nicht hier.
Weitere Termine
Weitere Vorstellung von „Schietwetter“: Am 25. Januar 2020 spielt Wipperwagen im Bürgerhaus in Radevormwald und am 28. März im Westdeutschen Tourneetheater (WTT) in Remscheid.
Anja Franz spielt am Donnerstag, 16. Januar 2020, live im Café Lichtblick. Reservierung empfohlen.
Gibt es ein Leben ohne Musik? Leben ohne Musik? Wer will das schon.
Anja Franz nimmt die Zuhörer mit Gitarre und Gesang auf eine Reise durch die Zeit. Bekannte Melodien wie von Pur oder Hits von John Denver werden in eigenen Ideen präsentiert. Dabei darf die Kelly Family nicht fehlen und auch eigene Songs finden ihren Platz.
Infos und Reservierung
Donnerstag, 16. Januar 2020 um 19 Uhr im Café Lichtblick, Gertenbachstraße 2 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Platzreservierungen unter Telefon 02191.5926234 werden empfohlen. Eintritt frei – Hutspenden willkommen.
Webseite mit Musik
Anja Franz hat gerade ihre neue Webseite veröffentlicht. Über den Link zu Soundcloud kann man schon heute hören, was einen im Café Lichtblick dann live erwartet:Anja-Franz.com
Alle Infos in unserem Bergischen Terminkalender unter www.kieck.moda
Vom Fieberklee bis zur Robinie: Die Pflanzen des Jahres in der Natur-Schule Grund.
Viele Organisationen benennen „Pflanzen des Jahres“, so z.B. die Stiftung Naturschutz Hamburg den Fieberklee als „Blume des Jahres 2020“ u.v.a. Dieser und anderen Pflanzen des Jahres wie der Robinie als „Baum des Jahres“ und dem Breitblättrigen Knabenkraut als „Orchidee des Jahres“ widmet sich der NaturTreff am Nachmittag, der am Freitag, 17. Januar 2020, um 15 Uhr in der Natur-Schule Grund stattfinden wird. Es bietet sich ein buntes Kaleidoskop interessanter Arten wie auch vielfältiger Gründe, warum eine Pflanze zur „Pflanze des Jahres“ wird.
Der NaturTreff am Nachmittag unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere Teilnehmer*innen herzlich willkommen.
Anmeldung erforderlich
Ort der knapp zweistündigen Veranstaltung ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund. Die Teilnahme kostet 6 Euro pro Person.
Am 8. Februar 2020 lädt der Ghana-Arbeitskreis vom CVJM ab 18 Uhr zum 5. Dinner für Ghana in den kleinen Saal.
Mit einem vier Gänge Menü in gemütlicher Atmosphäre im kleinen Saal beim CVJM in der Gertenbachstraße 38 lädt der Ghana-Arbeitskreis vom CVJM Lüttringhausen zu einem leckeren und gemütlichen Abend. Bei gutem Essen und bei musikalischer Unterhaltung werden durch das Dinner für Donkorkrom Spenden für die Partnerorganisation YMCA Donkorkrom gesammelt.
Seit vielen Jahren gibt es eine lebendige Partnerschaft zwischen dem CVJM in Lüttringhausen und dem in Donkorkrom.
Anmeldung und Kosten
Da die Grenze streng begrenzt sind, ist eine schnelle Anmeldung empfohlen. Pro Person werden für das Dinner 39 Euro fällig, Getränke werden extra berechnet. Die Anmeldung erfolgt bei Christine Heinen, entweder telefonisch 02191 51113 oder per E-Mail: chr-heinen@t-online.de
Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ (10. – 12. Januar 2020) mit einer Veranstaltung, die sich nicht nur an erwachsene Teilnehmer*innen richtet.
Am Freitag, 10. Januar 2020, stellt der pädagogische Leiter der Natur-Schule, Dipl.-Biol. Jörg Liesendahl, Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Zu Beginn gibt es die Möglichkeit, in der Gruppe Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule zu beobachten. Dabei kommt u.a. die Vogelbeobachtungsstation im Garten der Natur-Schule zum Einsatz. Wer hat, sollte ein Fernglas mitbringen. Es können aber auch Ferngläser ausgeliehen werden.
Information und Anmeldung
Das Angebot startet um 15 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, und dauert zwei Stunden. Erwachsene Teilnehmer*innen zahlen 6 Euro, Kinder bis 15 Jahren nur 3 Euro.
Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen telefonisch unter 02191 374 8239 oder per Mail unter info@natur-schule-grund.de
Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) erteilen auch in diesem Jahr den Weihnachtsbäumen eine Abfuhr. Für die Stadtteile Lennep, Lüttringhausen und Alt-Remscheid gelten unterschiedliche Termine.
Los geht es in Lennep am Dienstag, 7. Januar. Am Mittwoch, 8. Januar, wird in Lüttringhausen eingesammelt. Zuletzt werden die Weihnachtsbäume in Alt-Remscheid am Samstag, 11. Januar, abgeholt.
Abgeschmückt und gut sichtbar
Die TBR bitten darum, die Weihnachtsbäume am jeweiligen Abholtag bis 7 Uhr gut sichtbar auf dem Bürgersteig – also nicht am Mülltonnenstandort – abzulegen. Weil die Bäume verwertet werden, werden nur vollständig abgeschmückte Weihnachtsbäume mitgenommen. Weihnachtsbäume über zwei Meter Länge bitte durchsägen!
Als Gäste in der evangelischen Stadtkirche Lüttringhausen waren die Juliacum Brassers aus Jülich dabei.
Die festlich geschmückte evangelische Kirche Lüttringhausen zum Weihnachtskonzert des Lüttringhauser Posaunenchores. Foto: Peter Klohs
Es gibt bei uns em Dorp einige Dinge, ohne die Weihnachten nicht komplett wäre. Für viele Lüttringhauser ist das so mit dem traditionellen Weihnachtskonzert des Posaunenchores. Das gehört einfach dazu. Dementsprechend gut besucht war die festlich geschmückte evangelische Kirche am frühen Abend des 21. Dezember 2019, als der Posaunenchor gemeinsam mit den Juliacum Brassers eine Stunde Musik zum Fest unter dem Motto „Unterwegs zur Krippe“ darbot.
Unterwegs zur Krippe
Die Juliacum Brassers sind ein Blechbläser-Quartett aus Jülich, das dem Lüttringhauser Posaunenchor freundschaftlich verbunden ist. Das Repertoire der vier Musiker um Trompeter Martin Schädlich ist weit gespannt und erstreckt sich auch auf eigene Kompositionen, zumeist von Tubist Johannes Meures.
Blech und Kerzen in der evangelischen Stadtkirche in Remscheid-Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Man kann an dieser Stelle gar nicht so viel Musik erwähnen und damit herausheben, das wäre der musikalischen Stunde nicht angemessen. Wichtig war der harmonische Wohlklang der beiden Ensemble, die sich das Programm aufgeteilt hatten. Da stand das immer noch wundervolle „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ neben einem Bach-Choral und das stilvolle „Tochter Zion“ neben Hugo Distler. Das alles war gut durchdacht, und der Geist hinter der Musik wirkte auch noch nach dem Konzert.
„Man darf durchaus nach den Stücken klatschen.“
Jeßberger, unter seiner rechten Hand Marc Brüninghaus, rechts daneben dessen Bruder Sebastian. Foto: Peter Klohs
Das Publikum schien dies ebenso zu sehen und vergaß hier und da ergriffen, den berechtigten Beifall zu zollen. Das stellte Martin Schädlich dann schnell klar: „Man darf durchaus nach den Stücken klatschen.“ Das ließen sich die Konzertbesucher nicht zweimal sagen. Mit einem gemeinsam gesungenen „Vom Himmel hoch“ endete eine besinnliche Stunde.
Frühjahrskonzert des Lüttringhauser Posaunenchores
Philipp Jeßberger und der Posaunenchor laden bereits jetzt sehr herzlich zum Frühjahrskonzert in das CVJM-Heim in Lüttringhausen ein. Die Musik zum Frühling erklingt am 29. März 2020 ab 17 Uhr.
Heiligabend, 14 Uhr. Den ganzen Tag war es noch nicht richtig hell, der Himmel ist dunkelgrau, hin und wieder zieht ein Schauer über Remscheid. An der evangelischen Kirche in Lüttringhausen trifft sich pünktlich der harte Kern der Beiersleute, heute verstärkt durch einen „Neuen“, Sascha von Gerishem ist zum ersten Mal dabei. Ein weiterer Neuling wird für den frühen Morgen des ersten Weihnachtstages erwartet. Zwei Frauen sollen um 16 Uhr dazukommen.
Die Vorbereitung
Aufstieg und Vorbereitungen
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Der Aufstieg in den Glockenturm. Foto: Sascha von Gerishem
Der Aufstieg in den Glockenturm. Foto: Sascha von Gerishem
Blick ins Kirchenschiff der evangelischen Kirche Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem
Der Aufstieg in den Glockenturm. Foto: Sascha von Gerishem
Der Aufstieg in den Glockenturm. Foto: Sascha von Gerishem
Dr. Felix Nolzen im Dachstuhl über dem Kirchenschiff. Foto: Sascha von Gerishem
Der Dachstuhl über dem Kirchenschiff der evangelischen Kirche Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem
Die tiefe Glocke, dazu gehört das Seil ganz links. Foto: Sascha von Gerishem
Im Glockenturm der evangelischen Kirche Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem
Nach dem Verkeilen der Glocke wird für die Presse posiert, hier für den Remscheider General-Anzeiger (rga.) Foto: Sascha von Gerishem
Die tiefe Glocke wurde erfolgreich fürs Beiern verkeilt. Foto: Sascha von Gerishem
Autor Peter Klohs hat es bis fast zu den Glocken geschafft - trotz Höhenangst. Respekt. Foto: Sascha von Gerishem
Und schon geht es aufwärts, Richtung Kirchenglocken. Von der Empore aus steigt man über Treppen noch zehn oder zwölf weitere Höhenmeter hinauf zur „Beierstube“. Die Glocken hängen noch eine Etage höher, für unter Höhenangst Leidende, zu denen sich der Berichterstatter leider zählen muss, eine nicht zu bewältigende Aufgabe. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn die sechs anwesenden jungen Männer verkeilen die drei Glocken schon alleine. „Der Klang ist wichtig“, sagt Felix Nolzen, der Koordinator dieses jahrhundertealten Brauchs, der die christlichen Gläubigen zum Gottesdienst rufen soll.
Dann geht es los
Punkt halb drei stehen drei Beiersleute an drei Seilen, die die Klöppel in den Glocken zum Anschlagen bringen. Wie bei einem Rockkonzert wird gezählt: Eins, zwei, drei, vier. Und los geht’s. Von Null auf Hundert in null Sekunden. Es wird laut in der kleinen Stube unter den Glocken, in der die einzige notdürftige Wärme von den Kerzen des aufgestellten Weihnachtsbaums kommt. Wer nicht beiert, friert.
Beim Beiern
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Dr. Felix Nolzen lässt Autor Peter Klohs ans Seil der "Mittleren". Foto: Sascha von Gerishem
Holger Kotthaus an der großen Glocke. Foto: Sascha von Gerishem
Wenn jemand aus dem Takt kam, dirigierte Felix Nolzen. Julius, Claudia und Lino lassen sich nicht beirren. Foto: Sascha von Gerishem
Beiern in der evangelischen Kirche Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem
Die kleinste der drei Glocken schlägt vier mal in einem Takt, die mittlere zweimal, die große einmal. Um den Klöppel der großen Glocke zu bewegen, ist schon ein gewisser Kraftaufwand nötig. Aber gute Technik ist hier eher gefragt als bloße Kraft. Am einfachsten ist es, die mittelgroße Glocke zum Läuten zu bringen. Die Seile haben Knoten, um die Griffhöhe für die unterschiedlichen Beiers-Leute auch optisch deutlich zu machen. Alle sechs bis sieben Minuten erfolgt eine Ablösung.
Irgendwann bekommt der stetig sich wiederholende Rhythmus etwas Hypnotisches; Minimal Music zum Fest. Gelegentlich hören erfahrene Ohren kleine Abweichungen, ansonsten geht es dreißig Minuten lang so weiter. Auch die Reichung eines hochprozentigen Getränkes durch Felix Nolzen kann das rhythmische Geläut nicht unterbrechen. Der Berichterstatter darf drei Minuten an der mittleren Glocke mitbeiern, verzichtet aber auf den Schnaps. Auch Sascha erwirbt rasch erste Beierkenntnisse und verzichtet mitnichten auf das kleine Getränk.
Irgendetwas, womöglich der Klang einer Glocke, gefällt dem Koordinator nicht, und er muss noch einmal in den Glockenturm. Da darf man keine empfindlichen Ohren haben.
Bei den Glocken
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Die kleinste Glocke, zu ihr gehört das mittlere Seil. Foto: Sascha von Gerishem
Hier kletterte der Lüttringhauser Posaunenchor ganz nach oben in den Turm, um morgens zu musizieren. Foto: Sascha von Gerishem
Die Aufhängung der großen Glocke. Foto: Sascha von Gerishem
Die große Glocke mit Klöppel von innen. Foto: Sascha von Gerishem
Blick von oben in die Beierstube während des Gottesdienstes. Foto: Sascha von Gerishem
Die große Glocke. Foto: Sascha von Gerishem
Nach zwanzig Minuten hört man Ober- und Untertöne. Auch scheinen andere Instrumente mitzuspielen. Akustische Halluzinationen.
Der erste Durchgang des Beierns endet um fünfzehn Sekunden vor 15 Uhr. Kurz an die frische Luft, durch die mehr als vollbesetzte Kirche, deren Besucher auf den Beginn des Weihnachtsgottesdienstes warten. Das Beiern scheint sich gelohnt zu haben. Nach dem Gottesdienst werden die nächsten Gläubigen gerufen. Danach noch eine halbe Stunde beiern, „als Rauswerfer“, wie Felix Nolzen schmunzelnd anmerkt.
Am frühen Morgen
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Das Repertoire der Beierer. Foto: Sascha von Gerishem
In der Beierstube ist es gemütlich. Foto: Sascha von Gerishem
Der Weihnachtsbaum spendet Licht und Wärme. Foto: Sascha von Gerishem
Küster Jürgen Kammin verwöhnte die Beierer früh morgens mit einem Frühstücksbuffet. Foto: Sascha von Gerishem
Eng? Gemütlich! Foto: Sascha von Gerishem
Die offenen Teile des Uhrwerks in der Mitte der Beierstube durften nicht berührt werden. Foto: Sascha von Gerishem
Und morgen Früh, am ersten Weihnachtstag, treffen sich die Beiersleute wieder, unter ihnen auch Sascha. Für manche Mitmenschen wäre das eine Strafe (nicht Sascha, aber die Uhrzeit). Die Glocken werden um halb fünf erklingen, und dann nach dem Gottesdienst, der um sechs Uhr beginnt, noch einmal. Danach mag der Glockenturm wieder verwaisen, zumindest bis zum nächsten Weihnachtsfest.
Remscheider Blechbläserquintett spielte im Tannenhof.
Unter dem Motto „Machet die Tore weit“ gastierte das Remscheider Blechbläserquintett am 15. Dezember in der Kirche an der Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen. Unterstützt von Sprecher Alexander Radday spielten die fünf Musikerinnen und Musiker ein breitgefächertes Repertoire, das von der Musik des Barock bis hin zum (Beinahe-) Jazz reichte.
Sehr große Bandbreite
Die launigen Texte von Radday, der die eine oder andere Anekdote aus dem Leben der gespielten Komponisten oder direkt deren Charakter erläuterte, ergänzten die Musik für Blechbläser. Sigrid Blödorn (Horn), Georg Frericks (Tuba), Jürgen Kammin (Posaune) sowie Nikolaus Tschöpe und Christina Walther an den Trompeten brachten eine musikalische Andacht von Andreas Hammerschmidt zu Gehör (Radday dazu: „Ein schwieriger Mensch, jähzornig und missgelaunt.“), eine Hymne von Paul Scheidt, eine Canzone von Paul Breuer, ganz unter dem Einfluss Orlandi di Lassos komponiert, einen Choral des großen Bach sowie eine feine Bearbeitung des bizarren österreichischen Blechbläser-Orchesters Mnozil Brass des alten Liedes „Maria durch einen Dornwald ging.“ Jazz und Verwandtes gab es von Lennie Niehaus, mittlerweile neunzigjähriger ehemaliger Saxofonist der Band von Stan Kenton und von Irving Berlin.
Die Kirche am Tannenhof war zwar nur gut halb gefüllt, das tat der guten Qualität der Musik jedoch keinen Abbruch. Die Musiker waren nicht zum ersten Mal zu Gast in der Kirche am Tannenhof. Und gewiss auch nicht zum letzten Mal.