FC Remscheid und Marcel Heinemann gehen getrennte Wege

Der FC Remscheid e.V. und sein Cheftrainer Marcel Heinemann beenden ihre Zusammenarbeit zum 31. Dezember 2019.

Die Trennung ist das Ergebnis mehrerer Gespräche zwischen Vorstand und Trainer in den letzten Wochen. „Wir wissen, dass die Entscheidung des Vorstandes bei vielen zunächst auf Unverständnis stoßen wird. Aber es sind Dinge passiert in den vergangenen Monaten, die eine weitere Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen,“ so Lars Althoff, 1. Vorsitzender des Vereins.

Trainer bereits freigestellt

„Im Wesentlichen ist es Marcel Heinemann nicht gelungen, aus der Mannschaft eine Einheit zu formen, in der einer für den anderen durchs Feuer geht. Hinzu kommt, dass durch die bestehenden beruflichen Verbindungen wiederholt Einfluss genommen wurde auf den Vorstand, um persönliche Interessen durchzusetzen. Dies ist auf Dauer inakzeptabel“, ergänzt der 2. Vorsitzende Acar Sar.

Der Trainer wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt, der Mannschaft wurde die Entscheidung, die einstimmig im Vorstand getroffen wurde, bereits mitgeteilt.

Lars Althoff: „Wir werden die jetzt anstehenden Tage nutzen, um Gespräche mit potentiell geeigneten Kandidaten zu führen und hoffen, dass wir eine gute Wahl treffen werden. Natürlich werden wir auch zeitnah mit dem bisherigen Co-Trainer Mike Kupfer sprechen, den wir als FCR-Urgestein auf alle Fälle weiterhin im Verein erhalten möchten.“

Update: Statement von Marcel Heinemann

„Mannschaft und Trainerteam haben die erfolgreichste Periode der letzten Jahre beim FCR absolviert. Der sportliche Ausblick ist ausgesprochen positiv.

Mit großen Bedauern mussten wir jedoch feststellen, dass Teile des Vorstandes zunehmend für Missstimmungen im Verein und Mannschaft sorgen. Eine sportlich faire Zusammenarbeit wurde dann immer schwieriger.

Für die Mannschaft, mit der es uns jederzeit sehr viel Spaß gemacht hat, tut es uns sehr leid, ebenso für die anderen Vereinsangehörigen und Fans des FCR“, so das Statement von Marcel Heinemann.

Abbiegeunfall in Elberfeld

Am frühen Abend (18:40 Uhr) des 23.11.2019 ereignete sich an der Kreuzung Briller Straße und Ottenbrucher Straße ein Abbiegeunfall mit insgesamt drei Fahrzeugen.

Der 22-jährige Fahrer eines schwarzen Smart for two fuhr auf der Briller Straße in Richtung Süden und wollte nach links in die Ottenbrucher Straße abbiegen. Der Wuppertaler übersah dabei den Gegenverkehr und stieß mit einem  entgegenkommenden BMW X3 zusammen.

Der BMW des 75-jährigen Elberfelders rollte daraufhin rückwärts auf den nachfolgenden Nissan Qashqai eines 43-Jährigen aus Wuppertal.

Sowohl der Unfallverursacher, als auch die Beifahrerin (77) des BMW wurden schwer verletzt und mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die übrigen Unfallteilnehmer blieben unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt circa 36.000 Euro (BMW: 25.000 Euro, Smart: 10.000 Euro, Nissan: 1.000 Euro). (jb)

Wuppertal: Marihuanaplantage nach Rauchentwicklung entdeckt

Sonntagnachmittag, 24. November 2019 gegen 14.20 Uhr, musste die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung in einer Lagerhalle an der Straße Schwarzbach in Wuppertal ausrücken.

Die Ursache für die Brandentwicklung war schnell gefunden. Die Einsatzkräfte fanden einen brennenden Holzkohlegrill in der Halle. Ein Verantwortlicher für den Grill konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Überraschung bei Durchsuchung

Bei der anschließenden Suche nach möglichen Verletzten oder
Brandherden entdeckten die Feuerwehrmänner in einem abgetrennten Raum der Halle eine Marihuanaplantage. Die mit Beleuchtung und Lüftungsanlage ausgestattete und etwa 200 Quadratmeter große Plantage war gänzlich abgeerntet. Beim Betreten des Raumes flohen drei bislang unbekannte Personen aus dem Gebäude. Diese konnten trotz umgehender Fahndung der Polizei nicht mehr aufgefunden werden.

Die Marihuanaplantage in Wuppertal-Barmen war bereits vollständig abgeerntet. Foto: Polizei Wuppertal
Die Marihuanaplantage in Wuppertal-Barmen war bereits vollständig abgeerntet. Foto: Polizei Wuppertal

Über die Staatsanwaltschaft Wuppertal erwirkten die Polizisten einen Durchsuchungsbeschluss, um sämtliche Lagerräume durchsuchen zu können. Hierbei fanden sie etwa 250 Gramm Marihuana und weiteres Material zum Betreiben einer Plantage.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.

Bürgerdialog mit dem OB

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Bürgerdialog vor Ort am 3. Dezember auf dem Theodor-Heuss-Platz – Oberbürgermeister Mast-Weisz lädt ein.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lädt Interessierte herzlich dazu ein, mit ihm am Dienstag, 3. Dezember 2019, auf dem Remscheider Weihnachtstreff ins Gespräch zu kommen. Von 16 bis 17.30 Uhr schlägt er diesmal sein Zelt vor der AWO-Hütte auf dem Theodor-Heuss-Platz auf.

Offenes Ohr für alle Bürger*innen

Was sind die Wünsche und Nöte der Remscheiderinnen und Remscheider? Wo drückt der Schuh im eigenen Stadtteil? Welche Anregungen haben Menschen für Verwaltung und Politik?

Nah am Menschen zu sein, das ist Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wichtig. Hierfür schafft er regelmäßig an ausgewählten Orten dieser Stadt Gelegenheit. Er möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Außerhalb seines Dienstzimmers in lockerer Atmosphäre hofft er auf viele Anregungen, die zum guten Miteinander von Bürgern, Verwaltung und Politik beitragen.

Update

Auch Polizeipräsident Markus Röhrl wird beim Bürgerdialog Rede und Antwort stehen.

Sparkasse: Kundencenter schließt vorzeitig

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Aufgrund einer Personalversammlung schließt das Kundencenter der Stadtsparkasse Remscheid, Alleestraße 76 – 88, am Dienstag, 26. November, bereits um 16.30 Uhr.

Die Selbstbedienungsbereiche sind wie gewohnt geöffnet. Auch das Kundenservicecenter steht unter der Telefonnummer 02191 16-60 zur Verfügung.

Ab Mittwoch wie gewohnt

Die Stadtsparkasse Remscheid bittet um Verständnis für die Einschränkungen. Ab Mittwoch, 27. November, sind alle Mitarbeitenden des Kundencenters wieder wie gewohnt für die Kundinnen und Kunden zur Stelle.

Feuer in Cronenberger Firma

Vergangenen Samstag, 23. November 2019 gegen 15.45 Uhr, kam es in Wuppertal-Cronenberg zu einem Feuer.

Der Brand brach in den Räumen eines holzverarbeitenden Betriebes an der Oberkamper Straße aus. Dadurch entstand ein hoher, noch nicht näher zu beziffernder Sachschaden. Personen kamen nicht zu schaden.

Die Kriminalpolizei ist mit den Ermittlungen betraut um die Ursache des Brandes zu klären. Dazu wird die Hilfe eines Brandsachverständigen in Anspruch genommen. (sw)

Angefahrene Frau auf Supermarktparkplatz in Vohwinkel

Am 21. November 2019 kam es gegen 11 Uhr zu einem Unfall zwischen einem Auto und einer Fußgängerin auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Straße Am Stationsgarten.

Der Fahrer (84, Mettmann) eines goldenen Opel Corsas übersah beim Zurücksetzen eine vorbeilaufende Wuppertalerin (89). Das Auto kollidierte daraufhin mit der Frau, die zu Boden stürzte und sich verletzte. Sie wurde in der Folge von Rettungskräften versorgt und zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Am Fahrzeug entstand kein sichtbarer Sachschaden. (jb)

ON FIRE #7 –Wortakrobatik verschmilzt mit Violinenklang

Wenn Miki Kekenj ins Teo Otto Theater zu ON FIRE lädt, dann brennt sprichwörtlich die Hütte. So auch am Samstag, 23. November 2019, als sich Jung und Alt zu einem Konzertbesuch in dem bis auf den letzten Platz belegten Theatersaal trafen.

Die beliebten Symphoniker, im ersten Teil unter der Leitung von Johanna Malangré, entführten uns zu einem Spaziergang entlang der MOLDAU (Bedrich Smetana), der durch wechselnde Lichtstimmungen unterstützt wurde.

Versprechen: 600 neue Hip Hop-Fans

Bevor das musikalische Multitalent Miki Kekenj den Zuschauern sein Opus 2, Konzert für Violine, Rap und Orchester „Mein Utopia“ vorstellte, moderierte er den Abend launig an – ja, auch als Conférencier macht der Gastgeber des Abends eine gute Figur. Er versprach, nach der Vorstellung 600 neue Hip Hop Fans in die Welt zu entlassen – und er hielt Wort.

Die Bergischen Symphoniker im Teo Otto Theater. Foto: Steph Hoffmann - www.die-hoffmann.de
Die Bergischen Symphoniker im Teo Otto Theater. Foto: Steph Hoffmann – www.die-hoffmann.de

Aber zuerst griff Kekenj selbst zu Violine und Gesangsmikro, unterstützt von den Bergischen Symphonikern und Malangré, die ihm vor dem Auftritt ein beherztes „Verkack‘ es nicht!“ mit auf den Weg gab. Sollte er noch Zweifel haben, wohin die Reise mit seinem Opus 2 und einer anstehenden CD-Veröffentlichung gehen wird, kann er dies getrost beiseite wischen. Einen potentiellen Käufer des Tonträgers hat er in mir schon gefunden.

Gute Chemie zwischen Curse, Orchester und Publikum

Rapper Curse. Foto: Steph Hoffmann - www.die-hoffmann.de
Rapper Curse. Foto: Steph Hoffmann – www.die-hoffmann.de

Der zweite Teil gehörte dann ganz dem Rapper Curse, einem so sympathischen und wortgewandten Künstler, der sogar Miki seine schwarze Jeans lieh, damit dieser nicht unpassend an diesem Abend auftreten musste. Die Chemie zwischen Curse, Orchester und Zuschauern stimmte von Anfang an. Gesanglich trafen seine Worte mitten ins Herz, was zu stehenden Ovationen mitten im Konzert führte. „Ich mag ja voll, wenn ein Rapper so aggressiv singt“, so Jan-Niklas Abendroth, einer der wirklich jungen Zuhörer des Abends, “aber das mit der Klassik dazu funktioniert echt toll, es hat was versöhnliches.“

„Was ist jetzt“ hieß einer Songs von Curse. Was jetzt ist? Ich bin als einer der 600 neuen Hip Hop Fans nach Hause gefahren, in der Nacht habe ich noch einen Youtube Kanal abonniert und höre bei Hip Hop den Rappern genauer zu. Das „verflixte 7. Mal“ bei ON FIRE haben wir auch durch, ich bin gespannt auf Nummer 8.

ON FIRE #8 2020 im Teo Otto Theater

ON FIRE#8, am 12. Januar 2020 um 18 Uhr, Karten jetzt schon erhältlich an der Kasse vom Teo Otto Theater: Vorverkauf Theaterkasse.

SOKO Steffi: Privater Engel statt Tiertafel

Stefanie Koch verteilt als SOKO Steffi Tierfuttermittel an bedürftige Heimtierhalter.

„Der Tisch war komplett voll mit Futter, es geht richtig gut“, strahlt Stefanie Koch bei der Ausgabe der Tafel am CVJM-Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 38. Dort steht sie mit einem kleinen Tisch und verteilt Heimtierfutter an Tafelbegünstigte, die Haustiere halten. Stefanie Koch macht das nicht nur ehrenamtlich, das Futter, das sie verteilt, hat sie größtenteils selbst gekauft oder von Freunden als Spende erhalten.

Ehrenamtliches Engagement

"Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl", freut sich Steffi Koch. Foto: Sascha von Gerishem
„Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl“, freut sich Steffi Koch. Foto: Sascha von Gerishem

Warum engagiert man sich so intensiv, wollten wir wissen. „Ich wollte immer schon Tieren helfen. Und wenn man selber schon mal von Hartz 4 gelebt hat und auch Tiere hat, weiß man, dass das Geld knapp ist“, bringt sie es auf den Punkt. In Remscheid gibt es keine Tiertafel. Haustiere, obwohl für viele Menschen Familienmitglieder, werden bei der Berechnung das Hartz 4-Satzes nur in wenigen Ausnahmefällen berücksichtigt. Das Geld für die Heimtierverpflegung und nötige Tierarztbesuche muss entsprechend an anderer Stelle eingespart werden. Und das, obwohl Haustiere ein gewisser Stabilitätsfaktor für die Psyche sind, und etwa Hunde auch für soziale Kontakte und körperliche Bewegung sorgen.

„In Remscheid gibt es leider keine Tiertafel und ich möchte auch gerne sowas auf die Beine stellen, denn es gibt hier sehr viele bedürftige Menschen und Tiere“, erklärt Steffi Koch. Daher sammelt sie selbst Essens- und Sachspenden im Freundes- und Bekanntenkreis und kauft auch selbst immer noch hinzu, um andere Menschen glücklich zu machen.

Die SOKO Steffi ist erst frisch gegründet, ein paar Wochen gibt es sie erst. Neben dem Schichtdienst in der Pflege, ihrem eigentlichen Beruf, widmet sie ihre Freizeit der Hilfe für andere. „Wenn ich frei hab, so wie heute, dann stell ich mich eben irgendwo hin und gebe den Leuten mal ein gutes Gefühl.“ Unterstützt wird sie dabei auch von Sascha Gomille, der sich ebenfalls sehr engagiert, etwa bei den Grünen, für die Aktion Muteinander und Remscheid Tolerant.

Die SOKO Steffi unterstützen

Wer die SOKO Steffi unterstützen möchte, kann über die SOKO Steffi-Facebookseite Kontakt aufnehmen oder auf die dort veröffentlichten Spendenaufrufe reagieren. E-Mails an soko-steffi@luettringhauser.de leiten wir direkt an Steffi Koch weiter. Spenden können auch beim Lüttringhauser – c/o Sascha von Gerishem in der Gertenbachstraße 4 in Lüttringhausen abgegeben werden (montags, donnerstags und an den Wochenenden). Gemeinsam kann man die Welt zum Guten verändern.

Updates zu Abgabestellen

    • Lüttringhauser, c/o Sascha von Gerishem, Gertenbachstraße 4, 42899 Remscheid (Lüttringhausen): montags, donnerstags und an den Wochenenden
    • Lenaver-Frischmarkt Rüggeberg, Sedanstraße 33, 42855 Remscheid (Fichtenhöhe): Abgabe-Box im Ladenlokal zu den normalen Öffnungszeiten (Mo.-Fr. von 7.30 bis 18.30 Uhr, Sa. von 7.30 bis 16 Uhr)
    • FRISCHMARKT Remscheid-Süd, Baisieperstraße 18, 42859 Remscheid (Zentralpunkt/ Mixsiepen): Während der Öffnungszeiten (Mo.-Sa. 8 bis 20 Uhr)
    • PENNY Markt Lüttringhausen, Kreuzbergstraße 4, 42899 Remscheid (Lüttringhausen, Neue Mitte): Während der Öffnungszeiten Abgabe bei den Mitarbeitenden (Mo.-Sa. 7 bis 22 Uhr)

Shockheaded Peter (Der Struwwelpeter)

Rheinisches Landestheater Neuss kommt mit der Junk-Oper „Shockheaded Peter“ (Phelim McDermott und Julian Crouch nach Motiven Der Struwwelpeter) am 5. Dezember 2019, Beginn 19.30 Uhr nach Remscheid ins Teo Otto Theater.

Schrill und bunt

Bevor für den Nikolaus Milch und Kekse rausgestellt werden, sollte man sich vom RLT Neuss in die Geschichten vom Struwwelpeter entführen lassen. Das wird wahrlich kein Märchenspaziergang, sondern eine schrille und bunte Inszenierung mit Musik und Gesang von den Tiger Lillies. Nach diesem Abend verweigert bestimmt so mancher nicht mehr seine Suppe.

Veranstaltungsort und Tickets

5. Dezember 2019 ab 19.30 Uhr im Teo Otto Theater, Konrad-Adenauer-Straße 31-33, 42853 Remscheid. Karten gibt es an der Abendkasse oder online bei Eventim.

Video-Trailer

„Wir haben keine drei Erden zur Verfügung“

Die Lüttringhauser Gespräche mit Dr. Gudrun Kordecki im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Lüttringhausen widmeten sich der globalen Zukunft.

Der zweite Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gespräche widmete sich der globalen Zukunft. Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen in Schwerte bezog in ihrem Vortrag auch die Agenda 2030 ein und machte keinen Hehl daraus, dass Deutschland wichtige Ziele der Agenda nicht erfüllen werde.

Fatale Auswirkungen egoistischer Lebensweise

„Wenn alle so leben würden wie wir in Mitteleuropa“, sagte die Chemikerin, „dann bräuchten wir drei Erden. Die haben wir aber nicht.“ Und sie malte ein pessimistisches Bild dessen, was Politik in Zukunft erreichen kann.

47% der natürlichen Ökosysteme sind in den vergangenen Jahren verloren gegangen. Die Biomasse der auf der Erde lebenden Säugetiere hat um 82% abgenommen.

Zur Bestandsaufnahme gehörte der Fakt, dass der augenblickliche und zum größten Teil vom Menschen verursachte Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist. Sehr deutlich schlägt der Verlust der Biodiversität zu Buche. 47% der natürlichen Ökosysteme sind in den vergangenen Jahren verloren gegangen. Die Biomasse der auf der Erde lebenden Säugetiere hat um 82% abgenommen. Gleichzeitig haben wir es mit einem steten Bevölkerungswachstum zu tun. Die Lebensweise der Menschen ändert sich permanent. „Die planetarischen Belastungsgrenzen sind zum Teil bereits jetzt überschritten“, zitierte sie den schwedischen Forscher Johan Rockström. Wir brauchen jedoch die biologische Vielfalt in vielen Bereichen unseres Lebens.

Deswegen hat die Weltklimakonferenz die Agenda 2030 ins Leben gerufen. Diese Agenda will dazu beitragen, dass die ökologischen Grenzen des Planeten eingehalten werden, ohne die sozialen Mindeststandards zu verändern. Dazu wurden 17 Ziele formuliert, denen sich alle Staaten der UN verpflichtet fühlen und die alle von diesen Staaten unterschrieben wurden. Die Agenda 2030 muss konsequent in allen Politikbereichen und in allen Staaten angewendet werden, wenn die herrschenden Zustände nachhaltig geändert werden sollen.

Nach den Buchstaben der Agenda 2030 soll der Hunger auf der Welt bis zum Jahre 2030 vollständig besiegt werden. Nachhaltige Landwirtschaft soll gefördert werden. Der Anteil an Ökolandbau soll auf 20% erhöht werden. Bemerkenswerterweise enthält die deutsche Version zur Agenda 2030 das Wort „Hunger“ sowie die Verpflichtung zum Kampf dagegen nicht. Hunger scheint in den deutschen Politikerköpfen nicht stattzufinden.

Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen im evangelischen Gemeindehaus Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen im evangelischen Gemeindehaus Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Fokus dringend auf Fairen Handel legen

Die Verringerung bzw. die Vermeidung von Abfällen ist ein weiterer wichtiger Punkt der Agenda. Ressourcen müssen geschont werden. Der Marktanteil an Waren mit dem Umweltlabel (Blauer Engel, Fair-Trade-Label) ist von jetzt 6% bis zum Jahre 2030 auf 34% zu erhöhen. Der Fokus soll auf fairen Handel gelegt werden. Der Hauptfokus aller Maßnahmen soll auf Bildung und Information liegen.

Auch bemerkenswert ist es, dass Mobilität in der kompletten Agenda keine Rolle spielt. E-Autos, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, alternative Energieformen…. diese Worte sucht man vergeblich. Die Eingabe eines Politikers der Grünen im Europaparlament, die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 km/h als Geschwindigkeitsbegrenzung zu deklarieren, hatte nie eine ernsthafte Chance auf Verwirklichung.

Natürlich formuliert die Agenda 2030 eine Menge, in der man die Treibhausgase reduzieren soll. Deutschland wird diesen (bescheidenen) Wert nicht erreichen.
Und so weiter, und so fort. Das Thema ist zu gewaltig, als das man es in einem 75-minütigen Vortrag endgültig abarbeiten könnte. Aber warum passiert in Deutschland zu diesem Thema zu wenig?

Unverpackt – Ein Anfang.

Gudrun Kordecki bleibt höflich. „Ich vermute, die Politiker sind nicht mutig genug.“
Ein kleines positives Zeichen gibt es aus Remscheid zu vermelden: Anfang 2020 wird auf der Hindenburgstraße der erste Unverpackt-Laden im Stadtgebiet eröffnen. Mehr dazu in Bälde an dieser Stelle.

Externer Link

19 Belege, dass die AfD den menschengemachten Klimawandel leugnet.

Ronsdorf: Kinder schmücken Weihnachtsbäume der W.i.R.

Die WiR in Ronsdorf lädt wieder über 200 Kinder zum Weihnachtsbaumschmücken ein. Der Nikolaus bringt Lob und süße Belohnung.

Am Freitag, 29. November 2019 steht die große Weihnachtsbaum-Schmückaktion der W.i.R. Ronsdorf an. Ab 11 Uhr kommen über 200 Kinder der Ronsdorfer Kindergärten, Grundschulen und eine Gruppe des Demenzcafés auf den Bandwirkerplatz, um die von der W.i.R. aufgestellten Weihnachtsbäume festlich zu schmücken.

Besuch vom Nikolaus

Zur Belohnung für all die vielen Mühen des Bastelns kommt auch dieses Mal wieder der Nikolaus vorbei, um die geschmückten Bäume zu begutachten und alle zu loben. Gemeinsam werden dann noch die altbekannten Weihnachtslieder gesungen, bevor die fleißigen Hände einen Weckmann erhalten.

Die Weihnachtsbäume geben dem Ronsdorfer Weihnachtsmarkt den schmückenden festlichen Rahmen und sorgen auch anschließend für weihnachtliche Stimmung auf dem Bandwirkerplatz.