Pilze suchen in schöner Landschaft

Wanderung zur Ökologie der Pilze mit Jörg Liesendahl und der Natur-Schule Grund.

Bedingt durch viele Niederschläge gab es in diesem Herbst relativ viele Pilze. Zahlreiche Arten bilden auch jetzt noch Fruchtkörper aus, die in ihrer Formenvielfalt und mit beeindruckenden Farben faszinierend auf die Menschen wirken.

Diplom-Biologe Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund stellt bei einer Wanderung im Gebiet zwischen Grund und dem Gelpetal bei Westen die Ökologie der Pilze und ihre Bedeutung für die Abläufe in der Natur dar. Aus der Formenvielfalt von inzwischen weit über 200 aus dem Gebiet bekannten Pilzarten werden einige häufige und einige seltenere Pilzarten vorgestellt.

Wichtig: Diese Pilzwanderung dient nicht dem Aufsammeln essbarer Pilze! Das Körbchen muss deshalb zu Hause bleiben.

Die ökologische Pilzwanderung startet am Samstag, 30. November 2019, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in 42855 Remscheid-Grund. Die Wanderung ist geeignet für interessierte Erwachsene, aber auch für Familien mit Kindern ab ca. 8 Jahren und wird etwa drei Stunden dauern. Wetterfeste, ggf. auch wärmende Kleidung und Schuhe werden empfohlen.

Anmeldung und Kosten

Die Kosten betragen für Kinder bis 15 Jahre 3,50 Euro und für Erwachsene 7 Euro. Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Familienrabatt. Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule unter 02191 3748239 oder, besser noch, per Mail entgegen: info@natur-schule-grund.de

Vorlesetag: Volksbanker waren dabei

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Zwanzig Volksbanker lasen im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages in Kitas und Grundschulen vor.

Vorlesen macht Spaß – das erfuhren jetzt einmal mehr zahlreiche Jungen und Mädchen in der Region und freuten sich über besonderen Besuch in ihren Kindergartengruppen oder Grundschulklassen. Denn anlässlich des bundesweiten Vorlesetages tauschten am Freitag rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank im Bergischen Land ihren Schreibtisch mit einem Platz im Stuhlkreis eines Klassenzimmers oder der Kissenecke eines Kindergartens. Sie lasen vor, freuten sich über aufmerksame kleine Zuhörer und kluge Fragen.

In der 3a der Remscheider Mannesmann-Grundschule las Melanie Krüger aus der Kreditabteilung eine Adventsgeschichte mit den Schülern. Markus Kottsieper aus der Unternehmenskommunikation brachte den Kindern der Kita Zwergenburg in Wuppertal-Cronenberg nicht nur die Geschichten vom Meerschweinchen Mo mit, sondern auch das dazu passende Stofftier. Und in Solingen-Ohligs besuchte Filialleiter Stefan Röhrig die Kita Pinocchio III, für die die Volksbank nach dem Bau auch die Patenschaft übernommen hat.

Volksbank spendet für Bücher

Für alle Einrichtungen hatten die vorlesenden Volksbanker noch eine besondere Überraschung parat: Sie brachten jeweils eine Spende über 250 Euro für den Kauf von neuen Büchern oder Leselernmaterialien mit.

Gerettet: 44. Ideeller Weihnachtsmarkt in Lennep findet statt

Der 44. Ideelle Weihnachtsmarkt in Lennep stand auf der Kippe. Nun hat die IGR nach Rühren der Werbetrommel genügend Anbieter zusammen.

Georg Feldhoff stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als er beim Planungstreffen des 44. Ideellen Weihnachtsmarktes verkünden konnte, dass der Markt wie geplant stattfinden kann. Insgesamt 14 Stände werden am 8. Dezember 2019 von 14-20 Uhr auf dem Alter Markt in Lennep den weihnachtlichen Gedanken und das Ehrenamt hochhalten.

Segen für das Ehrenamt

Dem Organisationsteam der IGR Remscheid, die die Ausrichtung des Ideellen Weihnachtsmarktes vor drei Jahren von der evangelischen Kirchengemeinde übernahm, fiel ein Stein vom Herzen. Uta Feldhoff, Nina Ducamp, Marius Mannel und Georg Feldhoff haben die Flinte trotz vieler Absagen nicht ins Korn geworfen und bis zuletzt getrommelt, dass der Markt stattfinden kann: Erfolgreich.

Nachdem mehrere der Stammstände aus mannigfaltigen Gründen abgesagt haben, haben sich auf Feldhoffs Aufruf in TV und Presse genügend neue Unterstützer gefunden. Gleich die Hälfte der Stände ist zum ersten Mal dabei. „Der Geschäftsführer vom FCR, Thorsten Greuling, hat kurzfristig bei uns nachgefragt, ob wir uns vorstellen können einen Kaffee- und Kuchenstand zu organisieren, um die IGR zu unterstützen, dass der Ideelle Weihnachtsmarkt nicht ausfallen muss“, sagte Markus Hosnjak, neuer Leiter des Jugendbereichs vom FC Remscheid. Und da er sich schon immer gefragt hat, warum so wenige Sportvereine dabei sind, telefonierte er ein Team von Müttern aus dem Jugendbereich zusammen. „Das Geld fließt doch vollständig in den Jugendbereich, ich verstehe nicht, dass nicht unzählige weitere Vereine dabei sind“, so Hosnjak weiter.

Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist auch der HC BSdL, die Aktion Muteinander gemeinsam mit Remscheid Tolerant, die Grünen Remscheid waren sofort bereit einen Stand zu stellen, um das Ehrenamt zu unterstützen. So wie Foodsharing Remscheid, die Initiative für nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln, die heute Abend von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Ehrenamtskarte der Stadt Remscheid überreicht bekamen. Auch die Aktionsgruppe Zero Waste Bergisches Land macht erstmalig mit.

Auch Kerstin Schneider nimmt erstmals in Lennep teil, ist aber schon seit 30 Jahren beim Lüttringhauser Weihnachtsmarkt dabei. Sie betreibt den Stand ehrenamtlich für die Krebshilfe vom Petrus-Krankenhaus und wird getrocknete Pilze, Fruchtaufstriche und Holzsachen anbieten.

Zwei Fördervereine von Kindertagesstätten sind noch dabei, mit Reibekuchen, Gebasteltem, Glühwein, Würstchen, Selbstgebackenem, Punsch, Waffeln. Annette und Mike Oslo sind zum dritten Mal dabei und spenden alle Erlöse ans Tierheim Remscheid und Radevormwald. Schüler vom Röntgen-Gymnasium nehmen ebenfalls teil, um Geld für die Abi-Kasse zu verdienen. Es wird Heißgetränke und Gebäck geben. Außerdem ist Die Welle mit ihrer legendären Käsesuppe dabei, die Pfadfinder der DPSG-Lennep mit Weihnachtsbier und Stockbrot und Lennep Offensiv betreut wieder den Getränkewagen.

So positiv kann es ausgehen, wenn Ehrenamtler zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Unterstützen Sie diese Mühen und besuchen Sie den 44. Ideellen Weihnachtsmarkt am 8. Dezember 2019 von 14-20 Uhr auf dem Alter Markt in Lennep.

 

 

Wuppertaler Stadtrat beschließt Klagerücknahme gegen DOC-Remscheid

Presseinformation der Stadt Remscheid: Wuppertaler Stadtrat beschließt Klagerücknahme gegen DOC-Remscheid │ Stellungnahme von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz

Auf Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Freie Wähler hat der Wuppertaler Stadtrat am gestrigen Abend (18. November 2019) mit außerordentlicher Mehrheit die Klagerücknahme gegen die DOC-Planungen in Remscheid beschlossen. Die Verwaltung erhält damit den Auftrag, die Normenkontrollklage der Stadt Wuppertal gegen den Bebauungsplan Nr. 657 der Stadt Remscheid sowie die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes und die in diesem Zusammenhang weiter anhängigen Klagen unverzüglich zurückzunehmen.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist sichtlich erleichtert über den gestern gefassten Beschluss, mit dem der Wuppertaler Stadtrat einen Schlussstrich zieht unter die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung zwischen den beiden bergischen Städten.

„Ich habe gehofft, dass der Wuppertaler Stadtrat auf der Grundlage der zwischen McArthurGlen und der IG1 ausgehandelten Reduzierung der Sortiment-Flächen und dem Befragungsergebnis der Wuppertaler Einzelhändler seinem politischen Auftrag nachkommt und den Klageverzicht erklärt. Damit ist das politisch relevanteste Hemmnis für unser Großprojekt DOC vom Tisch. Der Klageverzicht unserer Nachbarstadt ist ein gewichtiges Signal für die Akzeptanz unserer DOC-Planungen im Bergischen – auch für den Investor McArthurGlen – und die Einsicht, dass dieses Projekt nicht unseren Innenstädten schadet. Selbstverständlich werden wir Wort halten und, wie auch vom Wuppertaler Stadtrat zur Bedingung gemacht, im Gegenzug unsere Klagen gegen Bauvorhaben der Stadt Wuppertal zurücknehmen und auf weitergehende Forderungen verzichten.“ Und weiter: „Auch wenn unter anderem ein Normenkontrollverfahren in Münster noch gerichtlich entschieden werden muss – der Klageverzicht unserer Nachbarstadt macht uns zuversichtlich, dass wir auch in diesem Fall in gemeinsamen Gesprächen zu einer einvernehmlichen und außergerichtlichen Lösung kommen können.“

Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz steht fest: „Mit dem DOC Remscheid ist eine große Chance für unsere Region verbunden. Es wird Magnetwirkung für den bergischen Tourismus entfalten, schafft Hunderte neue Arbeitsplätze und führt zu regelmäßigen Auftragsvergaben an unsere mittelständischen Betriebe“. Oberbürgermeister Mast-Weisz lädt alle bergischen Städte dazu ein, hier auf ein gemeinsames Marketing zu setzen.

Diskussion: Welche SPD braucht es für die Zukunft?

„Auf der Höhe der Zeit oder den Höhepunkt überschritten? – Welche SPD braucht es für die Zukunft?“ Einladung zur Diskussion mit dem Berliner Netzpolitiker Yannick Haan am 27. November 2019 um 19 Uhr im Flair-Weltladen in Lüttringhausen.

Selten kam eine Veranstaltung so zur rechten Zeit wie die Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Lüttringhausen zur Zukunft der SPD. Am heutigen Dienstag, 19. November, startet die zweite Runde zur Mitgliederbefragung zur Findung einer Doppelspitze, die künftig die Bundes-SPD führen soll.

Zustand der deutschen Sozialdemokratie

Der SPD-Ortsverein Lüttringhausen hatte schon im Frühjahr überlegt, im Herbst zu einer Versammlung einzuladen, um den aktuellen Zustand der deutschen Sozialdemokratie auf Herz und Nieren zu prüfen:

  • Hat sich die deutsche Sozialdemokratie vielleicht überlebt und ist die Idee der klassen- oder schichtenübergreifenden Solidarität ein Fall für Lagerfeuerromantik und die Geschichtsbücher?
  • Hat die die SPD noch das Potential, Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln (Beispiel: Klimawandel)?
  • Braucht es eine „neue“ SPD, die in der Lage ist den veränderten Gegebenheiten in unserem Land Rechnung zu tragen (Individualisierung, Digitalisierung, Auflösung der großen Milieus, multikulturelle Gesellschaft)?

Diese und viele andere Fragen mehr stehen am Mittwoch, 27. November 2019 ab 19 Uhr im Flair-Weltladen, Gertenbachstraße 17 in Remscheid-Lütringhausen zur Diskussion.

Die SPD freut sich, dass sie den Berliner Netzpolitiker Yannick Haan gewinnen konnten. Yannick Haan ist Vorsitzender der SPD Alexanderplatz (Berlin), Politikberater beim Thinktank „iRightsLab“ und Publizist.

Erst kürzlich erschien in der FAZ ein Beitrag von ihm unter dem Titel „Niemand ist seines Glückes Schmied“ (FAZ, 06.10.2019), wo er sich mit der Frage beschäftigt, wie in einer auf Individualismus (und Egoismus) gepolten „Generation Y“ wieder „das Kollektiv“ und damit die Verantwortung für das Ganze gestärkt werden können.

Generationen-Talk im Anschluss

Im Anschluss an den Vortrag soll sich ein „Generationen-Talk “ anschließen, wo Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaften Jusos, AG 60plus und AsF zu Wort kommen.

„Es gab mal eine Zeit, da gab die Arbeiterbewegung und mit ihr die deutsche Sozialdemokratie in unserem Land den Takt vor, wenn es darum ging, unser Land sozialer, demokratischer und gerechter zu machen. Die politischen Leistungen, die auf das Konto der SPD gehen, bilden das Kapital, auf dem unser Sozialstaat, unser Rechtsstaat und auch unser wirtschaftliches Wohlergehen fußen. Leider wirft dieses Kapital schon seit vielen Jahren keine Zinsen mehr für uns ab. Wir wollen herausfinden, warum das so ist“, so die stv. Vorsitzende der Lüttringhauser SPD, Gerhilt Dietrich.

Eingeladen sind ausdrücklich alle Interessierten.

Facebook-Veranstaltung

Sie können die Veranstaltung auch bei Facebook unterstützen, indem Sie sie teilen, Ihre Teilnahme zusagen oder auch auf „interessiert“ klicken: „Auf der Höhe der Zeit oder den Höhepunkt überschritten?“

Nikolaus im Dorf-Shop

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Dorf-Shop in Lüttringhausen wieder den beliebten Nikolausmarkt.

Am Nikolaustag, am 6. Dezember 2019 ist es wieder so weit. Von 15-18 Uhr findet im Dorf-Shop in der Richthofenstraße 22 wieder der traditionelle Nikolausmarkt statt. Nach der Generalprobe im vergangenen Jahr, zeichnet erneut Isabel Paas verantwortlich.

Traditionell mit viel Herz

Um den vielen treuen Kunden, zu denen besonders viele Kinder zählen, da es in Isa‘s Dorf-Shop neben Spielwaren auch Süßigkeiten gibt, für das jeweils vergangene Jahr zu danken, stattet der heilige Nikolaus dem kleinen Lädchen jedes Jahr einen Besuch ab. Damit der Nikolaus besser planen kann, wieviele Geschenketüten er mitbringen soll, ist eine Anmeldung des Kindes im Dorf-Shop bis zum 4. Dezember 2019 unbedingt erforderlich.

Engel Conny wird die vielen lieben Kinder wieder mit einem Geschenktütchen, in dem Obst, Leckereien und Spielwaren sind, belohnen, wenn sie dem Nikolaus etwa ein Lied vorsingen. Währenddessen genießen die Älteren das herzliche Beisammensein bei Glühwein und Grillwurst.

Im vergangenen Jahr besuchte ein Kamerateam der WDR Lokalzeit Bergisches Land Isa und ihr Team bei den Vorbereitungen. Hier geht es zum Beitrag über den Lüttringhauser Dorf-Shop in der WDR-Mediathek.

Nikolausmarkt im Dorf-Shop in Lüttringhausen.
Nikolausmarkt im Dorf-Shop in Lüttringhausen.

Konzert: 59 Minuten Weihnachten

Das Kult-Konzert „59 Minuten Weihnachten“ der Formation Ufermann und Hayat Chaoui  vor Weihnachten erstmals in Lennep.

In Wuppertal und Umgebung ist das Konzert „59 Minuten Weihnachten“ schon zur adventlichen Tradition vieler Fans geworden. Die musikalisch-poetische
Auseinandersetzung mit der alten Geschichte zu Weihnachten berührt auf sehr eindrucksvolle Weise.

Die Wuppertaler Formation Ufermann nimmt mit der marokkanischen Sängerin Hayat Chaoui etwas von dem vorweg, was man eigentlich zu Weihnachten erwartet: Schalom, Salam, Frieden. Eine Begegnung zwischen Jazz, Choral und Kulturen.

Hayat Chaoui (Gesang), Erhard Ufermann (Piano, Gesang), Dieter Nett (Sax, Klarinette, Gesang), Martin Zobel (Trompete, Flügelhorn), Harald Eller (Bass, Gitarre, Daxophon), Jörg Dausend (Schlagzeug), Thomas Lensing (Percussion, Gesang) veranstalten das Konzert am Sonntag, 8. Dezember 2019 ab 17 Uhr in der Kirche St. Bonaventura.

Karten und Vorverkauf

Tickets kosten im Vorverkauf 12 Euro, erhältlich im Pfarrbüro St. Bonaventura, im Rotationstheater und im Lüttringhauser Reisebüro Hallen an der Kreuzbergstraße.

Online kann man Karten auf remscheid-live.de ordern. An der Abendkasse kosten die Restkarten 14 Euro.

Erneuertes Haus Cleff Ende 2023?

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Die Renovierungsarbeiten am Haus Cleff, dem Patrizierhaus aus dem Rokoko am Hasten, haben begonnen.

Das Banner am Haus Cleff weist auf die Renovierungsarbeiten hin. Foto: Peter Klohs
Das Banner am Haus Cleff weist auf die Renovierungsarbeiten hin. Foto: Peter Klohs

Seit Ende 2013 ist das renovierungsbedürftige Haus Cleff im Stadtteil Hasten in unmittelbarer Nähe des Deutschen Werkzeugmuseums nun geschlossen. Das Patrizierhaus aus dem Rokoko wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und diente zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch einige Jahre als Remscheider Rathaus.

Neues Leben einhauchen

Doch nun soll neues Leben in das Haus Cleff einkehren. Unter der Federführung von Architekt Bernhard Bramlage, der sich seit einem Vierteljahrhundert auf die Restaurierung von Baudenkmälern spezialisiert hat, hat der Start der Sanierung begonnen. Das Haus ist auf der Vorder- und der Rückseite bereits eingerüstet. Riesige Gerüste sind aufgebaut worden, die Treppenaufgänge werden von Planen bedeckt, erste baufällige Teile wurden entfernt und werden erneuert bzw. restauriert.

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs
Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Wegen nicht zu bewältigender Höhenangst konnte der Berichterstatter daran leider nicht teilnehmen. Aber Infos gab es trotzdem noch genug.

Für die Sanierung des Hauses stehen insgesamt über 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, wovon die Stadt Remscheid laut Stadtdirektor Sven Wiertz 1,2 Millionen Euro übernimmt. Die Deutsche Denkmalpflege beteiligt sich mit 120.000 Euro an den Baukosten, das Denkmalschutzprogramm des Bundes mit 490.000 Euro. Für vorbereitende Sanierungsuntersuchungen und Sicherungsmaßnahmen sind bisher knapp 400.000 Euro fällig geworden. Die Kostenschätzung ergibt einen Gesamtaufwand in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Ein Antrag an die Denkmalförderung des Landes NRW ist gestellt.

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs
Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs

Im Laufe der nächsten Monate und Jahre sollen folgende Arbeiten am Haus Cleff durchgeführt werden:

  • Austausch bzw. Ergänzung von nicht mehr tragfähigem Holzwerk, Ertüchtigung der Sparren, Pfetten der Dachkonstruktion
  • Wiederherstellung der Decken und Außenwände
  • Abbruch und Erneuerung der Schieferflächen
  • Abbruch und Erneuerung der Bedachung und der alten Bleianschlüsse
  • Restaurierung der Fensterelemente, Gesimse, Läden und Gauben
  • Ersetzen von vier fehlenden Fensterelementen
  • Anstrich des gesamten Holzwerks in den Außenwänden mit Leinöl

Architekt Bramlage plant, diese Arbeiten bis zum Ende des kommenden Jahres abschließen zu können. Die Koordinierung der Arbeiten erfolgt über das Architekturbüro Bramlage (www.bramlage-architekten.com) in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemangement der Stadt Remscheid.

Etwa vier Jahre kann es dauern, bis das Haus Cleff wieder vollständig hergestellt ist. Foto: Peter Klohs
Etwa vier Jahre kann es dauern, bis das Haus Cleff wieder vollständig hergestellt ist. Foto: Peter Klohs

Von städtischer Seite wird das Projekt durch Frau Dipl. Ing. Architektin Anja Klein betreut. Sollte alles wie geplant über die Bühne gehen und die Finanzierung gesichert sein, dann könne, so Bramlage, das Haus Cleff in etwa vier Jahren wieder eröffent werden. Stadtkämmerer Sven Wiertz sieht das auch so. „Aber wir sind gerade erst am Anfang“, fügt er hinzu.

Aktionsbündnis Remscheid Tolerant unterstützt Protest gegen AfD-Bürgerdialog

Für den 15. November 2019 lud die AfD in Radevormwald zum Bürgerdialog ins Bürgerhaus. Doch Radevormwald stellte sich quer.

Unter dem Motto „WIR sind mehr“ bat der Verein Runder Tisch gegen Rechts auch in Remscheid um Unterstützung – und die kam. Aus Remscheid traten Vertreter von den Grünen, von Die Linke, der Aktion Muteinander und viele Privatleute als Teil des Aktionsbündnisses Remscheid Tolerant gemeinsam an, um klare Kante gegen Rechts zu zeigen.

30 zumeist hochbetagten AfDlern standen 280 tolerante Menschen jeder Altersklasse gegenüber, um den Rechtspopulisten friedlich ihre engen Grenzen aufzuzeigen. Die vermeintliche Stärke, die die AfD und ihre Anhänger in den sogenannten sozialen Medien präsentieren, ist im wahren Leben einmal mehr als Luftnummer entlarvt worden.

Alle zusammen gegen den Faschismus. WIR sind mehr.

Rade: Auf die Straße für Freiheit und Demokratie

Die Rechtspopulisten der AfD laden für Freitag, 15. November 2019, in Radevormwald zum Bürgerdialog. Der „Runde Tisch gegen Rechts“ aus Radevormwald lädt als Zeichen des Protestes zu Protestkundgebung und Mahnwache.

Faschisten, Nazis, Rechtspopulisten… Für Politiker der AfD gibt es viele gerichtlich zulässige Bezeichnungen. Doch jede einzelne macht deutlich, dass man sich auf friedlichem Weg, doch offen, laut und deutlich, gegen die menschenverachtende Politik stellen muss. Darum ruft der Verein „Runder Tisch gegen Rechts – für Freiheit und Demokratie“ aus Radevormwald am Freitag, 15. November ab 17 Uhr zu einer Protestkundgebung und Mahnwache auf den Martplatz Radevormwald.

Unterstützung aus Remscheid

Nachdem der Termin zum sogenannten „Bürgerdialog“ öffentlich wurde, formierte sich auch in Remscheid sofort der Widerstand. Sabine Yündem und Sascha Gomille aktivierten sofort die Bündnispartner vom Aktionsbündnis „Remscheid Tolerant“. Der Runde Tisch erfuhr so auf einer gemeinsamen Planungssitzung große Zustimmung. Aus Remscheid sprachen sich Die Linke, die Grünen, Mitglieder des Jugendrats, der Jusos und der Aktion Muteinander für eine aktive Unterstützung der Demo gegen Rechts aus.

Mitfahrgelegenheiten zur Friedensdemo

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder anderen Menschen eine Mitfahrgelegenheit bieten kann, trifft sich Freitag, 15. November bis 16 Uhr am Büro der Linken Remscheid, Schützenstraße 62 – 42853 Remscheid, ein.

Die Demo startet um 17 Uhr mit einer Rede von Fritz Beinersdorf auf dem Radevormwalder Marktplatz und zieht friedlich mit Transparenten und Trillerpfeifen zum Veranstaltungsort der Demokratiegegner.

Lüttringhauser Gespräche: Das soziale Klima em Dorp

Die Lüttringhauser Gespräche 2019 haben begonnen. Zur ersten Runde am Abend des 12. November im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz  in Lüttringhausen referierten gleich zwei hochkarätige Gäste vor dreissig Besuchern. Thema war das soziale Klima im Allgemeinen und in Remscheid im Besonderen.

Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs
Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs

Prof. Dr. Ulrich Deinet, Sozialwissenschaftler aus Düsseldorf, arbeitete im Rahmen seines Vortrages recht schnell das eigentliche Thema heraus: „Wir müssen Kinder und Jugendliche stärker beteiligen.“ Er bezog sich in vielen seiner Aussagen auf selbst erhobene Umfragen unter Jugendlichen, sowohl solche, die in Großstädten als auch welche, die im ländlichen Gebiet leben.

Kinder und Jugendliche stärker beteiligen

Die Jugendlichen von heute, führte Prof. Dr. Deinet aus, sind multitaskfähig im hohen Maße. Musikhören während der Erledigung von Schularbeiten ist völlig normal. Viele googlen bei seinen Vorträgen in Schulen, oder bewegen sich auf andere Art im Internet, ohne die Aufmerksamkeit auf den Vortrag zu vernachlässigen. Bemerkenswerterweise kam der Professor anhand seiner Umfragen zum Ergebnis, dass die großen sozialräumlichen Unterschiede im Erleben von Jugendlichen nicht mehr existieren. „Das Stadt-Landgefälle gibt es so nicht mehr.“

Die Familie sei und bleibe der Mittelpunkt, auch Jugendliche sehen das so. Der Kreis um die Familie herum werde im Laufe des Lebens immer größer. Der Freundeskreis vergrößert sich, Schule und Beruf haben Einfluss. Im Alter verkleinert sich das wieder, und am Schluss besteht der äußere Raum eines sehr alten Menschen aus dem eigenen Kopf.

Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs
Prof. Dr. Ulrich Deinet bei den Lüttringhauser Gesprächen. Foto: Peter Klohs

Nicht nur Jugendlichen sind virtuelle Räume wichtig geworden. „Heutzutage hat jeder im Bus ein Handy in der Hand.“

Die Handlungsräume für Jugendliche müssen erweitert werden, ist sich Prof. Deinet sicher. Aber Infrastrukturen für Jugendliche herzustellen, sei nicht einfach. Am Ende seines Vortrages erwähnte der Referent die Stadt Hilden, die ein Kinder- und Jugendparlament unterhält. „Natürlich muss man sehen, wie weit die Mitbestimmung geht.“

Andy Dino Iussa, Theaterregisseur, Dramaturg, Kulturprojektentwickler und Engangementförderer in der katholischen Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz stimmte dem Professor im Vielen zu. Er sehe Kunst als einen Prozess, um gesellschaftliche Entwicklung voranzubringen. Er bemühe sich, Begegnungen außerhalb der Routine zu ermöglichen.

Engagementförderer Andy Dino Iussa vom Lotsenpunkt. Foto: Peter Klohs
Engagementförderer Andy Dino Iussa vom Lotsenpunkt. Foto: Peter Klohs

Iussa erzählte von seinem Projekt „Weltort Lennep“. In diesem Projekt werden die persönlichen Schicksale von Menschen – gleich welcher Herkunft – in einem Stadtrundgang durch Lennep erlebbar. Iussa betont mit diesem Projekt das Gemeinsame der Menschen. Bewegend schildert er, wie eine alte Frau aus Schlesien bei einem Stadtrundgang das Schicksal eines syrischen Flüchtlings erzählt. „Für dieses Projekt ist der Lenneper ‚Lotsenpunkt‘ extrem wichtig“. erzählt er. „Da treffen sich Menschen und verbringen Zeit miteinander. Nicht nur in diesem Projekt wird die Herkunft der Menschen völlig unwichtig.“

Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

„Weltort Lennep“ hat den katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus erhalten. Aus diesem Projekt hat sich ein weiteres gebildet, das Iussa „Weltort Garten“ genannt hat und in dem gemeinsam ein großes Gelände bewirtschaftet werden soll. Eine Menge kulturelle Events sind dazu angedacht. Am Wichtigsten, so Iussa, sei die Bereitschaft, andere Menschen wahrnehmen zu wollen.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum brachte zwei bemerkenswerte Äußerungen hervor. Professor Deinet, noch einmal auf die Jugend angesprochen, erklärte: „Ein reiches Land wie Deutschland hat einen Anteil an Kinderarmut, der unverantwortlich ist. Der tritt nicht so deutlich zu Tage, aber ist da, nicht nur statistisch.“

Das Schlusswort hatte eine Besucherin. „Die Erwachsenen müssen noch viel lernen.“

Karneval in Lennep: Die Sessionseröffnung

Am 11.11.2019 um 16.11 Uhr startete die Lenneper Karnevalsgesellschaft in Riemanns Küche unter dem Motto „175 – Lennep strahlt – 125“ in die neue Karnevalssession. 

Karneval bedeutet Lebensfreude, die ins Gesicht geschrieben steht. Foto: Sascha von Gerishem
Karneval bedeutet Lebensfreude, die ins Gesicht geschrieben steht. Foto: Sascha von Gerishem

Schon vor 16.11 Uhr standen teils kostümierte Karnevalsjecke vor Riemanns Küche in der Kölner Straße 89 und warteten darauf, dass mit der Sessionseröffnung der Kartenvorverkauf für das Lenneper Festzelt starten möge. Pünktlichst strömten zur karnevalistischen Uhrzeit die Jecken ins Lokal, während die Musik die jecken Tage lautstark einläutete.

Dagmar Flohr aus Lüttringhausen sichert sich mit die ersten Karten für Altweiber direkt von Tobi Riemann. Foto: Sascha von Gerishem
Dagmar Flohr aus Lüttringhausen sichert sich mit die ersten Karten für Altweiber direkt von Tobi Riemann. Foto: Sascha von Gerishem

Auch Lütterkuserin Dagmar Flohr ist pünktlich nach Lennep gereist, um sich Tickets zu sichern: „Früher sind wir immer nach Düsseldorf gefahren, aber dort wurde es im Karneval immer roher. Seit ein paar Jahren feiern wir Altweiber jetzt immer hier im Zelt, da ist der Karneval so wie er sein soll: Herzlich, fröhlich und fantastisch!“ Doch auch ein anderer Aspekt spricht definitiv für lokales Feiern, „denn man kann abends auch einfach nach Hause laufen“, verrät sie schelmisch.

175 – Lennep strahlt – 125

Das kryptische Sessionsmotto „175 – Lennep strahlt – 125“ bezieht sich auf den 175. Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen und seine große Entdeckung der X-Strahlen, die sich zum 125. Mal jährt, erklärt Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft.

Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft in vollem Ornat. Foto: Sascha von Gerishem
Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft in vollem Ornat. Foto: Sascha von Gerishem

Fünf karnevalistische Tage im Festzelt

Altweiber mit Micky Krause

Das Zentrum karnevalistischen Lebens in Remscheid liegt seit Jahren fest im Lenneper Festzelt. Darum bietet die LKG auch in diesem Jahr wieder ein grandioses Festprogramm. Den Auftakt machen DJ Marcel Filodda und Stargast Micky Krause zur Weiberfastnacht.

Mega-Rockparty mit Bounce

Die Rock-Party am Karnevalsfreitag bestreitet die wohl authentischste Bon Jovi Tributeband im Land: Bounce. Zum besonders günstigen Eintrittspreis von nur 10 Euro gibt es auch noch ein Freigetränk. Mitrocken ist definitiv angesagt.

Lennep-Lacht-Party: Die kölsche Nacht

Lennep Lacht ist kölsche Nacht mit der Prinzengarde St. Augustin, den Original Eschweilern, Timo Schwarzendahl, DJ Marcel Filodda und der bekannten kölschen Coverband Kaschämm, die in diesem Jahr bereits beim Remscheider Löwenfestival dabei war.

Karnevalssonntag: Freier Eintritt

Sehr am Herzen liegt den Veranstaltern, Gunther Brockmann und Tobi Riemann, der Karnevalssonntag mit dem Kinderkarneval und der Karnevalsparty für Menschen mit und ohne Behinderung. Darum kann das Festzelt sonntags traditionell bei freiem Eintritt besucht werden.

Rosenmontag: Zoch und After-Zoch

Zugleiter Gunther Brockmann freut sich noch über weitere Anmeldungen für Wagen und Laufgruppen. „Die üblichen Verdächtigen haben sich schon alle angemeldet, aber es können gerne auch noch neue Truppen dazustoßen“, strahlt der LKG-Präsident begeistert. Im Anschluss an den Rosenmontagszug steigt im Zelt auch wieder die legendäre After-Zoch-Party mit DJ Marcel Filodda.

Karten und Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf hat unlängst begonnen. Karten gibt es aktuell allein in Riemanns Küche, Kölner Straße 89 in 42897 Lennep. Die Tickets kosten je nach Veranstaltung von 10 bis 22 Euro.

Alle Infos unter www.lenneper-karnevalsgesellschaft.de und www.riemanns-kueche.de